Smart Home Basics – In 3 Schritten zur soliden Temperaturregelung

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Der Winter steht kurz vor der T├╝r und so gilt es f├╝r Smart-Home-Neulinge, die Heizungssteuerung im intelligenten Zuhause zu konfigurieren bzw. f├╝r Smart-Home-Besitzer, die aktuelle Konfiguration zu checken. Schlie├člich liegt in einer guten Heizungssteuerung im Smart Home der Schl├╝ssel zu einer Menge Komfort und ein gro├čes Energieeinsparpotential. In diesem kurzen Howto zeigen wir dir, wie du in drei Schritten mit dem Loxone Miniserver Go und der eingebauten, selbstlernenden Fuzzy-Logik zur perfekten Heizk├Ârpersteuerung gelangst. Auch wenn du keinen Loxone Miniserver besitzt, erf├Ąhrst du die Grundprinzipien einer simplen, aber gut funktionierenden Smart-Home-Temperaturregelung aus erster Hand.

1. Hardware installieren & konfigurieren

Im ersten Schritt wird die Hardware zur Heizungssteuerung installiert. Ich setze schon seit L├Ąngerem auf den Loxone Miniserver Go, einem kleinen Smart-Home-Kraftpaket mit eingebauter Logik und kostenloser graphischer Smart-Home-Konfigurationssoftware. An zwei Heizk├Ârpern nutze ich daher die zum Miniserver passenden Loxone Stellantriebe „Air“ auf Funkbasis.

Auf Grund meiner mittlerweile gewachsenen Smart-Home-Historie besitze ich zus├Ątzlich zahlreiche weitere Stellantriebe, z.B. von Homematic (Affiliate-Link), FHT (FS20-Protokoll) (Affiliate-Link) und Eltako (EnOcean). Diese binde ich, wie im Blogpost 5 Gr├╝nde zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto┬ábeschrieben, ├╝ber FHEM an meinen Loxone Miniserver an, was nat├╝rlich etwas aufwendiger ist, als direkt auf die Loxone Air-Technologie zu setzen.┬áWer jetzt eine neue Smart-Home-Konfiguration mit dem Miniserver aufbaut, dem empfehle ich direkt, Air-Stellantriebe zu verwenden. Grunds├Ątzlich gibt es nat├╝rlich unendlich viele tolle Varianten der Temperaturregelung. Die nachfolgenden Produkte habe ich selbst allesamt testen k├Ânnen und kann diese nur empfehlen.

 

Damit der Smart Home Server wei├č, welche Stellmotoren er in welchem Raum wie steuern soll, muss jetzt eine Verbindung mit den Thermostaten hergestellt werden. Die Air-Stellantriebe werden nach einem Druck auf die Lern-Taste in der Loxone-Config, der Konfigurationssoftware, ├╝ber den Lernen-Reiter vom Miniserver gefunden.

Der Stellantrieb erh├Ąlt jetzt einen Namen und einen Raum und ist dann in im Loxone-Baum unterhalb der Air-Extension als nutzbares Device eingerichtet. Ich vergebe trotz Raumzuweisung zus├Ątzlich auch im Namen immer noch einmal einen kleinen Raumpr├Ąfix wie z.B. „Sz.Stellantrieb“ f├╝r Schlafzimmer.

2. Heizungslogik konzipieren

Wenn der Stellentrieb montiert und konfiguriert ist, geht es an das eigentliche Setup der Heizungssteuerung. Jedoch sind zun├Ąchst ein paar grunds├Ątzliche Gedanken anzustellen, die ich im Folgenden kurz aufarbeiten m├Âchte.

F├╝r mich spielen drei Temperaturarten eine entscheidende Rolle bei der Konzeption der Heizungslogik.

  • Die absolute┬áUntergrenze wird durch die Tiefschlaf-Temperatur f├╝r alle R├Ąume definiert. Diese Temperaturgrenze darf in der Heizperiode nie unterschritten werden, auch nicht bei l├Ąngerer Abwesenheit (z.B. mehrw├Âchiger Urlaub etc.). So werden unter anderem Sch├Ąden an Leitungen etc. vermieden. Ich nutze hierf├╝r den ├╝blichen Wert von 12┬░C.
  • Die Spartemperatur gilt als Untergrenze bei Abwesenheit bzw. Nichtnutzung eines Raums im normalen Betrieb, d.h. ohne l├Ąngere Abwesenheit. Hintergrund ist, dass eine gewisse Temperatur in den R├Ąumen vorgehalten werden soll, die es m├Âglich macht, relativ kurzfristig die Komforttemperatur wieder herzustellen. Hier kann ich mich pers├Ânlich mit 17┬░C gut arrangieren.
  • Die Komforttemperatur ist der gew├╝nschte Soll-Wert bei Anwesenheit. F├╝r Wohnr├Ąume (Esszimmer, Wohnzimmer) sind 21┬░C ein guter Wert f├╝r mich. In meinem Arbeitszimmer sind hingegen z.B. 19-20┬░C ausreichend. Hier muss jeder nach seinem eigenen Empfinden entscheiden.

Zus├Ątzlich zu den Temperaturarten spielen die Heiz-Modi eine entscheidende Rolle, also die Logik, wie und wann eine voreingestellte Temperatur im Raum vorherrschen soll:

  • Automatik-Modus
  • Manuelle Steuerung

Ohne auf die Funktionen des Loxone Miniservers hier schon zu sehr im Details einzugehen, sollte es bei einer Smart-Home-Heizungssteuerung grunds├Ątzlich einen Automatik-Modus geben, der getriggert durch Heizzeiten (bei erweiterter Heizungslogik ggf. erweitert um Anwesenheitserkennung) die Spar- oder Komforttemperatur regelt. Diese Logik muss entsprechend deaktiviert werden, wenn l├Ąngere, geplante Abwesenheiten auftreten. Hierf├╝r muss eine „Urlaubs-Funktion“ genutzt werden. In diesem Fall gilt als Untergrenze die Tiefschlaf-Temperatur. Die Alternative zum Automatikmodus ist eine manuelle Steuerung, in der ein Anwender dem Smart Home proaktiv mitteilt, welche Temperaturarten wann vorherrschen sollen.

Ich pers├Ânlich kombiniere beide Steuerungsarten in Abh├Ąngigkeit der Raumart, die ich in drei Kategorien unterteile:

  • Klassische Wohnr├Ąume (Planbare Nutzung)
  • Nutz- und Funktionsr├Ąume (Unplanbare Nutzung)
  • Durchgangsr├Ąume (Keine aktive Nutzung)

Klassische Wohnr├Ąume (Wohnzimmer, Esszimmer etc.) sind planbar in der Nutzung. Einen einigerma├čen geregelten Alltag vorausgesetzt, sind Anwesenheitszeiten hier relativ gut vorhersagbar, denn es sind diese R├Ąume, in denen man sich bei Anwesenheit meistens aufh├Ąlt. Dazu z├Ąhlt auch das Schlafzimmer. F├╝r diese Raumart nutze ich den Automatikmodus mit Heizzeiten. Grunds├Ątzlich achte ich dabei darauf, meine Anwesenheit gro├čz├╝gig zu planen. Ich nehme dabei in der Planung in Kauf, auch ein oder zwei Stunden vor oder nach einer Anwesenheit Komforttemperaturen aufrecht zu halten. Im Gegenzug erh├Âht dies die Wahrscheinlichkeit, sicher immer in beheizten R├Ąumen sein zu k├Ânnen. Zus├Ątzlich spart ein relativ konstantes Heizen unter Umst├Ąnden (abh├Ąngig von Heizung, D├Ąmmung etc.) auch mehr Heizenergie als ein st├Ąndiges An- und Abschalten der Heizk├Ârper.

Nutz- und Funktionsr├Ąume (G├Ąstezimmer, Arbeitszimmer etc.) sind (zumindest bei mir) in der Nutzung schlecht planbar und daher nur schwierig in Heizzeittabellen abzubilden. Daher nutze ich hier eine manuelle Steuerung mit vordefinierten Temperaturwerten. F├╝r diese R├Ąume werden zwar alle Temperaturwerte definiert, allerdings nicht vom Smart Home automatisch aktiviert. Die Aktivierung erfolgt hier „On Demand“ durch den Nutzer, z.B. ├╝ber eine Smart Home App oder an einem Wandthermostat.

F├╝r Durchgangsr├Ąume (z. B. Flure) sind je nach Schnitt der Wohnung/des Hauses unterschiedliche Heizvarianten denkbar. In meinem Fall zieht sich ein mit einem Heizk├Ârper ausgestatteter Flur mittig durch die Wohnung und m├╝ndet im offenen Wohnzimmer. Daher ist es hier wichtig, den Flur ├Ąhnlich wie das Wohnzimmer zu temperieren, damit der Unterschied zwischen diesen beiden aneinandergrenzenden R├Ąumen nicht zu gro├č ist und beispielsweise die Heizk├Ârper im Wohnzimmer auf Volllast den Flur mit heizen m├╝ssten. Bei einem anderen Schnitt w├Ąre ein anderer Heizbetrieb auch denkbar.

Ein finales Konzept ber├╝cksichtigt daher nach meinem Vorgehen die drei Komponenten Temperaturart, Heiz-Modus und Raumart. Die Konzeption wird dann f├╝r jeden einzelnen Raum durchgef├╝hrt, bevor es an die Umsetzung in einem Smart Home Server geht.

3. Heizungssteuerung programmieren

Mit einem Loxone Miniserver Go und der eingebauten, graphischen Bausteinprogrammierung wird die Heizungssteuerung ├╝ber das Hinzuf├╝gen des Baustein „Intelligente Raumregelung“ umgesetzt.

Unabh├Ąngig von Art des Raumes, Temperaturart und Heizmodus konfiguriere ich den Baustein dabei wie folgt.

An den Eingang AI h├Ąnge ich die aktuell gemessene Raumtemperatur (hier z. B. ├╝ber einen Technoline Funk-Temperatursensor, der seine Werte mittels FHEM ├╝ber das Netzwerk liefert. Im Howto 5 Gr├╝nde zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto┬áwird diese Anbindung er├Ârtert).

Der Eingang IW ist bei mir ferner mit einem Fensterkontaktsensor verbunden (funktioniert nur im Automatik-Modus), der die Temperaturvorgabe bei ge├Âffnetem Fenster senkt und so den Heizk├Ârper abschaltet, wenn ein Fenster ge├Âffnet wird. Ich nutze hier den Homematic T├╝r- und Drehgriffkontakt (Affiliate-Link).

Am Ausgang AQ wird der entsprechende Stellantrieb angef├╝gt, der durch den Baustein eine prozentuale ├ľffnung als Vorgabewert erh├Ąlt. Im gezeigten Beispiel ist hier ein ├╝ber FHEM angebundener Homematic Funk-Stellantrieb (Affiliate-Link) verkn├╝pft.

Aus Komfort- und Transparenzgr├╝nden habe ich die Konfiguration ferner so gestaltet, dass ich sowohl die durch den Baustein berechnete Ventil├Âffnung, als auch die aktuelle Zieltemperatur in einen „Virtueller-Status“-Baustein speichere, damit ich diese Werte in der Visualisierung bzw. der App auch immer im Blick habe.

Die jeweiligen Temperaturvorgaben werden ├╝ber die Eigenschaften des Bausteins im entsprechenden Raum gepflegt. „Ts:Spartemperatur“ ist die Spartemperatur und wird relativ zur Komforttemperatur (Tch)┬áangegeben. Die „Td: Haus im Tiefschlaf-Temperatur“ ist entsprechend die Temperatur-Untergrenze.

F├╝r R├Ąume, die den Automatikmodus in der Heizungslogik verwenden sollen, gilt es jetzt noch, Heizzeitenpl├Ąne zu hinterlegen, was ├╝ber einen Doppelklick auf den Baustein funktioniert.

In der App bzw. der Visualisierung sieht ein Raum im Automatikmodus mit eingestellter Heizzeit dann z.B. wie folgt aus.

F├╝r R├Ąume, in denen ich eine manuelle Steuerung nutzen m├Âchte, verwende ich trotzdem den im Standard aktivierten Automatik-Modus, stelle allerdings den Zeitplan so ein, dass dauerhaft die Spartemperatur als Untergrenze anliegen soll und niemals automatisch auf die Komforttemperatur geschaltet wird. In der App sieht das Ganze dann so aus.

Steht die Nutzung eines derartigen Raumes an, verwende ich den „Temperatur Timer“ in der App und aktiviere je nach Wunsch das Heizen des Raumes.

Der Timer l├Ąuft anschlie├čend bis zur gew├╝nschten Zeit auf der f├╝r diesen Raum hinterlegten Komforttemperatur.

Aus meinem t├Ąglichen Leben

Die Heizungssteuerung ├╝ber Loxone macht mein Leben im Smart Home ernsthaft um so Vieles besser. Dank der eingebauten Fuzzy-Logik, die bei jedem Heizvorgang selbst lernt und erkennt, wie schnell bzw. wie elastisch sich ein Raum beheizen l├Ąsst, ist sichergestellt, dass tats├Ąchlich zu den gew├╝nschten Zeiten die gew├╝nschten Temperaturen vorherrschen. ├ťber den Temperatur-Timer l├Ąsst sich beispielsweise auch ein Heizen ├╝ber die Komforttemperatur hinaus erm├Âglichen, wenn man z.B. nach einem kalten Winterspaziergang einmal f├╝r einen gewissen Zeitraum einen „erh├Âhten W├Ąrmebedarf“ versp├╝rt.

Ich finde die Loxone Stellantriebe Air pers├Ânlich sehr gut, hatte allerdings schon einmal Probleme mit einem, der mehrfach eine ungewollte Ventil├Âffnung geschalten hat und mir nicht erkl├Ąrlich war, woher diese kam. Loxone hatte mir hier allerdings anstandslos ein Austauschger├Ąt zugesandt. Seither hatte ich keine Probleme mehr. Mein favorisiertes Setup ist und bleibt hier allerdings die Kombination aus Homematic Stellantrieben (Affiliate-Link), Technoline Temperatursensoren (Affiliate-Link) und Homematic Wandthermostaten (Affiliate-Link), einfach deshalb, weil ich hier zum Preis von einem Loxone Stellantrieb Air einen Funk-Stellantrieb + externe Temperatur- und Luftfeuchtemessung + Wandthermostat erhalte (Anbindung an Loxone siehe┬á5 Gr├╝nde zur Erweiterung deines FHEM-Servers mit Loxone + Howto).

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Christoph

berichtet seit Juni 2012 auf meintechblog.de ├╝ber seine Erfahrungen zu Smart Home und Hausautomation und besch├Ąftigt sich au├čerdem mit Smart Grids. Mehr Infos

18 Gedanken zu „Smart Home Basics – In 3 Schritten zur soliden Temperaturregelung“

  1. Hallo Christoph,

    Dein Blog kommt genau rechtzeitig, musste mich auch letzte Woche um das Thema Heizung k├╝mmern, da die bessere H├Ąlfte die Heizung aktivieren wollte. Die letzte Heizperiode hatte ich noch komplett mit Homematic pur durchgef├╝hrt, f├╝r den Sommer waren alle Homematic Stellantriebe auf 17 Grad fest programmiert.
    Habe nun mit Loxone und virtuellen HTTP-Ausg├Ąngen alle Stellantriebe ├╝ber Loxone am laufen. Heizung kann wieder geregelt werden, Hausfrieden ist wiederhergestellt.
    Dank Deines Blogs sind aber dennoch ein paar nette Informationen dabei, die ich gerne mitnehme.

    Gru├č Wolfgang

    1. Hallo Wolfgang,
      das freut mich sehr. Welche Erfahrungen hast du bisher mit der intelligenten Raumregelung machen k├Ânnen? Wie ist deine Heizungssteuerung konzipiert?

      Viele Gr├╝├če
      Christoph

    2. Hallo Christorph,

      ├Ąhnlich wie Du fahre ich f├╝r die Aufenthaltsr├Ąume das Automatik Programm Autopilot Heizen.
      Bei mir am Tage 21.5┬░ und 17┬░ ├╝ber Nacht. Andere R├Ąume wie z.B. B├╝ro ├╝ber den manuellen Heizbetrieb. Ich steuere die Stellantriebe direkt an, ├╝ber die xmlapi der Homematic Zentrale. Die aktuelle Temperatur am Stellantrieb lese ich ├╝ber die xml api alle 300ms per virtuellen http Eingang in den MS.
      Am intelligenten Raumregler h├Ąngt bei mir an AI der F├╝hler und an T die aktuell gew├╝nschte Temperatur vom Stellantrieb f├╝r den manuellen Heizbetrieb.
      Der Ausgang AQT f├╝hrt auf den Virtuellen http Ausgang der per xmlapi direkt den Stellantrieb auf die erforderliche Temperatur setzt.
      Die Steuerung ├╝ber Loxone ist schon recht komfortabel und praxisnah.
      Kann hier aber auch nur ├╝ber zwei Wochen Heizperiode mit Loxone berichten.
      Die Einbindung der preisg├╝nstigen Homematic Komponenten ist hierbei unschlagbar.
      Obwohl das direkte Einbinden ein wenig fummelig ist, lohnen sich die Bem├╝hungen.

      Gru├č Wolfgang

    1. Hallo Anton,

      bei Fussbodenheizungen sollte evtl. eine andere Steuerungslogik bedacht werden, da diese deutlich tr├Ąger reagieren als Heizk├Ârper und ein spontanes Zu- bzw. Abschalten nur bedingt Sinn macht. Eine Steuerung im Automatik-Modus ├╝ber den Loxone Miniserver macht trotzdem Sinn und der Baustein ist auch darauf ausgelegt. Die Stellantriebe Air passen auch f├╝r die Fussbodenheizung.

      Schau mal au├čerdem hier: https://www.loxone.com/dede/heizungssteuerung-erfahrungsbericht/

      Viele Gr├╝├če
      Christoph

  2. Hallo Christoph,

    erst einmal vielen Dank f├╝r deine super Beitr├Ąge.

    Funktioniert die Steuerung auch mit I/O Ventilen oder sind zwingend Stellantriebe 0-10V erforderlich?

    Gr├╝├če und vielen Dank
    Thilo

    1. Hi Thilo,

      ich schalte mich mal kurz dazu. Klar geht das. Solche Stellantriebe einfach an den Ausgang Q (Digitaler Ausgang – F├╝r Ein-/Aus-Ventile) der „Intelligenten Raumregelung“ h├Ąngen. Das ist dann quasi eine Art PWM-Ausgang, der je nach Intensit├Ąt periodisch ein- und ausschaltet. Das funktioniert dann vollautomatisch.

      Gr├╝├če
      J├Ârg

  3. Hallo, wie kann Loxone die Ventil├Âffnung am z.b. Homematic Thermostat via fhem beeinflussen? Ich dachte immer, dass diese ├╝ber die interne PID Regelung „im“ Thermostat erfolgt.

    1. Hallo Mirco,

      h├Ąngt immer vom Thermostat ab. Bei den Homematic-Thermostaten gebe ich ├╝ber Loxone nur die Zieltemperatur an Loxone und FHEM weiter, dann erfolgt die Kalkulation der Ventil├Âffnung. Am analogen Ausgang AQ f├╝r stetige Ventile k├Ânnte z.B. auch ein Prozentwert von 0-10V an ein mittels FHEM angeschlossenes FHT-Thermostat weitergegeben werden.

      Nicht gefragt, aber weil es gerade dazu passt: Als dritte Variante bietet der Baustein die M├Âglichkeit, ├╝ber den digitalen Ausgang Q eine elektronische Heizung zu- bzw. abzuschalten.

      Viele Gr├╝├če
      Christoph

  4. Hallo Christoph, der Artikel best├Ątigt mich in meiner bisherigen Annahme, dass die generelle Automation der Heizung doch nicht ganz so trivial ist, wie es scheint und mein bisheriger Ansatz, der eigentlich nur ein workaround sein sollte, doch noch wesentlich l├Ąnger Bestand hat. Grunds├Ątzlich schalte ich die Heizk├Ârper nur automatisch aus. Einschalten passiert manuell, entweder am Thermostat oder mit Alexa. Wir haben keine Fu├čbodenheizung (au├čer Bad), da die normalen Heizk├Ârper den Raum z├╝gig aufheizen. Ich spreche auch bewusst von Einschalten. Dieses erfolgt auf eine fest vorgegebene Temperatur, die daytemp. Hierf├╝r habe ich auf Anforderung meiner Frau die daytemp von K├╝che und Wohnzimmer auf 22 bzw. 23Grad angepasst. Die beiden Heizk├Ârper im Wohnzimmer sind gepeered. Schalten erfolgt ├╝ber „Alexa, schalte Heizung ein“. Das ist ausreichend, keine Gradzahlen, es soll nur die daytemp geschaltet werden. Das Ausschalten erfolgt automatisch ├╝ber die Sequenz, die auch alle Lichter ausschaltet. „Alexa, schalte Wohnzimmerlicht aus“ nimmt somit auch die Heizung mit. Im Kinderzimmer wird die Heizung auch nur Abends automatisch abgeschaltet. Unser Sohn schaltet sie sich bei Bedarf ein. Eine Grundtemperatur im Winter wird erreicht durch alle T├╝ren offen und die Heizung unten im Flur auf 16Grad. Die wird aber nie geschaltet, bleibt so stehen. Ich kann nur sehen, wie oft sie wirklich anspringt und entscheide dann, ob 15,16 oder 17 Grad ok sind. Gru├č Axel

  5. Dann will ich mal einen Senf dazu geben.
    Durch meine SmartHome erfahrungen aus dem Messwerten Temperatur, Vetil├Âffnung, Temperaur-Absekunng und Heizkosten, bin ich zu der erkenntnis gekommen dass eine „nachtabsenkung“ der Temperatur kontraproduktiv ist.
    Letzten winter habe ich das experiment gestartet mal nicht abzusenken und bin auf die Niedrigsten Heizkosten der letzten 7 jahre gekommen.
    Ob ihr es glaubt oder nicht – aber die abrechung des Versorgers l├╝gt nun mal nicht.
    Und nein, es liegt nicht daran dass ich den Gas-Anbierter gewechselt habe.
    Aus den Daten Temperatur und Ventil├Âffung auf der zeitachse habe ich festgestellt dass mein Dachgeschoss in der Programmierten Heizphase zu keinem zeitpunkt die Zieltemperatur erreicht. Wenn der Raum ein mal auf 17┬░C ausk├╝hl schafft es die Heizung nicht, innerhalb von 5 stunden den raum auf 21┬░C hochzuheizen. Zum Zeitpunk des programmierten starts desr Absenkung waren es 20,8 Grad.
    Im Bad war das problem nicht ganz so gravierend aber wenn man um 5:00 Uhr aufsteht, musste man ca 45min vorher anfangen zu heizen, mit 100% ventil├Âffung.
    um 8:00 wurde dann wieder abgesenkt un gegen 16:00 Uhr wieder geheitzt.
    Da der Raum neben (G├Ąstezimmer) an nur selten genutzt wird war eine Spartemperatur von 17┬░ eingestellt. Damit hat dieser angerenzende raum die ganze W├Ąrme des Bades „geschluckt“ und das hat man permanent gesp├╝rt (gef├╝hlte W├Ąrme / K├Ąlte).
    Letzten Winter habe ich dann angefangen und die Spartemperatur im Dachgeschoss und G├Ąstezimmer auf 19┬░C eingestellt und nur bei bedarf (2-3x die woche) auf 21┬░C geheizt.
    Im Bad, WC, Wohnzimmer und K├╝che auf 21┬░C (keine absunkung)
    Im schlafzimmer sind 18┬░C eingestellt, diese Temperatur wurde so gut wie unterschritten)
    Hab sogar den Keller auf konstate 18┬░C geheizt.
    Fazit: ein umbeschreiblicher komfortgewinn, immer ein warmes haus, zumindest gef├╝hlt. es macht einen mega unterschied ob man einen 19┬░C warmen rum betritt in dem die w├Ąnde die w├Ąre noch speichern oder der gleiche raum auch bei 19┬░C ungeheitzt w├Ąrme verliert. das unterschied kann man sp├╝ren.
    Glaubt es oder nicht, ich werde nie wieder unter 19┬░C/21┬░C absenken das kostet mehr Gas als das abenken auf 17┬░C spart.
    Ich kann nur jedem empfehlen die Daten Temperaur (aktuelle + Zieltemperatur) und Ventil├Âffnung auf einer Zeitachse zu plazieren, wie FHEM es in den Graphen macht, und sich die werte anzusehen.
    Bin gespannt wie viele feststellen dass sie ihre Ziel Temperaturen vor dem wieder absenken nie erreichen.
    Gr├╝├če GrayDeath

    PS: ein kleiner vergleich: setzt euch mal ins auto und fahrt auf der autobahn.
    vollgas bis 130km/h dann rollen lassen bis 80km/h und dann wieder mit vollgas auf 130km/h. Die gleiche strecke fahrt ihr dann mal konstant mit 90-100km/h.
    vergleicht dann den Sprittverbrauch und wendet diese erkentniss auf euer heizverhalten an ;)

  6. Hallo.
    Danke f├╝r den Artikel.
    Was mir hier fehlt ist eine wichtige stellgr├Â├če.. Die vorlauftemperatur der Heizung.
    Wenn alle heizk├Ârper bei Abwesenheit auf z.b. 17grad stehen sollte doch auch der heating Setpoint der Heizungsanlage gesenkt werden.
    Sonst wird ja st├Ąndig geheizt obwohl es kaum Verbrauch gibt.. Oder??

  7. Erst einmal vielen dank f├╝r den wirklich guten Artikel. Ich habe das Ganze bei mir inzwischen auch implementiert, habe dabei jedoch etwas komisches beobachtet.

    Wenn ich ├╝ber Loxone die Temperatur auf 21,5 Grad stelle wird entweder 21,0 oder 22,0 Grad eingestellt. Das verh├Ąlt sich so bei allen ,5 Temperaturen. Hatte das von euch schon einmal jemand?

  8. Benutzt Du die Temperaturdaten aus dem Loxone-Stellantrieb auch bei Betrieb an Heizk├Ârpern oder hast Du zus├Ątzlich F├╝hler im Raum stehen?

    Ich hab das ganze jetzt an einem Heizk├Ârper ausprobiert. Komforttempertatur auf 21┬░C gestellt und seit zwei Tagen am Laufen. Problem ist, dass sobald der Heizk├Ârper anspringt, der Temperaturf├╝hler 23-24┬░C misst und die Steuerung wieder abschaltet. Nach ca. 60 Minuten, wenn der HK ausgek├╝hlt ist, stellt sich heraus, dass die Temperatur doch erst bei 19┬░C liegt und das Ventil macht wieder auf. Und so schaukelt sich das immer weiter hin und her. Die 21┬░C k├Ânnen so gar nicht erreicht werden, Maximum in zwei Tagen 19,6┬░C.

    Fazit meinerseits: ohne Thermometer irgendwo im Raum, macht das null Sinn. Oder gibt es hier noch was zu beachten?

    1. Hi Timo,
      also ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass der Einsatz externer Temperatursensoren sehr sinnvoll ist. Man kann nat├╝rlich auch den im Stellantrieb eingebauten Sensor nutzen und standardm├Ą├čig einige Grad abziehen sobald dieser eingeschaltet ist, das war aber bei mir meist nicht zufriedenstellend.

      Gr├╝├če
      J├Ârg

  9. Hallo Fachleute,
    ich bin auf der Suche nach einem Smart Home System in dem man mehr oder weniger Herstellerunabh├Ąngig Komponenten einbinden kann. Nach dem was ich hier so lesen kann, w├Ąre eine prinzipielle L├Âsung ├╝ber Rasp./FHEM am sinnvollsten. Was m├Âchte ich einbinden? Im Prinzip ist vorrangig die Temperatur in 2-3 UND die Einbindung von Rauchmeldern (Status per smartphone ausgeben)
    Wer kann mir Tipps dazu geben welche Komponenten ich konkret ben├Âtige? Durch den die ganze Flut an Produkten verliere ich den ├ťberblick. Vielen Dank . Beste GR├╝├če

  10. Moin zusammen,

    Ich stehe noch ganz am Anfang meiner smart home Planung, die sich insbesondere auf die Steuerung der Heizung (Heizk├Ârper) konzentriert, da wir einen gro├čen Wintergarten am Wohnzimmer haben und wir zun├Ąchst die Sonne das Haus (!) aufheizen lassen wollen, bevor die gastherme losbollert.

    Dabei habe ich noch einige Fragen zu fhem in Kombination mit den Homematic Wandthermostat, die hier im Artikel ja auch genannt werden als Referenz.

    Unter
    https://wiki.fhem.de/wiki/HM-CC-RT-DN_Funk-Heizk%C3%B6rperthermostat
    Ist zu lesen, dass die solltemperaturen der Thermostate NICHT von den wandthermostaten vorgeben lassen. Wie also hat Christoph die Raumtemperatur mit wandthermostat und Heizk├Ârper Thermostat Regeln k├Ânnen, wenn solltemperaturen nicht vorgegeben werden k├Ânnen?

    Danke f├╝r eure Hilfe.

  11. Hallo,

    der Post ist zwar schon ein wenig ├Ąlter, aber vielleicht schaut noch mal jemand rein. Ich habe die Steuerung der Heizk├Ârper mit Homematic Thermostaten und Jeelink Temperatursensoren in 2 R├Ąumen umgesetzt. Doch leider funktioniert das Ganze nicht so richtig. Die Heizk├Ârper werden morgens auf 30 Grad hochgedreht. Der Miniserver schaltet dann irgendwann das Ventil auf 0. Das kommt nicht am Thermostat an. Die Kommunikation fhem (Thermostat) Loxone funktioniert. Zum Testen habe ich in der loxone Config mal einen Schalter mit 2 Temperaturen angelegt. Das Schalten funktioniert einwandfrei. Im Artikel wird die berechnete Ventil├Âffnung in % beschrieben. Bei mir werden Grad ├╝bergeben „set desired_temp = „. Da der Ausgang AQ der Raumregelung nur 0-10 verarbeiten kann habe ich im virtuellen Ausgang f├╝r das Thermostat Eingangswert2 = 10 und Zielwert2=30 eingetragen. Das Thermostat kann max auf 30 Grad gedreht werden. Ist das was falsch oder beschreibe ich den falschen Channel. Mein Befehl lautet /fhem?cmd=set kue_Heizung_Clima desired-temp .

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