FritzBox – interne Portweiterleitungen einrichten

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Die FritzBox von AVM ist mittlerweile einer der flexibelsten Modem-Router, der aktuell am Markt erhĂ€ltlich ist. Je nach Modell ist die Bezeichnung der GerĂ€te als klassischer Router jedoch irrefĂŒhrend. Eine Fritz!Box 7390 (Amazon Link) (Affiliate-Link) zum Beispiel ist im Stande viel mehr Aufgaben zu ĂŒbernehmen. Das Device ist oftmals die zentrale Kommunikationsbasis ganzer Haus-IT-Lösungen. Wer mehrere NetzwerkgerĂ€te im Einsatz hat, weiss vor allem die Portweiterleitung (Portforwarding) zu schĂ€tzen. Über einen eingerichteten DNS-Account (z.B. DynDns) oder dem AVM-eigenen Dienst myFRITZ! (Anleitung hier) können somit auf unterschiedlichen Ports unterschiedliche NetzwerkgerĂ€te von außerhalb des Heimnetzes kontaktiert werden.

Portweiterleitung im Web-Interface

Erweitert man die Ansicht der FritzBox (System -> Ansicht -> Erweiterte Ansicht), können unter dem Menupunkt „Internet – Freigaben“ unterschiedliche Portweiterleitungen konfiguriert werden. Auf den Ablauf wird hier jedoch nicht weiter eingegangen.

Oftmals ist auch eine interne Portweiterleitung an die FritzBox selbst sehr hilfreich. Die neueste Labor-Firmware von AVM enthĂ€lt beispielsweise das FHEM-Paket fĂŒr den Betrieb einer Hausautomation-Lösung. Die dazu gehörige iOS-App FHEMobile (App-Store-Link) muss dazu auf den Port 7072 der FritzBox konfiguriert werden. Alle Zugriffe auf dieser „Leitung“ sollen also an die Fritzbox selbst, die als Server fĂŒr FHEM agiert, weitergeleitet werden. Versucht man jedoch dieses Vorhaben im Web-Interface umzusetzen, endet die Arbeit mit einer Fehlermeldung: „FEHLER: Eintrag kollidiert mit interner Regel„. Es sieht also alles so aus, als wĂ€re hier das Ende der BemĂŒhungen erreicht. Aber auch diese EinschrĂ€nkung lĂ€sst sich ĂŒberwinden.

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Portweiterleitung intern ĂŒber Telnet konfigurieren – ar7.cfg

Die Lösung des Problems ist die Modifikation einer Konfigurationsdatei der FritzBox (ar7.cfg). In dieser sind viele Einstellungen, wie z.B. auch die Portweiterleitungen hinterlegt. Um die Datei zu verÀndern, muss zunÀchst eine Terminal-Verbindung mit der FritzBox hergestellt werden. Bitte vorher unbedingt das aktuelle Recovery-Image der FritzBox auf dem AVM-FTP besorgen, da bei falschem Vorgehen die Software des Routers beschÀdigt werden kann.

Um fortzufahren, empfiehlt es sich eine Telnet-Verbindung aufzubauen. Der Dienst muss dafĂŒr jedoch zunĂ€chst gestartet werden. Dazu mit einem an die Box angeschlossenes Telefon – z.B. dem Fritz!Fon (Amazon-Link (Affiliate-Link)) – folgende Nummer anrufen:

#96*7*

Nun ist Telnet aktiviert und es kann eine Verbindung mit der Box aufgebaut werden. Auf dem Mac wird dazu das Terminal geöffnet. Der Befehl

telnet 192.168.178.1

Enter-Taste

baut anschließend die Session auf. Nach der Eingabe des Web-Passwortes der FritzBox ist der Login erfolgt.

Jetzt gilt es die Datei ar7.cfg zu modifizieren, um den Eintrag fĂŒr die gewĂŒnschte Portweiterleitung hinzuzufĂŒgen. Da die Datei im Flash liegt, sollte zunĂ€chst eine Kopie davon angefertigt werden:

cat /var/flash/ar7.cfg > /var/media/ftp/ar7.cfg

Enter-Taste

Hierdurch wird die Konfigurationsdatei aus ihrem Pfad /var/flash nach /var/media kopiert. Nun kann die angefertigte Kopie zunÀchst einmal gefahrenlos verÀndert werden.

Dazu wird die Datei mit dem Editor vi folgendermaßen geöffnet:

vi /var/media/ftp/ar7.cfg

Enter-Taste

Mit diesem Befehl öffnet sich die ar7.cfg (Kopie) und steht nach einem Tipp der

Taste „o“

zum Bearbeiten bereit. Die EintrĂ€ge, die fĂŒr die Konfiguration der Portforwardings verantwortlich sind, können etwa in Höhe der Zeile 300 gefunden werden. Die sog. forwardrules definieren hier zeilenweise die unterschiedlichen EintrĂ€ge. Um eine neue Regel hinzuzufĂŒgen, muss nun eine weitere Zeile mit der selben Syntax ergĂ€nzt werden (Beispiel hier: Portweiterleitung auf dem Port 7072 an die FritzBox selbst = 0.0.0.0).

„tcp 0.0.0.0:7072 0.0.0.0:7072 0“,

Dabei ist vor allem auf die letzte 0 und das Komma hinter der Zeile zu achten. Das erste Zahlenset beschreibt dabei den eingehenden Port an der FritzBox und das zweite den eingehenden Port am GerĂ€t (welches hier ja auch wieder die FritzBox ist). Die ar7.cfg sollte anschließend so aussehen wie im Bild rechts zu sehen ist.

Mit einem Druck auf die

ESC-Taste

und anschließend

:wq

ENTER-Taste

wird die Datei-Kopie wieder gespeichert. Nun gilt es, das verĂ€nderte File wieder in den Flash zurĂŒck zu spielen. Bitte an dieser Stelle unbedingt sicherstellen, dass die Syntax der VerĂ€nderungen eingehalten wurde, um die Funktionsweise der FritzBox auch weiterhin sicherzustellen.

cat /var/media/ftp/ar7.cfg > /var/flash/ar7.cfg

Enter-Taste

Diese Eingabe verschiebt die Datei nun zurĂŒck in den „heißen“ Flash der Box. Anschließend sollte mit dem Befehl

reboot

Enter-Taste

ein Neustart der Fritzbox durchgefĂŒhrt werden. Das Device sollte nun wieder funktionsfĂ€hig lauffĂ€hig und die Portweiterleitung eingerichtet sein.

Internes Portforwarding sollte im Web-Interface möglich sein.

Die Möglichkeiten einer FritzBox sind nahezu unendlich. Schade ist, dass AVM nicht von Haus aus Portweiterleitungen unterstĂŒtzt, die Services nutzen können, welche auf der Box selbst ablaufen. Nichtsdestotrotz zeigt die vorgefĂŒhrte Methode eine schnelle und einfache Lösung, wie das Problem behoben werden kann. Die FritzBox, wie das aktuelle Topmodell (Stand August 2012) (Amazon Link) (Affiliate-Link) ist und bleibt somit nicht nur fĂŒr immer mehr bastelfreudige Anwender das Non-Plus-Ultra in Sachen Heimnetzwerk.

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