Operation Gegensprechanlage – Am Ende wird doch noch alles gut

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Heute mal ein aus meiner Sicht aufw√§ndigeres Thema, in das ich die letzten Monate recht viel Zeit gesteckt und nach vielen √úberlegungen samt Tests letztendlich doch noch eine f√ľr mich brauchbare L√∂sung finden konnte. Jetzt kann ich endlich auch mal von untewegs mit dem Postboten √ľber die Gegensprechanlage schnacken und nicht nur sein Bild per Webcam sehen, bevor er unverrichteter Dinge mit meinem Paket abzieht. Klingt eigentlich nicht sonderlich aufw√§ndig, war aber – zumindest f√ľr mich – gleich aus mehreren Gr√ľnden ein weiter Weg. Wie meine jetzige L√∂sung aussieht und was ich k√ľnftig noch pimpen m√∂chte, um bspw. einen Fingerprintreader nachzur√ľsten, der gleichzeitig als Klingelknopf fungiert, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost.

Erste √úberlegungen zur Gegensprechanlage

Meine Anforderungen an eine Gegensprechanlage waren von Anfang an vermutlich etwas zu hoch. Denn f√ľr eine Integration in die Loxone-T√ľrsteuerung sollte sie schon mal offene Schnittstellen mitbringen, um Audio per SIP und Bewegtbilder per HTTP √ľbertragen zu k√∂nnen. Und am besten nat√ľrlich noch den Druck auf den Klingeltaster per IP-Befehl weiterreichen oder zumindest ein Relais daf√ľr bereitstellen. Au√üerdem sollte die Gegensprechanlage eine schn√∂rkellose Optik mitbringen und die M√∂glichkeit bzw. den Platz f√ľr sp√§tere Erweiterungen (RFID, Fingerprintreader etc.).

Am naheliegendsten w√§re es wohl gewesen auf die Loxone-eigene Intercom¬†zu setzen, denn der Loxone Miniserver k√ľmmert sich als zentrale Steuereinheit ja ohnehin schon um das Smart Home. Trotz minimalistischem Industriedesign konnte mich die Sprechanlage jedoch nicht g√§nzlich √ľberzeugen. Irgendwie wirkt das Design und die schiere Gr√∂√üe auf mich etwas klobig bzw. fast schon etwas protzig.

Au√üerdem ist die¬†Video-Aufl√∂sung mit 640x480Pixel auch nicht so ganz auf der H√∂he der Zeit, der Weitwinkel f√ľr meinen Geschmack nicht gro√ü genug und die Aufnahmefunktionen gibt es schlicht keine und der Preis ist mit knapp 1k auch nicht gerade g√ľnstig. Wer komplett auf Loxone setzt und eine Gegensprechanlage ohne viel „Schnickschnack“ sucht, kann aber bedenkenlos zugreifen. Ein Bekannter hat sie installiert und ist absolut gl√ľcklich. Da das Live-Bild per HTTP abgegriffen werden kann, ist zumindest die Aufnahme auf ein externes NAS m√∂glich.

Auf der Suche nach der passenden L√∂sung habe ich dann das Netz nach allerhand IP-Gegensprechanlagen durchforstet. Auch hier konnte ich kaum ein Modell ausfindig machen, welches ich optisch nur halbwegs ansprechend fand. Die meisten Modelle besitzen dann auch noch zig verwirrende Tasten, die kein normaler Mensch versteht und sobald es an die technischen Daten geht, fallen direkt alle g√ľnstigen Vertreter nach und nach raus. Entweder gibt es neben WLAN keinen LAN-Anschluss mit PoE, oder es gibt eine App-Fixierung und damit fehlen schlicht die notwendigen Schnittstellen und Protokolle, die man zur Integration in Drittsysteme ben√∂tigt. Was dann noch √ľbrig bleibt, ist hochpreisig und daf√ľr doch insgesamt recht unflexibel, gerade was die Erweiterbarkeit angeht – zumindest f√ľr meinen Geschmack. Die Door Bird¬†D2101V (Affiliate-Link) k√∂nnte ich mir aus heutiger Sicht noch am ehesten vorstellen, zumal sie auch einfach in Loxone integrierbar ist (Anleitung). Hier gibts nicht viel Schnickschnack-Einstellm√∂glichkeiten, aber immerhin soll es funktionieren.

Also habe ich die Suche mal ausgeweitet, konventionelle Gegensprechanlagen kennt man schon aus den 80ern. Ein Druck auf den T√ľrknopf und schon ert√∂nt die Klingel der Hausstation, √ľber die direkt ein Gespr√§ch mit dem Gegen√ľber an der Haust√ľr hergestellt werden kann. Teure Modelle √ľbertragen mittlereweile sogar das Live-Bild auf den Monitor der Hausstation und haben evtl. noch einen internen Bildspeicher, um die letzten „Klingler“ im Log festzuhalten. Soweit so gut. Aber l√§sst sich das auch vern√ľnftig integrieren?

Viele der namhaften und alteingesessenen deutschen Hersteller wie Gira, Jung oder Hager bieten hier eine Vielzahl an Produkten an. √úber jahrzehnte weiterentwickelte L√∂sungen, die allesamt eine √ľberragende Sprachqualit√§t auch bei wiedrigsten Umst√§nden – z.B. bei starken Windger√§uschen – bieten und meist auch eine √ľberzeugende Verarbeitungsqualit√§t (Edelstahlfront) samt schlichtem Design (eine Taste und fertig) vereinen. Steigt man etwas tiefer in die Technik-Welt ein, merkt man jedoch schnell,¬†dass jeder Hersteller mit einer propriet√§ren Bus-Technologie daherkommt und ein – vorsichtig ausgedr√ľckt – eher abgeschottetes Konzept f√§hrt.¬†Klingestation von Firma A funktioniert nat√ľrlich nicht mit Hausstation von Firma B und umgekehrt. Aber gut, an dieser Stelle gibt es eben keine Standards.

W√§re da nicht die Sache mit der fehlenden Integrationsf√§higkeit in „moderne“ IT-Infrastrukturen. Ich war erschrocken, dass¬†im Grunde kein Hersteller eine ordentliche IP-Anbindung hinbekommt, auch das selbst nicht mit kostspieligen IP-Gateway-Modulen. Denn auch hier sind Offenheit und Standards eher Fremdw√∂rter, entweder gibt es kein SIP f√ľr die Audio√ľbertragung oder sp√§testens der Webcam-Stream l√§sst sich nicht im ben√∂tigten Format per URL abrufen oder eben beides. Und geht es doch mal halbwegs, wird die Bildqualit√§t k√ľnstlich beschnitten oder es gibt kaum Konfigurationsm√∂glichkeiten – schrecklich, zumal die Preise echt happich sind. Konsultiert man nur kurz einschl√§gige Internet-Foren, st√∂√üt man schnell auf Unzul√§nglichkeiten, bei denen man sich als technikaffiner Beobachter¬†schnell die Frage stellt, ob genannte Hersteller technologisch im Jahr 1990 steckengeblieben sind.

Nach der Recherche Mitte 2016 war ich sichtlich frustriert,¬†hatte das „Problem“ Gegensprechanlage deshalb kurzerhand vertagt und bei meiner Smart-Home-Planung gaaanz nach hinten geschoben. Beim anschlie√üenden Hausbau wurde dann eben nur ein CAT- und direkt noch ein 4-adriges-Kabel mit gr√∂√üerem Querschnitt auf 1,5m H√∂he neben der Haust√ľr positioniert, um f√ľr alles Weitere vorbereitet zu sein, egal ob IP oder konventiell oder beides gleichzeitig. Andere Smart-Home-Themen waren eh erstmal wichtiger – Konzeption von Beleuchtung, Beschattung, Heizung gingen einfach vor.

Mobotix als Bilder-Lieferant

Zu diesem Zeitpunkt war mir jedenfalls schon nach kurzer Zeit klar, dass eine Mobotix-Kamera zwecks Live-Feed her muss, aus vielen Gr√ľnden. Einer der Hauptgr√ľnde war neben der genialen Bildqualit√§t bei extremen Weitwinkel (180¬į-Sichtfeld per Fisheye) und schwachem Licht vorallem das in alle Richtungen absolut offene Schnittstellenkonzept, mit dem man nicht nur einfach Video und Audio √ľbertragen, sondern auch praktische „Spielereien“ – wie bspw. das Abrufen des Helligkeitswerts des Bildsensors per HTTP-Request – realisieren kann.

Nach Ewigkeiten hab ich es sogar geschafft die Bewegungsrichtung von Personen zuverl√§ssig auszuwerten und entsprechende Trigger in Loxone zu setzen – quasi ein Bewegungsmelder 2.0. So entriegelt sich die Haust√ľr dann automatisch bei erkannter Bewegung in Richtung T√ľr, wenn sich gleichzeitig ein registriertes Smartphone beim Danalock Universalmodul (Affiliate-Link) meldet. Mega praktisch! Dazu gibt es dann demn√§chst auch noch einen ausf√ľhrlichen Blogpost samt Video, sobald endlich auch mal der schon seit Wochen √ľberf√§llige Dorma Porteo T√ľrassistent (Affiliate-Link) geliefert und installiert ist. Darauf freue ich mich schon mega. Denn dann werkelt die Haust√ľr endlich komplett autark und √∂ffnet bei Bedarf automatisch. Die daf√ľr notwendige doch recht komplexe Logik ist bereits in Loxone vorbereitet, dar√ľber werde ich dann ebenfalls berichten sobald alles ordentlich funktioniert.

Aber zur√ľck zur Mobotix-Kamera. Die Konfiguration √ľber¬†das sichtlich √ľber Jahre gewachsene Webinterface ist absolut umst√§ndlich, aufw√§ndig und f√ľr Laien alles andere als selbsterkl√§rend. Wenn man sich aber einmal durchgek√§mpft hat und alles so l√§uft, wie man es m√∂chte, vorallem aufgrund der schieren Menge an Konfigurationsm√∂glichkeiten absolut konkurrenzlos.¬†Daneben gibt es noch viele andere Dinge, die Mobotix einfach super l√∂st, wie der Fokus auf Haltbarkeit, indem die Au√üeneinheit bspw. keinerlei bewegliche und damit st√∂ranf√§llige Komponenten aufweist.

Nachdem ich das Mobotix-Modell MX-i25-D016 (Affiliate-Link) also ausgiebig getestet hatte und von der Bildqualit√§t der 180¬į-Fisheye-Linse mit 6MP-Sensor auch bei schlechtem Licht absolut begeistert war, fiel die Entscheidung an dieser Stelle nicht schwer etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen. F√ľr den Haust√ľrbereich wurde es schlie√ülich die Kombination aus dem Kameramodul FlexMount S15D (MX-S15D-Sec Core) (Affiliate-Link) und dem Sensormodul MX-SM-D10-PW-6MP (Affiliate-Link), welches im Geh√§use MX-PTMount-OPT-PW (Affiliate-Link) unterbracht wird.

Die Qualit√§t des Kunststoffs ist √ľbrigens absolut genial und wirkt fast so als k√∂nnte man mit dem Panzer dr√ľberfahren.¬†Verbunden werden die Komponenten dann per drei Meter langem Sensorkabel MX-FLEX-OPT-CBL-3 (Affiliate-Link). Ein l√§ngeres Kabel ist leider nicht erh√§ltlich, was die Flexibilit√§t bei der Installation schon etwas einschr√§nkt. Da das Kabel auf beiden Seiten einen USB-Mini-Stecker besitzt, k√∂nnte man hier sicherlich selbst ein l√§ngeres Kabel konfektionieren. Davon habe ich aber Abstand gehalten, da ich auf den nachtr√§glich Tausch der direkt durch den Putz nach au√üen verlegten Leitungen absolut keine Lust hatte. Au√üerdem wird es schon einen guten Grund haben, warum Mobotix die Kabell√§nge auf 3m beschr√§nkt.

Aber warum diese Kombination? Die Au√üeneinheit ist durch die Trennung von Kamera- und Sensoreinheit verh√§ltnism√§√üig klein und ohne Schnickschnack optisch unaufdringlich. Praktisch ist auch, dass die Logik in der im Haus untergebrachten Kameraeinheit stattfindet, inkl. Aufzeichnung auf microSD-Karte (bis 200GB) und Anschluss am PoE-Switch. Sollte mal jemand die Au√üeneinheit abrupfen, kann er weder auf die Aufzeichnungen zugreifen noch ins Netzwerk einfallen. Aber das ist eher schicker Nebeneffekt – man kann sein LAN ja auch entsprechend absichern. Praktisch ist jedenfalls die physische Trennung des Sensor-Moduls von der noch zu installierenden Sprecheinheit, die neben der Haust√ľr installiert wird. So h√§ngt der Bildsensor in knapp¬†2,40m H√∂he, sodass man einen sprichw√∂rtlich guten √úberblick erlangt und niemand die Linse schnell mal zuhalten kann. Au√üerdem kann nur so die oben angesprochene Bewegungsmelderfunktion inkl. Auswertung von Bewegungsrichtungen sinnvoll genutzt werden.

Im Grunde h√§tte ich mir anfangs auch die Mobotix-T√ľrstation MX-T25-D016-s (Affiliate-Link) vorstellen k√∂nnen. Bis ich das Modul auf der Light&Building testen konnte. „Live und in Farbe“ wirkte die T√ľrstation auf mich √ľbertrieben gro√ü, das Plastik eher mittelm√§√üig und der Klingeltaster leicht schwabellig – f√ľr mich aus Haptik-Sicht ein echter Graus. Der Bildsensor ist in die Sprechanlage integriert, also nach der Installation schlussendlich auf knapp 1,60m. Dadurch erkennt man zwar perfekt Gesichter, Nebeneffekt ist aber vermutlich auch, dass nicht wenige Besucher erstmal gerade bei Dunkelheit versehendlich auf die Linse statt auf den Klingeltaster tatschen. Die Linse ist also vermutlich die wenigste Zeit sauber und schneller verkratzt.

Aber zur√ľck zum ausgew√§hlten Mobotix-Kameramodul, welches praktischerweise auch einen Lautsprecheranschluss besitzt. Das Mikrofon steckt sogar direkt im Sensormodul der Kamera. Win! Durch die offenen Schnittstellen ist eine nahtlose SIP-Integration m√∂glich, in meinem Fall mit Loxone. Ich hatte mich schon gefreut, dass ich neben dem k√ľnftigen Klingeltaster nur noch einen Minilautsprecher installieren muss und das Ton-Problem damit gleich mitgel√∂st ist. Soweit zur Theorie…

Leider hatte diese L√∂sung aber gleich mehrere Schwachstellen und das fing schon mit der Tonqualit√§t des eingebauten Mobotix-Mikrofons an. Windger√§usche werden im Grunde √ľberhaupt nicht gefiltert, jeder Windhauch erzeugt ein un√ľberh√∂rbar lautes Knacksen. Entfernte Ger√§usche sind viel zu laut, teilweise sind Kirchturmglocken lauter als Personen, die einen Meter entfernt stehen. Und keine Ahnung woran es letztendlich lag, hat der Audiostream laufend kurz ausgesetzt, selbst beim Zugriff √ľber LAN. W√§re es nur das Problem mit dem Mikrofon gewesen, h√§tte ich an der Sprechstelle selbst ein anderes Mikrofon eingebaut (das Kamera-Modul hat daf√ľr einen separaten Eingang), jedoch war das Tonaussetzerproblem ein kompletter Ausschlussgrund. Also zur√ľck auf Los und weiter nach Audio-L√∂sungen suchen – zumindest das Bild-Problem war ja schon mal durch die Mobotix-Cam gel√∂st.

Nach einiger Zeit bin ich dann durch Zufall auf diesen Thread im Loxforum gesto√üen, in dem behandelt wird, wie ein an die Fritzbox angeschlossenes analoges Nebenstellentelefon in die Loxone-T√ľrsteuerung integriert werden kann. Wie das technisch mit dem dort beschriebenen SIP-Trunk funktioniert, verstehe ich zwar bis heute nicht genau (welches Ger√§t ist jetzt Server, welches Client und wie verbinden sich die Ger√§te letzendlich miteinander) – aber es funktioniert und tut genau das, was es soll.

Aus der Loxone-Visu heraus wird beim Druck auf „Sprachverbindung aufbauen“ ein Gespr√§ch zum an die Fritzbox angeschlossenen Telefon aufgebaut, was ich dann erfolgreich mit einem Teleg√§rtner Doorline T01 (Affiliate-Link) nachstellen konnte. Die Sprechanlage nimmt das von Loxone getriggerte Gespr√§ch direkt an und man kann losquatschen – mit super Audioqualit√§t – kein Knacksen o.√Ą. Auf umgekehrtem Weg sieht die Logik einer solchen analogen T√ľrstation jedoch vor, dass beim Druck auf den Klingeltaster eine Rufnummer von der Sprechstelle aus gew√§hlt wird, was man an dieser Stelle jedoch nicht m√∂chte, da die T√ľrstation dann erstmal „belegt“ ist und in diesem Moment nicht von Loxone angerufen werden kann. Das h√§tte man zwar umgehen k√∂nnen, indem die Rufdauer der T√ľrstation einfach auf eine Sekunde herabgesetzt wird, eine wirklich sch√∂ne L√∂sung w√§re das aber auch nicht gewesen. Au√üerdem sieht die DoorLine mit ihrer Plastikfront echt nicht h√ľbsch oder hochwertig aus und die Taste ist zudem total wabbelig. Wer designt sowas eigentlich? F√ľr mich keine brauchbare L√∂sung.

Aber mit dem neuen Wissen konnte ich mir jetzt doch vorstellen eine aus technischer Sicht „oldschool“ Gira-Sprechanlage zu installieren, die √ľber ein sogenanntes TK-Gateway √ľber einen analogen Telefonanschluss der Fritzbox betrieben werden kann. Direkt angetan hatte es mir das optisch recht ansprechende Gira System 106 (Affiliate-Link) mit Edelstahlfront.

Wie man sieht, braucht man neben der T√ľrstation dann aber auch einige in Summe nicht wirklich g√ľnstige Komponenten, die im Schaltschrank unterzubringen sind: Stromversorgung, Schaltaktor, TK-Gateway…

Um es an dieser Stelle kurz zu halten: Die Sprachqualit√§t hat mich wirklich begeistert, aber das war es auch schon. Auch trotz des gewaltigen Aufwands und der zig Schaltschrankkomponenten inkl. zus√§tzlicher PC-Software ist es technisch ohne Umweg schlicht unm√∂glich eine Verbindung von Loxone √ľber die Fritzbox zur T√ľrstation aufzubauen. Knackpunkt ist dabei, dass beim Anruf des Gira TK-Moduls nach kurzer Pause die Taste „1“ gedr√ľckt bzw. simuliert werden muss, um die Verbindung zur T√ľrstation herzustellen. Und daran scheitert es schlichtweg. Die Fritzbox kann beim Anruf der Nebenstelle kein passendes Steuerzeichen mitsenden und Gira l√§sst sich auch nicht umkonfigurieren, sodass die Taste 1 weggelassen werden kann. Kurz stand ich dann schon vor der Entscheidung f√ľr teures Geld ein IP-Gateway von Gira zu kaufen, um es doch noch zum Laufen zu bekommen. Die Hoffnung wurde dann jedoch durch diverse Forenbeitr√§ge zerschlagen, das IP-Gateway scheint schlichtweg unbrauchbar f√ľr diesen Zweck.¬†Da stand ich nun mit meiner halbgaren L√∂sung. Zumindest per Telefon konnte ich auch von unterwegs bei der T√ľrstation durchklingeln, wow. Aber das hat wenigstens echt gut funktioniert, wenn man mal davon absieht, dass man immer die „1“ nach kurzer Pause nachw√§hlen musste. Sprachqualit√§t 1A, wirklich super! Aber die fehlende Integration in die Loxone Visu war f√ľr den t√§glichen Betrieb einfach unbrauchbar. Die Komponenten landeten bei eBay und weitere Zeit verstrich.

Irgendwann bin ich dann zuf√§llig auf die Teleg√§rtner DoorLine TM4 (Affiliate-Link) gesto√üen. Im Endeffekt mit allen Funktionen der DoorLine von oben ausgestattet, nur eben zur verdeckten Montage hinter einer passenden Blende. So ist es auch m√∂glich einen externen Klingeltaster getrennt von der Sprechanlage zu betreiben, sodass das „Besetzt“-Problem von oben nicht mehr besteht. Die Sprechanlage selbst nimmt also immer nur Anrufe entgegen, entweder √ľber die Loxone-Visu oder eben per zugewiesener Nebenstellen-Rufnummer der Fritzbox. Selbst ruft sie nirgends an, da der Ausl√∂ser (ihr Klingeltaster) einfach weggelassen wird. Der externe Klingeltaster triggert direkt das Loxone-System und nicht die Sprechanlage. Aber wo baut man die DoorLine jetzt ein? Ein Geh√§use selbst bauen? No way! Das Geh√§use muss ja in die Au√üenwand des Hauses eingebaut und der Putz an dieser Stelle entfernt werden. Da geht man am besten keine Experimente ein.

Letztendlich habe ich mich f√ľr eine wirklich unkonventionelle L√∂sung entschieden. Die gerade neu auf dem Markt erschienene Gira 250120 T√ľrstation Edelstahl (Affiliate-Link) war aus meiner Sicht bestens geeignet. Die Front ist einfach mega schick, hochwertig und schn√∂rkellos und der mitgelieferte Einbaurahmen bietet genug Platz f√ľr allerlei Spielereien. Etwas bl√∂d nur, dass dazu erstmal die gesamte Gira-Gegensprech-Technik aus dem Geh√§use rausgerupft und gegen die DoorLine getauscht werden muss. Aber gut, was tut man nicht alles, um zu einer brauchbaren L√∂sung zu gelangen.

Also erstmal die eigentliche Sprecheinheit der T√ľrstation entfernen und stattdessen die DoorLine reinschrauben. Echt praktisch, dass sich alles sehr einfach zerlegen l√§sst. Mit etwas „Basteln“ passt der DoorLine dann auch ordentlich. Vielleicht erstelle ich nochmal ein CAD-Modell und drucke einen passenden Adapter aus, mal sehen.

Der verbaute Gira-Klingeltaster bleibt auch erstmal drin und ist jetzt √ľber zwei Dr√§hte mit einem „Digitalen Input“ des Loxone Miniservers verbunden, um das Klingelsignal entgegenzunehmen. Die Hintergrundbeleuchtung¬†des Namensfeldes wird √ľber zwei weitere Dr√§hte √ľber ein Relais des Miniservers mit 24V angesteuert. So l√§sst sich die Beleuchtung einfach mit in das bestehende Licht-Konzept integrieren und bspw. nur bei Dunkelheit und Anwesenheit zusammen mit den Wandlampen schalten. Die notwendigen Kontakte des Gira-Steckers waren dabei schnell mit einem Multimeter ausgelesen und verdrahtet.

Ein paar Wagoklemmen ran und ab damit an die Hausfassade…

Am fertigen Ergebnis kann man dann optisch nicht erkennen, wie stark sich das Innenleben vom Standart unterscheidet.

Jetzt fehlt nur noch ein passendes Namensschild und eine kurze Reinigung, um die Installation abzuschließen.

Aus meinem täglichen Leben

Ich konnte mir im Vorfeld √ľberhaupt nicht vorstellen, √ľber welche Probleme man stolpern kann, um ein „bisschen Audio“ zu √ľbertragen.¬†Mit dem Ergebnis bin ich nun aber wirklich sehr zufrieden. Die Tonqualit√§t der Gegensprechanlage ist super, egal ob √ľber die Loxone-App oder manuell per Telefonanruf.¬†Cool finde ich dabei besonders, dass die analoge Sprechanlage direkt am A/B-Nebenstellenanschluss der Fritzbox h√§ngt und auch beim Ausfall meiner IT-Infrastruktur noch „konventionell“ angerufen werden kann, solange eben die Fritzbox noch lebt. Das Design finde ich ebenfalls brauchbar, die Edelstahlfront wirkt weder verspielt noch billig oder protzig und der Unterputz installierte Rahmen hat noch genug Platz f√ľr kommende Spielerein.

So m√∂chte ich den bestehenden Klingeltaster demn√§chst mit einem DFRobot Fingerprint Scanner (Affiliate-Link) ersetzen bzw. erg√§nzen. Ein kurzer Druck gibt einen Impuls zur Klingel, ein langer Druck scannt den Finger und √∂ffnet bei Erlaubnis die T√ľr. Mal sehn, ob das so klappt wie ich mir das vorstelle. Jedenfalls mal wieder ein Bastellprojekt, bei dem sicher auch ein Raspberry Pi zum Einsatz kommen wird. Mal sehen, evtl. ersetzt dieser mittelfristig sogar den aktuellen DoorLine als „Audio-Gateway“ per DoorPi¬†und es kommt auch noch ein dezentes Waveshare 2.9 Inch E-Paper Display (Affiliate-Link) im Namensfeld zum Einsatz. Aber in der Zwischenzeit bin ich erstmal froh, dass es „einfach“ funktioniert, der Weg hierhin war jedenfalls gef√ľhlt lang und mit einer Menge Aufwand verbunden.

 

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

69 Gedanken zu „Operation Gegensprechanlage – Am Ende wird doch noch alles gut“

  1. Hi Jörg,

    sehr gutes Thema und echt verr√ľckt was die Hersteller daf√ľr verlangen…

    Ich glaube von deiner Einleitung hast du nur ein Ziel nicht erreicht: Unter 1k bist du wohl kaum geblieben ;) Mobotix 950‚ā¨ / Gira 400 / Teleg√§rtner 200‚ā¨

    Ich werde ebenso dann √ľber meine L√∂sung bloggen ;)

    1. Hi Uli,
      da hast du Recht. In Summe alles andere als g√ľnstig, wobei ich zumindest das Mobotix Modul etwas g√ľnstiger auf eBay schie√üen konnte, den Rest dann beim jeweils g√ľnstigsten Onlineshop:
      -Mobotix Kameramodul 500
      -Mobotix Sensormodul 6MP 210
      -Mobotix Gehäuse 60
      -Mobotix Sensorkabeln 30
      -Gira Außeneinheit 300
      -Doorline 160

      Aber gut, auch dann sind 1k+ allein an Material nat√ľrlich nicht wenig. Ehrlich gesagt war ich aber irgendwann am Punkt angelangt, an dem ich einfach nur noch wollte, dass es ordentlich funktioniert. Da hat mir kein anderer Aspekt √ľber die letzten Monate soviel Zeit gekostet wie dieser…
      Wenn du √ľber deine Erfahrungen berichtest, lass es uns wissen!

      Gr√ľ√üe und viel Erfolg bei deinem Projekt
      Jörg

  2. Hi Jörg,

    sehr interessanter Bericht, Hut ab.
    Zwei Punkte interessieren mich noch:

    1.) Könntest du etwas mehr zu dem Danalock Universalmodul schreiben?
    2.) Wie ist denn nun dein Setup in Loxone? Löst Loxone den Anruf an die FritzBox aus, oder triggert Loxone Mobotix an? Nutzt du nur ein FritzFon als Gegenstelle?

    Gruß Thomas

    1. Hi Thomas,

      danke! Direkt zu deinen Fragen:

      1.) Das Danalock Universalmodul werde ich demn√§chst in einem eigenst√§ndigen Blogpost zur Haust√ľrsteuerung inkl. elektrischem T√ľrschloss samt Drehfl√ľgelantrieb (geiler Begriff wie ich finde ;-) n√§her vorstellen. Falls du vorab eine spezielle Frage hast: Immer her damit!

      2.) Wenn ich in der Loxone App auf „Sprachverbindung aufbauen“ klicke, wird die Verbindung per SIP √ľber die Fritzbox zur T√ľrstation (h√§ngt bei mir am analogen FON2-Anschluss der Fritzbox) aufgebaut. Das geht gl√ľcklicherweise recht schnell (1-2 Sekunden). Die Mobotix-Kamera selbst liefert in meinem Fall nur das Live-Bild als Stream („full JPEG images“). F√ľr Audio und Video kann man unterschiedliche Hardware nutzen, da die Einbindung ohnehin modular abl√§uft (SIP f√ľr Audio und HTTP-Stream f√ľr Video). Als „URL Videostream“ nutze ich dazu in Loxone bspw. bei der Haust√ľr-Kamera: http://mobotixnordeg.fritz.box/cgi-bin/faststream.jpg?stream=full&fps=2&iframerefresh=10&preview&size=960×960&quality=50
      Eine Hausstation bzw. Gegenstelle nutze ich in dieser Form nicht – halte ich auch nicht f√ľr notwendig. Bekomme ja eine Pushmitteilung vom Smartphone bzw. Smartwatch sobald jemand klingelt – auch von unterwegs. Dann sehe ich √ľber die Loxone-App kurz drauf das Live-Bild und kann selbst entscheiden, ob ich eine Sprachverbindung aufbaue oder nicht. Besonders praktisch finde ich dabei, dass man die T√ľrstation auch bei schlechtem Internet direkt √ľber eine Rufnummer (da ja √ľber die Fritzbox eingebunden) anrufen kann. Einfach eine kostenfreie Ortsrufnummer bei sipgate beantragen und schon ist die Haust√ľr √ľber ihre eigene Rufnummer erreichbar. :)

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. zu 1.) ich bin gespannt, klingt auf jeden Fall sehr interessant!
      zu 2.) hab ich dich richtig verstanden, du baust von der Loxone App aus die Sprachverbindung zu einem FritzFon auf? Ich hätte jetzt vermutet, dass durch Loxone die App UND das FritzBox parallel angetriggert werden.

    3. Ach und zu der Haust√ľr-Rufnummer >> das ist schon extrem-nerdig, sollte man k√ľnftig mit auf der Visitenkarte mit angeben :-P :-P

    1. Hi,
      die 2N IP Verso (Affiliate-Link) hab ich mir neulich auch mal angeschaut. Wobei mir die neue und kleinere Version 2N IP Solo (Affiliate-Link) sogar noch besser gef√§llt, da sie einfach weniger Schnickschnack hat. Die Produkte des tschechischen Anbieters hatte ich anfangs aber gar nicht auf dem Schirm und als klar war, dass ich eine Mobotix separat installiere, wollte ich auch nur noch eine (g√ľnstigere) Audio-Gegensprechanlage (also ohne eigene IP-Cam).

      Gr√ľ√üe
      Jörg

  3. >>Außerdem wird es schon einen guten Grund haben, warum Mobotix die Kabellänge auf 3m beschränkt.

    Ja, die Stecker sehen nur wie usb aus, durch das Kabel werden Rohdaten vom Sensor √ľbertragen, alles was l√§nger als 3m ist geht technisch nicht…

    Gr√ľ√üe Nico (Mobotix Partner)
    PS: ich habe die selbe L√∂sung am Start, nur bisher komplett ohne Audio was ich auch nicht vermisse….

    1. Hi Nico,
      du darfst den Spa√üfaktor und die verdutzten Gesichter auf der „Gegenseite“ nicht untersch√§tzen. „Wie, Sie sind nicht Zuhause und sprechen gerade von unterwegs mit mir? Wie geht das denn?… Aber ist ja schon praktisch. √úbrigens, wo soll ich Ihr Paket lassen?“ :DDD
      Dieser kurze verbale Austausch hat mir jetzt auch schon einige nervige Fahrten erspart, um nicht zustellbare Pakete bei der Poststelle abzuholen, da es bei uns ums Verrecken nicht zuverlässig mit Ablagegenehmigungen klappt.

      Deinen Kommentar zur Kabell√§nge sehe ich jetzt fast schon als Anreiz ein 5m USB-Kabel zu zerschneiden, mit den passenden USB-Mini B Steckern zu best√ľcken und das Ganze mal zu testen. ;) Denke einfach mal, dass Mobotix mit der maximalen Kabell√§nge von 3m genug Luft nach oben gelassen hat, um alle denkbaren St√∂reinfl√ľsse kompensieren zu k√∂nnen. Also macht das f√ľr den auf ewige Jahre angelegten Dauerbetrieb nat√ľrlich schon Sinn.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. Ugh. USB-Stecker zu verbauen wenn kein USB drin ist geht meiner Meinung nach prinzipiell gar nicht.

      Ja, der Spa√üfaktor spielt bei mir auch eine Rolle. Inzwischen haben sich die Lieferanten daran gew√∂hnt, zuerst gab es Nerv a la „wer unterschreibt mir jetzt den Zustellzettel?“.

      Mein n√§chstes Projekt ist die Fernbedienung des Schlosses der Garagent√ľr, was nicht so ganz einfach ist, weil uralt und noch mit Rundzylinder. Und einen innenliegenden Motorriegel will man nicht ‚Äď nicht, wenn die Sicherungen daf√ľr in der Garage sind ‚Ķ die keinen zweiten Eingang hat.

    3. Hi Matthias,
      meinst du die USB-Stecker haben einen anderen Widerstand oder was genau sollte das Problem sein?
      Und hast nat√ľrlich Recht. Nicht jeder Paketbote ist da hochflexibel, wobei die meisten schon mitspielen. Demn√§chst wird bei uns auch endlich die Auffahrt gemacht, dann kann ich ein halbwegs gro√üer Paketkasten aufstellen – inkl. Technikgraffel. Dann passen kleinere Sendungen da schon mal rein.

      Dir jedenfalls schon mal viel Erfolg bei der Automatisierung deiner Garagent√ľr!

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    4. Das Problem ist eher, dass jemand auf die Idee kommen kann, ein Modul mal eben zum Testen in den USB des n√§chsten Laptops zu stecken. Wenn das Modul das √ľberlebt, soll es mir recht sein ‚Ķ

    5. Dann kann ich dich wohl beruhigen. Das Kabel hat auf beiden Seiten einen USB-Mini B Stecker. Da musst du mir erstmal einen Laptop/PC zeigen, der diesen Stecker ohne passenden Adapter schluckt… Au√üerdem k√∂nnte ich ja genauso auf die Idee kommen das Original-Mobotix-Kabel per USB anzuschlie√üen, ist ja optisch schlicht der gleiche Stecker dran.

    6. Falls das Thema „Mobotix Sensor-Kabell√§nge/-Stecker“ noch jemanden interessiert:
      Der Stecker dieser Mobotix-Sensorkabel (ich kenne nur die neueren, blauen, wie das oben verlinkte) hat mit Standard-Mini-USB-Steckern nur den äußeren Formfaktor (Gehäuse) gemein. Das Innenleben ist völlig anders; er hat viel mehr Kontakte (oben und unten, ein Standard-USB-Stecker hat nur auf einer Seite Kontakte), die auch alle belegt sind.
      Ich musste mein Sensorkabel zwingend verl√§ngern, da ich knapp 4 Meter brauchte. Ich habe, nachdem Mobotix mir keine andere L√∂sung nennen/liefern konnte und von einer Bastel-Verl√§ngerung dringend abgeraten hat, trotzdem ein 3m-Mobotix-Kabel mit einem 1m-Mobotix-Kabel verl√§ngert, indem ich an beiden jeweils einen Stecker entfernt, die einzelnen d√ľnnen Dr√§htchen zusammengel√∂tet, mit Schrumpfschlauch jede der Leitungen einzeln isoliert und (wichtig! sonst gibt es massig Bild-Aussetzer/-Artefakte oder sogar Nicht-Funktion des Sensors) die Schirmung der geflickten Stelle wieder im Rahmen der M√∂glichkeiten rudiment√§r erg√§nzt habe.
      Alles ein ziemliches, unsch√∂nes Gefummel und auch, wegen der dadurch erl√∂schenden Gew√§hrleistung/Garantie, „gef√§hrlich“. War aber, wie gesagt, leider „alternativlos“. Ich wurde aber schlussendlich mit einem tadellos funktionierenden Sensor belohnt, auch in den hohen Aufl√∂sungen. L√§uft im gesch√ľtzten Au√üenbetrieb mittlerweile seit 3 Jahren so und hat auch die Winter bislang gut √ľberstanden.
      Aber, liebe Kinder an den Bildschirmen, wie gesagt: _Nicht_ zuhause nachmachen! Mobotix riet mir dringend davon ab! Damit mir niemand hinterher die Schuld gibt, wenn sein Sensor und/oder sein Kamera-Modul abraucht ;)

  4. Ich habe das Problem mit einem Baudisch SIP-T√ľrmodul gel√∂st: hinter die existierende Frontplatte geschraubt, fertig. Die „Verwaltung“ von Klingeltaste und T√ľr√∂ffner macht bei mir ein Raspberry Pi. Die Klingel triggert einen Befehl an meinen Asterisk-Server, der die Verbindung von der Sprechstelle zum Telefon aufbaut, und das W√§hlen von #0 √∂ffnet umgekehrt die T√ľr. Alles kein Hexenwerk und ich kann den T√ľrruf √ľberall entgegennehmen, auch ohne App.

    Das Baudisch-T√ľrmodul kostet zwar doppelt soviel wie die DoorLine, aber daf√ľr brauche ich nur einmal Ethernet mit PoE. Von analogen Telefonleitungen und den damit verbundenen Echoproblemen habe ich mich endg√ľltig verabschiedet ‚Ķ

    1. Hi Matthias,
      danke f√ľr deinen Kommentar, der f√ľr mich gleich aufgrund mehrerer Aspekte interessant ist.

      Das von dir beschriebene Echoproblem kann ich pers√∂nlich bei der DoorLine jedoch √ľberhaupt nicht nachvollziehen. Und bei sowas bin ich ziemlich empfindlich. Ein sich aufbauender Halleffekt kommt bei mir nur dann zustande, wenn ich mich mit dem Handy direkt danebenstelle und die T√ľrstation anrufe. Andererseits w√ľrde ich das von dir angesprochene Baudisch SIP-T√ľrmodul doch gerne mal im direkten Vergleich testen. Der Preis schreckt mich aber nat√ľrlich etwas ab, denn selbst das g√ľnstigste Modell BAUDISCH 33-0999 SIP T√ľrmodul ECO mit Geh√§use kostet mit knapp 440 Euro ja fast schon das Dreifache vom DoorLine.

      Du sprichst in diesem Kontext auch explizit „analoge Telefonleitungen und deren damit verbundene Echoprobleme“ an. Wenn es prim√§r an der analogen Leitung liegen w√ľrde, br√§uchte Baudusch ja bei seinem T√ľrmodul eigentlich nicht so massiv Werbung f√ľr ihren „Lautsprecher mit Audio-DSP zur Echounterdr√ľckung“ machen, da das SIP-T√ľrmodul ja sowieso eine digitale √úbertragung und keine analoge Telefonleitung nutzt. Oder wie muss ich das als Laie verstehen?

      Beim Surfen bin ich dann auch zuf√§llig auf das optisch identische aber ein gute St√ľck g√ľnstigere Wantec 5400 IP/SIP T√ľrmodul E Hinterbau (Affiliate-Link) gesto√üen. Ist das evtl. die selbe Hardware nur mit angepasster Software eines Drittanbieters?

      Aber nochmal zur√ľck zu Baudisch. Da ich den Anbieter bisher noch nicht kannte, war es umso interessanter beim Browsern der Website auf die CompactClassic AHD zu sto√üen. Jetzt weiss ich endlich, wo Loxone „seine“ T√ľrstation fertigen l√§sst. Jedenfalls sch√∂n zu sehen, dass Loxone hier Komponenten eines auf mich hochwertig wirkenden Herstellers nutzt.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. Man muss zwei Echoprobleme unterscheiden. (a) R√ľckkopplungen auf einer Zweidrahtleitung dank nicht zusammenpassender Innenwiderst√§nde der Kanaltrennspulen, (b) R√ľckkopplungen durch Lautsprecherschall der irgendwie wieder ins Mikrofon zur√ľckkommt, (c) R√ľckkopplungen dadurch dass ich mit dem Telefon vor der Anlage stehe und den Lautsprecher aufnehme. ;-)
      (a) kann man mit beiderseits hochwertiger Hardware l√∂sen, oder mit DSP. F√ľr (b) braucht es einen DSP, oder automatische Absenkung der Mikro-Empfindlichkeit sobald was aus dem Lautsprecher t√∂nt, oder ein Mikro mit vern√ľnftiger Charakteristik. Wie man (c) behebt d√ľrfte klar sein ;-)

      Vom Baudisch gab es fr√ľher drei Preisstufen. Die billigste hat das Mikro abgeschaltet. Die mittlere auch, nur dass sie einen eingebauten Ethernethub hat (f√ľr eine Kamera). Die teuerste Variante hat einen DSP.

      F√ľr mich kam eine „analoge“ L√∂sung aber sowieso nicht in Frage, als ich meine Station umgebaut hatte, weil die alte Leitung mit Ach und Krach vier Dr√§hte hergegeben hat, die noch funktioniert haben. Da lief dann √ľber zwei Dr√§hte Ethernet via VDSL und √ľber die anderen beiden 48V, die ich in der T√ľrstation mit einem Traco-Power-Modul auf 12V runtergeregelt habe (12V direkt h√§tte zuviel Spannungsverlust auf der Leitung gehabt).

    3. Danke f√ľr die ausf√ľhrliche Erl√§uterung! Dann habe ich vielleicht einfach ein St√ľck weit Gl√ľck, dass es bei mir auch mit dem Oldschool-Analog-Teil ohne Probleme funktioniert.

      F√ľr alle, die sich jetzt fragen, wof√ľr eigentlich DSP steht.. Habe gerade selbst mal Google anschmeissen m√ľssen: Digitaler SignalProzessor

      Also wenn ich irgendwann mal Audio-Probleme bekommen sollte, steht der Baudisch mit DSP schon mal ganz oben auf meiner Wunschliste. Danke nochmal f√ľr den Tipp!

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    1. Hi Andreas,
      danke f√ľr deinen Input!

      Divus.. Kannte ich noch gar nicht. Die neue Divus Circle sieht ja stark aus. Leider keine Preise gefunden und keine richtigen Infos außer Marketing-Blabla, schade. Die Opendoor sieht auch nicht schlecht aus, wobei ich spontan nicht verstehe, ob man da jetzt zwingend noch den Divus VoIP Server braucht. Dann wird es schnell ganz schön teuer, auch ohne Videofuktion -> DIVUS-Produkte bei voltus.

      Die Elcom von Hager – vorallem die Version mit Kamera – sieht auch echt mega schick aus. Macht aber auf mich auch direkt den Eindruck, dass Hager als „klassischer Anbieter“ weiterhin prim√§r auf ein geschlossenes System mit Fokus auf fest installierte Gegenstellen im Haus setzt. Und dieses Konzept ist √ľberhaupt nicht meins. Wenn man auf der Produktseite auf Anhieb auch gar nichts von SIP oder VoIP liest, ist das ebenfalls kein gutes Zeichen was Interoperabilit√§t bzw. Integrationsm√∂glichkeiten angeht. Lass mich aber eines Besseren belehren, sofern es solche Features gibt.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    1. Axis-Kameras sind ok, hatte selbst auch mal eine. Im direkten Vergleich fehlen mir aber schon einige Features, die mir Mobotix bietet. Das f√§ngt alleine schon damit an, dass ich bei Axis kein kompakteres Modell finden konnte, welches einen extremen Weitwinkel liefert. Und damit f√§llt das f√ľr mich direkt flach.

    1. Ah danke f√ľr die Aufkl√§rung. Hager ist da dann doch schon ein gutes St√ľck weiter als bspw. Gira, wobei die Preise auch wirklich nicht ohne sind. Alleine knapp 800 Euro f√ľr ein LBM-300 IP-Audio-Modul, wobei es online auch g√ľnstiger zu haben ist. Bei einem kompletten „Neustart“ w√ľrde ich mir es dennoch √ľberlegen, die etablierten Anbieter haben meist schon eine wirklich gute Qualit√§t und sind auf Langlebigkeit getrimmt.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

      PS: Sehe gerade, dass deren IP Kamera Modul eine Aufl√∂sung von 640×480 hat. Ok, es geht ja prim√§r um die Qualit√§t der Pixel und nicht rein um die Anzahl, aber das zeigt ganz schon gut, dass es bei den etablierten Anbietern etwas gem√§chlicher zugeht.

    1. Haha, crazy Teil und im Innenbereich sicher ganz nett. Aber wie baut man das Ding dann an die Hauswand? Nen wetterfestes IP66-Geh√§use scheint es daf√ľr ja nicht zu geben, oder?

      Zwei Argument sprechen dann f√ľr mich immer noch klar f√ľr Mobotix:
      -Softwareseitige Entzerrung von Fisheye-Aufnahmen, um bspw. einen beliebigen Bildausschnitt verzerrungsfrei betrachten zu können.
      Kamera-integrierte Videoanalyse, um bspw. Bewegungsrichtungen auszuwerten -> F√ľr mich eine der geilsten Funktion ever, aber hatte ich ja auch schon kurz im Blogpost erw√§hnt.

    2. Spannend das mit dem SDK. Der erste Motion Tracker, den ich ausgew√§hlt habe (Aimetis Motion Tracker) kostet aber bspw. extra und scheint auch nur √ľber Partner erh√§ltlich zu sein. Im professionellen bzw. gewerblichen Einsatz sicherlich mega spannend, f√ľr Endanwender aber eher schwierig.

    3. Eine Au√üenkamera m√∂chte ich gar nicht versteckt einbauen, soll man ja schon alleine aus Gr√ľnden der Abschreckung gut sehen k√∂nnen. Und da m√∂chte ich das Sensormodul auch in einem sicheren Geh√§use aufbewahrt wissen, damit auch mal ohne Stress ein Schneeball dagegendonnern kann.

  5. Meine Lösung besteht aus einer WANTEC IP Sprechanlage + UniFi Camera G3. Das Bild der Kamera wird von einem Server in einen MJPEG Stream gewandelt. Da ich keine FritzBox! mehr habe, und die WANTEC auch Peer to Peer SIP spricht, kann ich direkt aus der Loxone App die Sprachverbindung zur WANTEC Sprechstelle aufbauen.

    Ein Problem habe ich aber, und frage mich, wie du das gel√∂st bekommen hast: Du schreibst, dass du bei der Postzustellung mit dem Zusteller reden kannst. Hast du deinen Miniserver offen am Netz h√§ngen? Wenn ich eine T√ľrbaustein-Push-Meldung erhalte, muss ich erst die VPN-Verbindung aktivieren. Das dauert dann halt mindestens 15 Sekunden und der Zusteller ist wieder weg.

    1. Hi Patrick,
      danke f√ľr deinen Input

      Wie l√∂st du das mit dem MJPEG-Stream? √úber das CLI von fffmpeg? Falls ja, w√ľrden mich da Details interessieren, also bspw. konkret der von dir genutzte Transcoding-Befehl.

      Welche Sprechstelle nutzt du genau? Die Wantec MONOLITH C IP 1T? Da w√ľrde mich interessieren, wie flexibel die Einstellungen √ľber das Webinterface angepasst werden k√∂nnen. Also dass bspw. bei einem Tastendruck ein HTTP-Befehl (als Trigger in Richtung Loxone) gesendet und kein automatischer Internruf aufgebaut wird (was man in diesem Fall ja nicht unbedingt m√∂chte).

      Mein Miniserver h√§ngt zwar √ľber die Fritzbox „am Netz“, aber ohne Portweiterleitung oder √Ąhnliches. Das w√§re in meinen Augen auch echt grenzwertig, da Loxone immer noch keine richtige Verschl√ľsselung (SSL) einsetzt. Nutze deshalb VPN On-Demand, wie ich es im Blogpost VPN On-Demand zwischen iPhone und Fritz!Box einrichten beschrieben habe. Mit gutem Netz (LTE) ist der automatische Verbindungaufbau beim √Ėffnen der Loxone-App dann kaum merkbar, vielleicht dauert es ein bis zwei Sekunden l√§nger als √ľber WLan. F√ľr Android gibt es entsprechende Apps, die sich ebenfalls um einen automatischen VPN-Aufbau im Hintergrund k√ľmmern.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. Ja ich l√∂se das per FFMPEG. Jedoch scheine ich noch nicht die optimale Einstellung gefunden zu haben, da ich immer wieder mal Artefakte im Bild habe. Ja, ich habe eine Wantec MONOLITH IP, allerdings ohne Kamera. Die Hardware ist echt gut. Das Webinterface dagegen ist eher d√ľrftig. Die Monolith kann auch HTTP Befehle senden, was ich aber nicht nutze. Ich triggere den T√ľrbaustein √ľber einen Digitalen-Eingang am Miniserver.

      Ich bin noch auf der Suche nach einer kleinen SIP-Telefonanlage, die es mir auch erm√∂glicht ansagen abzuspielen und aufzunehmen, bzw. Call-Routings durchzuf√ľhren. Die FritzBox! kann hier leider nicht alles. So k√∂nnte ich mit dem Klingeln erst mal eine Ansage spielen, im Hintergrund die Verbindung mit meinen Endger√§ten aufbauen und dann das Gespr√§ch durchstellen.

      VPN On-Demand w√§re tats√§chlich eine M√∂glichkeit. Mein Miniserver h√§ngt auch nicht √∂ffentlich im Netz, da keine HTTPS Unterst√ľtzung durch die Loxone-App erfolgt. W√§re dies gegeben, k√∂nnte man einen Reverse-Proxy vor den Miniserver h√§ngen. Habe das auch erfolgreich am laufen. Aber ohne Native App macht das dann auch wieder rum keinen Spa√ü.

  6. Hallo Jörg,

    ich bin auch schon seit l√§ngerem auf der Suche nach einer L√∂sung die Mobotix T√ľrsprechanlage T25 (Affiliate-Link) mit einem elektrischen T√ľrschloss zu kombinieren, weil ich in meiner T√ľr kein Motorschloss nachr√ľsten kann wodurch meine T√ľr permanent verschlossen ist. Daher bin sehr froh, dass ich auf denen Blog aufmerksam geworden bin.

    Ziel:
    Die T√ľr soll permanent verschlossen sein. Somit soll das elektrische T√ľrschloss die Funktion besitzen, dass beim zuziehen der T√ľr, die T√ľr immer verschlossen wird. Desweiteren soll die T√ľr durch die folgenden Anwendungsf√§lle wieder ge√∂ffnet werden k√∂nnen:
    – √ľber die Mobotixanlage
    – durch herunterdr√ľcken der T√ľrklinke (Panikfunktion) von innen
    – von au√üen mit dem Schl√ľssel.

    Ausgangslage:
    – Haust√ľr aus Holz von der Firma Kera
    – Einfaches Zylinderschloss
    – Elektrischer T√ľr√∂ffner vorhanden
    – Cat 7 Kabel zur T√ľrklingel f√ľr die Motixanlage vorhanden
    РApple Homekit ist vorhanden bzw. das SmartHome System von Digitalstrom möchte ich verbauen um Rollläden und Licht zeitlich steuern zu können

    Bisher bin ich von dem elektrischen T√ľrschloss Danalock V3 (Affiliate-Link) sehr angetan, welches aber keine Panikfunktion anbietet. Beim verlassen des Hauses m√ľsste ich die T√ľr somit manuel aufschlie√üen.
    Nun zu meinen Fragen:
    – Kennst du ein elektrisches T√ľrschloss welches die oben beschriebenen Funktionen besitzt? Oder muss man hierf√ľr, falls es so etwas gibt, einem intelliegenten T√ľrgriff nutzen der ein Signal an das T√ľrschloss/SmartHome-System sendet damit die T√ľr wieder aufgeschlossen wird?
    – Ist das Danalock V3 Schloss generel mit der Mobitix T25 zu kombinieren, oder werden hierf√ľr zus√§tzliche Bauteile ben√∂tigt?
    – Kannst du nochmehr zu der Programmierung sagen, wie du die Mobotix mit dem Danalock V3 Schloss kombiniert hast?

    Beste Gr√ľ√üe
    Alex

    1. Hi Alex,
      erstmal w√ľrde ich schauen, ob du dein aktuelles Schloss irgendwie gegen ein „Panikschloss“ tauschen kannst. Dann l√§sst sich die T√ľr auch √ľber einen festen Druck auf den T√ľrknauf von innen √∂ffnen, wenn sie abgespert ist. Das ist schon alleine aus Sicherheitsgr√ľnden (Brand o.√Ą.) sinnvoll. Vermutlich wird es nicht reichen den Zylinder zu wechseln, aber vielleicht l√§sst sich sowas hier nachr√ľsten: DORMA SVP 5000

      Wenn du ein elektrisches „Aufsteckschloss“ wie das Danalock nutzen willst, musst du in jedem Fall darauf achten, dass der Zylinder von beiden Seiten gleichzeitig mit einem Schl√ľssel auf- bzw. zugeschlossen werden kann. Weil innen steckt ja dann immer ein Schl√ľssel im Danalock.

      Die Kopplung mit der Mobotix T√ľrsprechanlage verstehe ich nicht so ganz. Du m√∂chtest √ľber die Mobotix-App heraus den Entsperrvorgang ausl√∂sen, oder? Dazu k√∂nnte man eine HTTP-Meldung nutzen, die von Mobotix versendet wird. Dann br√§uchtest du aber noch eine M√∂glichkeit diese Mitteilung vom Danalock entgegenzunehmen. Das Danalock v3 gibt es mit Z-Wave, aber dann br√§uchte man noch eine Art „Bridge“, um das auch ansprechen zu k√∂nnen. F√ľr FHEM gibt es da wohl ein Modul, welches diese Funktion √ľbernehmen k√∂nnte – ein Z-Wave Tranceiver vorausgesetzt. Die Reihe w√§re also so: Mobotix-App -> HTTP-Befehl -> FHEM -> Z-Wave-Befehl -> Danalock V3.

      Ich selbst nutze als √ľbergeordnete Steuereinheit Loxone. Hier laufen alle F√§den zusammen, auch die Mitteilung, die ich von der Mobotix-Kamera verschicke. Da ich ein integriertes Motorschloss in der Haust√ľr einsetze, nutze ich nicht das Danalock V3, sondern stattdessen das Dananlock Universalmodul. Dieses schlie√üt quasi nur einen Kontakt, sobald das Entsperrsignal vom Handy ausgel√∂st wird. Und dieser Kontakt landet dann wiederum √ľber einen „digitalen Schalteingang (Digital Input)“ in Loxone als „virtueller Taster“, der dann die gew√ľnschte Aktion – also den Trigger des Motroschlosses (ebenfalls in Loxone integriert) – ausl√∂sen kann. Aber wie das im Detail funktioniert, werde ich in einem eigenst√§ndigen Blogpost beschreiben, da das in Summe schon etwas erkl√§rungsbed√ľrftig ist. :D

      Hoffe jedenfalls, dass dir die Infos schon mal etwas weiterhelfen.

      Gr√ľ√üe
      Jörg

  7. Hallo Jörg,

    bin heute auf Euren Blog aufmerksam geworden – sehr interessant!!
    Ich habe auch ein Haus mit Loxone Miniserver und jede Menge an Steuerung selbst umgesetzt. Nun wollte ich mich auch mit dem lange aufgeschobenen Projekt Gegensprechanlage besch√§ftigen. Meine Voraussetzungen sind ein Hoftor mit Briefkasten (bereits steuerbar √ľber Loxone) wo ich gern die Audiokomponenten einbauen w√ľrde. (Wie z.B. in Deinem Beispiel Doorline TM4) Zwischen Hoftor und Haus ca. 10m steht im Dreieck die Garage. Dort w√ľrde ich gern die Kamera installieren und auf das Hoftor ausrichten. Vorhanden ist wie gesagt der Miniserver und eine Fritz!Box 7360 sowie jede Menge Leitungen (CAT und FM) zwischen Hoftor/Briefkasten, Garage und Miniserver im Haus. Steuerbar √ľber zwei Tablet und auch die VPN Verbindung auf die Handys hab ich schon irgendwie hinbekommen. So das ich nach Aufbau der VPN Verbindung alles sehen und steuern kann. Push kommt auch an.
    Kannst Du mir da weiter helfen?
    Besten Dank und viele Gr√ľ√üe!!
    Nun kommt meine Frage / Bitte an Dich. Gibt es das von Dir beschriebene Projekt irgendwie ausf√ľhrlich zum „nachkonfigurieren“? Vor allem interessiert mich wie ich das Bild der Kamera und das Audiosignal auf den Miniserver bekomme und √ľber den T√ľrsteuerbaustein abrufen bzw. benutzten kann.

    1. Hi Robert,
      mein Projekt Gegensprechanlage erkl√§re ich detailliert im LoxKurs per Videoanleitung zum Nachbauen im Abschnitt „T√ľrkommunikation“. Alle Infos zum Kurs hier: https://www.meintechblog.de/2018/11/loxkurs-verfuegbar-pimp-dein-loxone-smart-home-jetzt/

      Gr√ľ√üe
      Jörg

      PS: Im Kurs wird u.A. auch die Einrichtung einer VPN-On-Demand-Verbindung zwischen FritzBox und iOS (iPhone/iPad) beschrieben. Dann baut sich das VPN nach Bedarf komplett automatisch im Hintergrund auf. Evtl nja auch etwas f√ľr dich…

  8. Hi Jörg,
    habe nach langem Suchen eine Dome IP Cam gefunden, die SIP unterst√ľtzt.
    Video1one MVD 2000. Meine Frage: Meinst Du die Einbindung in die Loxone T√ľrsteuerung funktioniert? Loxone verarbeitet ja Video und Audio eher unabh√§ngig, bei der Cam kommt beides zusammen √ľber den Stream.
    Bevor ich die Cam kaufe wäre ich sehr an Deiner Meinung interessiert.
    Dankeschön!

  9. Hi Jörg,

    Könntest du mal näher drauf eingehen wie du die Bewegungserkennung in der Mobotix realisiert hast und dann auch noch in verbindung mit dem Danlock modul und welches du da genau hast ?
    Und dann vll zusätzlich noch die Integration in Loxone

    Gruß Marco

  10. Hallo J√∂rg, klasse Idee! Wollte gerade mal an meiner Gira T√ľrstation (gleicher Typ= was √§hnliches machen: Anscheinend bin ich zu bl√∂d daf√ľr, die richtigen Anschl√ľsse rauszukriegen… k√∂nntest Du die Steckerbelegung durchgeben? Wo ist der Klingelschalter, wo die Beleuchtung? Danke f√ľr Deine M√ľhe im Voraus! Gru√ü Stefan

  11. Hi,
    super geschrieben. Hast du vielleicht einen Anschlussplan,
    wenn man nur die GIRA T√ľrstation Edelstahl mit dem Telleg√§rtner Modul TM4 verbinden will?
    Wäre cool. Danke vorab.

  12. Hi,
    kannst Du mir vielleicht die Kabelbelegung der GIRA-T√úRSTATION EDELSTAHL zu senden.
    Ich m√∂chte nur die DOORLINE TM4 nutzen und diese an die GIRA anschlie√üen: D.h. die Klingeltaste verwenden. Wenn m√∂glich die blaue LED zuschalten bei einer Gespr√§chsf√ľhrung. Danke.
    Frank

  13. Hallo Jörg!
    Interessanter Artikel! So einen Eigenbau hab ich bisher noch nicht gesehen
    hast du echt die Gira Anlage bis auf das Geh√§use entsorgt? Gerade die Namenhaften Hersteller von T√ľrsprechanlagen m√ľssten ja Ersatzteile und Einzelteile anbieten. Aber kaum bei Amazon :-)
    eher im Elektro Fachhandel…
    Wie viel Stunden hast du ca. f√ľr das ganze Projekt gebraucht?
    Gruß René

    1. Hi Rene,
      korrekt, Gira-Innereien liegen im Schrank – evtl. hab ich sie mittlerweile aber auch schon entsorgt… In Summe sind – nach dem ganzen Rumprobieten – sicherlich einige Stunden zusammengekommen.

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  14. Hallo Jörg,
    Ich habe ein Problem mit der DOORLINE TM4 und der Konfiguration in der Fritzbox, dass sie mit Loxone kommuniziert. Bei den Foren sind ältere FB eingesetzt, ich habe eine 7490. Kannst du mir eventuell die Konfiguration der RM4 in der Firmware der FB beschreiben. Vielen Dank !

    1. Hi Josef,
      habe deinen Kommentar eben erst gelesen.
      Super, dass es jetzt bei dir funktioniert! und vielen Dank f√ľr deine Unterst√ľtzung!

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  15. Hallo Jörg,

    ich habe das Problem das meine T√ľrsprechanlage, die auf einen Grandstream angeschlossen ist, nicht auflegt.

    Sprich es l√§uft 30sec das Besetztzeichen….

    Kannst du mir da weiter helfen ?

    gr√ľ√üe

    Maik

  16. Hallo zusammen,
    Ich bin leider ein Laie im Technikbereich, aber die Installation in Form Elektriker macht auch ein Bekannter.
    Ich hab das Problem das ich gerne eine Videosprechanlage h√§tte auf WLan Basis. 2 Monitore. Verbindung aufs Handy w√§re toll; muss aber nicht. Habe auch die M√∂glichkeit 4draht zu nutzen. Jetzt kommt es. Die Hohlraumdose aussen mit den Kabeln sitzt nur auf 1.05m H√∂he. Da es ein Fertighaus ist m√∂chte ich die Dose nicht versetzen….. Hat jemand eine Idee was da in Frage kommt?

    Viele Gr√ľsse

    Julia

  17. Danke f√ľr den Beitrag! Erstaunlich, wie aufwendig die Installation einer Gegensprechanlage ist, besonders was das Kameramodul betrifft. Ich plane ebenfalls, eine Sprechanlage einzubauen. Mir ist es lieber, dass ich daf√ľr auf jeden Fall einen Fachmann f√ľr Elektrotechnik die Arbeit √ľbernehmen lasse.

  18. Hi Jörg,

    vielen Dank f√ľr deinen hervorragend geschriebenen Beitrag. Ich bin auch schon seit mehreren Wochen auf der Suche nach einer ordentlichen (mit einer freien Schnittstelle zug√§nglichen) Gegensprechanlage.
    Mein Ziel ist es, das vorhandene iPad an der Wand als Gegensprechanlage zu verwenden. Dort l√§uft die Homeassistant App. Hast du Erfahrungen mit Homeassistant und einer 2-Way Gegensprechanlage? Also mit „Gegensprechen“? Ich bin am verzweifeln… es kann doch nicht sein, dass es nichts ad√§quates gibt :D .
    Ich bin kurz davor einen Asterisk Server aufzusetzen und die SIP Integration von Homeassistant zu verwenden. Dazu w√ľrde ich dann die Doorline TM4 in meine vorhandene Klingel nehmen. Als Kamera habe ich bereits eine Trendnet mit mpeg Stream, die ich abgreifen kann. Die Klingel ist per Input an den Homeassistant Server angebunden.
    Wenn das alles nichts hilft, muss ich wohl oder √ľbel auf Loxone wechseln, was ich eigentlich nicht machen m√∂chte. Ich habe sehr viele Shellys und andere unterschiedliche IOT Ger√§te, die ich dann sehr aufw√§ndig per MQTT o.√§. umprogrammieren m√ľsste, um das gleiche Ergebnis zu erhalten.
    Der worst case ist: ……. ich kaufe ein propri√§teres System mit einer inneneinheit und installiere es neben dem iPad…. b√§h :D .

    PS: Hier die Preise f√ľr den Divus circle
    https://www.mercateo.com/kw/divus/divus.html?viewOptions=secureMode

    1. Hi!
      Mit Homeassistant hab ich noch kaum Erfahrungen gesammelt. Mit Asterisk und SIP-Zeugs habe ich mich vor Ewigkeiten mal besch√§ftigt, fand das aber alles super kompliziert. Loxone ist in dieser Hinsicht echt einfach zu konfigurieren und l√§uft jetzt schon seit Jahren einfach stabil. Die neue Intercom von Loxone habe ich bei mir gerade im Test und werde vermutlich bald – sobald ich das passende 3D-Geh√§use entworfen habe – neben der Haust√ľr installieren. Shellys kannst du per HTTP an Loxone anbinden, das ist kein Problem…

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  19. Mittlerweile ist meiner Meinung nach die beste L√∂sung die neue Sprechanlage von Loxone – nat√ľrlich nur wenn man sich sowieso f√ľr Loxone entschieden hat. Die sieht toll aus (klein und unscheinbar), hat alle ben√∂tigten Basis-Funktionen (Video, Audio, Beleuchtung, keine erzwungene Cloud, …) und hat einen akzeptablen Preis ohne viel Bastelei.

  20. Hallo Jörg, ich interpretiere Deine Aussage dahingehend, dass Du die Loxone V2 schon vorliegen hast und noch keine Zeit hattest, sie zu installieren…
    Wenn dem so ist: Wie machst Du das mit der ‚ÄěBlende‚Äú f√ľr den Putzkasten – das passt ja gar nicht mit Deinem hier vorgestellten Gira System zusammen.
    Ich w√ľrde meine Gira auch gerne durch die Loxone V2 ersetzen. Ich suche aber noch nach einer tageslichttauglichen Einbaul√∂sung‚Ķ

  21. Hallo Jörg,

    funktioniert dein Sip Trunk noch. Ich kann mittlerweile zwar aus Loxone noch anrufen, die Gegensprechanlage nimmt auch ab, aber es kommt kein Audio mehr an. Das ist bei mir seit irgend einer fritz OS Version, kann jedoch nicht sagen seit welcher.
    Aktuell ist die Version 07.29

    Die Sprechanlage funktioniert auf jeden Fall, weil ich √ľber das fritzfon direkt auf dem Analogen Anschluss (Sprechanlage) anrufen kann und es kommt auch Audio raus.

    Falls es bei dir noch alles funktioniert, wäre Super wenn du Einstellungen zum SIP-Trunk hier einstellen könntest.

    1. Hi Vitali,
      habe auf die neue Loxone Intercom umgestellt – da f√§llt das „Frickeln“ endlich weg. Mein Tipp: Kauf dir f√ľr 10-15 Euro z.B. eine gebrauchte 7270er Fritzbox und nutze diese als „Gateway“.

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  22. Ich habe ws momentan rausgefunden. Es ist mein doppeltes NAT. Die Fritzbox steht als Router Und SIP Gateway vor einem Unifi USG und meine Clients sind hinter der USG.

    Ein IN ALL Accept hat Erleuchtung in die Sache gebracht.
    Muss jetzt schauen, wie man das SNAT oder mit Regel eingrenzen kann.

    Ja die Intercom von Loxone wäre NICE.

    1. Hi Stefan,
      aktuell per 3D-gedruckten „Cover“ – mal sehen, ob ich das nochmal √ľberarbeite, evtl. mit CNC-gefr√§ster Edelstahlplatte und dann eben den Rest dahinter (Halterung etc.) gedruckt.

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  23. Hallo Jörg,
    du hast hier eine tolle Kombinationslösung vorgestellt aus Mobotix (Bild) und Gira (Auslöser und Sprache).
    Jetzt verwendest du die Loxone Intercom. Wie zufrieden bist du mit der Lösung?
    Ich habe noch nicht die neue Intercom, jedoch in den Foren lese ich nicht nur Positives (unzureichende Auflösung insbesondere nachts, schlechte Reaktionszeit vom Klingeln bis zur Loxone-Benachrichtigung).

    Viele Gr√ľ√üe
    Hartmut

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