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FHEM mit FritzBox 7390 und CUL Stick – Professionelle Hausautomation

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Das Thema Hausautomation gewinnt seit geraumer Zeit immer mehr an Bedeutung. Selbst Energiekonzerne wie RWE bieten eigene Hausautomationssysteme an. Nebenher sind es vor allem die Elektronikhändler ELV und Conrad, die das sog. FS20-System mit hoher Produktvielfalt mit aggressiver Preispolitik auf dem Markt anpreisen. Die Art und Ausführung der Heimsteuerungssysteme könnte jedoch unterschiedlicher nicht sein. Ein allgemein gültiger Standard ist nicht vorhanden. Das selbe Ziel verfolgen jedoch alle am Markt erhältlichen Systeme, Protokolle und Anbieter: Individualisierbare Haussteuerungsysteme für den Endanwender.

Dieser Artikel wird daher zunächst die Grundlagen der Hausautomation klären und schließlich eine Lösung vorstellen, die als umfassendes Setup für sämtliche Haussteuerungen genutzt werden kann.

Es wird gezeigt, wie mit dem USB-Funksender "CUL" der Firma busware.de und dem Hausautomation-Server FHEM eine sehr professionelle Konfiguration erstellt werden kann, die für den 24-Stunden-Betrieb lediglich eine laufende AVM FritzBox 7390 benötigt. Auch andere FritzBoxen wie die 7270 können grundsätzlich für die Konfiguration verwendet werden: doch Vorsicht! Plug and Play funktioniert nur mit der 7390 wirklich reibungsfrei. Dabei ist weder technisches Detailwissen, noch grundlegendes Programmierverständniss notwendig. Lediglich ein wenig technische Affinität und Freude bei der Konfiguration sollte der Leser mitbringen.

Was ist Hausautomation? Unterschiedliche Protokolle

Zur Steuerung unterschiedlicher Geräte im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung existiert eine Vielzahl an Steuerungs-Protokollen. Die Interkompatibilität dieser ist jedoch nur begrenzt gegeben. Nachfolgend sollen daher drei unterschiedliche Protokolle im 433- und 868-Mhz-Bereich aufgeführt werden:

  • Intertechno (433 MHz): Intertechno bietet unterschiedliche Komponenten zur Steuerung von Lichtern, Strom und Jalousien. Eine hohe Verbreitung ist vor allem durch den Vertrieb in Baumärkten gegeben. Preislich liegen die Geräte im unteren Spektrum, was sie für einige Bereiche, gerade zum Einstieg, äußerst interessant macht. Problematisch ist allerdings das Frequenzband von 433 MHz, auf dem auch sog. Dauersender betrieben werden dürfen. Das sind z.B. Babyphones, PMR-Funkgeräte und weitere Gerätetypen. Somit steigt die Anzahl der möglichen Störquellen und senkt die Zuverlässigkeit der Intertechno-Bausteine leicht. Intertechno bietet im Gegensatz zu den unten genannten Alternativen (FS20 und HomeMatic) selbst keine Möglichkeit, die Geräte mittels PC oder Smartphone zu steuern.
  • FS20 (868 MHz): Das vom Elektronikhändler ELV entwickelte Protokoll genießt eine weite Verbreitung. Gerade wegen des niedrigen Preises und der hohen Anzahl an Komponenten (Sender, Sensoren und Empfänger) ist es bei vielen Anwendern sehr beliebt (z.B. FS20-Funksteckosen). Das Produktprogramm wird stetig erweitert und ist mit den zum System gehörenden Protokollen FHT und HMS kompatibel. FHT-Devices sind spezielle Bausteine zur Heizungssteuerung, während HMS-Geräte der Sicherheit im Heim dienen. Die Kommunikation im 868-MHz-Bereich ist dabei weniger störanfällig, da hier lediglich Impulssender betrieben werden dürfen und somit keine dauerhaften Störquellen vorhanden sind. Ein zentraler "Nachteil" des FS20-Systems ist die einseitige Kommunikation der Komponenten. Ein sendendes Element erhält dabei keine Rückmeldung vom schaltenden Gerät, ob der Schaltvorgang tatsächlich stattgefunden hat. Demgegenüber stehen jedoch der günstige Preis der Elemente und die hohe Anzahl an Bausteinen.
  • HomeMatic (868 MHz): Das HomeMatic-Protokoll der Firma eQ3 unterscheidet sich stark von FS20. Die Komponenten sind weitaus kostspieliger, bieten jedoch durch Rückmelde-Mechanismen eine absolute Sicherheit über Schaltvorgänge und Schaltzustände. Das Produktangebot ist ebenfalls sehr umfangreich.

Die drei Systeme sind miteinander inkompatibel, was bedeutet, dass man sich als Anwender für eine der Varianten entscheiden muss, um die Bedienung aller Geräte mittels einer Steuerzentrale umzusetzen. Dies zumindest ist Tatsache, wenn man diesen Artikel nicht zu Ende liest. Weiter unten wird mit den Einsatz einer FritzBox FritzBox 7390 gezeigt, wie und warum auch Komponenten unterschiedlicher Systeme innerhalb eines Hauses mit einer einheitlichen Server-Lösung trotzdem kompatibel gemacht werden können.

FHEM als zentraler Hausautomation-Server

Zunächst soll der softwareseitige Grundbaustein der Hausautomation-Lösung genauer betrachtet werden. Hierbei handelt es sich um die Open-Source-Software FHEM.

Was ist FHEM? Nun, wer eine detaillierte Einleitung in das Thema sucht, dem sei zunächst der Einsteigerguide empfohlen. In Kurzfassung ist FHEM eine in PERL geschriebene Hausautomation-Server-Software. Diese läuft auf allen gängigen Betriebssystemen wie Windows, OSX oder Ubuntu/Debian. Voraussetzung dafür ist normalerweise der 24h-Betrieb eines Computers. Dieser Artikel wird jedoch eine andere Lösung vorschlagen, die den Rechner unnötig macht. Doch dazu später mehr. Mit FHEM lassen sich Lichter steuern, Rolladen bewegen, Sensoren (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schließzustand von Türen und Fenstern usw.) auslesen oder aber auch Heizungen steuern. Darüber hinaus bietet FHEM vor allem die Möglichkeit, Sensoren und Aktoren durch die Definition von Skripten in verschiedenen Szenarien miteinander agieren zu lassen.

Um in Kommunikation mit Aktoren oder Sensoren treten zu können, benötigt die Software eine hardwareseitige Unterstützung. Dies können entweder die für die Computersteuerung vorgesehenen Standardkomponenten FHZ1000 (FS20-Protokoll) und LanAdapter (HomeMatic-Protokoll) sein, oder aber ein CUL-USB-Stick!

Die Funktionen von FHEM sind mächtig und vielseitig:

  • Unterstützung und Kombination unterschiedlicher Protokolle
  • Log-File- und Grafik-Erzeugung aus unterschiedlichen Sensoren
  • Benachrichtigungen bei besonderen Ereignissen
  • Timer-Funktionen zur zeitgesteuerten Hausautomatisierung
  • unterschiedliche Front-Ends: Apps für iPhone, Web-Interface uvm.

Vor allem durch die Kompatibilität mit verschiedenen Protokollen der Hausautomation, wird FHEM vielerseits als das beste softwareseitige Server-Produkt zur Hausautomatisierung bezeichnet.

Der CUL-Stick: Einsatzmöglichkeiten

Der CUL-Stick (hier der CC1101) von busware.de ist ein 868MHz-Transceiver-USB-Dongle, der in der Lage ist, Hausautomation-Steuersignale von Protokollen auf dem 868MHz-(und 433 MHz-)Frequenzbereich zu verwalten. Somit ist er grundsätzlich fähig, sowohl mit FS20-, Intertechno als auch mit HomeMatic-Elementen zu kommunizieren (nur teilweise parallel: für mehr Infos siehe unten).

Er benötigt eine Firmware um lauffähig gemacht zu werden. Für etwa € 80 inklusive Antenne, Gehäuse und Versand ist er damit auch noch weit günstiger als die einzelnen Standardkomponenten der FS20- oder HomeMatic-Protokolle (FHZ1000 und LanAdapter).

Die Hochzeit: CUL trifft auf FHEM - Basis FritzBox 7390

Mit der neuesten Labor-Firmware für die  FritzBox 7390 (Stand September 2012) ist der Hersteller AVM endgültig auf den Hausautomation-Zug aufgesprungen. FHEM ist hier bereits integraler Bestandteil des Betriebssystems der 7390. Es ist zwar auch möglich, FHEM auf anderen Boxen zu installieren, wird jedoch hier nicht weiter vertieft.

Ohne jeglichen Installationsaufwand kann FHEM nach dem Firmware-Update genutzt werden. Unter der Browser-Adresse http://fritz.box:8083/fhem steht der Server nun zur Verfügung. Das Beste an der integrierten FHEM-Lösung ist, dass der CUL-USB-Stick lediglich in einen USB-Port des Routers gesteckt werden muss und der Server diesen daraufhin automatisch erkennt und die nötige Firmware auf den CUL schreibt: Plug and Play! Bei Problemen kann die Firmware per Hand nachinstalliert werden. Näheres dazu ist bei culfw.de zu finden.

Die hard- und softwareseitige Einrichtung des eigenen Hausautomation-Servers mit 24/7-Betrieb ist somit abgeschlossen. Der angeschlossene CUL wird mit dem Status "Initialized" angezeigt (siehe Bild).

Im folgenden Absatz wird nun die Konfiguration einer Ein-Zimmer-Lösung dargestellt und beispielhaft gezeigt, wie das System mit FS20-Geräten agiert.

Hardwareaufbau mit FS20-Komponenten

Beispiel: Umfangreiche Ein-Raum-Hausautomation-Lösung einrichten

Im Folgenden wird gezeigt, wie von der grünen Wiese aus ein gesamter Raum mit unterschiedlichen Komponenten automatisiert werden kann. Die Anforderungen sind dabei wie folgt:

  • Überwachen des Schließ-Zustands von Fenstern
  • Messung und Steuerung der Temperatur (auch in Abhängigkeit vom Schließzustand der Fenster)
  • Schalten der Deckenlampe
  • Dimmen weiterer Lichtquellen
  • Schalten von Elektrogeräten

Um alle Anforderungen umzusetzen, werden verschiedene Komponenten benötigt. Je nach Wunsch können auch unterschiedliche Protokolle zum Einsatz kommen. In der hier dargelegten Konfiguration werden FS20-, FHT- und Intertechno-Komponenten genutzt und alle mit der FritzBox gesteuert. Für den Einsatz von HomeMatic-Aktoren wird es in Kürze einen weiterführenden Blogeintrag geben.

Die Komponenten im Überblick:

Zunächst werden die einzelnen Komponenten und deren hardwareseitige Konfiguration vorgestellt.

Sicherheitshinweis: Die Installation des aller Elektronikkomponenten sollte ausschließlich von Fachpersonal unter Ausübung der für 230V-Installationen vorgeschriebenen Sicherheitsregeln ausgeführt werden!

1. Deckenlampe steuern - FS20-WS1 oder Intertechno ITL-230

Zunächst wird mit dem FS20-WS1 begonnen. Dieser Unterputz-Wechselschalter wird hinter einen konventionellen Schalter gebaut, der die Deckenlampe des Raums steuert. Der Schalter kann somit weiterhin verwendet werden. Hier wird exemplarisch eine Ausschaltung aufgezeigt, also eine Deckenleuchte die von EINEM Schalter bedient wird. Für Wechsel- oder Kreuzschaltungen wird ebenfalls in Kürze ein weiterer Artikel erscheinen.

Der FS20-Ws1 ist lediglich knapp 2cm dick und sollte daher in die meisten Unterputzdosen hinter den konventionellen Lichtschalter passen.

Für den Anschluss werden drei Leitungen in der Unterputzdose benötigt: einerseits die beiden Leitungen, die im konventionellen Schalter stecken (stromlose Leitung zur Lampe und stromführende Phase L), sowie ein zusätzlicher Neutralleiter (N), der in vielen Installationsdosen auf Grund in der Nähe installierter Steckdosen zu finden ist. Für Farbbelegungen empfehle ich folgende Abbildung: VIS Bayern.

Der Anschluss des Schalters ist in der beiliegenden Anleitung beschrieben, trotzdem hier noch einmal eine kleine Hilfestellung:

  • Stromführende Phase L bleibt im konvnetionellen Schalter, wird aber dupliziert (wird für den Anschluss L des FS20-WS1 noch einmal benötigt)
  • L: Anschluss der "stromlosen Leitung zur Lampe", die vorher auch an den konventionellen Schalter angeschlossen war
  • 1: Draht in den konventionellen Schalter
  • 2: Draht in den konventionellen Schalter (andere Seite)
  • N: Neutralleiter
  • L: Stromführende Phase L

Fehlt ein Neutralleiter in der Installationsdose kann auf das preiswerte Intertechno-Gerät ITL-230 zurückgegriffen werden. Dieser Unterputz Funk-Schalter hat ein patentiertes Installationssystem und ist kinderleicht montierbar. Im Vergleich zu dem FS20WS1 ist es allerdings störanfälliger. Es verfügt über zwei Eingänge und zwei Anschlussdrähte. Die beiden Leitungen aus dem konventionellen Schalter werden einfach mit den Eingängen des ITL-230 verbunden. Die Anschlussdrähte kommen wieder in den alten Wandschalter. Schon ist die Installation fertig.

Egal welcher Aktor (FS20 oder Intertechno) verwendet wird, kann nun die Deckenlampe wieder regulär über den Schalter an der Wand bedient werden, ist jedoch zusätzlich in der Lage, auf Funksignale zu reagieren. Zur Konfiguration des Empfangs-Signals ist weiter unten (Abschnitt 4 nachzulesen).

2. Temperatur steuern - FHT 80b-Set

Das Komponenten-Set FHT80b ist die richtige Wahl zur Heizungssteuerung in einem Raum. Es besteht aus der Steuerzentrale, dem elektronischen Heizungsventil und einem Tür- bzw. Fensterkontakt. Die drei Komponenten wirken so zusammen, dass die Raumtemperatur zentral über die Steuereinheit eingestellt wird. Bei geöffneter Tür senkt sie sich automatisch auf einen voreingestellten Wert herunter. Die Inbetriebnahme der Komponenten ist relativ einfach. Die gewünschten Temperaturen für Tages- und Nachtbetrieb sowie für den Fall von geöffneten Türen und Fenstern können, wie in der Betriebsanleitung beschrieben, eingestellt werden.

Das Dreier-Set ist autark und funktioniert ohne weitere Komponenten. Der Betrieb mit FHEM wird später dann durch das "einklinken" des CUL-USB-Sticks ermöglicht. Dabei wird das Funktionsspektrum sogar noch erweitert.

3. Elektronikgeräte schalten und Lampen dimmen - FS20-ST / FS20-DI

Um zusätzlich zu Deckenlampen auch Elektronikgeräte, wie beispielsweise den TV, den Receiver oder ähnliches zu steuern werden FS20-Zwischenstecker benötigt. Die FS20-ST ist eine klassische Zwischensteckdose mit Ein- und Ausschaltfunktion. Möchte man beispielsweise Stehlampen zusätzlich dimmen, so benötigt man die Dimmer-Komponente FS20-DI. Beide sehen optisch zum Verwechseln gleich aus.

Ein großer Vorteil der Zwischenstecker aus dem FS20-Produktsortiment gegenüber denen von Intertechno ist, dass erst genannte einen Taster besitzen, der es ermöglicht, die angeschlossenen Geräte direkt am Zwischenstecker ein- und auszuschalten (bzw. zu dimmen).

Durch einen langen Druck auf den Taster werden die Devices in den Programmiermodus gebracht und speichern (wie auch der FS20-WS1) dann das erste empfangene Funksignal.

4. Geräte komfortabel bedienen - FS20-S8

Wie bereits erwähnt, ist die Deckenlampe weiterhin über den normalen Schalter an der Wand steuerbar und die Geräte an den Zwischensteckern sind über Taster "vor Ort" bedienbar. Um den Komfort zu erhöhen ist es jedoch sinnvoll, der Konfiguration zunächst eine Fernbedienung hinzuzufügen. Die  Fernbedienung FS20-S8 aus dem FS20-Sortiment kann dabei 4 Geräte mit zwei Tasten ein- und ausschalten bzw. bei langem Tastendruck (und entsprechendem Empfänger) dimmen.

An dieser Stelle lohnt es sich, die Adressierung von Empfängern im FS20-System zu beleuchten. Bei FS20 besteht jedes Signal aus einem Haus- und einem Adresscode. Der Haucode ist 8-stellig und kann aus den Ziffern von 1 bis 4 bestehen (z.B. 13132424). Er wird für alle Geräte im Haus gleich definiert. Der Adresscode besitzt 4 Stellen und ist für jedes Gerät einzigartig (z.B. 2143).

Sagen wir also, unser Hauscode soll 13132424 sein. Die Deckenlampe (WS1) soll die Adresse 4441, der Dimmer (DI) die Adresse 4442, und zwei Zwischenstecker (ST) die Adressen 4443 und 4444 erhalten. All dies wird nun mit der S8 "programmiert". Dadurch ist die S8 nicht nur eine Fernbedienung sondern auch das Konfigurationstool, um Haus- und Adresscode zu vergeben.

Zunächst wird der Hauscode an der Fernbedienung eingestellt. Dafür werden die Tasten 1 und 3 für fünf Sekunden gedrückt, bis die LED blinkt. Nun kann mit den Tasten 1 bis 4 der Hauscode eingestellt werden (hier: 13132424).  Anschließend geht es darum, die Adresscodes für die vier Geräte, die mit der S8 bedienbar sind, einzustellen. Dazu wird das jeweilige Tastenpaar für fünf Sekunden gedrückt gehalten bis die LED blinkt (z.B. Taste 1 und 2). Mit den Tasten 1 bis 4 kann nun der Adresscode eingegeben werden (hier z.B. für die Deckenlampe 4441). Die anderen Geräte werden analog konfiguriert.

Die  Fernbedienung FS20-S8 ist in der hier gezeigten Konfiguration nun also der "Master", der alle Code-Informationen beinhaltet. Noch funktioniert die Kommunikation mit den Endgeräten jedoch nicht, da diese ja noch nicht wissen, auf welches Signal sie reagieren sollen. Daher wird nun schrittweise jedes Gerät in den Lern-Modus gebracht und auf der S8 der entsprechende Befehl gesendet. Beispielsweise beginnt man mit der Deckenlampe, dreht die LED des WS1 auf den Programmiermodus und drückt dann auf der Fernbedienung den Einschalt-Befehl auf Nummer 1. Analog werden so auch die anderen Geräte addressiert. Sie speichern dann das empfangene Signal, bestehend aus Haus- und Adresscode.

Zusammenfassend heisst das also, dass FS20-Geräte immer wie folgt eingestellt werden:

  • vorab einen Sender (z.B. eine Fernbedienung) auf einen selbst gewählten FS20-Code einstellen, den ein neues FS20-Gerät haben soll
  • den neuen F20-Aktor in den Lernmodus bringen
  • das Codesignal am Sender abschicken

5. Komfort maximieren - FS20-S4A

Um gewisse Geräte noch komfortabler bedienen zu können, bietet es sich zusätzlich an, den Wandsender FS20-S4A anzuschaffen. Dieser batteriebetriebene 4-Kanal-Taster kann an jeder Stelle im Zimmer an der Wand angebracht werden. Er eignet sich vor allem in Situationen, wo für die Deckenlampe ein zusätzlicher Lichtschalter im Raum angebracht werden soll, ohne dass Kabel verlegt werden müssen. Ein anderes Einsatzszenario kann aber auch die Steuerung von Stehlampen oder Ähnlichem sein, die nun wie eine "echte" Lampe mit einem Schalter an der Wand bedient werden können.

Die Konfiguration des S4A erfolgt analog zur Fernbedienung S8. Für den 4-Kanal-Sender wird also wieder der Hauscode eingestellt und dann pro Taster ein Adresscode vergeben.

6. Zwischenfazit Hardwareaufbau 

Die erste kleine Hausautomation-Lösung steht nun bereits. Lichter und Elektrogeräte können per Fernbedienung oder Wandsender bedient werden und die Heizung steuert sich automatisch je nach eingestellten Werten und dem Schließzustand der Tür oder des Fensters.

Jetzt soll die Gesamtlösung schließlich noch um eine Rechneruntersützung erweitert werden.

Konfiguration von FHEM

Es empfiehlt sich, den FHEM-Server mit eingestecktem CUL-USB-Stick während der Konfiguration bzw. dem Anlernen der Empfänger bereits aktiviert zu haben. Dieser registriert nämlich automatisch alle "herumfliegenden" FS20-Signale und legt sie in einem virtuellen Raum namens "FS20" ab. Bei der hier vorgestellten Variante mit 4 Endgeräten (1xWS1, 1xDI, 2xST) sollten nun also vier FS20-Geräte zu finden sein.

Klickt man auf den Raum FS20 im der linken Menu-Leiste von FHEM (http://fritz.box:8083/fhem), so findet man alle bisher eingerichteten FS20-Geräte, da der CUL aktiv mitgelauscht hat. Die Geräte besitzen kryptische Namen, die dem Haus- und Gerätecode entsprechen (siehe linkes Bild).

In FHEM existiert jedoch eine Besonderheit bei der Code-Nutzung. Haus- und Gerätecode werden nicht im FS20-Stil (z.B. 13132424 4444) sondern in HEX-Schreibweise (z.B. 2277 ff) verwendet. Im rechten Bild ist eine Umrechnungstabelle zu finden. Für das im linken Bild markierte Gerät ergibt sich somit die Adresse 13132424 4444.

Das Gerät mit dem Hauscode 13132424 und dem Adresscode 4444 (in unserem Beispiel die Deckenlampe) ist also erfolgreich in FHEM angelegt worden. Die Bedienung mit dem Lampen-Icon oder den Worten "an" bzw. "aus" funktioniert bereits an dieser Stelle.

Attribut-Werte von Geräten ordentlich definieren

Langfristig ist es jedoch keine Lösung, die kryptisch-klingenden Geräte so konfiguriert zu lassen. Es geht nun also an das Fine-Tuning, um den Gerätenamen zu ändern, den Devices Räume zuzuweisen, die Produkt-Typen-Bezeichnung zu pflegen uvm.

Zunächst sollen die definierten Geräte eindeutige Namen erhalten. Dazu wird oben in der FHEM-Befehlszeile der "rename-Befehl" verwendet (Anschließend mit ENTER bestätigen und nicht Save klicken). Dabei ändert

rename FS20_2277ff Deckenlampe

den Namen von FS20_2277ff auf den Namen Deckenlampe. Nun kann der Deckenlampe auch noch ein Raum zugewiesen werden. Dazu wird der "attr-Befehl" verwendet. Mit der Eingabe

attr Deckenlampe room Wohnzimmer

wird der Lampe nun der Raum Wohnzimmer zugewiesen. Der Eintrag verschwindet daraufhin aus dem FS20-Raum und ist nun in der FHEM-Menu-Leiste im Raum Wohnzimmer zu finden. Schließlich geben wir FHEM noch die Information darüber, welches Produktmodell sich hinter der Adresse versteckt, damit die FHEM-Datenbank zusätzliche Funktionen bereitstellen kann (z.B. Dim-Schalter). Dazu verwenden wir

attr Deckenlampe model fs20ws1

für die Deckenlampe, die im hier gezeigten Beispiel mit einem FS20-Unterputzschalter namens WS1 bedient wird. Für die anderen Geräte wird analog vorgegangen (z.B. fs20st, fs20di, usw.).

Auch die Konfiguration der FHT-Geräte, sprich Türkontaktsensor und Heizungsregelung, kann mit den Attribut-Befehlen angepasst werden.

Mobile Steuerung ergänzen

Der Abschluss dieses Artikels soll die Ergänzung der Homeautomation-Lösung um eine mobile Komponente darlegen. Dazu wird die iOS-App FHEMobile benötigt.

Fhemobile (AppStore Link) Fhemobile
Hersteller: Arno Willig

Freigabe: 4+
Preis: 4.49 € Download (Aff.Link)

Diese Applikation verbindet sich auf einen konfigurierten FHEM-Server (wie den, der bei uns auf der  FritzBox 7390 läuft) und übernimmt sämtliche Räume, Geräte und deren Schaltzustände. Schließlich können die Devices dann mit dem iPhone bedient werden.

Schließzustand von Fenstern bzw. von Türen können von überall sichergestellt werden. Temperatur, Lichter und Elektrogeräte zusätzlich auch noch geschalten werden.

Die grafischen Log-Auswertung ermöglichen es außerdem, beispielsweise den Temperaturverlauf der Wohnung oder den Schließzustand zeitlich nachzuvollziehen.

Die Konfiguration der App ist relativ simpel. In den Einstellungen müssen Server und Port konfiguriert werden. Wurden keine Einstellungen verändert, ist der Port standardmäßig auf 7072 eingestellt. Die Server-Adresse ist dementsprechend fritz.box.

Ist ein Zugriff auch von unterwegs erwünscht, empfiehlt es sich, eine VPN-Verbindung zwischen iPhone und FritzBox aufzubauen. Nötige Schritte sind in diesem Artikel zu finden. Diese Variante ist zwar sehr sicher, jedoch auch ein wenig unpraktisch, da zunächst immer erst die VPN-Verbindung gestartet werden muss, bevor die Steuerung über die App möglich ist. Eine riskantere, jedoch komfortablere Lösung ist die interne Portweiterleitung in der FritzBox. Diese Vorgehen ist in diesem Artikel nachzulesen. Wird letztere Variante gewählt, muss die Server-Adresse in den Einstellungen der App auf die externe IP der FritzBox, bzw. die URL des DynDNS-Accounts eingestellt werden.

Vorteile der skizzierten Lösung

Einer der zentralsten Vorteile des Einsatzes von FHEM ist die Möglichkeit der Kombination verschiedener Protokolle. Konkret bedeutet dies, beispielsweise FS20 und HomeMatic kombinieren zu können. Dies geschieht durch den Zukauf eines zweiten CUL-Sticks, welcher firmwareseitig auf die HomeMatic-Geräte eingestellt wird. Bei der Definition der Geräte wird dann festgelegt, welcher der CUL-Sticks welches Gerät steuern soll. Somit kann das Unmögliche möglich gemacht werden: die Integration unterschiedlicher Hausautomation-Protokolle unter einem Softwareserver!

Der Einsatz von AVM FritzBox 7390 mit FHEM, CUL-Stick (busware.de) und unterschiedlichen FS20-Komponenten (z.B. Fs20ST-Set) stellt somit eine performante und verlässliche Lösung zur Hausautomatisierung dar.



 

Ein zweiter Artikel zeigt erweiterte Funktionen und Möglichkeiten des FHEM-Servers.

(Gastbeitrag von Christoph)

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Kommentare (52) Trackbacks (0)
  1. Hallo und guten Tag,
    Wirklich toller Beitrag ist ne echt tolle Sache die ganze Schalterei mit den fs20 Produkten funktioniert Super und macht jetzt schon so richtig Spaß. Jedoch habe ich ein Problem mit den fht80b Reglern, diese werden zwar erkannt und ich kann mir auch die Plots anschauen habe sie auch im floorplan aber ich kann sie nicht steuern, habe schon viel gesucht und schon viel probiert aber irgendwie funktioniert es einfach nicht. Gibt es nicht irgendwo ne Schritt für Schritt Anleitung auf deutsch die ein wohl ahnungsloser wie ich versteht?

    Gruß Marco

    • Hallo Marco,

      zunächst einmal ist es hilfreich, den Mode an der Regeleinheit auf “Manu” für manuell zu stellen.
      Außerdem musst Du beachten, dass es mitunter 1-2 Minuten dauern kann, bis die Zentrale Befehle von FHEM empfängt.

      Probier das mal, ansonsten poste mal einen Auszug aus dem Log-File des FHT-Devices.

      Viele Grüße
      Christoph

  2. Ich betreibe aktuell eine ISDN-Telefonanlage und für Internet eine Fritzbox. Bisher bin ich nicht komplett auf die Fritzbox umgestiegen, weil ich die Funktion Haustürklingel damit nicht realisieren konnte. In der Telefonanlage habe ich ein Steckmodul, welches zwei unabhängige Klingeln auf bestimmte Telefone leiten kann. Meine Klingeln haben einfach einen potentailfreien Kontakt. Mit Interesse habe ich diesen Beitrag und die Einsatzmöglichkeiten von FHEM und die Komponenten gelesen.

    Jetzt meine Frage: Ist es möglich, meine Anforderung mit der Fritzbox 7390 in Verbindung mit dem CUL-Stick zu realisieren? Welches Sensoren wären dafür geeignet und wie muss die FB programmiert werden? Wichtig für mich: Ich will keine Klingeltaster austauschen, sondern die einfachen behalten und nur deren potentialfreien Kontakt auswerten.

    • Hallo Reini,

      grundsätzlich geht das natürlich: im FS20-Programm gibt es eine Komponente, die Dir als Basis dienen könnte: FS20 KSE. Zitat aus der Beschreibung: “Die FS20-Klingelsignal-Erkennung FS20 KSE reagiert auf das Anliegen der Spannung an der Haustürklingel und schaltet per Funk FS20-Funkempfänger.”

      D.h. es wird ein FS20-Funksignal gesendet, sobald die Klingel betätigt wird. FHEM kann man jetzt so einstellen, dass z.B. mit “FBCall” ein an die FritzBox angeschlossenes Telefon klingelt.

      Bitte beachte, dass Du für das FS20 KSE eine eigene Spannungsversorgung benötigst.

      Viele Grüße
      Christoph

  3. Hallo,
    zuerst mein Hardware:
    Fritzbox7390 FRITZ!OS 05.51-24828 BETA
    Fhem 5.4
    CUL

    mein Problem:
    Der FS20WS1 wird nicht erkannt, ist auf Prog.Mode gestellt und Blinkt.

    Woran kann das liegen, habe schon einige Tage versucht das Problem zu lösen.
    Aber jetzt komme ich nicht weiter.
    Wie kann ich überprüfen ob der CUL richtig geflasht ist, evtl. Falsch gemacht ?
    Habe gelesen das es verschiedene Modulationen gibt FM un AM
    Oder liegt das Problem an was anderen ?

    Gruß
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      da FS20-Aktoren, wie der WS1 keine Signale senden, sondern nur empfangen, musst du wie folgt vorgehen:
      - Der WS1 muss in den Prog.mode gebracht werden
      - Jetzt wartet er, bis er ein FS20-Signal empfängt uns speichert dieses
      - Er ist dann künftig auf diesem empfangenen Signal erreichbar.

      D.h. Du musst jetzt zunächst ein FS20-Signal senden, bevor du irgendetwas anderes machst. Das geht am Leichtesten mit einer Fernbedienung. Wenn Du keine hast, nimm den CUL:

      define WohnzimmerLicht FS20 1234 56

      Haus- (1234) und Gerätecode (56) bitte anpassen.

      Jetzt hast du in FHEM ein Gerät namens WohnzimmerLicht. Ist der WS1 im Prob.mode und Du betätigst nun den Button für WohnzimmerLicht in FHEM, wird der FS20-Code 1234 56 gesendet, der WS1 empfängt diesen und ist künftig auf diesen Befehl getrimmt.

      Bitte gib Bescheid, ob es funktioniert hat.
      Viele Grüße
      Christoph

      • Hallo,
        bin noch nicht dazu gekommen, da ich noch überlege für was ich mich entscheiden soll.
        Was ist eigentlich der unterschied von FS20 und Homematic.
        Mit Fritzbox oder HomeMatic Zentrale steuern, was ist einfacher ?
        Möchte ca.14 Rollos einige Lampen, Garagentor usw. zuverlässig steuern.
        Gruß
        Thomas

  4. Hallo,
    mein Wechselschalter ist jetzt mit der post gekommen, wird aber nicht angezeigt.
    Wenn ich den CUL abfrage kommt die Meldung
    Please define myCUL first
    Muss ich da was definieren..wie?
    Gruß
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      1) ich verstehe nicht, was Du mit “abfragen” meinst. Wahrscheinlich hast du irgendwo eine Codezeile aus dem Internet kopiert? myCUL ist durch den CUL-Namen zu ersetzen, z.B. CUL_0 oder ähnliches.

      2) Der Wechselschalter wird genauso wie jedes andere FS20-Gerät, das nicht aktiv Signale senden, NICHT erkannt.

      D.h. du musst auch hier zunächst unter Angabe eines von Dir gewünschten Haus- und Gerätecodes ein Gerät definieren, z.B. “define Wechselschalter FS20 2277 00″.
      Jetzt den Wechselschalter in den Lernmodus bringen, und das Signal von FHEM senden. Der Wechselschalter bemerkt es und ist künftig erreichbar.

      Viele Grüße
      Christoph

  5. Hallo,
    möchte mir auch eine Hausautomation installieren.
    Habe mir dazu zum testenden dein CUL-Stick und einen Wechselschalter FS20-WS1 bestellt.
    Der CUL-Stick ist heute mit der Post gekommen.
    Der CUL-Stick steckt jetzt in meine Fritzbox, wie erkenne ich ob er richtig installiert
    ist ?.
    Auf den Wechselschalter warte ich noch.
    Danke für Hilfe.
    Gruß
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      das erkennst du ganz einfach, wenn Du in das FHEM-Interface gehst. Das müsstest du ja normalerweise unter http://fritz.box:8083/fhem erreichen.

      Wenn du links im Menu auf “Everything” klickst, müsste dort auch der CUL mit dem Status “Initialized” angezeigt werden. Bei mir heisst er z.B. “CUL_0″. Einmal daraufgeklickt, zeigt FHEM einem auch alle möglichen Informationen zum CUL an, z.B. die Version “V 1.46 CUL868″ usw…

      Ich hoffe, das hilft dir weiter.
      Viele Grüße
      Christoph

      • Hallo,
        wenn ich den USB Stick anwähle wird folgendes angezeigt:
        DEF global:INITIALIZED usb create
        NAME initialUsbCheck
        NR 17
        NTFY_ORDER 50-initialUsbCheck
        REGEXP global:INITIALIZED
        STATE active
        TYPE notify
        Müsste in Ordnung sein, leider kommt mein Wechselschalter erst nächste Woche
        Wie ist es eigentlich mit der Sicherheit des Fhem servers.
        An meiner Fritzbox7390 habe ich ein Passwort, aber wenn ich den Fhem Server aufrufe (http://192.168.178.7:8083/fhem) wird kein Passwort abgefragt.
        Danke für die schnelle Antwort.
        Gruß
        Thomas

        • Hallo Thomas,

          die 192.-er IP-Adresse ist grundsätzlich nur intern im Netzwerk erreichbar. D.h. nur Geräte in Deinem Heimnetzwerk können darauf zugreifen.
          Möchtest Du das Web-Frontend trotzdem absichern, schau mal hier in der CommandRef nach (http://fhem.de/commandref.html). Such dort mal nach “BasicAuth”.

          Das ist ganz einfach: wenn du z.B. den Benutzer ‘fhemuser’ und das Passwort ‘secret’ willst, musst du dieses lediglich in Base64 umrechnen lassen. Dazu gehst du beim Mac z.B. in das Terminal und gibst ein: ‘echo -n fhemuser:secret | base64′.
          Daraufhin wird dir ein Code ausgespuckt. Im vorliegenden Beispiel: ‘ZmhlbXVzZXI6c2VjcmV0′.

          Nun gehst du in FHEM -> Edit Files -> fhem.cfg und fühst unter der Zeile ‘define WEB….’ diese Zeile mit dem generierten Code ein: ‘attr WEB basicAuth ZmhlbXVzZXI6c2VjcmV0′.

          Viele Grüße
          Christoph

          • Hallo,
            wie kann ich die Zeile denn wieder aus der fhem.cfg löschen?

            Achja, habe auf dem CUL-Stick die Firmware mit Windows drauf gemacht, meine Fritzbox 7390
            (FRITZ!OS 05.51-24828 BETA)
            wollte nicht, habe es Stundenlang versucht.
            Jetzt steht auch ganz oben CUL_0 und er blinkt.
            Gruß
            Thomas

          • Die Zeile löschst Du ganz einfach wieder, indem Du unter Edit Files, die fhem.cfg öffnest und die Zeile dort markierst und entfernst. Anschließend speichern.
            Grüße
            Christoph

  6. Hallo zusammen,

    Zunächst vielen Dank für die tollen Informationen.
    Auch ich wollte gerne den CUL installieren, doch leider lässt meine Fritzbox 7390 kein Firmware Update zu. Ich bekomme ständig die Fehlermeldung daß es sich hierbei um keine gültige Firmware handelt. Habe derzeit die 05.22 als aktuelle Version.
    Könnt Ihr mir vielleicht weiterhelfen

    vielen Dank für die Mühe.

    Gruß Andi

  7. hi,
    ich lese mich schon ein paar tage in die thematik ein.
    vielen dank für den tollen artikel.
    allerdings habe ich noch ein paar fragen zu dem cul-stick.
    sollte ich bei der bestellung den stick mit der abschirmung nehmen und welche antenne habt ihr dazu bestellt? die +8dbi 36cm? oder ist das übertrieben?
    vielen dank für eure hilfe.
    lg, cetric

    • Hallo cetric,

      eine Abschirmung braucht man nicht zwingend! Als Antenne empfehle ich die einfache 5cm für 19,99 €.
      Ich habe den CUL sogar mal mit einer alten WLAN-Antenne (2.4 GHz) getestet und hatte in meiner Wohnung keine Probleme!

      Viele Grüße
      Christoph

      • vielen dank für die antwort.
        leider bekomme ich so jedoch nicht heraus welchen radius ich damit abdecke. mein kleines einfamilienhaus hat ca. 90qm (eine etage).
        reicht da dann die 5cm antenne?????
        lg,
        cetric

        • achso, die fritzbox steht so ziemlich in der mitte des hauses.

          • Ich würde Folgendes vorschlagen:
            Option 1: Wenn du z.B. Funksteckdosen aus dem Baumarkt hast (Intertechno o.ä.), stell dich an den Ort, wo die Fritzbox stehen wird und stecke eine der Funksteckdosen in den weit entferntesten Ort im Haus, den Du automatisieren willst. Kommt das Signal an, langt die kleine Antenne.

            Option 2: Geldfrage: Versuch es mit der kleinen Antenne, notfalls die teurere (ca 30 EUR) nachbestellen.

            Ich würde ja z.B. ganz ohne Antenne bestellen, es zunächst mit einer WLAN-Antenne versuchen und im Notfall nachkaufen. Wenn Du allerdings auf Nummer sicher gehen willst, nimm die große gleich dazu.
            Im Endeffekt habe ich Dir wahrscheinlich jetzt auch nicht viel weiterhelfen können :D

            Viel Erfolg trotzdem bei deinem Projekt. Halte uns auf dem Laufenden, wie Du voran kommst.
            Viele Grüße
            Christoph

  8. Super Artikel! Danke!

    Aber:
    Hat jemand Neuigkeiten zur LTE-Festigkeit der FS20-Produkte von ELV? Seit ich den Artikel in der c’t gelesen habe (http://www.heise.de/ct/artikel/Hausautomationssystem-ELV-FS20-Probleme-mit-LTE-Routern-1758453.html), hatte ich meine Automations-Bestrebungen erstmal auf Eis gelegt. Ich wollte mir ungern einen Berg Elektronik zu Hause installieren, der bei fortschreitender LTE-Verbreitung plötzlich ein Fall für die E-Schrott-Sammelstelle wird.

    Gruß
    Bannel

    • Hallo,

      meine FS20 ST-4-Schaltsteckdosen machen keine Probleme, meine älteren FS20 ST-2 aber teilweise schon. Was zu beachten ist, wird in dem Artikel umfassend geschildert. Um wirklich sicher zu gehen, solltest du es vermeiden, irgendwelche Schnäppchen bei eBay etc. zu machen.

      Gruß rabbe

  9. So wie es aussieht, sind die CUL-Sticks nicht mehr über busware.de zu beziehen.
    Wäre prima, wenn du noch alternative Bezugsquellen kennst und die Seite entsprechend aktualisieren könntest!

  10. Der neue FHEM-Artikel mit zusätzlichen FHEM-Funktionen ist jetzt online! Go, check it out!

  11. Hallo,

    super Beitrag hier, macht mir Mut das Thema Heimautomation endlich mal weiter anzugehen.

    Bisher habe ich nur die Heizungssteuerung von Conrad (also FS20 System) mit 2 Aktoren.

    “Das Dreier-Set ist autark und funktioniert ohne weitere Komponenten. Der Betrieb über FHEM wird später dann durch das “einklinken” des CUL-Sticks ermöglicht. Dabei wird das Funktionsspektrum sogar noch erweitert.”

    Was mir hierbei noch unklar ist: Inwiefern macht das eingreifen in diesen Regelkreis Sinn bzw was wird da genau erweitert? Wenn ich es richtig verstanden habe kommuniziert der CUL direkt mit den Aktoren, also quasi an der Steuerung vorbei bzw parallel dazu. Das bedeutet doch aber auch, dass der FHT80b weiter zu regeln versucht. Er weiss ja nicht dass da auch noch jemand anderes im Spiel ist…

    Sind also am FHT80b z.B. 18° programmiert und ich möchte remote über FHEM auf 22° umstellen, bekommen die Aktoren “periodisch” mal 18° mal 22° als Soll vorgegeben (natürlich bekommen sie nur auf oder zu als Signal, aber im Endeffekt läuft es ja drauf hinaus)…

    Oder hab ich das ganze Falsch verstanden und der CUL kann den FHT80b remote umprogrammieren?

    Besten Dank für eine Aufklärung hierzu, sonst macht es für mich so leider erstmal kein Sinn.

    viele Grüße
    Snapper

    • Hallo Snapper,

      der CUL “spricht” nicht direkt mit den Aktoren, sondern mit der Steuerung! Wenn du per FHEM die Temperatur auf 18° stellst, wird dies an die Steuerung übertragen, welche dann wiederum die Aktoren anspricht.
      Die Vorteile des “Einklinkens” liegen darin, dass du die Heizung dann beispielsweise mit dem Smartphone steuern kannst, direkt den Schließzustand des Tür-/Fensterkontaktes auslesen kannst, die Heizung in Events, Timer oder andere Funktionen in FHEM einbinden kannst etc etc.

      Ich veröffentlich diese Woche noch einen Artikel, in dem ich auch auf weitere FHEM-Funktionen eingehe, unter anderem Möglichkeiten der Heizungssteuerung!

      Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.
      Viele Grüße

      Christoph

  12. Danke für den sehr interessanten Artikel, der eine sehr gute Übersicht gibt.Hätte ich schon vor Wochen kennen müssen, hätte mir viel Recherche erspart :-)
    Da ich keinen Fritz Router besitze, ist die Homematic Zentrale allerdings die günstigere Variante, oder? Diese kostet auch 200 EUR, ich benötige allerdings keinen CUM Stick mehr … bei Verwendung beider Funkprotokolle müßte ich sogar 2 davon kaufen, oder ist meine Rechnung etwa falsch? Dabei bin ich davon ausgegangen, dass es auch mit der kommerziellen Lösung eine iphone app gibt. Am liebsten würde ich aber auch basteln :-) kennt eventuell jemand eine Lösung mit dem Raspberry Pi als PC bzw Fritz Router Ersatz? Den würde ich liebend gerne dafür einsetzen :-)

    • FHEM läuft wunderbar auf dem Raspberry.
      Einfach Debian installieren und dann fhem.
      Du kannst dann den CUL, CUNO (CUL mit Ethernet und 1-Wire Interface) oder den COC (quasi ein CUL speziell für den Rpi).

  13. Hallo,

    vielen dank für diesen tollen Beitrag. Lässt er mich doch diverse Dinge klarer sehen.
    Nach den Feiertagen geht es los mit der Automation und Steuerung.
    Fehlt mir jetzt nur noch eine gescheite Lösung für die Steuerung der Homeentertainment Komponenten mit IR über das iPad/iPhone.
    Wünsche euch noch frohe Weihnachten und schon jetzt “guten Rutsch” und das Beste für 2013.

    Gruß, Frank

    • Hallo Frank,

      schön, dass der Artikel dir ein wenig geholfen hat. Für die IR-Steuerung deiner Home-Entertainment-Komponenten gibt es mit FS20-Komponenten zwei Möglichkeiten: Der Empfang von IR-Signalen, um die Hausautomation-Devices per iPhone und co zu steuern oder aber das Senden von IR-Signalen. Für erst Genanntes benötigt man einen FS20-IRU (Amazon-Link), was für Deinen Anwendungszweck wahrscheinlich nicht brauchbar ist (soll nur der Vollständigkeit halber hier auch noch einmal erwähnt werden).

      Was für dich jedoch interessant sein könnte ist der FS20-IRF (Amazon-Link). Diese Box kann über FS20-Befehle gesteuert werden und sendet bis zu 80 anlernbare Infrarot Signale an deine Home-Entertainment-Devices.

      Schau dir das doch einfach einmal an!
      Werde den IRF dieses Jahr selbst einmal ausprobieren und dann noch einen Artikel dazu schreiben.

      Nebenbei: in den nächsten Tagen wird ein neuer Artikel veröffentlicht, der auf weitere Funktionen von FHEM eingeht.

      Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.
      Viele Grüße
      Christoph

  14. Danke für diesen Beitrag. Dieser hat meine Suche nach einem geeigneten System wesentlich verkürzt.

    CUL Stick bestellt…

    Habe Selve & Somfy Rolladen mit und ohne Funk.
    Werde versuchen, diese auf irgendeine Weise zu integrieren.
    mfg
    Ralf

    • Hallo Ralf,
      freut mich, wenn ich dir ein wenig helfen konnte. Viel Spaß beim Basteln!
      Es würde mich freuen, wenn Du mir von deinen Veruchen mit den Somfy Rolladen berichten könntest.

      Vielen Dank und viele Grüße
      Christoph

  15. hallo, ich nutze Home Easy als Haussteuerung. Weiß jemand ob man das damit auch steuern kann. http://www.homeeasy.eu/german/home.php
    Ich habe auch noch eine Funkgesteuerte ,Leinwand und funkgesteuerte Rollläden + IR gesteuerten PC (Home Entertement) Verstärker, DVD PLayer usw. Ich würde gerne alle Geräte zentral steuern zum Beispiel über eine Logitech Fernbedienung. So das mit einem Knopfdruck die Leinwand runter geht der Beamer angeht das Home Entertainment startet und die Rollos runter fahren. Hat das jemand von euch schon mal probiert. Oder weiß wie das funktionieren könnte?

    VG
    Michael

    • Hallo Michael,

      für IR-Steuerung empfehle ich auch Dir die Nutzung des Moduls FS20-IRF (Amazon-Link). Damit kannst du knapp 80 IR-Befehle anlernen und über FHEM wie eine IR-Fernbedienung nutzen.

      HomeEasy ist offiziell auf der FHEM-Webseite als “Supported Hardware” gelistet. Es scheint jedoch ein System auf 433-MHz zu sein, weshalb du den CUL-Stick 433 anstatt dem 868 kaufen solltest. Schau dich mal bei busware.de um.

      Dann kannst du allerdings kein FS20-Device mehr steuern, weshalb du dann nochmal extra einen CUL868 neben dem CUL433 bräcuhtest.

      Speziell für HomeEasy gibt es scheinbar noch ein USB-Device von RFXcom.

      Viele Grüße
      Christoph

  16. Hallo,

    sehr schöner Artikel! Vielen Dank für die Inspiration.
    Soweit ich mich nun eingelesen habe, lassen sich mit dem CUL-Stick auch Intertechno Steckdosen steuern, diese sind deutlich günstiger. 3x 25€.
    Habe allerdings noch nicht die Vor- und Nachteile gefunden.
    Ich würde das ganze allerdings nicht auf der Fritzbox laufen lassen, sondern auf einem Raspberry Pi. Ist einfach flexibler.
    Ich habe gelesen, das es eine günstige Tchibo-Wetterstation gibt die man integrieren kann. Weiss zufällig jemand welche das ist?
    Viele Grüße
    Dude

    • Hallo Dude,

      klar grundsätzlich kannst du auch Intertechno-Geräte mit dem 868-Cul-Stick steuern. Dabei wird die Reichweite des Signals jedoch massiv eingeschränkt, weil die Antennenicht die passende ist. Es gibt den CUL-Stick jedoch auch in einer 434Mhz-Variante, also direkt zur Steuerung von Intertechno-Komponenten. Schau einfach mal bei busware.de.

      Der Nachteil der IT-Komponenten ist, dass die Frequenzen nicht so sauber von einander getrennt sind. Es kann vorkommen, dass die Schatvorgänge nicht funktionieren.

      Sie dir auch einmal den Tellstick an, der HIER IN DIESEM ARTIKEL beschrieben ist. Er ist für 434Mhz-Komponenten gebaut.

      Viele Grüße
      Christoph

      • Hallo Christoph,

        vielen Dank für deine Antwort.
        Hm, ich werde nun wohl einen CUL868 nehmen (da ich auch MAX!-Thermostate steuern möchte) und mal testen wie da die Reichweite ist.
        Dann kann ich immer noch auf FS20 umsteigen oder einen CUL434 kaufen.
        Ist auf jeden Fall ein spanendes Thema. :)

  17. Hallo zusammen, heute ist ja Black Friday und RWE bietet ja auch eine Lösung an, wofür ich mich aber nicht wirklich Interessiere sondern eher für die Heizungsregler die Sie jetzt anbieten! Frage, kann ich diese auch mit meiner Fritzbox steuern? Oder bleibt das nur den Eigenprodukten von RWE vorbehalten? Viele Grüße

    • Hallo Thorsten,
      RWE Smarthome ist ein Protokoll auf dem 868-MhZ-Frequenzbereich. Grundsätzlich sollte die Kommunikation mit dem 868er-CUL-Stick daher möglich sein. Es gibt auch einige Behauptungen, RWE Smarthome sei einfach nur ein umgelabeltes HomeMatic, welches selbstverständlich mit der FritzBox und dem CUL steuerbar ist.
      Als Empfehlung würde ich sagen, dass Du es am Besten einfach einmal ausprobierst, sofern Du die Ware auch kostenfrei zurück senden kannst, falls die Steuerung mit der FritzBox nicht geht. Ansonsten bleiben ja noch die Heizungsregler aus dem FHT (FS20) Sortiment über.

      Viele Grüße
      Christoph

  18. Hallo
    Möchte gerne FHEM mit einer FritzBox realisieren. Ich möchte gerne HomeMatc einsetzen und finde das Vergleichsprodukt zu FS20 nicht.
    Bei FS20 heißt es : FS20 Wechselschalter, 1 Kanal FS20 WS1
    Gibt es solch einen Wexhselschalter auch bei HomeMatic ?

    Danke im Vorraus für die Antwort
    Viele Grüße
    Horst

  19. Danke für den tollen und gut verständlichen Beitrag. Damit bekommen auch Anfänger im Bereich der Hausautomatisierung Lust auf Mehr.

    Ich hätte da eine Frage. Gibt es denn einen Schalter wie den FS20WS1 auch für 2-fach Wippen? Ich habe da bisher leider nichts gefunden. Bei Homematic scheint es was zu geben (HomeMatic Funk-Schaltaktor 2fach, Unterputzmontage
    Artikel-Nr.: 68-07 67 94), aber ist der auch hinter die originale Wippe zu verbauen?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Jan

    • Hallo Jan,

      leider ist das aktuell wahrscheinlich nicht möglich.

      Trotzdem wären zwei Lösungen denkbar:
      1) Du ersetzt den originalen Kippschalter einfach durch den FS20-S4A ((Amazon-Link hier) und hängst dann an die zu schaltenden Lampen jeweils den Unterputz-Schalter FS20-SU (Amazon-Link hier). Diesen kannst du sogar direkt oben an der Deckenlampe mit verbauen, also dort, wo die Anschlüsse an die Lampe gehen. Dadurch kannst du dann sowohl per Schalter an der Wand, als auch per Smartphone/Webinterface/etc. schalten.
      2) Wenn genügend Einbautiefe vorhanden ist, kannst du einfach zwei FS20-WS1 verwenden. Darauf wirst Du aber sicher selbst auch schon gekommen sein ;)

      Viele Grüße
      Christoph

  20. Danke für die gute Ausführung und für all die Mühe. Der Nebel hat sich gelichtet. vielleicht kannst Du ja hin und wieder ein paar kleine HowTo´s schreiben?

    Gruß Ingo

    • Hallo Ingo,
      gern geschehen. Wenn es für die How-Tos spezielle Wünsche gibt, immer her damit!

      Viele Grüße
      Christoph

  21. Meine neue Fritz Box läuft! Und ich bin jetzt schon begeistert! Vielen Dank für den Tipp! :)

  22. Hallo Edip,

    schau dir mal den FS20-IRU an.

    https://www.amazon.de/dp/B0033WETKE/ref=as_li_ss_til?tag=meinte-21&camp=2906&creative=19474&linkCode=as4&creativeASIN=B0033WETKE&adid=1MTVNPG83J5QFBBWYSPE&

    Dieser wandelt empfangene Infrarot-Signale in FS20-Befehle um. Du definierst sozusagen im FS20-IRU deine Befehle, und die kannst du dann mit passenden Infrarot-Signalen steuern.

    Viele Grüße
    Christoph

  23. Wirklich toller Beitrag. Der ganze Blog ist sehr gut.

    Ich würde gerne die Lösung nachbauen, aber das ganze auch steuerbar über eine Logitech Harmony Fernbedienung machen.was brauche ich dazu, damit das klappt?

    Danke im Voraus für die Antwort.

    Grüße. Edip


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