CUNO2 in 5 Schritten flashen – so funktioniert es zuverlässig

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Der CUNO2 von busware.de ist die Netzwerk-Version des berühmten CUL (Affiliate-Link) und verfügt zusätzlich über eine One-Wire-Schnittstelle. Somit eignet sich das Device im FHEM-basierten Smart Home hervorragend, um auch vom Smart Home Server räumlich getrennte Geräte zu betreiben. Das Device wird ohne Firmware ausgeliefert, sodass es vor der Inbetriebnahme mit FHEM zunächst geflasht werden muss. Dieser Vorgang ist zwar hinreichend auf der Herstellerseite, im Fhemwiki und auf zahlreichen privaten Seiten beschrieben, doch leider hat jüngst keine der Dokumentationen zu einem erfolgreichen Flashvorgang geführt. Das nachfolgende kurze Howto zeigt in 5 Schritten, wie der CUNO2 zuverlässig unter Ubuntu (z.B. auf einem Intel NUC) geflasht wird.

Probleme beim Flashvorgang nach den bestehenden Anleitungen

Bestehende Dokumentationen beschreiben den Flash-Vorgang des CUNO2 meist in zwei Schritten unter Verwendung der fertigen HEX-Datei aus dem CUL-Firmware-Trunk, die bei mir jüngst immer wieder zu einem Abbruch der Routine geführt haben. Sowohl am Intel NUC mit Ubuntu, als auch am Raspberry Pi Model B mit Raspbian brach der Flash-Vorgang konstant ab.

CUNO2 Netzwerk und Onewire

Unter Ubuntu scheiterte regelmäßig der letzte Schritt, die Verifizierung: „avrdude: verification error; content mismatch„. Am Raspberry Pi brach das Aufspielen der Firmware an unterschiedlichen Schritten im Prozess, sowohl während des Schreibens als auch während des Verifizierens ab: „avrdude: programmer is not responding„.

CUNO2 in 5 Schritten zuverlässig flashen

Um ein zuverlässiges Flashen sicherzustellen, können folgende 5 Schritte (getestet unter Ubuntu auf einem Intel NUC) verwendet werden. Dazu wird entweder direkt in der Konsole des Linux-Rechners gearbeitet (wenn Tastatur und Bildschirm angeschlossen sind) oder von einem Remote-Rechner aus eine SSH-Verbindung mit der Linux-Maschine hergestellt. Letzteres funktioniert bei einem Mac mit der Terminal-App durch Eingabe von „ssh username@192.168.278.99“, wobei die IP-Adresse hinter dem „@“ und der username davor an die eigenen Inhalte angepasst werden müssen.

Daraufhin werden folgende Schritte durchgeführt:

  • Schritt 1
    sudo apt-get -y install subversion avrdude gcc-avr avr-libc screen
  • Schritt 2
    svn co https://svn.code.sf.net/p/culfw/code/
  • Schritt 3
    cd code/trunk/culfw/Devices/CUNO2
  • Schritt 4
    sudo nano makefile

    Jetzt wird die Zeile „AVRDUDE_PORT = /dev/ttyACM0 -b 38400“ gesucht und die voreingestellte Bezeichnung des USB-Ports (hier ttyACM0) durch die am eigenen System richtige Bezeichnung des USB-Ports, an dem der CUNO2 zum Flashen angeschlossen wird, ersetzt. Um diese Bezeichnung zu identifizieren, kann der Befehl „tail -f /var/log/syslog“ genutzt werden, der eine Art USB-Protokollmodus aktiviert und somit durch An- und Abstecken des CUNO am gewünschten USB-Port des Linux-Rechners die Port-Bezeichnung verrät (z.B. ttyUSB2).
    Die makefile wird z.B. also in der genannten Zeile wie folgt verändert:

    AVRDUDE_PORT = /dev/ttyUSB2 -b 38400
  • Schritt 5
    Jetzt den CUNO2 mit gedrückter „Programmiertaste“ an den USB-Port anschließen. Die LED blinkt. Anschließend:

    sudo make usbprogram

    Daraufhin wird der Flashvorgang gestartet und erfolgreich beendet.

Aus meinem täglichen Leben

Der CUNO2 ist laut busware.de aktuell am „Aussterben“, weil er demnächst durch eine neuere Version ersetzt wird. Nichtsdestotrotz erfüllt das Gateway seinen Zweck zu 100% und ermöglicht vor allem eine recht einfache Anbindung von One-Wire-Komponenten an das Smart-Home-System FHEM.

CUNO2 Rückseite

Nach langem Suchen und Probieren, habe ich endlich die passenden 5 Schritte finden und dokumentieren können, die jedenfalls bei mir zu einem erfolgreichen Flashvorgang geführt haben, was mit bestehenden Anleitungen nicht funktioniert hatte.

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Christoph

berichtet seit Juni 2012 auf meintechblog.de über seine Erfahrungen zu Smart Home und Hausautomation und beschäftigt sich außerdem mit Smart Grids. Mehr Infos

4 Gedanken zu „CUNO2 in 5 Schritten flashen – so funktioniert es zuverlässig“

    1. Hallo Axel,

      genau, das hatte ich ja unten im letzten Abschnitt schon beschrieben. Künftig wird es ein neues Device geben, bei dem aber die 1Wire-Schnittstelle als Opt-In bestehen bleibt.

      Viele Grüße
      Christoph

  1. Hallo Christoph,

    wie sind deine Erfahrungen zum CUNO? Hattest du auch mit den viel berichteten timing Problemen zu kämpfen? Ich interessiere mich für den Nachfolger, den CUNX und möchte nicht in zu viele Probleme laufen, da ich von der ganzem Materie noch recht wenig Ahnung habe.

    Danke und Grüße,
    Michael

    1. Dann bist du sicherlich mit dem CUL und einem RPI besser beraten, da es hierzu mehr Erfahrungen gibt und die Dokumentation besser ist.

      Viele Grüße
      Christoph

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