meintechblog.de
26Mrz/1837

Operation Gegensprechanlage – Am Ende wird doch noch alles gut

Heute mal ein aus meiner Sicht aufwändigeres Thema, in das ich die letzten Monate recht viel Zeit gesteckt und nach vielen Überlegungen samt Tests letztendlich doch noch eine für mich brauchbare Lösung finden konnte. Jetzt kann ich endlich auch mal von untewegs mit dem Postboten über die Gegensprechanlage schnacken und nicht nur sein Bild per Webcam sehen, bevor er unverrichteter Dinge mit meinem Paket abzieht. Klingt eigentlich nicht sonderlich aufwändig, war aber - zumindest für mich - gleich aus mehreren Gründen ein weiter Weg. Wie meine jetzige Lösung aussieht und was ich künftig noch pimpen möchte, um bspw. einen Fingerprintreader nachzurüsten, der gleichzeitig als Klingelknopf fungiert, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost.

Erste Überlegungen zur Gegensprechanlage

Meine Anforderungen an eine Gegensprechanlage waren von Anfang an vermutlich etwas zu hoch. Denn für eine Integration in die Loxone-Türsteuerung sollte sie schon mal offene Schnittstellen mitbringen, um Audio per SIP und Bewegtbilder per HTTP übertragen zu können. Und am besten natürlich noch den Druck auf den Klingeltaster per IP-Befehl weiterreichen oder zumindest ein Relais dafür bereitstellen. Außerdem sollte die Gegensprechanlage eine schnörkellose Optik mitbringen und die Möglichkeit bzw. den Platz für spätere Erweiterungen (RFID, Fingerprintreader etc.).

Am naheliegendsten wäre es wohl gewesen auf die Loxone-eigene Intercom zu setzen, denn der Loxone Miniserver kümmert sich als zentrale Steuereinheit ja ohnehin schon um das Smart Home. Trotz minimalistischem Industriedesign konnte mich die Sprechanlage jedoch nicht gänzlich überzeugen. Irgendwie wirkt das Design und die schiere Größe auf mich etwas klobig bzw. fast schon etwas protzig.

Außerdem ist die Video-Auflösung mit 640x480Pixel auch nicht so ganz auf der Höhe der Zeit, der Weitwinkel für meinen Geschmack nicht groß genug und die Aufnahmefunktionen gibt es schlicht keine und der Preis ist mit knapp 1k auch nicht gerade günstig. Wer komplett auf Loxone setzt und eine Gegensprechanlage ohne viel "Schnickschnack" sucht, kann aber bedenkenlos zugreifen. Ein Bekannter hat sie installiert und ist absolut glücklich. Da das Live-Bild per HTTP abgegriffen werden kann, ist zumindest die Aufnahme auf ein externes NAS möglich.

Auf der Suche nach der passenden Lösung habe ich dann das Netz nach allerhand IP-Gegensprechanlagen durchforstet. Auch hier konnte ich kaum ein Modell ausfindig machen, welches ich optisch nur halbwegs ansprechend fand. Die meisten Modelle besitzen dann auch noch zig verwirrende Tasten, die kein normaler Mensch versteht und sobald es an die technischen Daten geht, fallen direkt alle günstigen Vertreter nach und nach raus. Entweder gibt es neben WLAN keinen LAN-Anschluss mit PoE, oder es gibt eine App-Fixierung und damit fehlen schlicht die notwendigen Schnittstellen und Protokolle, die man zur Integration in Drittsysteme benötigt. Was dann noch übrig bleibt, ist hochpreisig und dafür doch insgesamt recht unflexibel, gerade was die Erweiterbarkeit angeht - zumindest für meinen Geschmack. Die Door Bird D2101V (Affiliate-Link) könnte ich mir aus heutiger Sicht noch am ehesten vorstellen, zumal sie auch einfach in Loxone integrierbar ist (Anleitung). Hier gibts nicht viel Schnickschnack-Einstellmöglichkeiten, aber immerhin soll es funktionieren.

Also habe ich die Suche mal ausgeweitet, konventionelle Gegensprechanlagen kennt man schon aus den 80ern. Ein Druck auf den Türknopf und schon ertönt die Klingel der Hausstation, über die direkt ein Gespräch mit dem Gegenüber an der Haustür hergestellt werden kann. Teure Modelle übertragen mittlereweile sogar das Live-Bild auf den Monitor der Hausstation und haben evtl. noch einen internen Bildspeicher, um die letzten "Klingler" im Log festzuhalten. Soweit so gut. Aber lässt sich das auch vernünftig integrieren?

Viele der namhaften und alteingesessenen deutschen Hersteller wie Gira, Jung oder Hager bieten hier eine Vielzahl an Produkten an. Über jahrzehnte weiterentwickelte Lösungen, die allesamt eine überragende Sprachqualität auch bei wiedrigsten Umständen - z.B. bei starken Windgeräuschen - bieten und meist auch eine überzeugende Verarbeitungsqualität (Edelstahlfront) samt schlichtem Design (eine Taste und fertig) vereinen. Steigt man etwas tiefer in die Technik-Welt ein, merkt man jedoch schnell, dass jeder Hersteller mit einer proprietären Bus-Technologie daherkommt und ein - vorsichtig ausgedrückt - eher abgeschottetes Konzept fährt. Klingestation von Firma A funktioniert natürlich nicht mit Hausstation von Firma B und umgekehrt. Aber gut, an dieser Stelle gibt es eben keine Standards.

Wäre da nicht die Sache mit der fehlenden Integrationsfähigkeit in "moderne" IT-Infrastrukturen. Ich war erschrocken, dass im Grunde kein Hersteller eine ordentliche IP-Anbindung hinbekommt, auch das selbst nicht mit kostspieligen IP-Gateway-Modulen. Denn auch hier sind Offenheit und Standards eher Fremdwörter, entweder gibt es kein SIP für die Audioübertragung oder spätestens der Webcam-Stream lässt sich nicht im benötigten Format per URL abrufen oder eben beides. Und geht es doch mal halbwegs, wird die Bildqualität künstlich beschnitten oder es gibt kaum Konfigurationsmöglichkeiten - schrecklich, zumal die Preise echt happich sind. Konsultiert man nur kurz einschlägige Internet-Foren, stößt man schnell auf Unzulänglichkeiten, bei denen man sich als technikaffiner Beobachter schnell die Frage stellt, ob genannte Hersteller technologisch im Jahr 1990 steckengeblieben sind.

Nach der Recherche Mitte 2016 war ich sichtlich frustriert, hatte das "Problem" Gegensprechanlage deshalb kurzerhand vertagt und bei meiner Smart-Home-Planung gaaanz nach hinten geschoben. Beim anschließenden Hausbau wurde dann eben nur ein CAT- und direkt noch ein 4-adriges-Kabel mit größerem Querschnitt auf 1,5m Höhe neben der Haustür positioniert, um für alles Weitere vorbereitet zu sein, egal ob IP oder konventiell oder beides gleichzeitig. Andere Smart-Home-Themen waren eh erstmal wichtiger - Konzeption von Beleuchtung, Beschattung, Heizung gingen einfach vor.

Mobotix als Bilder-Lieferant

Zu diesem Zeitpunkt war mir jedenfalls schon nach kurzer Zeit klar, dass eine Mobotix-Kamera zwecks Live-Feed her muss, aus vielen Gründen. Einer der Hauptgründe war neben der genialen Bildqualität bei extremen Weitwinkel (180°-Sichtfeld per Fisheye) und schwachem Licht vorallem das in alle Richtungen absolut offene Schnittstellenkonzept, mit dem man nicht nur einfach Video und Audio übertragen, sondern auch praktische "Spielereien" - wie bspw. das Abrufen des Helligkeitswerts des Bildsensors per HTTP-Request - realisieren kann.

Nach Ewigkeiten hab ich es sogar geschafft die Bewegungsrichtung von Personen zuverlässig auszuwerten und entsprechende Trigger in Loxone zu setzen - quasi ein Bewegungsmelder 2.0. So entriegelt sich die Haustür dann automatisch bei erkannter Bewegung in Richtung Tür, wenn sich gleichzeitig ein registriertes Smartphone beim Danalock Universalmodul (Affiliate-Link) meldet. Mega praktisch! Dazu gibt es dann demnächst auch noch einen ausführlichen Blogpost samt Video, sobald endlich auch mal der schon seit Wochen überfällige Dorma Porteo Türassistent (Affiliate-Link) geliefert und installiert ist. Darauf freue ich mich schon mega. Denn dann werkelt die Haustür endlich komplett autark und öffnet bei Bedarf automatisch. Die dafür notwendige doch recht komplexe Logik ist bereits in Loxone vorbereitet, darüber werde ich dann ebenfalls berichten sobald alles ordentlich funktioniert.

Aber zurück zur Mobotix-Kamera. Die Konfiguration über das sichtlich über Jahre gewachsene Webinterface ist absolut umständlich, aufwändig und für Laien alles andere als selbsterklärend. Wenn man sich aber einmal durchgekämpft hat und alles so läuft, wie man es möchte, vorallem aufgrund der schieren Menge an Konfigurationsmöglichkeiten absolut konkurrenzlos. Daneben gibt es noch viele andere Dinge, die Mobotix einfach super löst, wie der Fokus auf Haltbarkeit, indem die Außeneinheit bspw. keinerlei bewegliche und damit störanfällige Komponenten aufweist.

Nachdem ich das Mobotix-Modell MX-i25-D016 (Affiliate-Link) also ausgiebig getestet hatte und von der Bildqualität der 180°-Fisheye-Linse mit 6MP-Sensor auch bei schlechtem Licht absolut begeistert war, fiel die Entscheidung an dieser Stelle nicht schwer etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. Für den Haustürbereich wurde es schließlich die Kombination aus dem Kameramodul FlexMount S15D (MX-S15D-Sec Core) (Affiliate-Link) und dem Sensormodul MX-SM-D10-PW-6MP (Affiliate-Link), welches im Gehäuse MX-PTMount-OPT-PW (Affiliate-Link) unterbracht wird.

Die Qualität des Kunststoffs ist übrigens absolut genial und wirkt fast so als könnte man mit dem Panzer drüberfahren. Verbunden werden die Komponenten dann per drei Meter langem Sensorkabel MX-FLEX-OPT-CBL-3 (Affiliate-Link). Ein längeres Kabel ist leider nicht erhältlich, was die Flexibilität bei der Installation schon etwas einschränkt. Da das Kabel auf beiden Seiten einen USB-Mini-Stecker besitzt, könnte man hier sicherlich selbst ein längeres Kabel konfektionieren. Davon habe ich aber Abstand gehalten, da ich auf den nachträglich Tausch der direkt durch den Putz nach außen verlegten Leitungen absolut keine Lust hatte. Außerdem wird es schon einen guten Grund haben, warum Mobotix die Kabellänge auf 3m beschränkt.

Aber warum diese Kombination? Die Außeneinheit ist durch die Trennung von Kamera- und Sensoreinheit verhältnismäßig klein und ohne Schnickschnack optisch unaufdringlich. Praktisch ist auch, dass die Logik in der im Haus untergebrachten Kameraeinheit stattfindet, inkl. Aufzeichnung auf microSD-Karte (bis 200GB) und Anschluss am PoE-Switch. Sollte mal jemand die Außeneinheit abrupfen, kann er weder auf die Aufzeichnungen zugreifen noch ins Netzwerk einfallen. Aber das ist eher schicker Nebeneffekt - man kann sein LAN ja auch entsprechend absichern. Praktisch ist jedenfalls die physische Trennung des Sensor-Moduls von der noch zu installierenden Sprecheinheit, die neben der Haustür installiert wird. So hängt der Bildsensor in knapp 2,40m Höhe, sodass man einen sprichwörtlich guten Überblick erlangt und niemand die Linse schnell mal zuhalten kann. Außerdem kann nur so die oben angesprochene Bewegungsmelderfunktion inkl. Auswertung von Bewegungsrichtungen sinnvoll genutzt werden.

Im Grunde hätte ich mir anfangs auch die Mobotix-Türstation MX-T25-D016-s (Affiliate-Link) vorstellen können. Bis ich das Modul auf der Light&Building testen konnte. "Live und in Farbe" wirkte die Türstation auf mich übertrieben groß, das Plastik eher mittelmäßig und der Klingeltaster leicht schwabellig - für mich aus Haptik-Sicht ein echter Graus. Der Bildsensor ist in die Sprechanlage integriert, also nach der Installation schlussendlich auf knapp 1,60m. Dadurch erkennt man zwar perfekt Gesichter, Nebeneffekt ist aber vermutlich auch, dass nicht wenige Besucher erstmal gerade bei Dunkelheit versehendlich auf die Linse statt auf den Klingeltaster tatschen. Die Linse ist also vermutlich die wenigste Zeit sauber und schneller verkratzt.

Aber zurück zum ausgewählten Mobotix-Kameramodul, welches praktischerweise auch einen Lautsprecheranschluss besitzt. Das Mikrofon steckt sogar direkt im Sensormodul der Kamera. Win! Durch die offenen Schnittstellen ist eine nahtlose SIP-Integration möglich, in meinem Fall mit Loxone. Ich hatte mich schon gefreut, dass ich neben dem künftigen Klingeltaster nur noch einen Minilautsprecher installieren muss und das Ton-Problem damit gleich mitgelöst ist. Soweit zur Theorie...

Leider hatte diese Lösung aber gleich mehrere Schwachstellen und das fing schon mit der Tonqualität des eingebauten Mobotix-Mikrofons an. Windgeräusche werden im Grunde überhaupt nicht gefiltert, jeder Windhauch erzeugt ein unüberhörbar lautes Knacksen. Entfernte Geräusche sind viel zu laut, teilweise sind Kirchturmglocken lauter als Personen, die einen Meter entfernt stehen. Und keine Ahnung woran es letztendlich lag, hat der Audiostream laufend kurz ausgesetzt, selbst beim Zugriff über LAN. Wäre es nur das Problem mit dem Mikrofon gewesen, hätte ich an der Sprechstelle selbst ein anderes Mikrofon eingebaut (das Kamera-Modul hat dafür einen separaten Eingang), jedoch war das Tonaussetzerproblem ein kompletter Ausschlussgrund. Also zurück auf Los und weiter nach Audio-Lösungen suchen - zumindest das Bild-Problem war ja schon mal durch die Mobotix-Cam gelöst.

Nach einiger Zeit bin ich dann durch Zufall auf diesen Thread im Loxforum gestoßen, in dem behandelt wird, wie ein an die Fritzbox angeschlossenes analoges Nebenstellentelefon in die Loxone-Türsteuerung integriert werden kann. Wie das technisch mit dem dort beschriebenen SIP-Trunk funktioniert, verstehe ich zwar bis heute nicht genau (welches Gerät ist jetzt Server, welches Client und wie verbinden sich die Geräte letzendlich miteinander) - aber es funktioniert und tut genau das, was es soll.

Aus der Loxone-Visu heraus wird beim Druck auf "Sprachverbindung aufbauen" ein Gespräch zum an die Fritzbox angeschlossenen Telefon aufgebaut, was ich dann erfolgreich mit einem Telegärtner Doorline T01 (Affiliate-Link) nachstellen konnte. Die Sprechanlage nimmt das von Loxone getriggerte Gespräch direkt an und man kann losquatschen - mit super Audioqualität - kein Knacksen o.Ä. Auf umgekehrtem Weg sieht die Logik einer solchen analogen Türstation jedoch vor, dass beim Druck auf den Klingeltaster eine Rufnummer von der Sprechstelle aus gewählt wird, was man an dieser Stelle jedoch nicht möchte, da die Türstation dann erstmal "belegt" ist und in diesem Moment nicht von Loxone angerufen werden kann. Das hätte man zwar umgehen können, indem die Rufdauer der Türstation einfach auf eine Sekunde herabgesetzt wird, eine wirklich schöne Lösung wäre das aber auch nicht gewesen. Außerdem sieht die DoorLine mit ihrer Plastikfront echt nicht hübsch oder hochwertig aus und die Taste ist zudem total wabbelig. Wer designt sowas eigentlich? Für mich keine brauchbare Lösung.

Aber mit dem neuen Wissen konnte ich mir jetzt doch vorstellen eine aus technischer Sicht "oldschool" Gira-Sprechanlage zu installieren, die über ein sogenanntes TK-Gateway über einen analogen Telefonanschluss der Fritzbox betrieben werden kann. Direkt angetan hatte es mir das optisch recht ansprechende Gira System 106 (Affiliate-Link) mit Edelstahlfront.

Wie man sieht, braucht man neben der Türstation dann aber auch einige in Summe nicht wirklich günstige Komponenten, die im Schaltschrank unterzubringen sind: Stromversorgung, Schaltaktor, TK-Gateway...

Um es an dieser Stelle kurz zu halten: Die Sprachqualität hat mich wirklich begeistert, aber das war es auch schon. Auch trotz des gewaltigen Aufwands und der zig Schaltschrankkomponenten inkl. zusätzlicher PC-Software ist es technisch ohne Umweg schlicht unmöglich eine Verbindung von Loxone über die Fritzbox zur Türstation aufzubauen. Knackpunkt ist dabei, dass beim Anruf des Gira TK-Moduls nach kurzer Pause die Taste "1" gedrückt bzw. simuliert werden muss, um die Verbindung zur Türstation herzustellen. Und daran scheitert es schlichtweg. Die Fritzbox kann beim Anruf der Nebenstelle kein passendes Steuerzeichen mitsenden und Gira lässt sich auch nicht umkonfigurieren, sodass die Taste 1 weggelassen werden kann. Kurz stand ich dann schon vor der Entscheidung für teures Geld ein IP-Gateway von Gira zu kaufen, um es doch noch zum Laufen zu bekommen. Die Hoffnung wurde dann jedoch durch diverse Forenbeiträge zerschlagen, das IP-Gateway scheint schlichtweg unbrauchbar für diesen Zweck. Da stand ich nun mit meiner halbgaren Lösung. Zumindest per Telefon konnte ich auch von unterwegs bei der Türstation durchklingeln, wow. Aber das hat wenigstens echt gut funktioniert, wenn man mal davon absieht, dass man immer die "1" nach kurzer Pause nachwählen musste. Sprachqualität 1A, wirklich super! Aber die fehlende Integration in die Loxone Visu war für den täglichen Betrieb einfach unbrauchbar. Die Komponenten landeten bei eBay und weitere Zeit verstrich.

Irgendwann bin ich dann zufällig auf die Telegärtner DoorLine TM4 (Affiliate-Link) gestoßen. Im Endeffekt mit allen Funktionen der DoorLine von oben ausgestattet, nur eben zur verdeckten Montage hinter einer passenden Blende. So ist es auch möglich einen externen Klingeltaster getrennt von der Sprechanlage zu betreiben, sodass das "Besetzt"-Problem von oben nicht mehr besteht. Die Sprechanlage selbst nimmt also immer nur Anrufe entgegen, entweder über die Loxone-Visu oder eben per zugewiesener Nebenstellen-Rufnummer der Fritzbox. Selbst ruft sie nirgends an, da der Auslöser (ihr Klingeltaster) einfach weggelassen wird. Der externe Klingeltaster triggert direkt das Loxone-System und nicht die Sprechanlage. Aber wo baut man die DoorLine jetzt ein? Ein Gehäuse selbst bauen? No way! Das Gehäuse muss ja in die Außenwand des Hauses eingebaut und der Putz an dieser Stelle entfernt werden. Da geht man am besten keine Experimente ein.

Letztendlich habe ich mich für eine wirklich unkonventionelle Lösung entschieden. Die gerade neu auf dem Markt erschienene Gira 250120 Türstation Edelstahl (Affiliate-Link) war aus meiner Sicht bestens geeignet. Die Front ist einfach mega schick, hochwertig und schnörkellos und der mitgelieferte Einbaurahmen bietet genug Platz für allerlei Spielereien. Etwas blöd nur, dass dazu erstmal die gesamte Gira-Gegensprech-Technik aus dem Gehäuse rausgerupft und gegen die DoorLine getauscht werden muss. Aber gut, was tut man nicht alles, um zu einer brauchbaren Lösung zu gelangen.

Also erstmal die eigentliche Sprecheinheit der Türstation entfernen und stattdessen die DoorLine reinschrauben. Echt praktisch, dass sich alles sehr einfach zerlegen lässt. Mit etwas "Basteln" passt der DoorLine dann auch ordentlich. Vielleicht erstelle ich nochmal ein CAD-Modell und drucke einen passenden Adapter aus, mal sehen.

Der verbaute Gira-Klingeltaster bleibt auch erstmal drin und ist jetzt über zwei Drähte mit einem "Digitalen Input" des Loxone Miniservers verbunden, um das Klingelsignal entgegenzunehmen. Die Hintergrundbeleuchtung des Namensfeldes wird über zwei weitere Drähte über ein Relais des Miniservers mit 24V angesteuert. So lässt sich die Beleuchtung einfach mit in das bestehende Licht-Konzept integrieren und bspw. nur bei Dunkelheit und Anwesenheit zusammen mit den Wandlampen schalten. Die notwendigen Kontakte des Gira-Steckers waren dabei schnell mit einem Multimeter ausgelesen und verdrahtet.

Ein paar Wagoklemmen ran und ab damit an die Hausfassade...

Am fertigen Ergebnis kann man dann optisch nicht erkennen, wie stark sich das Innenleben vom Standart unterscheidet.

Jetzt fehlt nur noch ein passendes Namensschild und eine kurze Reinigung, um die Installation abzuschließen.

Aus meinem täglichen Leben

Ich konnte mir im Vorfeld überhaupt nicht vorstellen, über welche Probleme man stolpern kann, um ein "bisschen Audio" zu übertragen. Mit dem Ergebnis bin ich nun aber wirklich sehr zufrieden. Die Tonqualität der Gegensprechanlage ist super, egal ob über die Loxone-App oder manuell per Telefonanruf. Cool finde ich dabei besonders, dass die analoge Sprechanlage direkt am A/B-Nebenstellenanschluss der Fritzbox hängt und auch beim Ausfall meiner IT-Infrastruktur noch "konventionell" angerufen werden kann, solange eben die Fritzbox noch lebt. Das Design finde ich ebenfalls brauchbar, die Edelstahlfront wirkt weder verspielt noch billig oder protzig und der Unterputz installierte Rahmen hat noch genug Platz für kommende Spielerein.

So möchte ich den bestehenden Klingeltaster demnächst mit einem DFRobot Fingerprint Scanner (Affiliate-Link) ersetzen bzw. ergänzen. Ein kurzer Druck gibt einen Impuls zur Klingel, ein langer Druck scannt den Finger und öffnet bei Erlaubnis die Tür. Mal sehn, ob das so klappt wie ich mir das vorstelle. Jedenfalls mal wieder ein Bastellprojekt, bei dem sicher auch ein Raspberry Pi zum Einsatz kommen wird. Mal sehen, evtl. ersetzt dieser mittelfristig sogar den aktuellen DoorLine als "Audio-Gateway" per DoorPi und es kommt auch noch ein dezentes Waveshare 2.9 Inch E-Paper Display (Affiliate-Link) im Namensfeld zum Einsatz. Aber in der Zwischenzeit bin ich erstmal froh, dass es "einfach" funktioniert, der Weg hierhin war jedenfalls gefühlt lang und mit einer Menge Aufwand verbunden.

 

Wir haben dir mit diesem Artikel weitergeholfen? Dann zeig dich erkenntlich und gib uns einen Kaffee aus. Vielen Dank schon mal!




Fragen zu FHEM? Unser neues E-Book hilft dir weiter!

Verpasse keine Inhalte mehr! Trage dich in unseren Newsletter ein und folge meintechblog auf Facebook oder Twitter.

Share Button
Jörg

Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos
Jörg
Kommentare (37)
  1. Hi Jörg,

    sehr gutes Thema und echt verrückt was die Hersteller dafür verlangen...

    Ich glaube von deiner Einleitung hast du nur ein Ziel nicht erreicht: Unter 1k bist du wohl kaum geblieben ;) Mobotix 950€ / Gira 400 / Telegärtner 200€

    Ich werde ebenso dann über meine Lösung bloggen ;)

    • Hi Uli,
      da hast du Recht. In Summe alles andere als günstig, wobei ich zumindest das Mobotix Modul etwas günstiger auf eBay schießen konnte, den Rest dann beim jeweils günstigsten Onlineshop:
      -Mobotix Kameramodul 500
      -Mobotix Sensormodul 6MP 210
      -Mobotix Gehäuse 60
      -Mobotix Sensorkabeln 30
      -Gira Außeneinheit 300
      -Doorline 160

      Aber gut, auch dann sind 1k+ allein an Material natürlich nicht wenig. Ehrlich gesagt war ich aber irgendwann am Punkt angelangt, an dem ich einfach nur noch wollte, dass es ordentlich funktioniert. Da hat mir kein anderer Aspekt über die letzten Monate soviel Zeit gekostet wie dieser...
      Wenn du über deine Erfahrungen berichtest, lass es uns wissen!

      Grüße und viel Erfolg bei deinem Projekt
      Jörg

  2. Hi Jörg,

    sehr interessanter Bericht, Hut ab.
    Zwei Punkte interessieren mich noch:

    1.) Könntest du etwas mehr zu dem Danalock Universalmodul schreiben?
    2.) Wie ist denn nun dein Setup in Loxone? Löst Loxone den Anruf an die FritzBox aus, oder triggert Loxone Mobotix an? Nutzt du nur ein FritzFon als Gegenstelle?

    Gruß Thomas

    • Hi Thomas,

      danke! Direkt zu deinen Fragen:

      1.) Das Danalock Universalmodul werde ich demnächst in einem eigenständigen Blogpost zur Haustürsteuerung inkl. elektrischem Türschloss samt Drehflügelantrieb (geiler Begriff wie ich finde ;-) näher vorstellen. Falls du vorab eine spezielle Frage hast: Immer her damit!

      2.) Wenn ich in der Loxone App auf "Sprachverbindung aufbauen" klicke, wird die Verbindung per SIP über die Fritzbox zur Türstation (hängt bei mir am analogen FON2-Anschluss der Fritzbox) aufgebaut. Das geht glücklicherweise recht schnell (1-2 Sekunden). Die Mobotix-Kamera selbst liefert in meinem Fall nur das Live-Bild als Stream ("full JPEG images"). Für Audio und Video kann man unterschiedliche Hardware nutzen, da die Einbindung ohnehin modular abläuft (SIP für Audio und HTTP-Stream für Video). Als "URL Videostream" nutze ich dazu in Loxone bspw. bei der Haustür-Kamera: http://mobotixnordeg.fritz.box/cgi-bin/faststream.jpg?stream=full&fps=2&iframerefresh=10&preview&size=960x960&quality=50
      Eine Hausstation bzw. Gegenstelle nutze ich in dieser Form nicht - halte ich auch nicht für notwendig. Bekomme ja eine Pushmitteilung vom Smartphone bzw. Smartwatch sobald jemand klingelt - auch von unterwegs. Dann sehe ich über die Loxone-App kurz drauf das Live-Bild und kann selbst entscheiden, ob ich eine Sprachverbindung aufbaue oder nicht. Besonders praktisch finde ich dabei, dass man die Türstation auch bei schlechtem Internet direkt über eine Rufnummer (da ja über die Fritzbox eingebunden) anrufen kann. Einfach eine kostenfreie Ortsrufnummer bei sipgate beantragen und schon ist die Haustür über ihre eigene Rufnummer erreichbar. :)

      Grüße
      Jörg

    • zu 1.) ich bin gespannt, klingt auf jeden Fall sehr interessant!
      zu 2.) hab ich dich richtig verstanden, du baust von der Loxone App aus die Sprachverbindung zu einem FritzFon auf? Ich hätte jetzt vermutet, dass durch Loxone die App UND das FritzBox parallel angetriggert werden.

    • Ach und zu der Haustür-Rufnummer >> das ist schon extrem-nerdig, sollte man künftig mit auf der Visitenkarte mit angeben :-P :-P

  3. Was hätte gegen die ipverso gesprochen??

    • Hi,
      die 2N IP Verso (Affiliate-Link) hab ich mir neulich auch mal angeschaut. Wobei mir die neue und kleinere Version 2N IP Solo (Affiliate-Link) sogar noch besser gefällt, da sie einfach weniger Schnickschnack hat. Die Produkte des tschechischen Anbieters hatte ich anfangs aber gar nicht auf dem Schirm und als klar war, dass ich eine Mobotix separat installiere, wollte ich auch nur noch eine (günstigere) Audio-Gegensprechanlage (also ohne eigene IP-Cam).

      Grüße
      Jörg

  4. >>Außerdem wird es schon einen guten Grund haben, warum Mobotix die Kabellänge auf 3m beschränkt.

    Ja, die Stecker sehen nur wie usb aus, durch das Kabel werden Rohdaten vom Sensor übertragen, alles was länger als 3m ist geht technisch nicht...

    Grüße Nico (Mobotix Partner)
    PS: ich habe die selbe Lösung am Start, nur bisher komplett ohne Audio was ich auch nicht vermisse....

    • Hi Nico,
      du darfst den Spaßfaktor und die verdutzten Gesichter auf der "Gegenseite" nicht unterschätzen. "Wie, Sie sind nicht Zuhause und sprechen gerade von unterwegs mit mir? Wie geht das denn?... Aber ist ja schon praktisch. Übrigens, wo soll ich Ihr Paket lassen?" :DDD
      Dieser kurze verbale Austausch hat mir jetzt auch schon einige nervige Fahrten erspart, um nicht zustellbare Pakete bei der Poststelle abzuholen, da es bei uns ums Verrecken nicht zuverlässig mit Ablagegenehmigungen klappt.

      Deinen Kommentar zur Kabellänge sehe ich jetzt fast schon als Anreiz ein 5m USB-Kabel zu zerschneiden, mit den passenden USB-Mini B Steckern zu bestücken und das Ganze mal zu testen. ;) Denke einfach mal, dass Mobotix mit der maximalen Kabellänge von 3m genug Luft nach oben gelassen hat, um alle denkbaren Störeinflüsse kompensieren zu können. Also macht das für den auf ewige Jahre angelegten Dauerbetrieb natürlich schon Sinn.

      Grüße
      Jörg

    • Ugh. USB-Stecker zu verbauen wenn kein USB drin ist geht meiner Meinung nach prinzipiell gar nicht.

      Ja, der Spaßfaktor spielt bei mir auch eine Rolle. Inzwischen haben sich die Lieferanten daran gewöhnt, zuerst gab es Nerv a la "wer unterschreibt mir jetzt den Zustellzettel?".

      Mein nächstes Projekt ist die Fernbedienung des Schlosses der Garagentür, was nicht so ganz einfach ist, weil uralt und noch mit Rundzylinder. Und einen innenliegenden Motorriegel will man nicht – nicht, wenn die Sicherungen dafür in der Garage sind … die keinen zweiten Eingang hat.

    • Hi Matthias,
      meinst du die USB-Stecker haben einen anderen Widerstand oder was genau sollte das Problem sein?
      Und hast natürlich Recht. Nicht jeder Paketbote ist da hochflexibel, wobei die meisten schon mitspielen. Demnächst wird bei uns auch endlich die Auffahrt gemacht, dann kann ich ein halbwegs großer Paketkasten aufstellen - inkl. Technikgraffel. Dann passen kleinere Sendungen da schon mal rein.

      Dir jedenfalls schon mal viel Erfolg bei der Automatisierung deiner Garagentür!

      Grüße
      Jörg

    • Das Problem ist eher, dass jemand auf die Idee kommen kann, ein Modul mal eben zum Testen in den USB des nächsten Laptops zu stecken. Wenn das Modul das überlebt, soll es mir recht sein …

    • Dann kann ich dich wohl beruhigen. Das Kabel hat auf beiden Seiten einen USB-Mini B Stecker. Da musst du mir erstmal einen Laptop/PC zeigen, der diesen Stecker ohne passenden Adapter schluckt... Außerdem könnte ich ja genauso auf die Idee kommen das Original-Mobotix-Kabel per USB anzuschließen, ist ja optisch schlicht der gleiche Stecker dran.

  5. Ich habe das Problem mit einem Baudisch SIP-Türmodul gelöst: hinter die existierende Frontplatte geschraubt, fertig. Die "Verwaltung" von Klingeltaste und Türöffner macht bei mir ein Raspberry Pi. Die Klingel triggert einen Befehl an meinen Asterisk-Server, der die Verbindung von der Sprechstelle zum Telefon aufbaut, und das Wählen von #0 öffnet umgekehrt die Tür. Alles kein Hexenwerk und ich kann den Türruf überall entgegennehmen, auch ohne App.

    Das Baudisch-Türmodul kostet zwar doppelt soviel wie die DoorLine, aber dafür brauche ich nur einmal Ethernet mit PoE. Von analogen Telefonleitungen und den damit verbundenen Echoproblemen habe ich mich endgültig verabschiedet …

    • Hi Matthias,
      danke für deinen Kommentar, der für mich gleich aufgrund mehrerer Aspekte interessant ist.

      Das von dir beschriebene Echoproblem kann ich persönlich bei der DoorLine jedoch überhaupt nicht nachvollziehen. Und bei sowas bin ich ziemlich empfindlich. Ein sich aufbauender Halleffekt kommt bei mir nur dann zustande, wenn ich mich mit dem Handy direkt danebenstelle und die Türstation anrufe. Andererseits würde ich das von dir angesprochene Baudisch SIP-Türmodul doch gerne mal im direkten Vergleich testen. Der Preis schreckt mich aber natürlich etwas ab, denn selbst das günstigste Modell BAUDISCH 33-0999 SIP Türmodul ECO mit Gehäuse kostet mit knapp 440 Euro ja fast schon das Dreifache vom DoorLine.

      Du sprichst in diesem Kontext auch explizit "analoge Telefonleitungen und deren damit verbundene Echoprobleme" an. Wenn es primär an der analogen Leitung liegen würde, bräuchte Baudusch ja bei seinem Türmodul eigentlich nicht so massiv Werbung für ihren "Lautsprecher mit Audio-DSP zur Echounterdrückung" machen, da das SIP-Türmodul ja sowieso eine digitale Übertragung und keine analoge Telefonleitung nutzt. Oder wie muss ich das als Laie verstehen?

      Beim Surfen bin ich dann auch zufällig auf das optisch identische aber ein gute Stück günstigere Wantec 5400 IP/SIP Türmodul E Hinterbau (Affiliate-Link) gestoßen. Ist das evtl. die selbe Hardware nur mit angepasster Software eines Drittanbieters?

      Aber nochmal zurück zu Baudisch. Da ich den Anbieter bisher noch nicht kannte, war es umso interessanter beim Browsern der Website auf die CompactClassic AHD zu stoßen. Jetzt weiss ich endlich, wo Loxone "seine" Türstation fertigen lässt. Jedenfalls schön zu sehen, dass Loxone hier Komponenten eines auf mich hochwertig wirkenden Herstellers nutzt.

      Grüße
      Jörg

    • Man muss zwei Echoprobleme unterscheiden. (a) Rückkopplungen auf einer Zweidrahtleitung dank nicht zusammenpassender Innenwiderstände der Kanaltrennspulen, (b) Rückkopplungen durch Lautsprecherschall der irgendwie wieder ins Mikrofon zurückkommt, (c) Rückkopplungen dadurch dass ich mit dem Telefon vor der Anlage stehe und den Lautsprecher aufnehme. ;-)
      (a) kann man mit beiderseits hochwertiger Hardware lösen, oder mit DSP. Für (b) braucht es einen DSP, oder automatische Absenkung der Mikro-Empfindlichkeit sobald was aus dem Lautsprecher tönt, oder ein Mikro mit vernünftiger Charakteristik. Wie man (c) behebt dürfte klar sein ;-)

      Vom Baudisch gab es früher drei Preisstufen. Die billigste hat das Mikro abgeschaltet. Die mittlere auch, nur dass sie einen eingebauten Ethernethub hat (für eine Kamera). Die teuerste Variante hat einen DSP.

      Für mich kam eine "analoge" Lösung aber sowieso nicht in Frage, als ich meine Station umgebaut hatte, weil die alte Leitung mit Ach und Krach vier Drähte hergegeben hat, die noch funktioniert haben. Da lief dann über zwei Drähte Ethernet via VDSL und über die anderen beiden 48V, die ich in der Türstation mit einem Traco-Power-Modul auf 12V runtergeregelt habe (12V direkt hätte zuviel Spannungsverlust auf der Leitung gehabt).

    • Danke für die ausführliche Erläuterung! Dann habe ich vielleicht einfach ein Stück weit Glück, dass es bei mir auch mit dem Oldschool-Analog-Teil ohne Probleme funktioniert.

      Für alle, die sich jetzt fragen, wofür eigentlich DSP steht.. Habe gerade selbst mal Google anschmeissen müssen: Digitaler SignalProzessor

      Also wenn ich irgendwann mal Audio-Probleme bekommen sollte, steht der Baudisch mit DSP schon mal ganz oben auf meiner Wunschliste. Danke nochmal für den Tipp!

      Grüße
      Jörg

    • Hi Andreas,
      danke für deinen Input!

      Divus.. Kannte ich noch gar nicht. Die neue Divus Circle sieht ja stark aus. Leider keine Preise gefunden und keine richtigen Infos außer Marketing-Blabla, schade. Die Opendoor sieht auch nicht schlecht aus, wobei ich spontan nicht verstehe, ob man da jetzt zwingend noch den Divus VoIP Server braucht. Dann wird es schnell ganz schön teuer, auch ohne Videofuktion -> DIVUS-Produkte bei voltus.

      Die Elcom von Hager - vorallem die Version mit Kamera - sieht auch echt mega schick aus. Macht aber auf mich auch direkt den Eindruck, dass Hager als "klassischer Anbieter" weiterhin primär auf ein geschlossenes System mit Fokus auf fest installierte Gegenstellen im Haus setzt. Und dieses Konzept ist überhaupt nicht meins. Wenn man auf der Produktseite auf Anhieb auch gar nichts von SIP oder VoIP liest, ist das ebenfalls kein gutes Zeichen was Interoperabilität bzw. Integrationsmöglichkeiten angeht. Lass mich aber eines Besseren belehren, sofern es solche Features gibt.

      Grüße
      Jörg

  6. warum verwendest du keine Axis Kamera ?

    • Axis-Kameras sind ok, hatte selbst auch mal eine. Im direkten Vergleich fehlen mir aber schon einige Features, die mir Mobotix bietet. Das fängt alleine schon damit an, dass ich bei Axis kein kompakteres Modell finden konnte, welches einen extremen Weitwinkel liefert. Und damit fällt das für mich direkt flach.

    • Ah danke für die Aufklärung. Hager ist da dann doch schon ein gutes Stück weiter als bspw. Gira, wobei die Preise auch wirklich nicht ohne sind. Alleine knapp 800 Euro für ein LBM-300 IP-Audio-Modul, wobei es online auch günstiger zu haben ist. Bei einem kompletten "Neustart" würde ich mir es dennoch überlegen, die etablierten Anbieter haben meist schon eine wirklich gute Qualität und sind auf Langlebigkeit getrimmt.

      Grüße
      Jörg

      PS: Sehe gerade, dass deren IP Kamera Modul eine Auflösung von 640x480 hat. Ok, es geht ja primär um die Qualität der Pixel und nicht rein um die Anzahl, aber das zeigt ganz schon gut, dass es bei den etablierten Anbietern etwas gemächlicher zugeht.

    • Haha, crazy Teil und im Innenbereich sicher ganz nett. Aber wie baut man das Ding dann an die Hauswand? Nen wetterfestes IP66-Gehäuse scheint es dafür ja nicht zu geben, oder?

      Zwei Argument sprechen dann für mich immer noch klar für Mobotix:
      -Softwareseitige Entzerrung von Fisheye-Aufnahmen, um bspw. einen beliebigen Bildausschnitt verzerrungsfrei betrachten zu können.
      -Kamera-integrierte Videoanalyse, um bspw. Bewegungsrichtungen auszuwerten -> Für mich eine der geilsten Funktion ever, aber hatte ich ja auch schon kurz im Blogpost erwähnt.

    • https://www.axis.com/de-de/products/camera-applications/application-gallery

      Gibt es dort auch einige kostenfrei oder auch ein SDK und von fremdfirmen
      (Nummerschied Erkennung etc.) auch mehrere kann man auf die cam Läden.

    • Genau, einige brauchen nur ein 3mmm loch für die Optik.
      Kabellänge bis 12m zur Logik Einheit.

    • Das Ding *ist* IP66. Da ist ein weiteres Gehäuse sekundär.

    • Spannend das mit dem SDK. Der erste Motion Tracker, den ich ausgewählt habe (Aimetis Motion Tracker) kostet aber bspw. extra und scheint auch nur über Partner erhältlich zu sein. Im professionellen bzw. gewerblichen Einsatz sicherlich mega spannend, für Endanwender aber eher schwierig.

    • Eine Außenkamera möchte ich gar nicht versteckt einbauen, soll man ja schon alleine aus Gründen der Abschreckung gut sehen können. Und da möchte ich das Sensormodul auch in einem sicheren Gehäuse aufbewahrt wissen, damit auch mal ohne Stress ein Schneeball dagegendonnern kann.

  7. Meine Lösung besteht aus einer WANTEC IP Sprechanlage + UniFi Camera G3. Das Bild der Kamera wird von einem Server in einen MJPEG Stream gewandelt. Da ich keine FritzBox! mehr habe, und die WANTEC auch Peer to Peer SIP spricht, kann ich direkt aus der Loxone App die Sprachverbindung zur WANTEC Sprechstelle aufbauen.

    Ein Problem habe ich aber, und frage mich, wie du das gelöst bekommen hast: Du schreibst, dass du bei der Postzustellung mit dem Zusteller reden kannst. Hast du deinen Miniserver offen am Netz hängen? Wenn ich eine Türbaustein-Push-Meldung erhalte, muss ich erst die VPN-Verbindung aktivieren. Das dauert dann halt mindestens 15 Sekunden und der Zusteller ist wieder weg.

    • Hi Patrick,
      danke für deinen Input

      Wie löst du das mit dem MJPEG-Stream? Über das CLI von fffmpeg? Falls ja, würden mich da Details interessieren, also bspw. konkret der von dir genutzte Transcoding-Befehl.

      Welche Sprechstelle nutzt du genau? Die Wantec MONOLITH C IP 1T? Da würde mich interessieren, wie flexibel die Einstellungen über das Webinterface angepasst werden können. Also dass bspw. bei einem Tastendruck ein HTTP-Befehl (als Trigger in Richtung Loxone) gesendet und kein automatischer Internruf aufgebaut wird (was man in diesem Fall ja nicht unbedingt möchte).

      Mein Miniserver hängt zwar über die Fritzbox "am Netz", aber ohne Portweiterleitung oder Ähnliches. Das wäre in meinen Augen auch echt grenzwertig, da Loxone immer noch keine richtige Verschlüsselung (SSL) einsetzt. Nutze deshalb VPN On-Demand, wie ich es im Blogpost VPN On-Demand zwischen iPhone und Fritz!Box einrichten beschrieben habe. Mit gutem Netz (LTE) ist der automatische Verbindungaufbau beim Öffnen der Loxone-App dann kaum merkbar, vielleicht dauert es ein bis zwei Sekunden länger als über WLan. Für Android gibt es entsprechende Apps, die sich ebenfalls um einen automatischen VPN-Aufbau im Hintergrund kümmern.

      Grüße
      Jörg

    • Ja ich löse das per FFMPEG. Jedoch scheine ich noch nicht die optimale Einstellung gefunden zu haben, da ich immer wieder mal Artefakte im Bild habe. Ja, ich habe eine Wantec MONOLITH IP, allerdings ohne Kamera. Die Hardware ist echt gut. Das Webinterface dagegen ist eher dürftig. Die Monolith kann auch HTTP Befehle senden, was ich aber nicht nutze. Ich triggere den Türbaustein über einen Digitalen-Eingang am Miniserver.

      Ich bin noch auf der Suche nach einer kleinen SIP-Telefonanlage, die es mir auch ermöglicht ansagen abzuspielen und aufzunehmen, bzw. Call-Routings durchzuführen. Die FritzBox! kann hier leider nicht alles. So könnte ich mit dem Klingeln erst mal eine Ansage spielen, im Hintergrund die Verbindung mit meinen Endgeräten aufbauen und dann das Gespräch durchstellen.

      VPN On-Demand wäre tatsächlich eine Möglichkeit. Mein Miniserver hängt auch nicht öffentlich im Netz, da keine HTTPS Unterstützung durch die Loxone-App erfolgt. Wäre dies gegeben, könnte man einen Reverse-Proxy vor den Miniserver hängen. Habe das auch erfolgreich am laufen. Aber ohne Native App macht das dann auch wieder rum keinen Spaß.

  8. Hallo Jörg,

    ich bin auch schon seit längerem auf der Suche nach einer Lösung die Mobotix Türsprechanlage T25 (Affiliate-Link) mit einem elektrischen Türschloss zu kombinieren, weil ich in meiner Tür kein Motorschloss nachrüsten kann wodurch meine Tür permanent verschlossen ist. Daher bin sehr froh, dass ich auf denen Blog aufmerksam geworden bin.

    Ziel:
    Die Tür soll permanent verschlossen sein. Somit soll das elektrische Türschloss die Funktion besitzen, dass beim zuziehen der Tür, die Tür immer verschlossen wird. Desweiteren soll die Tür durch die folgenden Anwendungsfälle wieder geöffnet werden können:
    - über die Mobotixanlage
    - durch herunterdrücken der Türklinke (Panikfunktion) von innen
    - von außen mit dem Schlüssel.

    Ausgangslage:
    - Haustür aus Holz von der Firma Kera
    - Einfaches Zylinderschloss
    - Elektrischer Türöffner vorhanden
    - Cat 7 Kabel zur Türklingel für die Motixanlage vorhanden
    - Apple Homekit ist vorhanden bzw. das SmartHome System von Digitalstrom möchte ich verbauen um Rollläden und Licht zeitlich steuern zu können

    Bisher bin ich von dem elektrischen Türschloss Danalock V3 (Affiliate-Link) sehr angetan, welches aber keine Panikfunktion anbietet. Beim verlassen des Hauses müsste ich die Tür somit manuel aufschließen.
    Nun zu meinen Fragen:
    - Kennst du ein elektrisches Türschloss welches die oben beschriebenen Funktionen besitzt? Oder muss man hierfür, falls es so etwas gibt, einem intelliegenten Türgriff nutzen der ein Signal an das Türschloss/SmartHome-System sendet damit die Tür wieder aufgeschlossen wird?
    - Ist das Danalock V3 Schloss generel mit der Mobitix T25 zu kombinieren, oder werden hierfür zusätzliche Bauteile benötigt?
    - Kannst du nochmehr zu der Programmierung sagen, wie du die Mobotix mit dem Danalock V3 Schloss kombiniert hast?

    Beste Grüße
    Alex

    • Hi Alex,
      erstmal würde ich schauen, ob du dein aktuelles Schloss irgendwie gegen ein "Panikschloss" tauschen kannst. Dann lässt sich die Tür auch über einen festen Druck auf den Türknauf von innen öffnen, wenn sie abgespert ist. Das ist schon alleine aus Sicherheitsgründen (Brand o.Ä.) sinnvoll. Vermutlich wird es nicht reichen den Zylinder zu wechseln, aber vielleicht lässt sich sowas hier nachrüsten: DORMA SVP 5000

      Wenn du ein elektrisches "Aufsteckschloss" wie das Danalock nutzen willst, musst du in jedem Fall darauf achten, dass der Zylinder von beiden Seiten gleichzeitig mit einem Schlüssel auf- bzw. zugeschlossen werden kann. Weil innen steckt ja dann immer ein Schlüssel im Danalock.

      Die Kopplung mit der Mobotix Türsprechanlage verstehe ich nicht so ganz. Du möchtest über die Mobotix-App heraus den Entsperrvorgang auslösen, oder? Dazu könnte man eine HTTP-Meldung nutzen, die von Mobotix versendet wird. Dann bräuchtest du aber noch eine Möglichkeit diese Mitteilung vom Danalock entgegenzunehmen. Das Danalock v3 gibt es mit Z-Wave, aber dann bräuchte man noch eine Art "Bridge", um das auch ansprechen zu können. Für FHEM gibt es da wohl ein Modul, welches diese Funktion übernehmen könnte - ein Z-Wave Tranceiver vorausgesetzt. Die Reihe wäre also so: Mobotix-App -> HTTP-Befehl -> FHEM -> Z-Wave-Befehl -> Danalock V3.

      Ich selbst nutze als übergeordnete Steuereinheit Loxone. Hier laufen alle Fäden zusammen, auch die Mitteilung, die ich von der Mobotix-Kamera verschicke. Da ich ein integriertes Motorschloss in der Haustür einsetze, nutze ich nicht das Danalock V3, sondern stattdessen das Dananlock Universalmodul. Dieses schließt quasi nur einen Kontakt, sobald das Entsperrsignal vom Handy ausgelöst wird. Und dieser Kontakt landet dann wiederum über einen "digitalen Schalteingang (Digital Input)" in Loxone als "virtueller Taster", der dann die gewünschte Aktion - also den Trigger des Motroschlosses (ebenfalls in Loxone integriert) - auslösen kann. Aber wie das im Detail funktioniert, werde ich in einem eigenständigen Blogpost beschreiben, da das in Summe schon etwas erklärungsbedürftig ist. :D

      Hoffe jedenfalls, dass dir die Infos schon mal etwas weiterhelfen.

      Grüße
      Jörg

    • Das EEFFEFF Mediator(Affiliate-Link) lässt sich gut/einfach nachrüsten. In 1facher oder in der 3fachen Schliessereinheit. Günstig sind mit etwas Aufwand auch die Fuhr 834p Verriegelungen einzubauen.


Dein Kommentar

Trackbacks sind deaktiviert.