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28Feb/1214

MyFRITZ! – DynDNS-Alternative für die Fritz!Box

MyFRITZ

Um unterwegs auf Endgeräte wie Dreambox, QNAP NAS oder andere Netzwerkgeräte zugreifen zu können, ist eine immer gültige, sich nicht verändernde Webadresse notwendig. Blöd nur, dass sich die vom Provider zufällig zugewiesene Internetadresse laufend ändert (zumindest bei regulärem DSL). Router wie die Fritzbox bieten aus diesem Grund die Möglichkeit dns-Dienste wie DynDNS einzubinden. Die Fritzbox teilt dem dns-Dienst immer nach einem Adresswechsel die neue IP mit. Der dns-Dienster wiederum matcht diese IP mit der vom Benutzer vergebenen fixen Webadresse (z.B. xyz.dyndns.org) und leitet so immer alle Anfragen korrekt auf die Fritzbox Zuhause weiter.

DynDNS-Alternative von AVM

Das Einrichten zusätzlicher dns-Anbieter wie DynDNS ist dabei jedoch mit Konfigurationsaufwand verbunden. Entsprechende Dienste sind dabei oftmals kostenfrei, was im Falle des wohl bekanntesten Anbieters DynDNS auch zufrifft. Wer sich neu registrieren möchte, muss jedoch seit Kurzem Zahlungsdaten hinterlegen und innerhalb des Testzeitraums den Tarif wechseln, damit dieser auch weiterhin kostenfrei bleibt. Wird die Frist verpasst, verlängert sich das Abo und man wird zur Kasse gebeten. (Update: Anscheinend ist ein DynDNS-Account bei Neuregistrierung doch nicht mehr kostenfrei nutzbar). Umso besser, das der Fritzbox-Anbieter AVM einen eigenen dns-Dienst namens MyFRITZ! für Softwareversionen ab FRITZ!OS 05.20. Dieser kann kostenfrei direkt aus dem Webinterface der Fritzbox aus eingerichtet werden.

Nachfolgendes Howto zeigt, welche Schritte dazu notwendig sind, um den Dienst auf einer Fritzbox 7390 (Amazon-Link) zu aktivieren und woher man an die von AVM automatisch zugewiesene, fixe Webadresse erhält.

MyFRITZ! Account erstellen

Als erstes muss man sich auf das Webinterface der Fritzbox unter http://fritz.box einloggen.

Zum MyFritz!-Eintrag gelangt man über das Menü:

Internet -> MyFRITZ! -> MyFRITZ!-Konto -> Zugriff auf die FRITZ!Box aus dem Internet einrichten

Daraufhin gibt man seine Email sowie das gewünschte Kennwort ein:

Benutzername (eigene Email)

FRITZ!Box-Internetkennwort (neues Passwort)

Wer daraufhin die Meldung

"Fehlermeldung: Es ist ein Fehler aufgetreten.
Fehlerbeschreibung: Es ist bereits eine Port-Weiterleitung für FTP eingerichtet. Zugriff aus dem Internet ist daher nicht möglich.
Ihre Eingaben wurden möglicherweise nicht übernommen. Bitte geben Sie Ihre Daten noch einmal ein. Sollte der Fehler erneut auftreten, wenden Sie sich bitte an den AVM-Support."

erhält, muss unter Internet -> Freigaben nach der Portfriegabe für den Port 21 suchen und den entsprechenden Eintrag deaktivieren. Danach wieder zurück zu Internet -> MyFRITZ! -> MyFRITZ!-Konto -> Status aktualisieren.

Es sollte nun eine Registrierungs-Mail verschickt worden sein.

Jetzt die Registrierungs-Mail von der angegebenen Email-Adresse abrufen und auf den Aktivierungslink klicken.

Daraufhin kann man die Loginpage myfritz.net besuchen und sich dort mit den eignen Benutzerdaten einloggen.

 

MyFRITZ! Webadresse auslesen

Mit einem Klick auf "Zu meiner FRITZ!Box" erfolgt dann schließlich die Weiterleitung auf die eigene FRITZ!Box. Das Spannende ist die URL, die nun angezeigt wird. In meinem Beispiel ist es

https://tmogfbjuv9pp73ou.myfritz.net:443/myfritz?user=admin%40meintechblog.de

Die dick markierte Ziffernfolge inkl. der Endung .myfritz.net ist ab sofort die eigene fixe Webadresse, welche mit der von DynDNS vergleichbar ist und ebenso verwendet werden kann. Unter dieser Address-URL ist die eigene Fritzbox von nun an über das Internet erreichbar, auch wenn die Fritzbox eine neue Internetadresse vom DSL-Provider zugewiesen bekommt (z.B. nach Zwangstrennung nach 24 Stunden bzw. Stromausfall). Das ist zwar so nicht explizit im offiziellen Artikel Was ist MyFRITZ!? vermerkt, bestätigte sich aber in einem eigenen Test. Per Portforwarding können so auch künftig alle Endgeräte im eigenen Netzwerk erreicht werden.

Aus meinem täglichen Leben

MyFRITZ! ist eine gute Alternative zu anderen dns-Angeboten, da kostenlos und direkt in die Fritzbox integriert. Es bleibt offen, ob der von AVM bereitgestellte dns-Dienst genauso reibungsfrei funktioniert, wie beispielsweise DynDNS. Für mich ist der integrierte MyFRITZ!-Dienst jedenfalls ein Grund mehr bei AVM zu bleiben. Der durch Updates stetig wachsende Leistungsumfang ist einfach grandios. Ob auch ältere Fritzboxmodelle in den Genuss von MyFRITZ! kommen werden, bleibt abzuwarten.

Wer noch eine ältere Fritzbox hat und über ein Upgrade nachdenkt, um den Dienst bereits jetzt nutzen zu können, sollte sich einmal das aktuelle Topmodell Fritzbox 7390 Amazon-Link) ansehen. Daneben unterstützen die Fritzbox 7270 (Amazon-Link) sowie Fritzbox 7320 (Amazon-Link) bereits MyFRITZ! (Stand 28.02.2012).

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Kommentare (14) Trackbacks (0)
  1. Hallo, habe mir ein Myfritzkonto zugelegt und ihre Anweisungen eigentlich genauestens befolgt. Ich wollte eigentlich mir so einen DynDns Serviceprovider ersparen und von aussen jederzeit auf meine Ip Cameras zugreifen können. Also mit der ‘normalen ipadresse :port’ und den entsprechenden portweiterleitungen in der Fritzbox funktionniert das eigentlich prima, mit der ausgelesenen Adresse ‘xxx.myfritz.net :port’ komme ich immer nur ins Benutzerinterface der Box, die Portweiterleitungen funktionieren nicht. Portweiterleitungen sind von Typ HTTP. Mach ich was falsch oder funzt der Dienst dann doch nicht so wie der eines DynDns.org oder Selfhost? Danke für Ihre freundliche Antwort. Gruss

    • Hab es gerade mal getestet. Komme auch über meine myfritz-Adresse (genauso wie über dyndns) auf die per portforwarding eingebundenen Geräte. Versuch doch mal testweise direkt auf deine vom Internet-Provider zugewiesene IPv4-Adresse (zu finden unter fritz.box -> Internet -> IP-Adresse) zu connecten. Funktioniert das, oder geht das auch schon nicht? Was meinst du mit “normaler” IP? Im Zweifelsfall würde ich die Fritz!Box einfach mal einige Sekunden vom Strom trennen und neustarten und sehen, ob es dann bereits klappt.

  2. Hallo Jörg,
    Danke für deine hilfreichen Beiträge.
    Aktuell stehe ich vor folgendem Problem:
    Hinter meiner Fritzbox steht ein Windows Server, welcher die Fritzbox entsprechend konfiguriert hat (m.E. mitteln UPNP). Somit lande ich, wenn ich auf fhem zugreifen möchte immer auf dem Server.

    Kann ich meine Fritzbox so einstellen, dass bei Anfragen von außen auf Port 8083 (fhem) die Anfrage nicht weitergeleitet wird???

    Danke für die Info.
    Gruß Thomas

  3. Alles schön, aber wenn ich direkt per FTP auf eine Datei im NAS zugreifen will (z.B. eine Kalenderdatei) geht das nur über ftp://ftpuser@xx.xx.xx.xx/ordner/dateiname und nicht über ftp://ftpuser@tmogfbjuv9pp73ou/ordner/dateiname. Zumindest sehe ich bisher keinen Weg. Und die IP-Adresse steht zwar auf der Administratorseite, aber ändert sich täglich. Damit taugt sie nicht als statische IP, die ich in Thunderbird als zentrale Kalenderdatei nutzen kann. Sieht jemand eine Lösung?
    Danke und Gruß
    Uwe

  4. Endlich einer, der für die Konfiguration der App einen behilflichen Hinweis gibt.

    Die Anleitungen von AVM sind sehr schlicht.

    Vielen Dank an die Redaktion, oder wer auch immer den Hinweis geschrieben hat:

    __________________________________________________________________
    MyFRITZ! Webadresse auslesen

    Mit einem Klick auf “Zu meiner FRITZ!Box” erfolgt dann schließlich die Weiterleitung auf die eigene FRITZ!Box. Das Spannende ist die URL, die nun angezeigt wird. In meinem Beispiel ist es

    https://tmogfbjuv9pp73ou.myfritz.net:443/myfritz?user=admin%40meintechblog.de

    Die dick markierte Ziffernfolge inkl. der Endung .myfritz.net ist ab sofort die eigene fixe Webadresse, welche mit der von DynDNS vergleichbar ist und ebenso verwendet werden kann. Unter dieser Address-URL ist die eigene Fritzbox von nun an über das Internet erreichbar, auch wenn die Fritzbox eine neue Internetadresse vom DSL-Provider zugewiesen bekommt
    ______________________________________________________

    Ich habe mich auf dem PC bei myfritz.net nach der Registrierung angemeldet und meine individuelle “dyndns” von Fritz ausgelesen und dann in die App unter Einstellungen
    => Adresse eingetragen. ohne https:// ohne Portnummer, nur so wie oben beschrieben. Dann hats auch endlich geklappt.

    Danke!

  5. “Die dick markierte Ziffernfolge inkl. der Endung .myfritz.net ist ab sofort die eigene fixe Webadresse, welche mit der von DynDNS vergleichbar ist und ebenso verwendet werden kann. Unter dieser Address-URL ist die eigene Fritzbox von nun an über das Internet erreichbar”

    Was trage ich bei Konfiguration Fritz-Box als 1DNS Anbieter bei 2Domain-Name und bei 3Benutzername ein ?

    • Wenn man die MyFRITZ!-Funktion nutzen möchte, benötigt man erstmal grundsätzlich eine Fritzbox, die diese Funktion unterstützt. Dies lässt sich daran erkennen, dass beim Webinterface der Fritzbox im Menüpunkt “Internet” der Unterpunkt “MyFRITZ!” zur Verfügung steht. Ist dies vorhanden, lässt sich die Registrierung für den Dienst auf myfritz.net durchführen. Eine weiterführende Anleitung ist dort auch vorhanden. Hoffe das beantwortet die Frage.

  6. Hi
    hat es irgendjemand hinbekommen myfritz zu aktivieren wenn die box hinter einem router läuft also nicht selbst direkt die internetverbindung herstellt?

    • perdu, lt. AVM ist dies nur möglich, wenn die Box die Internet Verbindung selbst aufbaut (ich nehme an, du hast LAN1 als Internet Eingang).
      Ich nutze die Box auch hinter einem anderen Router, den der Anbieter zwingend vorschreibt und den alten Fritz 7390 hinter dem Router mit LAN1 Eingang fürs Internet.
      Was bleibt dann von der Box: Router (gerade 3 Geräte neben Internet Eingang nutzbar) und USB NAS (kann per DynDNS im ersten Router als InternetNAS eingerichtet werden).
      Alles in allem viel Geld für NULL Mehrwert. Das Teil sollte sich AVM sonstwo hinstecken…
      Gigabit Switche (hinter dem ersten Router) gibts schon für 50,- aufwärts und die reichen auch.
      Für das NAS gibts dann auch bessere Alternativen mit eigenen Cloud Diensten als AVM (z.B. qnap oder Synology).

      • Also mir fallen spontan einige Anwendungsgebiete ein, für die ich meine Fritzbox auch weiterhin nutzen würde, wenn ich sie hinter einem Router benutzen müsste:
        -DECT-Telefonanlage (mit Push-eMail-Funktion bei entgangenen Anrufen -> sehr praktisch, wenn man viel unterwegs ist)
        -VOIP-Funktionen (Sipgate etc.)
        -VPN-Server (z.B. für PC/iPhone, gibts hier auch 2 Beiträge)
        -Eigenes Wlan für Gäste
        -DHCP-Server mit Filter-Funktion (Portsperre, zeitliche Nutzung) für LAN-Geräte
        Es kommen über Softwareupdates auch kontinuierlich nützliche Funktionen dazu. Je nach Anwendungsfall kann die Fritzbox schon einen gewaltigen Mehrwert zu einem reinen Switch liefern.

      • Hallo Tom, da hast Du den falschen Anbieter!
        Wenn der zwingend einen eigenen Router vorschreibt taugt der nichts, dann aber die Schuld für die nicht Einsetzbarkeit einiger Dienste auf AVM abzuwälzen ist einfach billig und nicht vair.
        Gruß Kurt


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