Pimp My WiFi – Die UniFi-Ufos sind gelandet

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Ich hatte das Thema im Blog ├╝ber die Jahre bereits des ├ľfteren behandelt: Wer Zuhause keine stabile WLAN-Verbindung hat, wird seines Lebens einfach nicht gl├╝cklich. Nach einer mehr als zehnj├Ąhrigen Leidensgeschichte ist dieses Thema jetzt zum Gl├╝ck auch eeeendlich in der Doppelhaush├Ąlfte meines Bruders abgehakt.

Was das Problem war, wie es schlussendlich mit Hilfe der neuen UniFi-6-Lite Accesspoints gel├Âst werden konnte und welche Einrichtungsschritte notwendig waren, um zum Ziel zu gelangen, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost.

Wie alles begann…

Nachdem um die Jahretausendwende herum die erste FritzBox inkl. DSL-Anschluss in der dreigesch├Âssigen Doppelhaushelfte meines Bruders einziehen durfte, kam es, wie es kommen musste: Die Fritzbox wurde im Keller neben der Telefondose installiert und das eingebaute WLan reichte gerade so ins Erdgeschoss – Stahlbetondecke sei dank.

Da man das Telefonkabel damals gl├╝cklicherweise vom Keller bis ins B├╝ro im 2. Stock verl├Ąngert hatte, zog die Fritzbox eben kurzerhand dorthin um. Dort konnte man dann einigerma├čen damit arbeiten, da PC, Mac und Co. sowieso nur kabelgebunden betrieben wurden. Mobile Endger├Ąte waren damals auch noch nicht so weit verbreitet, sodass ein unzureichender WLan-Empfang im Haus noch nicht so schlimm wog.

Doch das ├Ąnderte sich dann schlagartig um das Jahr 2010, mobile Endger├Ąte sprossen wie Pilze aus dem Boden und ohne WLan ging einfach nichts mehr. Also wurde die Fritzbox „mittiger“ zwischen EG und OG positioniert, um eine gleichm├Ą├čigere WLan-Abdeckung zu gew├Ąhrleisten. Aber auf kurz oder lang -> Pustekuchen. Stahlbetondecken erzeugen einfach so viel D├Ąmpfung, dass an Signalqualit├Ąt nicht mehr viel ├╝brig blieb.

WLAN-Br├╝cke oder DLAN-Adapter? Beides keine L├Âsung!

Als Ausweg wurden WLan-Br├╝cken besorgt, die das WLan-Signal der Fritzbox verst├Ąrken sollten. Aber getreu dem Motto „Shit-In-Shit-Out“ war das auch nicht von Erfolg gekr├Ânt. Denn bereits ein Stockwerk weiter war das WLan-Signal der Fritzbox so schlecht, dass die WLan-Br├╝cke bzw. der WLan-Repeater eben nur noch Sch***se repeaten konnte. Das Fatale daran: Sobald sich das mobile Endger├Ąt am Repeater einloggt und ein starkes WLan-Signal anzeigt, freut sich der unbedarfte Anwender ├╝ber „tollen Empfang“. In Wirklichkeit ist die Verbindung zwischen FritzBox und Repeater aber mies – und damit eben auch die gesamte Verbindungskette bis hin zum mobilen Endger├Ąt.

Dann eben DLAN-Adapter installieren, um die stockwerks├╝bergreifende Stahlbetondeckenh├Âlle geschickt ├╝ber die Stromleitung zu ├╝berwinden und dann eben mit an den DLAN-Adaptern angeschlossenen WLAN-Repeatern zu arbeiten. Leider auf Dauer auch unm├Âglich, da irgendwelche 230V-Verbraucher (vermutlich K├╝hlschrank, Trockner, etc.) brutale St├Ârsignale erzeugen und die DLAN-Verbindung komplett killen. Hier haben wir ├╝ber die Jahre einfach alle m├Âglichen L├Âsungen getestet, aber NICHTS lief dauerhaft stabil. Am besten liefen noch die devolo Powerline LAN-Adapter…

Als lezte Hoffnung hatten wir sogar k├╝rzlich erst das akuellste AVM FRITZ!Powerline 1260E/1220E WLAN Set (Affiliate-Link) getestet, das aber bereits nach wenigen Stunden kl├Ąglich mit einem kompletten Verbindungsabbruch scheiterte.

Alles keine Dauerl├Âsung… Und dabei habe ich bereits vor Jahren gepredigt: „Leute, wir m├╝ssen Netzwerkkabel verlegen! Anders wird das nichts!“

Und… Ich wurde endlich erh├Ârt – Denn der Leidensdruck war mittlerweile so hoch, dass nun sogar Kabelkan├Ąle einmal durchs Haus toleriert werden. Das habe ich mir nat├╝rlich nicht zwei mal sagen lassen und sofort mit per Planung begonnen.

AVM-und-UniFi-Netzwerkkomponenten-4-the-win

Vorab: So sollte das neue Dreamsetup nach kurzer ├ťberlegung aussehen:

Da insgesamt vier Stockwerke vorhanden sind, die jeweils durch brutale Stahlbetondecken unterbrochen sind, musste auch unbedingt pro Stockwerk ein Accesspoint her – in diesem Fall jeweils ein UniFi U6-Lite (Affiliate-Link), die ich bereits selbst Zuhause im Einsatz habe und die ich absolut lieben gelernt habe. Mehr dazu im Blogpost UniFi 6 Lite WiFi-Accesspoint in Betrieb nehmen.

Um die vier WLan-Accesspoints direkt ├╝ber das Netzwerkkabel per PoE mit Strom zu versorgen, musste dann noch ein Switch vom Typ UniFi US-8-60W (Affiliate-Link) her.

Um das UniFi-Setup rund zu machen, kam dann im Grunde nur noch der UniFi Cloud Key Gen2 Plus (Affiliate-Link) mit integrierten 1TB HDD in Frage, da k├╝nftig auch noch ├ťberwachungskameras nachger├╝stet werden sollen und damit keine weitere Hardware (bis auf VoE-Injector) mehr notwendig sind. Der Cloud Key ben├Âtigt in diesem Setup leider auch noch einen eigenen UniFi PoE-Injector (Affiliate-Link), da der 8x-Switch selbst nur vier PoE-Ports besitzt, welche bereits f├╝r die Accesspoints draufgehen.

Und damit geschwindigkeitstechnisch absolut kein Flaschenhals mehr besteht, wurde die vorhandene FritzBox schlie├člich noch gegen eine aktuelle FritzBox 7590 (Affiliate-Link) getauscht, welche als Router fungiert und die DSL-Verbindung herstellt.

Passende Netzwerkkabel finden

F├╝r die Anbindung der WLan-Accesspoints mussten also noch passende Netzwerkkabel besorgt werden. Wichtig war, dass die Kabel besonders biegbar und gleichzeitig d├╝nn sind, um mehrere davon in m├Âglichst schmalen Kabelkan├Ąlen zu verlegen. Nach l├Ąngerer Recherche habe ich mich dann f├╝r die UGREEN Cat 8 Lan Kabel Flach Ethernet Kabel (Affiliate-Link) entschieden, da sie mit knapp 3x8mm super d├╝nn sind, mit ihrem Baumwollmantel zudem biegsam und explizit PoE-f├Ąhig sind, worauf man angeblich achten soll. Hintergrund ist, dass die Adern einfach nicht zu d├╝nn sein sollen. Mit den angegebenen 26AWG konnte ich mich jedenfalls anfreunden und – Spoiler – es hat auch auf Anhieb mit den Kabeln in Kombination mit den Accesspoints geklappt. Und das selbst beim entferntesten Accesspoint, der an einem 20m-Kabel h├Ąngt.

Um die ersten Netzwerkkabelmeter im Kellerflur zu verstecken, habe ich einen 20x20mm Kabelkanal (Affiliate-Link) gew├Ąhlt, in welchem alle f├╝nf Netzwerkkabel (vier f├╝r die WLan-Accesspoints und ein weiteres f├╝rs LAN im B├╝ro) genug Platz finden – auch um Ecken herum. Ein 5m-Netzwerkkabel versorgt dann direkt den Accesspoint im UG, sodass in Richtung EG nur noch vier Netzwerkkabel nach oben weiterlaufen. Im EG h├Ąngt dann auch ein Accesspoint an der Decke, sodass von dort dann nur noch drei Netzwerkkabel nach oben weiterlaufen etc. Entsprechend wurden hier dann jeweils noch d├╝nnere Kabelkan├Ąle gew├Ąhlt.

WiFi-Accesspoints und Netzwerkequipment installieren

So sahen die ersten ├ťberlegungen zu den Standorten der Accesspoints vorab aus:

Und so die fertige Installation bereits einige Tage sp├Ąter:

Nachfolgend die gesamte Installation im DSL-Anschlussraum, wobei man linken oben im Bild auch gut einen von insgesamt zwei Wandl├Âchern sieht, durch die an dieser Stelle alle f├╝nf Netzwerkkabel laufen:

Die Gewebestruktur des Netzwerkkabels hat beim Durchf├╝hren durch die rauhe Betonwand ├╝brigens etwas gelitten, was jedoch gl├╝cklicherweise nur leichte oberfl├Ąchliche Besch├Ądigungen verursacht hat.

Einrichtung der UniFi-Software

Die Erneuerung der Fritzbox war super simpel. Einfach die Einstellungen der alten Fritzbox (mit der IP 192.168.10.1) im Webinterface speichern und auf die neue Fritzbox ├╝bertragen. Lediglich die verbundenen DECT-Telefon (FritzFon (Affiliate-Link) und Co.) mussten neu angelernt und der MyFritz-Dienst neu eingerichtet werden (inkl. neuer MyFritz-Adresse), um sp├Ąter wieder per VPN von au├čen zugreifen zu k├Ânnen.

Und dann eben noch das WLAN der Fritzbox deaktivieren, da daf├╝r k├╝nftig die UniFi-Accesspoints zust├Ąndig sind.

Der UniFi Cloud Key Gen2 Plus (Affiliate-Link) war auch recht schnell eingerichtet:

Erstmal unter „Settings“ -> „General“ die grunds├Ątzlichen Netzwerkeinstellungen vornehmen, wobei die Fritzbox als Gateway die IP „192.168.10.1“ besitzt (g├Ąngig ist eher 192.168.178.1, entsprechend m├╝ssten dann auch die nachfolgenden Adressen angepasst werden):

Dann unter „Network“ -> „Einstellungen“ -> „Benutzer-Interface“ den Eintrag „New User Inteface“ deaktivieren, da sonst zum aktuellen Stand („ALPHA“) manche Einstellungen einfach nicht verf├╝gbar sind… WTF

Dann ├Ąndert man unter „Network“ -> „Netzwerke“ das bestehende „LAN“-Netzwerk mit „BEARBEITEN“:

DHCP-Modus wird auf „Keine“ gestellt, da sich die Fritzbox um die dynamische Vergabe der IP-Adressen k├╝mmert. Zumindest vorerst, bis irgendwann vielleicht mal VLANs genutzt werden sollen…

Und dann nat├╝rlich noch die gew├╝nschten WLAN-Einstellungen unter „Drahtlos-Netzwerke“, die sp├Ąter auf die Accesspoints ├╝bertragen werden sollen:

Sobald die Accesspoints dann im Men├╝punkt „Ger├Ąte“ angelernt (adopt) wurden, sollten sie automatisch ein gemeinsames WLAN-Netz aufspannen:

Aus meinem t├Ąglichen Leben

Das neue Setup wurde zwar erst vor einigen Tagen installiert, bisher gab es aber absolut keine Ausf├Ąlle zu beklagen. Alle Endger├Ąte haben einen super Empfang, hatten bisher keinerlei Abbr├╝che und bei mir selbst sind noch keine Klagen der Hausbewohnern eingegangen – anders als es vorher g├Ąngige Praxis war.

Gerade in Sachen Auswertung/Maintenance spielt das UniFi-Netzwerk hier ganz klar seine St├Ąrken aus. Man kann einfach so gut wie alles auswerten und managen – auch aus der Ferne, was f├╝r mich ein mega Pluspunkt ist, inkl. rollierenden Updates usw usw.

Au├čerdem ist das System ohne Probleme weiter skalierbar, wenn bspw. demn├Ąchst noch ein Accesspoints im Carport und evtl. auf der Terrasse nachger├╝stet werden. Desweiteren sollen – wie eingags erw├Ąhnt – auch noch einige Kameras folgen, die sich dann bequem mit dem UniFi Cloud Key Gen2 Plus (Affiliate-Link) managen lassen, inkl. automatischer Aufzeichnung auf der integrierten 1TB HDD. Ich freu mich schon auf die kommenden Upgrades, auch wenn es nichtmal meine eigene Installation ist…

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J├Ârg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er ver├Âffentlicht regelm├Ą├čig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

16 Gedanken zu „Pimp My WiFi – Die UniFi-Ufos sind gelandet“

  1. Hallo J├Ârg, deine Erfahrungen kann ich nur best├Ątigen. Der Leidensweg bis endlich Kabel gezogen werden, ist immer lang und am Ende kommt man um Kabel nicht herum.
    Ich habe Ubiquity vor einigen Jahren gerade f├╝r gr├Â├čere Installation wegen ihrer leichten Verwaltbarkeit und Wartungsf├Ąhigkeit empfohlen bekommen – auch f├╝r den professionellen Einsatz.
    Im eigenen Feldversuch mussten wir jedoch feststellen, dass unter Last die Komponenten an ihre Grenzen geraten und Verbindungsabr├╝che und Paketverluste an der Tagesordnung stehen. Die selben Setups umgestellt auf Komponenten aus dem Hause Mikrotik laufen stabil und flexibler. Kostenm├Ą├čig sind sie vergleichbar, Bedienung gew├Âhnungsbed├╝rftig aber in Sachen Performance eher mit Cisco und Co. zu vergleichen. Das meine Anregung falls Du wieder vor dieser Aufgabe stehst.
    VG, Anselm

    1. Hi Anselm,
      danke f├╝r deinen Input. Habe bei mir seit ├╝ber vier Jahren im Neubau komplett UniFi im Einsatz – ohne Probleme. Seit der Umstellung der Accesspoints auf WiFi6 vor einigen Monaten und k├╝rzlich noch auf die UDM Pro rennt alles nochmal schnelles. Kein Ausfall, Abbruch oder ├ähnliches… Kann mich also 0 beklagen.

      Viele Gr├╝├če
      J├Ârg

      PS: Und wie du selbst sagst – das UniFi-Interface ist im Vergleich zu allem anderen absolut benutzerfreundlich – nicht perfekt, aber bisher hab ich noch keine bessere L├Âsung gesehen. Und diese Einfachheit sch├Ątze ich mittlerweile total.

  2. Hallo J├Ârg,

    vielen Dank f├╝r die Darstellung. Bei mir steht demn├Ąchst die Ausr├╝stung unserer im Bau befindlichen DHH vor der T├╝r. Kabel f├╝r jedes Zimmer sowie jede Geschossdecke sowie an den Dach├╝berst├Ąnden und in der Garage habe ich vorgesehen. Mein Favorit ist auch Unifi mit der UDMpro, gro├čem Switch sowie APs und sp├Ąter vielleicht Kameras. Telefon w├╝rde weiter ├╝ber die alte FritzBox 7490 laufen, dazu k├Ąme dann noch ein Modem, um doppeltes NAT zu vermeiden. Nun zu meinen Fragen:
    – Welches Modem w├╝rdest Du hier beim einem Privatkunden Telekom-Anschluss (100MBit) empfehlen? Ich schwanke zwischen Draytek und einem Telekom-Modem.
    – Die Erfahrungsberichte bei Unifi schwanken immer wieder extrem zwischen ÔÇ×Die Software und damit die Verf├╝gbarkeit ist total unzuverl├Ąssig, zus├Ątzlich geben die Komponenten nach 12 Monaten den Geist auf.ÔÇť und ÔÇ×Ich habe das System seit 2 Jahren am Laufen und au├čer leichten Problemen mit Updates l├Ąuft alles.ÔÇť Hast Du hier eine Idee woran diese Unterschiede wirklich liegen?

    Viele Gr├╝├če
    Bob

    1. Hi Bob,
      gerne! :)

      Als Modem w├╝rde ich spontan das DrayTek Vigor 130 nehmen, da man dieses auf eBay recht g├╝nstig schie├čen kann. Aber ohne den Vergleich zu einem Telekom-Modem zu kennen.

      Wo hast du negative Erfahrungen zu UniFi gelesen? Gef├╝hlt findet man im Netz ja zu ALLEM negative Berichte… Ich selbst nutze die WLan-Accesspoints seit ewigen Jahren und hatte noch nie Ausf├Ąlle. Vor 7-8 Jahren war die WLAN-Geschwindigkeit im Vergleich zu Mitbewerbern je nach Modell etwas mau, aber mittlerweile haben selbst die „WiFi6 Lite“-Accesspoints mehr als genug „Bums“.

      Bei UniFi ist das einzige kleinere Problem, welches ich sehe, dass Softwareupdates eher mit heisser Nadel gestrickt sind – zumindest kommt es mir so vor. Nach Updates kann also schon mal ein neuer Bug dazukommen, ├╝ber den man stolpert. Alles kein Beinbruch, aber da w├╝rde ich vorsichtigen Usern empfehlen nicht gleich jedes Major-Update direkt nach Ver├Âffentlichung per Auto-Update-Funktion zu installieren und stattdessen besser ein paar Tage abzuwarten und erst dann den Update-Knopf manuell zu dr├╝cken.

      Viele Gr├╝├če
      J├Ârg

    2. Hallo J├Ârg,

      Vielen Dank f├╝r die Infos und Einsch├Ątzung. Gerade weil man zu allen Produkten negative Dinge liest, wollte ich noch mal Deine Meinung h├Âren. Neben den Software-Updates hatte ich auch gelesen (wo wei├č ich nicht mehr), dass die Switches und die APs h├Ąufig nach 1-2 Jahren defekt sind. Allerdings habe ich auch ├Âfter gelesen, dass diese nach vielen Jahren noch problemlos laufen.
      Ich denke, ich werde dann auch auf Unifi setzen.

      Viele Gr├╝├če
      Bob

    3. Ja das wird wohl erst die Zeit zeigen, wie lange die Komponenten wirklich halten.. Nutze UniFi zwar – wie oben bereits geschrieben – seit vielen Jahren, aber habe immer wieder Upgrades durchgef├╝hrt und die alten Komponenten abgegeben. Spannend fand ich dabei insbesondere, wie preisstabil gebrauchte Accesspoints waren.

  3. Hi J├Ârg,
    kann man eigentlich zwei UniFi Lite 6 bereits ohne einen Switch oder ├Ąhnliches von UniFi betreiben, wenn diese an einen vorhandenen Switch mit angebunden werden? W├╝rden diese sich auch in eine VLAN-Landschaft mit einbinden lassen – z.B. dar├╝ber VLAN f├╝r verschiedene Ger├Ąte einrichten?

    Gru├č, Christoph

    1. Hi Christoph,
      die UniFi-Accesspoints kannst du auch an „fremden“ Switches betreiben. Du musst lediglich die UniFi-Controller-Software nutzen, um die Accesspoints initial zu konfigurieren. Das geht bswp. ├╝ber einen Raspberry oder zur Not auch per Windows.

      Bzgl. Einbindung in „fremde“ VLANs w├Ąre ich eher skeptisch, habe hier aber keinerlei Erfahrung.

      Viele Gr├╝├če
      J├Ârg

  4. ich denke was viele schon von einem solchen Setup abh├Ąlt sind einfach die Kosten! Wenn man mal nur die Komponenten zusammenrechnet, ist man halt auch schon bei gut 1000ÔéČ. Meine Frau w├╝rde mich da auch Fragen ob „1000ÔéČ f├╝r WLAN“ nicht vielleicht bissl ├╝bertrieben sind und ehrlich gesagt blutet mir da auch bissl das Herz…
    Aber man sollte auch nicht vergessen, dass heutzutage nahe zu alles was mit Technik zu tun hat, ├╝ber die hauseigene (W)LAN-Infrastruktur geht. Wir haben gut und gerne 40~50 netzwerkf├Ąhige Ger├Ąte, die angemeldet sind. Garnicht auszudenken was erst Los ist, wenn unsere 3 Kinder erstmal in das entsprechende Alter kommen….

    1. Hi Stephan,
      die Hardwarekosten waren nach Jahren des Frustes keine gro├če H├╝rde… Gerade in Zeiten von Home Office muss es einfach laufen – sonst wird man schlicht irre. Und UniFi ist einfach unschlagbar, was Flexibilit├Ąt angeht. Alleine an WiFi-Accesspoints gibt es f├╝r nahezu jeden Anwendungsfall das passende Modell – sogar f├╝r den Au├čenbereich. Auch bei den Switches ist in jeder Gr├Â├če und Ausstattung etwas dabei, inkl. kleinerer Switches, die selbst ├╝ber PoE mit Strom versorgt werden k├Ânnen und man vor Ort keine zus├Ątzlichen Netzteile mehr ben├Âtigt.

      Wir hatten ja bereits zig andere L├Âsungen getestet und nichts lief dauerhaft stabil – wie im Blogpost beschrieben. Da wurden ├╝ber die Jahre auch schon einige Euros versenkt – und das mit unbefriedigendem Ergebnis.

      Sicher h├Ątte man auch g├╝nstigere Accesspoints verbauen k├Ânnen (z.B. von AVM), aber das UniFi-Komplettsystem hat einfach viele Vorteile – alleine die einfache Wartbarkeit und Analyse aus der Ferne ist f├╝r mich ein Killer-Feature, da ich mich remote um das System k├╝mmern muss – ├Ąh darf. ;)

      Viele Gr├╝├če
      J├Ârg

  5. @J├Ârg:
    ├ťber die Vorteile brauchen wir nicht zu diskutieren – da bin ich ganz bei dir. Ich wohne in einem ├Ąhnlichen (Reihen)Haus wie dein Bruder und kenne die Problematik. Mein Vermieter hat diummerweise auch am Netzwerkkabel gesparrtÔÇŽ. Jedes Mal wenn ihn sehe, m├Âchte ich mich daf├╝r bedankenÔÇŽ. NICHT! Ein Unifi AP im Treppenhaus hat zumindest die untere und mittlere Etage zufriedenstellend versorgt und f├╝r ganz oben gehts mit PowerLine ausreichend. Da bei uns demn├Ąchst bauspart ist werd ich hier auch kein Geld mehr investieren. Im neuen Haus wird es dann auch ein Unifi Komplettpaket.

    Trotzdem hat man halt zu 90% noch die Denkweise im Kopf, dass man doch f├╝r WLAN nichts bezahlt. Das gibts doch von der eierlegenden 0ÔéČ-wollmilchsau des Providers. Da ist halt dann noch ein weiter weg im Kopf zur├╝ck zu legen bis man „1000ÔéČ nur f├╝r WLAN“ ausgibt. Ich habe noch von niemandem, der nicht gerade Technikaffin ist, gro├če Verst├Ąndnis f├╝r sowas entgegengebracht bekommen.

    1. Jep, wobei es ja auch nicht unbedingt gleich 1.000 Euro sein muss – und UniFi. Vor nicht ganz einem Jahr hab ich das Fritzbox-WLan bei meinen Nachbarn f├╝r knapp 200 Euro gepimpt und bisher kein Gemecker mehr ala „Meine Alexa disconnected sich dauernd“ oder „Mein iPhone ist im Wlan aber das Internet geht trotzdem nicht“ geh├Ârt… -> https://www.meintechblog.de/2020/09/wlan-pimpen-mit-fritz-repeater-1200-per-lan-bruecke/

      Viele Gr├╝├če
      J├Ârg

  6. Hallo,

    der einzige Punkt, der etwas kritisch ist, ist „Minimum RSSI“.
    Das Verhalten der UniFi APs hat sich bei einem der letzten Updates ge├Ąndert. Seit dem muss man mit diesem Wert spielen damit der Client rechtzeitig zu einem anderen AP wechselt wenn der Empfang zu schwach wird.
    Leider h├Ąngt der Wert von der Umgebung und der Positionierung der APs ab. Bei der letzten Installation hat sich ein Wert von -75 dBm als sinnvoll erwiesen.

    Eine Automatik, mit der ├╝ber den Controller festgestellt wird wo ein Client den besseren Empfang hat und darauf basierend ein automatischer Handover geschieht, gibt es meinem Wissen nach leider nicht.

    Gr├╝├če

    Stefan

  7. Hallo Leute,

    interessanter Artikel. Da h├Ątte ich allerdings auch meinen Senf dazu zu geben. Ich habe auch eine recht lange Phase mit vielen Erprobungen und auch Fehlinvestitionen hinter mir. Ich hatte leidvolle Erfahrungen mit AVM & seinen Repeatern aus der Zeit noch bevor sie Mesh entdeckt haben. Aber auch anstrengende Zeiten mit Ubiquiti, die ich wieder vollst├Ąndig entfernt habe. Die Reichweitenproblematik im WLAN hat sich in meinem Fall am Ende auf nicht gut funktionierendes WLAN-Roaming reduziert. Das wird gerne in Verbindung gebracht mit Mesh. In der Tat funktioniert auch bei AVM das Roaming ganz gut, wenn alles „vermesht“ ist. Ich habe mich dann irgendwann an OpenWRT festgebissen und mich mit dem integrierten 802.11r Fast Transition befasst. Das wollte ich dann auf das Roaming mit Ubiquiti abstimmen. Dabei fiel mir auf, das Ubiquiti nirgends die Mobility Domain zeigt. Die habe ich dann mittels Wifi-Sniffer ermittelt. F├╝r kurze Dauer hat dann mein OpenWRT-Router mit den Unifis geroamt. Allerdings hat Ubiquiti diesen Parameter regelm├Ąssig ge├Ąndert, so dass das Roaming nicht lange funktioniert hat. Diese Intransparenz war der ausl├Âsende Punkt, mich davon zu trennen. Heute betreibe ich im EFH & Garage 4 OpenWRT-Router als reine WLAN-APs. Hier funktioniert in der Tat das Roaming hervorragend, auch ohne Mesh. F├╝r diesen Zweck haben sich bei mir ├Ąu├čerst g├╝nstige „Xiaomi Router 4A Gigabit“ Router bew├Ąhrt. Die sind z.T. f├╝r 25ÔéČ zu haben, und bieten eine bei mir un├╝bertroffene WLAN-Reichweite. Das mag auch an den 23dBm liegen, die sie bei 5GHz auf die Antenne geben. Die 17dBm der Unifis (Lite) sind dagegen l├Ącherlich. Garniert wird das Ganze mit einem minimalen Stromverbrauch, denn die Xiaomis brauchen nur zwischen 4 und 5 Watt. OpenWRT sei Dank funktioniert damit auch WireGuard VPN, und zwar mit maximaler DSL-Bandbreite. Wer das VPN der Fritte kennt, wei├č was ein Flaschenhals ist. OpenWRT tut nat├╝rlich auch mit ner Menge anderer Router wie z.B. von Mikrotik, falls euch Xiaomi zu exotisch ist. Die Wifi-App von Ubiquiti ist allerdings ein sehr gutes Hilfsmittel um die Roaming-Events nachzuweisen. Damit k├Ânnt ihr Roaming-Probleme bei euch eindeutig identifizieren.

    1. Hi Andreas,
      danke f├╝r dein Feedback!

      Wollte im konkreten Anwendungsfall eine einfach aufzubauende und vorallem auch zu wartende Installation realisieren. Ein Klick im Interface und alle Accesspoints werden eingelernt, geupdated oder was auch immer. Mittlerweile sogar bequem per Handy-App – auch von unterwegs. Da finde ich UniFi einfach grandios – weil es so einfach ist. Und ein Accesspoint pro Stockwerk reicht trotz der geringen Sendeleistung der Lite-AP auch gut.

      Einerseits best├Ątigt dies die in der App angezeigte „WLAN Erfahrung“ von 98% und andererseits schlicht dadurch, dass ich seit dem Einbau nicht mehr w├Âchentlich genervt werde, dass das WLAN nicht zuverl├Ąssig funktioniert. Von daher bin ich absolut zufrieden mit der Unifi-L├Âsung – neben der im Blogpost vorgestellten Installation auch bei mir Zuhause.

      Viele Gr├╝├če
      J├Ârg

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