17 Stunden bangen um 30 TB: QNAP Festplattentausch bei Read I/0 Error

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Eigentlich ist es unvermeidlich: Durch st√§ndige mechanische Beanspruchung haben Festplatten eine¬†beschr√§nkte und auch bei guter Behandlung oftmals √ľberschaubare¬†Lebenszeit weniger¬†Jahre. Sofern¬†eine Festplatte unvorhergesehen stirbt, k√∂nnen jedoch Datenverluste durch geeignete Ma√ünahmen wie RAID¬†und¬†Nutzung¬†eines NAS vermieden werden, sofern einige Voraussetzungen erf√ľllt sind.

Was beim¬†Austausch einer¬†defekten gegen eine neue Festplatte¬†im Falle des¬†QNAP¬†TS-670¬†(siehe¬†Pimp my QNAP TS-x70: I7-3770T und 16GB RAM) beachtet werden sollte¬†und auf welche Weise die Verf√ľgbarkeit relevanter Daten auch langfristig sichergestellt¬†werden kann, wird¬†im nachfolgenden Blogpost erl√§utert.

Warnung: Host: Drive1 Read I/O error

Am 31.10.2015 – und damit erst knapp 1 1/4¬†Jahre nach Erstinbetriebnahme¬†– war es soweit:¬†Eine der sechs am 27.07.2014 erworbenen und nur wenige Tage sp√§ter im QNAP-NAS in¬†Betrieb genommenen WD Red 6TB¬†WD60EFRX (Affiliate-Link) machte erste Probleme. Bemerkbar machte sich dies¬†– dank der fortw√§hrenden¬†Smart-Pr√ľfung des QNAP-NAS (Fimware Version 4.1.4 vom 10.09.2015) – durch eine automatische Fehler-E-Mail, welche vom NAS versendet¬†wurde.

QNAP Warning Drive 1 Read I0 error

Durch die Fehlermeldung

Host. Drive 1 Read I/O error. UNRECOVERED READ ERROR sense_key=0x3, asc=0x11, ascq=0x4, CDB=28 00 00 a0 9b 68 00 00 08 00

wird deutlich, dass bei Laufwerk 1 augenscheinlich ein irreparabler Lesefehler auftrat.

Direkt gefolgt von¬†einer zweiten¬†E-Mail, welche auf einen „mittleren Fehler“ dieser Festplatte hinweist. Dabei gleich noch die Aufforderung, dass ein „bad block scan“ durchgef√ľhrt und die Festplatte getauscht werden sollte, sofern der Fehler weiterhin bestehen bleibt.

QNAP Warning Drive1 Medium error

Nach kurzer Recherche – u.A.¬†im QNAP Forum¬†–¬†war schnell klar, dass dies erste Anzeichen daf√ľr sind, dass¬†der unausweichliche¬†Totalausfall der Festplatte vermutlich bevorsteht. Alternativ h√§tte auch noch¬†der RAID-Controller (bei QNAP jedoch softwareseitig realisiert) bzw. die SATA-Festplattenanbindung selbst¬†fehlerhaft¬†sein k√∂nnen (dieses Problem hatte ich bereits bei einem Snyology NAS).

Da vereinzelt¬†auftretende Fehler dieser Art jedoch nicht unbedingt un√ľblich sind und nicht zwangsl√§ufig einen direkten¬†Komplettausfall der Festplatte bedeuten m√ľssen,¬†ignorierte ich den Fehler vorerst, da auch der Datentr√§gerstatus des QNAP weiterhin¬†„Gut“ ausgab.

QNAP Datentraegerstatus Zusammenfassung Datentraeger 1 Gut

Als dann jedoch einige Stunden später gleich mehrere Fehler-E-Mails gleicher Art direkt nacheinander eintrudelten, war klar, dass das Problem wohl doch akuter war. Da das NAS bei der Nutzung von RAID 5 beim bevorstehenden Ausfall einer Festplatte quasi keinen weiteren Ausfallschutz besitzt, wurde das NAS kurzerhand komplett herunterzufahren, da ich zu diesem Zeitpunkt im 6.000 km entfernten Florida keine weiteren Schritte unternehmen wollte/konnte.

Ein mehr als unbefriedigendes Erlebnis sobald¬†das 24/7 betriebene NAS tempor√§r nicht mehr erreichbar ist, gerade dann, wenn¬†es alle „lebenswichtigen“ Dinge –¬†von der „privaten Dropbox“ (BTSync), den virtuellen Maschinen mit¬†FHEM und verschiedenen Scripten, den regelm√§√üigen¬†Backups des Blogs bis hin zum myPlex-Server – beheimatet.

Hinweis: Volume neu erstellen [Pool 1] startete

Zur√ľck in der Heimat¬†konnte das Problem dann nach drei zur√ľckliegenden Wochen NAS-Downtime endlich¬†in Angriff genommen werden. Damit ein sofortiger Austausch der defekten Festplatte m√∂glich war, wurde vorab¬†eine baugleiche¬†WD Red 6 TB geordert, welche f√ľr den Tausch dann bereits bereitlag.

WD Red 6 TB in OVP

Nach Durchsicht der QNAP Hardware-Bedienungsanleitung¬†unter „Kapitel 7. Festplatten im laufenden Betrieb auswechseln“ (ab Seite 49) war dann auch klar, dass das QNAP TS-670 (Affiliate-Link) – wie fast alle NAS-Systeme von QNAP – Hot-Swap unterst√ľtzen und somit die Festplatte w√§hrend des Betriebs getauscht werden kann/sollte.

Nachdem das NAS also nach der langen Zwangspause wieder hochgefahren war, konnte die defekte und doch bereits recht eingestaubte Festplatte im ersten Einschub entnommen werden.

QNAP TS-670 Ultra Tausch defekte Festplatte

Das NAS quittierte das Auswerfen¬†√ľber¬†die QNAP-Oberfl√§che bereits nach wenigen Sekunden mit der Mitteilung:

Warnung: [Pool 1] RAID Group 1 is in degraded mode. Fehler: Host: Drive1 unplugged.

Zwei Alarmtöne, wie in der Bedienungsanleitung (Seite 50, Schritt 4) beschrieben, blieben dabei aus. Das liegt aber vermutlich daran, dass so gut wie alle Alarmsignale im QNAP-Interface deaktiviert sind.

Das QNAP-Systemprotokoll spuckte aber sogleich die Meldung aus:

Host: Drive1 Device removed successfully.
[Pool 1] RAID Group 1 is in degraded mode
Host. Drive 1 unplugged.

Die LED des NAS zeigte zusätzlich die Mitteilung:

Error Message NAS HDD1 Ejected

Nun¬†also schleunigst die mit vier Schrauben im Tray befestigte defekte gegen die neue HDD tauschen…

QNAP TS-670 Tray HDD tauschen

und das Tray inkl. neuer Festplatte zur√ľck ins NAS zur√ľckschieben.

Nach wenigen Sekunden zeigte das NAS dann auch bereits die Benachrichtigung:

Hinweis: Festplatte erkannt NAS-Host. Festplatte 1 wurde erkannt.
Hinweis: Volume neu erstellen [Pool 1] startete

Das Systemprotokoll vermeldete nun:

Host: Drive 1 plugged in.
[Pool 1] Start rebuilding with RAID Group 1.

Weiterhin gab das Kontrollcenter den Hinweis aus:
Warnung – RAID-Gruppe 1 – das Volume ist im Notfallmodus. Details finden Sie im „Speichermanager“.

QNAP Systemzustand Warnung Notfallmodus

Jetzt hiess es also abwarten und Daumen dr√ľcken, da das NAS die vorhandenen Daten aller¬†f√ľnf verbliebenen Festplatten nutzen musste, um durch eine¬†Quersummenberechnung die neue Festplatte zu rekonstruieren¬†und das RAID wiederherzustellen (bei QNAP „Aktualisierung“ genannt).¬†W√ľrde bei RAID 5 vor dem Abschluss der¬†Rekonstruktionsphase jedoch nur eine weitere der verbliebenen f√ľnf Festplatten einen Hardwaredefekt¬†aufweisen, w√§ren alle Daten¬†unwiederbringlich verloren, in diesem Fall knapp 27¬†TB netto. Urgs!

Hinweis: Volume neu erstellen [Pool 1] ist abgeschlossen

Um es nicht zu spannend zu machen: Nach knapp 17 Stunden war der Wiederherstellungsvorgang¬†gl√ľcklicherweise „schon“¬†abgeschlossen, was bei der 6TB gro√üen WD Red eine mittlere „Rebuild“-Geschwindigkeit von knapp 100 MB/s entspricht. Kein schlechter Wert, wobei vorher nicht notwendige Festplattenzugriffe durch das Beenden aller installierten QNAP-Apps gestoppt wurden, um die Wiederherstellung¬†nicht unn√∂tig¬†zu verl√§ngern.

QNAP Benachrichtigung Volume neu erstellen ist abgeschlossen

Der Fortschritt konnte dabei im Speichermanager unter Angabe des Recovery-Status live mitverfolgt werden.

QNAP Speicherpool 1 Aktualisierung 0.1 Prozent

Nach Abschluss der „Aktualisierung“ (Wiederherstellung) wurde die neue Festplatte dann noch einem „normalen“ und „umfassenden Test“ unterzogen, welche ohne Fehler blieben. Beim n√§chsten Mal w√ľrde ich die neue Festplatte jedoch bereits vorher intensiv pr√ľfen und nur dann den Einbau durchf√ľhren sowie den Wiederherstellungsvorgang starten, um m√∂gliche Komplikationen beim Einbau einer etwaig¬†defekten Festplatte zu vermeiden.

Garantieabwicklung durch Western Digital

Nach der gegl√ľckten Wiederherstellung¬†stand nun¬†noch die Garantieabwicklung¬†der gerade¬†getauschten¬†und augenscheinlich defekten Festplatte bei Western Digital an. F√ľr den Umtausch der WD Red 6TB¬†WD60EFRX (Affiliate-Link), welche eine Herstellergarantie von drei Jahren hat, stellt WD ein Onlineportal zur Verf√ľgung, f√ľr dessen Nutzung¬†eine Vorabregistrierung notwendig ist.

Nach der anschlie√üenden Registrierung der defekten Festplatte per¬†Seriennummer und Angabe des Kaufdatums kann der RMA-Auftrag abgesetzt¬†werden. In meinem Fall wurde der Vorgang jedoch erst einmal mit dem Fehler „There is an internal error while processing the request“ abgebrochen, beim zweiten Mal funktionierte es aber ohne Probleme.

Western Digital WD RMA Detail Erfolgreich Eingesendet

Beim¬†Vorabaustausch unter Angabe einer Kreditkarte dauerte die Zusendung der neuen Festplatte √ľbrigens weniger als eine Woche. Die defekte Festplatte muss dann¬†nur noch innerhalb¬†von 30 Tagen auf eigene Kosten an WD zur√ľckgeschickt werden,¬†damit der tempor√§r¬†reservierte Betrag auf der Kreditkarte wieder freizugeben werden kann.

Als die neue Ersatzfestplatte¬†geliefert wurde, war jedoch erst einmal Ern√ľchterung angesagt. Auf der Verpackung¬†war die Aufschrift¬†„Recertified HARD DRIVE“ zu lesen.

Western Digital Recertified HARD DRIVE

Dabei handelt es sich gewöhnlich um wiederaufbereitete Festplatten mit schwarzem Label, denen generell keine lange Haltbarkeit zugesprochen wird.

Aber dann gl√ľcklicherweise die Entwarnung beim¬†√Ėffnen des Pakets: Die gut verpackte Festplatte besitzt ein rotes Label, sodass von Neuware ausgegangen werden kann. Puh! Hier h√§tte ich sonst noch einmal bei WD¬†nachgehakt und auf Neuware bestanden.

Western Digital RED

Besagte¬†Festplatte wird jetzt einer intensiven Pr√ľfung unterzogen und als Ersatz¬†bereitgelegt, um k√ľnftig¬†bei¬†einem √§hnlichen Fehlerfall¬†einen zeitnahen¬†Austausch¬†zu gew√§hrleisten.

Aus meinem täglichen Leben

Auch wenn die Speicherkapazit√§t bei der Nutzung h√∂herer RAID-Level¬†verringert wird,¬†werde ich wohl bei der Inbetriebnahme meines n√§chsten NAS gleich auf RAID 6 setzen und einen zus√§tzlichen „Speicher-Overhead“ in Kauf nehmen.¬†Dadurch kann dann der gleichzeitige Ausfall von bis zu zwei Festplatten kompensiert werden und nicht nur von einer Festplatte wie im Fall des aktuell eingesetzten¬†RAID 5. Bei insgesamt sechs oder mehr Festplatten macht das aus meiner jetzigen Sicht absolut Sinn.

Grunds√§tzlich ist¬†RAID 5 nat√ľrlich auch nicht¬†wirklich schlecht¬†und¬†die Wahrscheinlichkeit, dass w√§hrend des¬†Rebuild eine weitere Festplatte abraucht,¬†welche f√ľr die Wiederherstellung zwingend ben√∂tigt wird, ist auch¬†√ľberschaubar.¬†Ich werde¬†das Risiko aber k√ľnftig dennoch¬†lieber durch den Einsatz von RAID 6 weiter verringern. Denn gerade beim Rebuild¬†eines RAID-5- bzw. RAID-6-Systems sind die¬†verbliebenen¬†Festplatten unter Dauerstress, da alle Daten aller Festplatten ausgelesen werden m√ľssen.¬†Und sofern alle verbauten Festplatten in etwa gleich lange in Betrieb sind,¬†ist die Wahrscheinlich zudem¬†erh√∂ht, dass diese einen √§hnlichen Defekt im selben Zeitfenster¬†aufweisen. Die Wahrscheinlichkeit¬†wird dann sogar noch einmal erh√∂ht, sofern alle Festplatten aus der selben Charge stammen. Und dies¬†wiederum ist sehr wahrscheinlich, sofern¬†die Festplatten zum selben Zeitpunkt von einem H√§ndler¬†erworben¬†wurden.

W√§hrend der¬†knapp 17 st√ľndigen Wiederherstellungsphase¬†hatte ich deshalb jedenfalls auch ein eher mittelm√§√üiges Gef√ľhl und man w√ľnscht sich eigentlich¬†sofort, dass man doch lieber bereits auf RAID 6 gesetzt h√§tte. Aber es ging ja alles gut, diesmal.

Lustiger Fun-Fact am Rande: Obwohl das¬†QNAP-NAS √ľber eine aktivierte AES-Verschl√ľsselung verf√ľgt, wollte ich sichergehen und die Daten der defekten Festplatte vor der R√ľcksendung an WD komplett formatieren. √úber eine USB-Dockingstation (Affiliate-Link) an einem PC angeschlossen,¬†brach¬†die Formatierung dann jedoch nach kurzer Zeit ab, da das Volume¬†unerwartet vom PC ausgeworfen wurde. Erst nach mehrmaligem Anlauf konnte die Festplatte komplett „genullt“ werden, was definitiv¬†daf√ľr spricht, dass die Festplatte bereits keinen ordnungsgem√§√üen Betrieb mehr gew√§hrleisten kann.

Insgesamt h√§tte die Wiederherstellung nicht einfacher¬†laufen k√∂nnen. Dabei bin ich wirklich froh, dass¬†die QNAP-Software unverz√ľglich und zuverl√§ssig √ľber den anstehenden Defekt per¬†E-Mail informiert hat und so ein zeitnaher Austausch inkl. absolut reibungsfreier und selbstst√§ndiger Wiederherstellung des RAID m√∂glich war.

Alle wichtigen Daten sind¬†zwar mehrfach extern gesichert, die R√ľckspielung h√§tte aber¬†sicherlich jede Menge Zeit in Anspruch genommen, vom Verlust „unwichtigerer“ Daten und √§lterer Backups einmal ganz abgesehen.¬†Die eher unkritischen Daten werde ich k√ľnftig¬†aber zus√§tzlich¬†verschl√ľsselt¬†auf mehrere Seagate 8TB Festplatten (Affiliate-Link) ¬†ablegen¬†und im¬†Schrank aufbewaren, man weiss ja nie.

Dazu habe ich auch schon ein bash-Script zum¬†sequentiellen¬†Kopieren der zu sichernden Daten gebastelt, welches die Backup-Festplatten der Reihe nach komplett bef√ľllt und erst dann stoppt, sobald¬†alle Dateien¬†erfolgreich gesichert werden konnten. Sofern Interesse besteht, kann ich das Script¬†gerne auch zur Verf√ľgung stellen, sobald ich den ordnungsgem√§√üen Betrieb pr√ľfen konnte.

Zum Schluss noch ein paar zusammenfassende Tipps zum Umgang mit Festplatten und NAS-Systemen:

Meine Tipps zum pfleglichen Umgang mit Festplatten

  • Ersch√ľtterungen unbedingt vermeiden (Aufstellungsort ohne „Ansto√ügefahr“ w√§hlen)
  • Auf m√∂glichst geringe¬†Betriebstemperatur achten (W√§rmeabfuhr durch L√ľfter gew√§hrleisten und Staub regelm√§√üig entfernen)
  • Geeignete Festplatten einsetzen, die f√ľr Dauerbetrieb und RAID-Umgebungen geeignet sind (spezielle NAS-Modelle -> z.B. WD RED bzw. WD RED PRO)

Meine Tipps beim Austausch defekter Festplatten

  • Intensive Vorabpr√ľfung der Austauschfestplatte (Pr√ľfen auf Fehler und etwaigem Testbetrieb)
  • Eine Austauschplatte bereits vor dem Defekt erwerben¬†und bereitlegen (ist nat√ľrlich kostenintesiv)
  • Baugleiche Austauschfestplatte benutzen (selbe Gr√∂√üe, am besten selbe Firmware)
  • Baugleiche Festplatten aus unterschiedlichen Chargen verwenden (eher schwierig)
  • Hot-Swap-F√§higkeit des¬†NAS-Systems¬†pr√ľfen (siehe Bedienungsanleitung)
  • Nicht notwendige Festplattenzugriffe w√§hrend des Rebuilds vermeiden (wenn m√∂glich alle Apps schlie√üen und Freigaben trennen)
  • Garantieanspruch der defekten Festplatte pr√ľfen und Austausch √ľber Hersteller einleiten
  • Vor R√ľcksendung an den Hersteller versuchen alle Daten zu formatieren
  • Keine¬†„Recertified“-Festplatten akzeptieren

Meine Tipps f√ľr Datenschutz durch Redundanz (RAID)

  • Bei NAS-System ab 2 Festplatten grunds√§tzlich RAID (niemals jedoch RAID 0) verwenden
  • 2 Festplatten -> RAID 1 (Ausfallsicherheit von einer Festplatte –¬†Gesamtkapazit√§t 1)
  • 3-5 Festplatten -> RAID 5 (Ausfallsicherheit von einer Festplatte – Gesamtkapazit√§t n-1)
  • 5-12 Festplatten -> RAID 6 (Ausfallsicherheit von zwei Festplatten – Gesamtkapazit√§t n-2)
  • Weitere Infos: Welches RAID Level wird ben√∂tigt

Meine Tipps bei der Datenspeicherung

  • Regelm√§√üige umfassende Smart-Pr√ľfungen der Festplatten (alle Daten¬†werden getestet – Dauer von mehreren Stunden)
  • Unbedingt auf NAS-geeignete Festplatten achten¬†(sofern¬†RAID und/oder Dauerbetrieb angedacht)
  • Zumindest alle wirklich wichtigen Daten zus√§tzlich sichern¬†(externe Festplatte, DVD/BluRay)
  • Bei Backups am besten auf r√§umliche Trennung achten (Wohnungsbrand vernichtet alle „lokalen“ Backups)
  • Nutzung von zus√§tzlichen inkrementellen Backup-L√∂sungen (z.B. CrashPlan)
  • Echtzeitspiegelung nur sofern alle √Ąnderungen sofort relevant (zweites NAS z.B. per RSync)

Affiliate-Links

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

37 Gedanken zu „17 Stunden bangen um 30 TB: QNAP Festplattentausch bei Read I/0 Error“

  1. Hallo Jörg,

    sch√∂n, dass Du es noch rechtzeitig geschafft hast Deine Daten auf dem NAS „zu retten“ bzw. deine HDD auszutauschen.
    Du erwähnst das bash Script zum sqeuenziellen Sichern der Daten. Ich hätte da schon Interesse dran.

    Und weil du kurz anschneidest was f√ľr Daten dein „Nappl“ so beherbergt…
    Meinst Du du k√∂nntest mal so ein „walk-trough“ machen und deine Infrastruktur aufzeigen?
    FHEM läuft bei Dir inzwischen in einer VM?
    Auf einem ESXi, oder im QNAP (Nappl) in der VM Geschichte da?
    Hostest Du den Blog auf dem Qnap (ich hoffe nicht) oder is da nur Dein Backup?

    Beste Gr√ľ√üe

    Holger

    1. Hi Holger,
      ich muss noch etwas am Script tunen und testen, da es doch recht komplex ist viele Daten automatisiert und verteilt auf mehrere Festplatten zu sichern und dabei m√∂glichst viel verf√ľgbaren Platz auf den Backup-Platten zu nutzen. Ich denke in einigen Tagen werde ich das Script hier ver√∂ffentlichen k√∂nnen.
      Einen kleinen „Walk-Through“ meiner Hardware kann ich gerne auch auf die ToDo-Liste setzen, wobei viele Komponenten eigentlich laufend erneuert und neue Settings getestet werden. :)
      So l√§uft meine Haupt-FHEM-Instanz gerade auch noch per Ubuntu auf der Virtualization-Station des QNAP in einer von mehreren VMs. Ich werde FHEM aber demn√§chst wieder auf einen „dedizierten“ RPi2 umziehen, da mir die lange Abwesenheit samt unplanm√§√üiger Downtime gezeigt hat, dass das NAS evtl. doch nicht die beste Infrastruktur daf√ľr bietet.
      Der Blog wird im Rechenzentrum gehostet, nur ganz am Anfang im Jahr 2011 lief der Blog auf meinem damaligen QNAP 570 Pro. Das QNAP-NAS zieht aktuell einmal nachts ein komplettes Backup des Blogs samt aller Daten (WordPress Content + mySQl-Datenbank). Dar√ľber hinaus beheimatet es – was den Blog betrifft – alle tempor√§ren Daten in mehreren Versionen wie Dokumente, Fotos und Videos in voller bzw. urspr√ľnglicher Aufl√∂sung, Wasserzeichen etc.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. Hallo Jörg,

      Danke, sehr interessant…ich habe vor ein TVS-871 (Affiliate-Link) zu kaufen, diese Infos werden mir sicherlich helfen.
      Du sagtest, bald ziehst du „wieder auf einen „dedizierten“ RPi2″ um…..hattest du nicht ein Intel NUC im Betrieb? W√§re ein NUC nicht eine bessere L√∂sung?

      Hattest du Probleme mit Gateways wie Jeelink & CUL in dem QNAP Ubuntu VM?

      Gruße,

      Oisin

    3. Hi Oisin,
      das TVS-871 ist mit Sicherheit ein grandioses NAS. Das hatte ich mir auch schon √ľberlegt, da man es wohl auch ganz gut mit einem i7 und 16 GB Ram pimpen kann. :)
      Du hast Recht, ich hatte FHEM auch bereits auf einem Intel NUC im Einsatz. Das lief auch super und wesentlich besser als auf meinem damaligen RPI1. Mit dem wesentlich leistungsst√§rkeren RPI2 sehe ich f√ľr mich aber die Chance wieder auf ein Minimalsystem downzugraden. Gerade auch deswegen, da 90% der Logik im Hintergrund von Loxone (derzeitig mein f√ľhrendes Smart-Home-System) abgewickelt wird und der FHEM-Server eigentlich nicht so viel zu tun hat au√üer die anfallanden Sensordaten an Loxone weiterzureichen und Daten f√ľr angebundene Aktoren entgegenzunehmen. Ich denke da gibt es aber kein richtig oder falsch. Christoph hat bspw. auch schon seit √ľber einem Jahr FHEM auf einem NUC mit i3-Prozessor im Einsatz und ist super gl√ľcklich damit.
      Aktuell läuft bei mir FHEM noch in mehreren Ubuntu VMs (Produktiv- und Testsysteme) auf dem QNAP. Gateways sind dabei alle per Netzwerk angebunden und nicht per USB. Wollte mal kurz einen CUL-Stick anschließen. Das Durchreichen an die VM habe ich jedoch nicht auf Anhieb hinbekommen und es gleich wieder sein lassen. Habe immer Bauchweh am NAS rumzufrickeln, da ich aus Erfahrung weiss, wie schnell man da etwas zerschießen kann. Da bin ich technisch insgesamt wohl auch nicht tief genug drin.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    4. „grandios“ klingt gut! Es w√ľrde sicherlich Spa√ü machen den i7 + 16GB RAM einzubauen!
      Ich frag mich bloß ob eine Skylake+DDR4 Variante auf dem Weg ist.
      Mehr Leistung f√ľr weniger Strom w√§re sch√∂n…

    5. Hi Oisin,
      da hast du Recht. Technologisch hinken kommerzielle NAS-Systeme da leider immer mindestens mehrere Monate hinterher. Da sich die Hersteller meist recht bedeckt halten, ist es auch schwierig abzusch√§tzen, wann eine Technologie in einer neuen Modellreihe dann tats√§chlich auf den Markt kommt. Ich w√ľrde zuschlagen, wenn Preis und Leistung f√ľr dich passen.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

  2. Ein RAID5 mit 6x 6TB Festplatten ist schon sehr mutig :-) Es gen√ľgt ein einziger Lesefehler auf eine der √ľbrigen Festplatten um die Wiederherstellung aus den Parit√§tsdaten zunichte zu machen. Ebenfalls sollte man beachten, dass wenn die erste Festplatte kaputt geht, die √ľbrigen altersbedingt (oder weil aus gleicher Herstellerungs-Charge) ebenfalls anf√§llig sein k√∂nnen f√ľr weitere Defekte.

    Ein RAID6 mindert hierbei nat√ľrlich das Risiko, arbeitet aber immer noch mit Parit√§tsdaten. Daraus resultiert eine schlechtere Schreibleistung und eine sehr hohe Wiederherstellungszeit (√§hnlich RAID5). Wenn man stattdessen RAID10 nutzt, muss lediglich eine Datenspiegelung wiederhergestellt werden, was definitiv schneller sein wird (daf√ľr aber weniger Speicherplatz gemessen an den Kosten bietet).

    Hatte es eigentlich einen bestimmten Grund, warum du von Synology auf Qnap gewechselt bist (Frage aus reiner Neugier)? :)

    1. Hi Michael,
      da hast du v√∂llig Recht. Ich hatte ja bereits im Blogpost angemerkt, dass ich speziell nach dem jetzigen Vorfall k√ľnftig bei mehr als 5 Festplatten direkt auf das unkritischere RAID 6 setzen werde.
      Das von dir angesprochene RAID 10 mag so seine Vorteile, u.A. bei der Geschwindigkeit (Zugriff und Rebuild) haben, da jedoch nur die H√§lfte der gesamten Festplattenkapazit√§t zur Verf√ľgung steht, ist f√ľr mich ein konkretes Ausschlusskriterium. Aber keine Frage, es gibt auch Anwendungen, die ein solcher aufw√§ndigeres RAID rechtfertigen.
      Gr√ľnde f√ľr den Wechsel von Synology auf QNAP gab es verschiedene.
      In Q3 2013 verschluckte mein damals erst wenige Monate altes Synology DS-1813+ schrittweise und OHNE jegliche Fehlermeldung gespeicherte Daten. Das hatte ich leider auch erst nach einigen Tagen zuf√§llig gemerkt, als bef√ľllte Ordner einfach so nacheinander verschwanden. Dabei hatte ich zuf√§llig die rettende Idee, dass es vielleicht am erst kurz vorher in Betrieb genommenen Slot 7 liegen k√∂nnte.
      Nach dem Entfernen der HDD aus diesem Slot, was bei einem laufenden RAID-System auch erst einmal viel Mut gekostet hatte, h√∂rte der unkontrollierte L√∂schvorgang gl√ľcklicherweise sofort auf und ich konnte die verbliebenen Daten extern sichern. So konnte der „Schaden“ einigerma√üen eingegrenzt werden, wobei ich damals nur wirklich wichtige Daten zus√§tzlich extern abgesichert hatte und somit auch einige Daten verloren gingen.
      Es hatte sich dann kurze Zeit später herausgestellt, dass tatsächlich der SATA-Anschluss von Port 7 defekt war und Daten bei der Übertragung von und zur HDD somit nach und nach im Nirvana landeten. Die Qualitätssicherung hatte hier jedenfalls versagt. Und die Tatsache, dass das NAS dabei keine einzige Fehlermeldung ausgespuckte, machte den Umstand nicht wirklich besser.
      Das mag ein absoluter Einzelfall gewesen sein und der Austausch durch Synology lief auch absolut reibungsfrei, dennoch wurde mein Vertrauen erstmal komplett ausradiert. Da lustigerweise mein gef√ľhlt uraltes QNAP 509 mit gef√ľhlt noch √§lteren Festplatten die tempor√§re Zwischenspeicherung der noch geretteten Daten ohne Murren meisterte, war es vermutlich auch ein St√ľck weit Bauchgef√ľhl, dass ich mich wieder f√ľr QNAP entschied.
      Wobei mich das damals brandneue QNAP TS-670 auch sofort begeistern konnte, da ich gelesen hatte, dass die verbaute Celeron-CPU gesockelt war und sich somit augenscheinlich gegen einen leistungsf√§higen i7 tauschen lies. Dabei fiel mir auch noch die Hardware AES-Verschl√ľsselung des i7 ins Auge und das NAS war direkt geordert. Der Upgrade verlief ohne Probleme und so wirkte das Synology mit softwarebasiertem AES erst recht wie eine Kr√ľcke, die es abzusto√üen galt. Durch das komplett neue Austauschger√§t konnte ich auch einen super Verkaufspreis erzielen und zahlte nicht allzu viel drauf.
      Soviel zu dieser Geschichte, wobei ich in der Zwischenzeit auch immer wieder gerne kleinere Synology-Systeme im privaten Umfeld in Betrieb genommen habe, das ungute Gef√ľhl ist im Laufe der Zeit komplett verschwunden. Dabei gab es bisher auch keine weiteren Probleme, egal in welcher Form. Alles l√§uft stabil und die Snyology-UI ist aus meiner Sicht zudem immer noch ungeschlagen, wobei QNAP schrittweise aufholt, zumindest aus meinem Blickwinkel heraus.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

      PS: Das war vermutlich meine ausf√ľhrlichste Antwort ever :)

  3. Hallo Jörg,
    Gott sei Dank konntest du deine Daten retten. Ich habe bisher Gl√ľck das in meiner TS412 noch keine HDD sterben musste. Und das obwohl die HDD schon √ľber drei Jahre alt sind.
    Hatte mir schon Sorgen um dich gemacht weil nichts neues auf deinem Blog passiert ist – aber wer Urlaub im sonnigen und warmen Florida macht, darf sein Blog kurzfristig „vernachl√§ssigen“ :D

    1. Hi Dominik,
      ich bin ebenfalls mehr als froh, dass beim Recovery-Prozess alles reibungsfrei und vorallem so unkompliziert geklappt hat. Dabei f√ľhle ich mich auch wieder etwas darin best√§tigt weitestgehend auf kommerzielle NAS-L√∂sungen von QNAP bzw. Synology zu setzen, die zwar teurer sind als Bastell√∂sungen aber solche kritischen Prozesse gew√∂hnlich anwenderfreundlich und ohne Terminal-Gefrickel im Griff haben.
      In meinem damaligen QNAP TS-509 hatte ich bis zu dessen Verkauf auch insgesamt f√ľnf WD Green f√ľr knapp vier Jahre im Dauereinsatz und niemals auch nur ein einziges Problem. Bei mir sind zwar auch schon einige Festplatten im Notebook und Desktop-PC zerbr√∂selt, aber bei vielen Ersch√ľtterungen ist das ein ganz anderes Thema.
      Was den Blog anbelangt, brauchst du dir nat√ľrlich keine Sorgen machen. Es sind jede Menge neue Artikel in der Pipeline und jetzt sollte auch endlich wieder etwas mehr Luft daf√ľr sein, da ich zeitintensive „Projekte“ gl√ľcklicherweise schon noch vor dem Urlaub abarbeiten konnte. Au√üerdem hat man in der dunklen Jahrezeit ja sowieso auch mehr Lust sich mit solchen Sachen zu besch√§ftigen. Insgesamt m√∂chte ich Blogposts dabei auch nicht einfach so rausrotzen und da verz√∂gern sich manche Dinge zus√§tzlich. Ich denke bzw. hoffe jedenfalls, dass Leser – wie du – die Qualit√§t der Inhalte zu sch√§tzen wissen. Die Zugriffszahlen und Interkationen nehmen jedenfalls kontinuierlich zu, was mich nat√ľrlich sehr freut.
      W√ľrde mich nat√ľrlich freuen wenn auch du am Ball bleibst und hoffentlich bald deinen zweiten Kommentar abgibst. :)

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. Dann bin ich mal gespannt was als n√§chstes kommen wird. Ich bin vorallem an deinen Smarthome-Themen interessiert. W√ľrde mich ja freuen wenn mal die „wei√üe“ Waren kommen wird ;-)
      Nein ernsthaft. Super Blog von dir.
      Auch wenn ich nicht alles umsetze (z.B: mit Siri das Haus steuern), finde ich es interessant was f√ľr M√∂glichkeiten sich ergeben.

  4. Interessanter Beitrag! Zeigt wieder einmal, dass ein RAID eben auch keine 100%ige Sicherheit bietet. Daher darf man Backups eigentlich nicht so schleifen lassen. Ich verlasse mich aktuell auch auf mein RAID 1 (mit 2 Festplatten). Ob das so schlau ist, weiß ich nicht. Läuft aber auch erst ein paar Wochen. Backups schiebt man eben auch ganz gerne ;)

    Gut, dass alle Daten noch da sind. Und auch sch√∂n zu h√∂ren, dass WD sich da nicht quer stellt. Ich habe die 3TB WD-Red im Einsatz. Bisher sehr zufrieden. Aber mir ist in meinem ganzen Leben auch noch keine Festplatte gestorben. Zum Gl√ľck!

    1. Hi Matthias,
      stimmt. Genau das war auch meine Intension auf solche Sicherheitsrisiken hinzuweisen. RAID ist zwar nett, ein zus√§tzliches externes Backup darf aber eigentlich niemals fehlen. Dabei ist es immer wieder erschreckend zu sehen, wenn √ľberall im Bekanntenkreis Fotos und Videos nur lokal auf einer einzigen internen PC-Platte „archiviert“ werden, von der planlosen Ablage ganz zu schweigen, bei der kein normaler Mensch auch nur ansatzweise den √úberblick behalten kann. Dann ist es im Grunde eigentlich auch schon egal, wenn die Platte nach sp√§testens einigen Jahren abschmiert, da gew√ľnschte Inhalte sowieso unauffindbar sind.
      Evtl. kann ich eines meiner Scripte, welches die strukturierte Archivierung u.A. basierend auf Metainformationen automatisiert, auch einmal rundschleifen und auf dem Blog zur Verf√ľgung stellen. Ich denke davon k√∂nnte im Grunde so ziemlich jeder profitieren, der Bilder und Videos per Smartphone und Digicam schie√üt.
      Dir jedenfall weiterhin viel Gl√ľck mit deinen WD-Reds! Und noch eine Frage zum Schluss: Du bist noch echt jung und hattest noch nicht viele Festplatten, oder? *g*

      Gr√ľ√üe
      Jörg

  5. Hi Jörg,

    ja, das kenne ich zu gut. Selbst meine Freundin kann ich irgendwie nicht zu richtiger Ordnung auf Ihrer Festplatte erziehen. Aber bin auf nem ganz guten Weg. Alles wird immer auf den Desktop geschmissen oder sonstwo gespeichert. Und am Ende findet sie nichts wieder. Genauso mit Passw√∂rtern…. Aber anderes Thema :)

    Nein, im Ernst. In Sachen Festplatten habe ich noch keinen Totalausfall gehabt. Viel eher gingen mal ein paar externe Geh√§use kaputt. Ich habe noch Festplatten und USB-Sticks die Uralt sind und noch laufen. Die Frage ist, ab wann man sowas wirklich nicht mehr nutzen sollte :D Aber ich habe alles mindestens 2x – von daher sind alte Platten nicht so schlimm… Dazu kommt, dass die wenigsten im Dauerbetrieb waren.

    Daf√ľr sind bei mir schon etliche SD-Karten gestorben. Davon habe ich aber auch eine Menge mehr.

    Insgesamt haben wir aber scheinbar recht viele gleiche Interessen ;) Du bist E-Commerce Manager? Ich bin haupt- und nebenberuflich Magento-Entwickler :)

    1. Vielen Dank! :)
      Ich bin aktuell im Bereich E-Commerce unterwegs, richtig.
      Und auch so scheinen wir wirklich viele gemeinsame Interessen zu haben. M√ľssen uns unbedingt mal etwas austauschen. Hatte dir auch bereits eine Mail dazu geschickt. W√ľrde mich sehr freuen, wenn wir die Tage mal quatschen k√∂nnten.

      Gr√ľ√üe und hoffentlich bis bald
      Jörg

  6. Servus Jörg,

    kurze Frage zu deinem Artikel. Wie oft l√§uft welche Pr√ľfung auf deiner Qnap? Ich habe eine DS1515 und lasse nur jede Woche eine komplette Pr√ľfung laufen.

    Gruß

    Sebastian

    1. Hi Sebastian,
      ich weiss nicht, ob mein Vorgehen in jedem Fall zu empfehlen ist. Da habe ich einfach keine wirkliche Erfahrung. Aktuell ist mein QNAP so eingestellt, dass alle Platten einmal pro Woche einem schnellen Test und einmal pro Monat einem umfassenden Test unterzogen werden. Diese umfassende Pr√ľfung dauert dabei in etwa so lange wie ein Rebuild, also ca. 17 Stunden. Da m√∂chte ich das eigentlich nicht jede Woche durchlaufen lassen, gerade auch weil sich die 17 Stunden schnell erh√∂hen sobald √ľber Freigaben parallel auf die Platten zugegriffen wird.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

  7. @J√∂rg, hast du kein Backup von deinen Daten? Wenn ich hier so die Kommentare lese, scheint immer noch nicht durchgerungen zu sein, das ein Raid der Verf√ľgbarkeit dient, aber nicht der Sicherheit.
    Schl√§gt ein Blitz ein ist alles weg, oder wenn es brennt oder sonstwas und auch gegen ein Virus der Daten verschl√ľsselt hilft das nur bedingt.
    Also ein Backup sollte und muss immer sein, ich hebe meine auch räumlich getrennt auf.

    F√ľr die Verf√ľgbarkeit ist ein Raid super, am besten noch mit Spareplatte dann h√§tte das Ding im Urlaub auch weiterlaufen k√∂nnen. Daf√ľr w√§re das Raid eigtl. gedacht.

    1. Hi strauch,
      siehe Auszug von obigem Blogpost: „Alle wichtigen Daten sind zwar mehrfach extern gesichert, die R√ľckspielung h√§tte aber sicherlich jede Menge Zeit in Anspruch genommen, vom Verlust „unwichtigerer“ Daten und √§lterer Backups einmal ganz abgesehen. Die eher unkritischen Daten werde ich k√ľnftig aber zus√§tzlich verschl√ľsselt auf mehrere Seagate 8TB Festplatten (Affiliate-Link) ablegen und im Schrank aufbewaren, man weiss ja nie.“
      Werde k√ľnftig dennoch auch auf RAID 6 setzen, um die Ausfallsicherheit nochmals zu erh√∂hen. Dann ist der Ausfall einer Platte im Grunde komplett unkritisch. Daneben w√§re eine Spare-Platte sicherlich auch eine nette Idee, wobei das ja nochmal einen Steckplatz im NAS kostet. Und die sind ja eigentlich immer mehr als rahr.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    1. Hi Axel,
      da w√ľrde ich ich meinem Fall wohl Apfel mit Birnen vergleichen. Denn da w√ľrde ein 6-Bay QNAP TS-670 (Affiliate-Link) mit Intel i7 gegen ein 1-Bay Synology DS-112+ (Affiliate-Link) antreten. Die QNAP-Powermaschine konsumiert dabei mit 6x WD Red 6TB (Affiliate-Link) im Betrieb je nach HDD- und CPU-Auslastung knapp 40 bis 100 Watt. Das Synology hingegen nur ca. 15 bis 30 Watt, was aber auch nachvollziehbar ist. Vielleicht helfen dir diese groben Richtwerte schon etwas weiter.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

  8. f√ľr alle die meinen ein RAID erh√∂he die Sicherheit:

    NEIN, ein RAID erh√∂ht die Verf√ľgbarkeit und Ersetzt kein BACKUP !

    Wer mehr Sicherheit möchte sollte sich mit ZFS auseinandersetzen.

    1. Selbst ZFS hat im Grunde den gleichen Einsatzzweck wie ein normales RAID auch. Es mag nat√ľrlich aus technischer Sicht fortgeschrittener und besser sein, √§ndert aber nichts an der Tatsache, dass Backups selbstverst√§ndlich weiterhin notwendig sind. Menschliche Fehler sind leider nie auszuschliessen (z.B. Datei versehentlich ge√§ndert/gel√∂scht).

      @Jörg:
      Was macht eigentlich dein HP Microserver den du damals mit FreeNAS/ZFS eingerichtet hattest, ist dieser noch aktiv oder l√§uft derzeit alles √ľber das Qnap?

  9. Und wo man schon dar√ľber spricht, grade vor 2 Stunden ist mir in einem 4er Synology NAS ebenfalls eine Festplatte ausgestiegen :) Nat√ľrlich keine Ersatz-Festplatte da wenn man diese braucht, also direkt mal mehrere bestellt, denn ich wollte den Speicher ohnehin mal erweitern. Gibt es eigentlich einen unkomplizierten Weg, ein RAID5 bestehend aus 4 Festplatten auf ein RAID6 mit 4 Festplatten zu bringen? Mir geht es insbesondere um die Synology-Einstellungen, damit diese erhalten bleiben. Die Daten kann ich auch √ľber das Netzwerk tempor√§r auf einen anderen Speicher sichern. Hat Synology da etwas unkompliziertes bei der Software vorgesehen, wo man per Klick sichern & wiederherstellen kann und anschliessend liegen dieselben Daten mit Rechten & Einstellungen auf dem neuen Volume?

  10. Hallo,

    Ich habe auch schon erlebt, dass ein Raid 10 versagt hat, obwohl nur eine Platte ausgestiegen ist. Generell kann man sagen: ab 4 HDDs Raid 6
    aber selbst ich bin so mutig mit 8 HDDs nur ein Raid 5 zu machen. Kann man aber auch dann machen wenn man die wichtigsten Daten auf Band hat. Was man auch immer mal im Auge behalten sollte, ist die Qualität der Festplatten. Ganz interessant ist hierzu https://www.backblaze.com/blog/hard-drive-reliability-q3-2015/

  11. Testest du neue Platten am/im NAS oder auf einem Rechner? Weil bisher kam es mir meistens so vor, als sei das NAS (in meinem Fall ein Synology) viel strenger als der Mac.
    Gruss und schöne Feiertage!

  12. Moin Jörg,
    ich habe fast das gleiche auch gerade durch gemacht. Allerdings bin ich Planmäßig von 6*3TB auf 4*6TB gewechselt.

    Mein Migrationsweg sah folgendermaßen aus:
    1) Alle meine Daten auf zwei von den neuen 6TB Daten kopiert (im USB 3.0 Case)
    Übertragungsrate dabei bei großen Dateien reale 180-220MB/sec.
    2) Dann die alten Disks aus der NAS entfernt und die beiden unbenutzten 6TB eingebaut.
    3) NAS mit einer vorherigen Sicherung wiederhergestellt und ein RAID1 aus den beiden neuen 6TB Platten gemacht
    4) Alle Daten von einer der 6TB-Backupplatten aus Punkt 1 in das neue Raid kopiert.
    5) Danach die Platte in das NAS eingebaut und das RAID1 zu RAID5 migriert.
    6) Danach die Daten der 2ten Backupplatte auf das jetzt RAID5 zur√ľck kopiert.
    7) Hiernach erneut die vierte und letzte Platte in die NAS eingebaut und raid RAID5 entsprechend erweitert.

    Die Zeit die zwischendurch durch das Migrieren von Raid1 zu 5 oder das Erweitern des Raid benötigt wird ist wirklich extrem lang. Hier gibt es aber ordentlich Tuningmöglichkeiten. Die Beste beschreibe ich mal kurz:

    Erstmal kann man sich per
    cat /proc/mdstat
    regelm√§√üig den genauen Status des Raids ansehen, dort sieht man auch das der rebuild-Speed per default (bei mir mit der TS-670Ultra) nie √ľber 50MB/sec liegt.

    Hierbei handelt es sich um einen Default-Limit des Kernels welches on-the-fly angepasst werden kann. Die Defaultwerte können wir so aulsesen:

    # cat /proc/sys/dev/raid/speed_limit_max
    50000
    # cat /proc/sys/dev/raid/speed_limit_min
    10000

    Durch ein einfaches Anpassen der Dateien erreichte ich auf einemal einen Rebuildspeed von etwa 180MB/sec:

    # echo 200000 > /proc/sys/dev/raid/speed_limit_max
    # echo 150000 > /proc/sys/dev/raid/speed_limit_min

    Hiermit war der Rebuild nach etwa 7Stunden abgeschlossen, anstatt wie vorher ~24h

    Ggf spart ihr damit ja auch etwas Zeit.

    Gruß
    Tom

    1. Die lese-&schreibgeschwindkeit der neuen Platten HGST Deskstar 6TB (7200RPM) (Affiliate-Link) im Raid5 gegen√ľber meinem alten 6* 3TB-WD-Green Verbund ist √ľbrigends beachtlich:

      [~] # hdparm -tT /dev/md1
      /dev/md1:
      Timing cached reads: 55088 MB in 1.99 seconds = 27638.08 MB/sec
      Timing buffered disk reads: 1804 MB in 3.00 seconds = 601.30 MB/sec

      [~] # time dd if=/dev/zero of=/share/CACHEDEV1_DATA/temp/test.file count=1000000 bs=16396
      1000000+0 records in
      1000000+0 records out

      real 0m37.870s
      user 0m0.322s
      sys 0m14.069s
      entspricht 15,3GB in 37Sekunden = 413MB/sec schreibend

    2. Nachdem ich nun eine 5te 6TB Disk hinzugef√ľgt und etwa 20h auf den reshape gewartet habe, habe ich noch bessere Transferraten:

      [~] # hdparm -tT /dev/md1
      /dev/md1:
      Timing cached reads: 51776 MB in 1.99 seconds = 25972.01 MB/sec
      Timing buffered disk reads: 2342 MB in 3.01 seconds = 778.84 MB/sec

      [~] # time dd if=/dev/zero of=/share/CACHEDEV1_DATA/temp/test.file count=1000000 bs=16396
      1000000+0 records in
      1000000+0 records out

      real 0m30.899s
      user 0m0.370s
      sys 0m14.658s

      = 16396000000 Byte in 30,8 Sekunden = 532mb/sec schreibend.

      Hat hier schon jemand erfahrungen mit 10GBit Ethernet? :-)

    3. Auf welche Temperatur kommen denn die neuen 7200er HDDs in deinem NAS? Ich habe zur Zeit 5x 3TB WD Red verbaut, die liegen im Normalfall bei um die 29-31 Grad (bei stiller L√ľftereinstellung im Synology DS1815+). W√§re interessant zu sehen, ob die schnelleren Festplatten da einen grossen Unterschied machen w√ľrden :-)

  13. Hallo Jörg,

    Deine Blogs sind immer interessant.
    Ich √ľberlege derzeit einen neuen NAS anzuschaffen. Derzeit habe ich eine QNAP TS219PII mit 2x 3TB. In Betrieb seit J√§nner 2013.
    Da aber die Daten immer mehr werden und sich auch mit der Leistung im Netzwerk nicht zufrieden bin, will ich etwas leistungsfähiges. Hier Überlege ich noch.
    Die TS670 gibt es eigentlich nicht mehr. Finde jedoch die gesockelten Prozessoren interessant. Ich √ľberlege auch eine 6 Bay NAS zu kaufen.
    Ich habe derzeit die TS 651 im Auge.

    Bez√ľglich Raid: Ich m√∂chte wenn geht immer eine Software-Raid aufbauen, denn ich hatte schon mit einem Hardware Raid schlechte Erfahrungen. Raidcontroller hat versagt, alle Daten drauf sind weg. Gut dass es eine Datensicherung gab.
    Beim Software Raid habe ich zumindest zugriff drauf. Ich arbeite in der Firma immer mit Raid 1 mit zusätzlichen Kopien der Daten. Wenn im Raid eine Platte versagt, tausche ich immer beide aus.

    Auch bei meiner derzeitigen NAS habe ich immer eine Sicherheitskopie, die regelmässig per rsync Script aktualisiert wird.
    Die wichtigen Daten, sichere ich zus√§tzlich t√§glich mit einem rsync Snapshot Script 90 Tage zur√ľck.

  14. Hallo Jörg,

    mutig ist der richtige Ausdruck bei 6x6TB Platten mit nur einer als Redundanz. Ich nehme an, Deine 6TB WD Red waren auch noch keine Red Pro, da die 6TB da erst sp√§ter kamen? Dazu sollte man auch die Fehlerquote im SATA nachlesen, es wird einem dann mit dem „normalen“ Bitrott schon ganz anders. 17h waren da gar nichts, sondern es ging wie im Bilderbuch.

    Empfehlung f√ľr das n√§chste NAS, nicht nur Raid 6, sondern:
    – bessere Platten (man muss dazu mal zu SATA und Desktopplatten (auch die preiswertere Red Variante) die Fehlerraten nachlesen
    – so etwas wie ZFS (z.B. Freenas) mitchecksums f√ľr alle Daten, nicht nur header
    Рals Z2/Raid 6 äquivalent ausgelegt
    Sehr stabile L√∂sung, gutes Patching und gutes Bedieninterface. Scheduling aller m√∂glicher Tests und Benachrichtigungen nach Bedarf. Software kostenlos (also der Kommentar ist keine Werbung :). Seit √ľber einem Jahr nur gute Erfahrung damit.

  15. F√ľr mich gilt immer, dass ich jegliche Hardware, die bei uns im Kleinbetrieb verbaut ist, einmal als Ersatz vorliegen habe. Im Falle von Festplatten bedeutet das, dass ich mindestens ein Exemplar gr√∂√üer als die aktuell verbauten Platten vorr√§tig habe. Wenn ich Platz im System habe, dann als Hotspare.

    P.S.: Auf WD verzichte ich schon ganz lange. Die einzigen Platten, die √ľberdurchschnittliche Haltbarkeiten aufweisen, sind HGST. Hier ist der regelm√§√üige Test von Backblaze √ľber 70.000 verbaute HDDs: http://www.pcgamer.com/backblaze-hard-drive-reliability-report-finds-hgst-drives-least-likely-to-fail/

  16. Danke f√ľr den Praxisbericht, den ich mit Interesse gelesen habe, da ich mich mit der Auslegung eines NAS auf Raidbasis (evtl. ZFS) besch√§ftige. Es ist tats√§chlich wichtig sich mit der Ausfallwahrscheinlichkeit eines RAID im „degraded“ Zustand zu besch√§ftigen, daher habe mir die Spezifikationen der WD Reds im 1TB-10TB Bereich angeschaut. Was mich ein wenig erstaunt hat ist das die Wahrscheinlichkeit eines non recoverable read errors (also das was man im degraded Zustand gar nicht gebrauchen kann) unabh√§ngig von der Plattengr√∂√üe bei < 1 bit pro 10^ 14 "gelesenen bits" betr√§gt. Bei einer 6 TB Platte hat man 6*10^12*8 = 0,48 * 10^14 Bits. Wenn ich das richtig verstehe (ein Statistiker m√∂ge mich berichtigen) haben wir also bei einer Platte eine Fehlerwahrscheinlickeit von 48% (!), wenn sie ganz voll w√§re. Bei einem degrated Plattenpool ohne Redundanz (RAID5 oder RAIDZ1) von 3-4 Platten kann man schon von Gl√ľck sprechen, wenn beim Rekonstruieren des Raids nichts schief geht. Mein Fazit: ab TB-range Platten kommt man schnell in Bereiche, wo 2 bis sogar 3-fache Redundanz gefragt ist.
    Das f√ľhrte mich zu der Entscheidung, dass ich von meinem beabsichtigten Microserver Projekt mit 4×4 TB Platten doch erstmal ablasse – hier w√§ren IMHO 6 Platten (mit z.B. RAIDZ2) dringend sinnvoll.

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