Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€

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Lange habe ich recherchiert und Überlegungen angestellt, um ein passendes Konzept für einen DIY-Hausspeicher auszuarbeiten, der alle meine Anforderungen erfüllt. Einige Monate später werkelt der fertig gebaute Speicher bereits zuverlässig im Testbetrieb und muss im Grunde „nur noch“ von meinem Elektriker abschließend abgenommen und beim Energieversorger angemeldet werden, um das Projekt erfolgreich abzuschließen.

Ich hoffe dieser letzte Schritt klappt auf Anhieb – jedenfalls möchte ich euch auf der Reise von meinen ersten Überlegungen bis hin zum funktionstüchtigen Energy Storage System (ESS) mitnehmen und zeigen, was im Detail hinter der Hard- und Software steckt, für die ich mich entschieden habe. Nachfolgend also erstmal ein „grober“ Überblick – wobei ich teilweise schon wieder mehr Details in den Artikel gepackt habe, als ich eigentlich wollte…

Funktionsweise eines Hausspeichers

Kurz gesagt, ist ein Hausspeicher dazu da, die überschüssige Energie der PV-Anlage zu speichern und nachts wieder zur Verfügung zu stellen, um damit das Haus zu versorgen und Netzbezug (Zukauf von Strom) zu vermeiden. Ziel ist es, die Autarkie zu erhöhen, also den eigenen Stromverbrauch bestmöglich durch die Kombination PV und Speicher selbstständig zu decken. (Auch eine Notstromfunktion sollte möglich sein, aber das lasse ich jetzt mal komplett außen vor.)

Technisch gesehen, spricht man dabei von Energy Storage System (ESS) – in Form eines Akkuspeichers inkl. Inverter, welcher netzparallel installiert wird und durch ein Smart Meter sekundengenau weiss, wieviel Leistung gerade ins Stromnetz eingespeist (durch Überschussleistung der PV-Anlage) bzw. vom Stromnetz bezogen wird (durch Mehrverbrauch im Haus). Der Inverter versucht dann kontinuierlich dieses leistungstechnische „Ungleichgewicht“ zu kompensieren, indem der Akku geladen bzw. entladen wird. Das wird dann auch Nulleinspeisung genannnt.

Weiterführende Infos zum Thema ESS gibt es bspw. bei Victron Energy (externe Link).

Kostenaspekte eines Hausspeichers

Spannend wird dieses Hin- und Herschieben von elektrischer Energie insbesondere dann, wenn die Preisdifferenz zwischen eingespeistem und bezogenem Strom möglichst hoch ist. In meinem Fall wird eine durch meine PV-Anlage (hier vorgestellt) eingespeiste kWh mit 9Ct vergütet (für die nächsten 19 Jahre). Im Gegenzug bezahle ich knapp 30Ct/kWh (Stand 2022) für aus dem Netz bezogenen Strom. Und dieser Netzbezugspreis wird die kommenden Jahre aufgrund diverser (auch politisch bedingter) Entscheidungen vermutlich eher weiter steigen als fallen.

Wenn man also vereinfacht von einer Ersparnis von knapp 20Ct/kWh für die aus dem Speicher entnommene Energie ausgeht (bei einem Wirkungsgrad des ESS von 90% – hier mehr Infos zu tatsächlichen Messwerten: Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS), müssen insgesamt 35MWh (35.000kWh) durch den Speicher fließen, um die oben angesprochenen Anschaffungskosten von 7.000€ wieder „einzuspielen“. Das entspricht dann rechnerisch 1.250 Vollzyklen bei einem 28kWh fassenden Akku. Im Idealfall (äußerst unwahrscheinliche Annahme) wird ein Vollzyklus pro Tag genutzt, was einer Amortisationszeit von knapp 3,5 Jahren entspricht. Bei rechnerisch 200 Vollzyklen/Jahr (schon eher realistisch) sind es dann immer noch recht kurze 6 1/4 Jahre. Und das unter der konservativen Annahme, dass der aktuelle Strompreis konstant bleibt.

Entscheidend ist dabei natürlich auch, welche Strommenge zu welchem Zeitpunkt verbraucht wird. In meinem Fall liegen dafür geradezu „ideale“ Bedingungen vor, da über Nacht etliche Kilowattstunden benötigt werden. Einerseits durch das E-Auto, welches oft erst abends/nachts geladen werden kann und andererseits durch eine relativ hohe Grundlast im Haus von mind. 500W, kombiniert durch stromhungrige Verbraucher wie Waschmaschine oder Trockner, die tendenziell auch eher abends laufen.

Aber in Summe ist das E-Auto mit Abstand am stromhungrigsten, da wir jährlich über 30.000 km damit zurücklegen, was bereits 6MWh Mehrverbrauch bedeutet (bei realen 20kWh/100km)…

Funfact: Seit einiger Zeit wird die nachfolgend beschriebene LiFePo4-Zellchemie auch in der SR-Variante des Model 3 genutzt.

ESS-Einbindung

Um die nachfolgenden Ausführungen besser nachvollziehen zu können erstmal eine kleine Übersicht, welche Komponenten in welcher Form verbunden sind (rot = AC, blau = DC) und über welche Protokolle (grau) notwendige Daten ausgetauscht werden:

Verwendete Komponenten (Schnellübersicht)

Die wesentlichen Bestandteile umfassen den Energiespeicher (BAT1 + BAT2) inklusive einzelner BMS, der Steuereinheit in Form eines RPI mit Venus OS und den Batterieinverter, der das ESS mit der Netzseite verheiratet. Aber first things first…

Speicher-Zellen -> 4.400€ für 28kWh (2 Batterie-Packs a 14kWh)

Als eierlegende Wollmichsau können die sogenannten LiFePo4-Zellen bezeichnet werden, die am Markt noch recht neu sind, sich aber dennoch bereits hoher Beliebtheit erfreuen (auch bei Tesla). Denn die aus LithiumEisenPhospat (LFP) bestehenden Zellen sind unschlagbar günstig, unter Einhaltung einiger Sicherheitsmaßnahmen quasi nicht brennbar, halten mehrere tausend Zyklen ohne maßgebliche Degradation und beinhalten kaum umstrittene Rohstoffe – wie bspw. Cobalt. Praktisch ist weiterhin, dass nur 16 Zellen (a 280Ah bei 3,2V) in Reihe geschaltet werden müssen, um ausreichend Speicherkapazität (14,3kWh) und Spannung (51,2V) aus dem als „16S“-bezeichneten Batteriepack herauszukitzeln. (Im „Normalbetrieb“ fährt man eher 90%-Zyklen, was einer Entnahme von ca. 13kWh entspricht).

Nach langer Recherche und zwei erfolgreichen Käufen kann ich die EVE-Zellen von ShenzenBasenTechnology (280Ah) (Affiliate-Link) absolut empfehlen – und falls ihr mit „Gloria Luo“ von ShezenBasenTech. chattet, grüßt Sie bitte vor mir! Wirklich kompentent und immer freundlich. Für jeweils knapp 2.200€ wurden mir die 16 bestellten Zellen in einwandfreiem Zustand „Frei Haus“ geliefert. Also inklusive Zoll und Verand – bei der zweiten Bestellung sogar aus einem deutschen Lagerhaus inkl. 7-Tages-Lieferung. Das sind umgerechnet nur knapp 150€/kWh Speicherkapazität!!

Nachfolgend das – wenn auch etwas ältere – Datenblatt der oben genannten Batteriezellen: EVE Energy Co., Ltd Product Specification LF280-72174 (externe Link)

Die Zellen wiegen jeweils knapp unter 5,3kg, was der einzige Nachteil ist. Denn die LiFePo4-Zellchemie besitzt eine geringere Energiedichte als bspw. LiIon-Batterien. Aber das ist zum Glück beim stationären Einsatz ja kein wirkliches Hindernis. In einem Karton werden dann in der Regel jeweils vier Zellen geliefert – inklusive Verbindungszubehör (nicht auf nachfolgendem Bild zu sehen).

Batterie-Management-System (BMS) -> 130€ (pro Batteriepack ein BMS notwendig)

Auf die genauen technischen Hintergründe gehe ich zu einem späteren Zeitpunkt ein. Zum Verständnis ist es erst einmal nur wichtig zu wissen, dass die Speicher-Zellen „überwacht“ werden müssen, um bspw. eine Überladung inkl. Defekt zu verhindern. Dafür wird ein Batterie-Management-System (BMS) benötigt, welches jede Zelle überwacht und im Notfall den gesamten Batterie-Pack vom ESS-System durch ein leistungsstarkes Relais trennt.

Auch hier habe ich lange recherchiert und eine recht gute Lösung gefunden, die perfekt zu meinem Usecase passt:

JiaBaiDa BMS LiFePo4 200a 8-20s (Affiliate-Link) + JBD-UART-RS485 Adapter (Affiliate-Link)

Datenblatt-Download -> JiaBaiDa LiFePo4 200a 8-20s (2281 Downloads)

UPDATE VOM 13.09.2022: Da sich die Produktlinks – insbesondere bei Alibaba für Batteriezellen, BMS und RS485-Adapter – gefühlt ständig ändern, werde ich diese künftig zentral im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen pflegen – inklusive meiner bisherigen Erfahrungen zum Kauf. UPDATE ENDE

Hier bereits fertig montiert mit „aufgestecktem“ UART-RS485-Adapter per Halterung aus recht hitzebeständigem ABS (rot) direkt vom 3D-Drucker:

Das BMS überwacht dabei die einzelnen Zellspannungen, den Stromfluss beim Laden sowie Entladen des Batteriepack, die Temperatur und bietet sogar eine Balancing-Funktion an, um kleine Unterschiede der Zellen (bis zu einem gewissen Grad) auszugleichen. Dazu werden an den Zellen sogenannte „Balance Leads“ (die dünnen Käbelchen in nachfolgender Abbildung) angeschlossen, damit das BMS auf jede Zelle einzeln „zugreifen“ kann:

Im Notfall greift das BMS dann ein, sobald einer der definierten Schwellwerte über- bzw. unterschritten wird.

Die Kontrolle der Messwerte samt Anpassung der Settings erfolgt bequem per XiaoxiangBMS-App, welche für iOS (AppStore-Link) und Android zur Verfügung steht:

Zusätzlich – und das ist der entscheidende Mehrwert – lassen sich die BMS-Messwerte per JBD-UART-RS485-Adapter (siehe Link oben) in Echtzeit mit dem Inverter teilen. Dazu kann das BMS per USB am Venus-OS-Controller (in meinem Fall ein RaspberryPi 3) mit Hilfe der Software-Erweiterung dbus-serialbattery (GitHub-Link) eingebunden werden.

Alle relevanten Batterie-Daten können dann im Victron-Interface eingesehen und weiterverarbeitet werden. Und wie man an nachfolgendem Screenshot sieht, können damit sogar mehrere Batteriepacks überwacht werden:

Batterie-Pack-Gehäuse und Zubehör -> 150€ (pro Batteriepack)

Damit die Batterie-Zellen samt BMS vernünftig untergebracht sind, habe ich mich für eine Konstruktion aus Siebdruckplatten entschieden. Ziel war ein lüfterloses Design, welches dennoch eine ausreichende Konvektionskühlung durch den „Kamineffekt“ erreicht. Hier zu sehen in einer ersten Version ohne Deckel:

Die Batteriezellen werden dabei in zwei Reihen a 8 Zellen angeordnet und leicht „eingespannt“, was empfohlen wird, um ein Ausdehnen der Batterien bei hohen Ladeständen zu minimieren – was sich wiederum positiv auf die Lebensdauer auswirken soll. Am „Kopfeende“ wird das BMS samt Anschlussstecker montiert, um kurze Kabelwege und ein möglichst kompaktes Gehäusedesign zu realisieren:

Rechts in grau ist auch der recht brachial wirkende Anderson Anschlusstecker (Affiliate-Link) zu sehen, der das 70mm2-Anschlusskabel (Affiliate-Link) konnektiert.

Nur ansatzweise sichtbar, ist die 200A-Sicherung (Affiliate-Link) zwischen rotem Anschlusskabel um Batterie-Terminal, welche berührungsgeschützt unter dem schwarzen Schrumpfschlauch sitzt.

UPDATE VOM 10.02.2022: Ich habe mir nach der Diskussion mit Günter jetzt vorsichtshalber doch die teureren Victron 58V 48V 125A-300A Megafuse Sicherungen (externer Link) bestellt (in meinem Fall 250A), die explizit für höhere Spannungen bis 58V ausgelegt sind. UPDATE ENDE

Das Anschlusskabel wird dabei mit zwei Rohrkabelschuhen Typ A14-M8 (Affiliate-Link) am BMS und auf der Batterieseite mit zwei Rohrkabelschuhen Typ A14-M6 (Affiliate-Link) samt übergezogenem Schrumpfschlauch 16mm (Affiliate-Link) befestigt.

Und hier das fast fertige Ergebnis, welches noch durch einige Details (Tragegriffe, gedruckte Lüftergitter, etc.) ergänzt wird:

Inverter (Wechselrichter) + RPI3 -> 1.600€

Um die 48V-Gleichspannungsbatterie in das 230V-Wechselspannungsnetz einzubinden, wird ein Inverter bzw. Batterie-Wechselrichter benötigt. In meinem Fall als Standalone-Gerät, da der Wechselrichter der PV-Anlage bereits vorhanden ist und es – zumindest aktuell – keinen Hybridwechselrichter gibt, um die mittlerweile knapp 25kWp umfassende PV-Anlage (hier vorgestellt) inkl. Batterie leistungstechnisch zu managen.

Da die Einbindung des „Niedervolt“-Stromspeichers auf der Wechselspannungsseite erfolgt, ist der Wirkungsrad leider etwas schlechter, aber einen Tod muss man eben immer sterben. Andererseits lässt sich der Wirkungsgrad laut meinen ersten Tests dennoch sehen. Zwischen 80% und max. 90% der brutto eingespeisten Energie lässt sich vom Speicher wieder zurückholen, vorausgesetzt man bewegt sich nicht in den leistungstechnischen Grenzregionen des Inverters. Mehr dazu im nachfolgenden Blogpost Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS.

Beschäftigt man sich etwas mit dem Thema Batterieinverter, bleibt man zwangsläufig bei der Marke Victron Energy hängen. Etwas länger habe ich dann gebraucht, um das notwendige technische Konstrukt zu verstehen, welches notwendig ist, um einen Batteriespeicher „netzfähig“ zu machen. Aber es ist eigentlich gar nicht sooo kompliziert, wenn man es einmal verstanden hat.

Kurzgefasst: Am Inverter – in meinem Fall ein Victron Multiplus II 48-5000 (Affiliate-Link) – wird auf der einen Seite das Batteriepack (bzw. werden die Batteriepacks parallel) angeschlossen und auf der anderen Seite das Hausstromnetz über den zentralen Schaltschrank – inkl. passendem RCD und LS. Das wirklich Geniale am Victron ist in diesem Kontext, dass er hard- und softwareseitig alle Voraussetzungen inkl. Zertifikate – konkret das sogenannte Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4105:2018-11 (externer Link) und NA-Schutz (externe Link) besitzt, um z.B. in Deutschland (aber auch anderswo) DIN VDE-konform betrieben werden zu können.

UPDATE VOM 17.03.2022: Harald hat gerade darauf hingewiesen, dass der 5000er Victron die Schieflastgrenze hardwareseitig – zumindest auf dem Papier – ganz knapp überschreiten kann, sofern man ihn einphasig betreibt. Wer auf Nummer-Sicher gehen will, sollte deshalb besser nur den kleineren Bruder Victron Multiplus II 48-3000 (Affiliate-Link) einsetzen. Im Normalfall sollte die geringere Lade- und Entladeleistung immer noch ausreichen. Auch „schont“ man damit zusätzlich das Batteriepack, sofern man nur eines einsetzt – und natürlich auch seinen Geldbeutel, da der kleinere Inverter gut 500 Euro weniger kostet.

Davon unabhängig habe ich mittlerweile bereits zwei 5000er nachgelegt, um einen dreiphasigen Betrieb inkl. Nostromfunktionalität (bzw. eigentlich verzögerungsfreien Ersatzstrom) zu realisieren. In diesem Fall ist wohl die besagte Schieflastgrenze kein Problem mehr, was ich aber eigentlich auch nicht so wirklich nachvollziehen kann. Denn ich könnte ja auch nur einen Inverter mit 5000W „laufen“ lassen, während die anderen vor sich hin dümpeln – oder wird das durch den Dreiphasenverbund irgendwie unterbunden? Evtl. kann mir das mal jemand genauer erklären anhand eines Beispiels oder hat einen brauchbaren Link für mich. Danke im Voraus!

Ach – und nachfolgend noch ein Bild der taufrischen neuen Konfiguration, die platzoptimiert übereinander angebracht wurde:

UPDATE ENDE

UPDATE VOM 06.05.2022

Jens hat per Kommentar die Info geteilt, dass die Firmware 495 genau dieses Problem adressiert, sodass sich die maximal abgegebene Leistung der 5000er Multiplus auf 4,6kV (20A bei 230V) begrenzen lässt. Damit lässt sich also auch ein einzelner Batteriewechselrichter in einer dreiphasigen Umgebung den Vorschriften konform betreiben. Eine Zertifizierung steht wohl noch aus, aber diese wird hoffentlich bald folgen. Danke nochmal Jens für diese wichtige Info! In diesem Thread (Victron Community Link) wird darüber auch diskutiert. Weitere Infos gibts dann auch noch hier: Victron Community (externer Link)

UPDATE ENDE

Der Multiplus wird dann per Victron MK3-USB Schnittstelle (VE.Bus auf USB) (Affiliate-Link) an einem Raspberry Pi 3 (Affiliate-Link) angeschlossen, auf dem die Open-Source-Software VenusOS (GitHub-Link) installiert ist.

Das muss man sich einmal vorstellen: Victron stellt sein „Betriebssystem“ als Open-Source-Software zur Verfügung, sodass es auf einem günstigen RPI genutzt und um Erweiterungen (siehe BMS-Einbindung weiter oben) ergänzt werden kann! Wie genial ist das bitte? Aber es wird sogar noch besser in Bezug auf softwareseitige Ansteuerung – dazu später mehr…

In meinem Fall starte ich jetzt mit einem Multiplus, um eine einphasige Anbindung (auf Phase 1) bis 20A (Schieflastverordnung) zu realisieren. Durch die Phasenkompensation des Stromzählers ist es dann im netzparallelen Betrieb völlig egal, auf welcher Phase tatsächlich der Strombedarf entsteht, da der Stromzähler eben alle Phasen „saldiert“.

Später könnte ich das Setup um zwei weitere baugleiche Multiplus ergänzen, um einen synchronen Dreiphasenbetrieb zu realisieren. Dann hätte ich nicht nur die theoretisch dreifache Leistung zur Verfügung, sondern könnte im Falle eines Stromausfalls auch das komplette Haus im Notstrommodus weiterversorgen – sogar per „Drehstrom“. Aber das ist – wenn überhaupt – eine spätere Ausbaustufe und hier sind auch noch weitere Anpassungen/Erweiterungen notwendig, um bspw. den Betrieb des AC-seitigen PV-Wechselrichters im Notstromfall zu ermöglichen. Aber das führt an dieser Stelle viel zu weit…

Jedenfalls ist das Victron-System komplett skalierbar, sodass im privaten Umfeld im Grunde keinerlei hardwareseitige Limitationen existieren. Man könnte sogar mehrere Multiplus parallel schalten, um die Leistung pro Phase zu erhöhen. Ich glaube das Maxmium liegt bei 12 Multiplus(en) im synchronen 3-Phasenbetrieb (dann eben 4 pro Phase). Crazy!

Aber vielleicht knicke ich doch schon früher ein als gedacht und rüste wenigstens einen Multiplus (auf Phase 2) nach, um die Ein- und Ausspeiseleistung der Batterie zu verdoppeln – und weniger ins Netz zurückspeisen zu müssen. Aktuell ist nämlich im Dauerbetrieb „nur“ 3,3kW (Batterieladung) und 4,4kW (Batterieentladung) aufgrund von thermischer Aufheizung und Herunterregelung durch den Inverter realistisch.

Regelungstechnik zwecks Nulleinspeisung – 0€ (gewöhnlich jedoch ca. 170€)

Im Normalfall wird „einfach“ der Victron Stromzähler ET340 (Affiliate-Link) für knapp 170 Euro direkt nach dem Stromzähler des Netzbetreibers installiert und über das Victron OS eingebunden. Das war es auch schon – und der Victron versucht kontinuierlich die oben beschriebene Nulleinspeisung nachzuregeln.

In meinem Fall wollte ich auf den zusätzlichen Victron Stromzähler verzichten, da ich im Rahmen meiner PV-Installation sowieso bereits ein Smart-Meter von SolarEdge installiert habe, dessen Messwerte im Loxone-System im Sekundentakt aktuell zur Verfügung stehen. Diese notwendige Information bzgl. aktueller Einspeise- bzw. Bezugsleistung, die also sowieso vorliegt, wollte ich deshalb direkt nutzen und über meine eigene Loxone-Regelungslogik den Multiplus passgenau steuern.

Und tada: Victron bietet für diesen Fall (und andere) eine Modbus TCP-Anbindung (externer Link), perfekt also für die externe Steuerung durch Drittsysteme – wie Loxone. Alle verfügbaren Befehle inkl. notwendiger Register stehen auf dieser Victron Download-Seite -> „Modbus TCP register list“ zur Verfügung. Hierfür ist lediglich die Eingabe der eigenen E-Mail-Adresse notwendig.

Long story short: Die Ansteuerung funktioniert nach etwas Herumprobieren absolut perfekt und zuverlässig! Zwar musste ich in Loxone einige Regeln hinterlegen, damit alle „Sonderfälle“ berücksichtigt werden, aber damit habe ich eine absolut flexible bzw. skalierbare Lösung.

Ein „Sonderfall“ ist bspw., dass der Inverter mind. jede Minute die Info erhalten muss, wieviel Leistung er ins Netz pumpen bzw. wieviel Leistung er umgekehrt in die Batterie schicken soll – auch wenn sich der Wert gar nicht ändert. Das ist quasi als Fail-Safe-Funktion implementiert. Sobald die Steuereinheit keine (plausiblen) Werte mehr liefert, schaltet der Multiplus spätestens nach einer Minute die gesamte Leistung runter, um eine etwaige (und nicht erlaubte) Netzeinspeisung zu unterbinden. Vorbildlich!

Jedenfalls müssen dieser „Sonderfall“ zusammen mit anderen Tweaks dann in der Loxone Config abgebildet werden, worauf ich auch noch irgendwann mal im Detail eingehen werde. In der Visualisierung sieht es dann soweit recht aufgeräumt aus:

Aus meinem täglichen Leben

Das Projekt „Operation Hausspeicher“ war mit Abstand das aufwändigste (neben der PV-Anlagenerweiterung) in den letzten Monaten und entsprehend konnte ich in diesem ersten Blogpost auch nur an der Oberfläche kratzen.

Viele Themen werden in nachfolgenden Blogposts in der Kategorie Batteriespeicher vertieft und dienen dann auch mir selbst als Dokumentation, damit ich in einigen Jahren noch weiss, warum ich was wie konzipiert und umgesetzt habe – z.B. um den Speicher zu erweitern oder andere Anpassungen vorzunehmen.

Auf der Kostenseite bin ich überschlagsmäßig gerechnet bei etwas über 6.500 Euro gelandet. Hier und da kommt dann doch noch mal ein Kostenpunkt dazu und insbesondere die Anmeldung samt abschließender Prüfung durch den Elektriker steht ja auch noch aus. Ich denke, dass die im Titel genannten „unter 7.000 Euro“ aber schon ganz gut hinkommen. Evtl. muss ich auch noch sicherheitstechnisch nachlegen, damit eine Anmeldung möglich ist. Ich denke aber, dass ausreichend Schutzmechanismen (insb. Absicherung, BMS, Berührungsschutz, Trennstecker, etc.) vorhanden sind. Aber let’s see…

Insgesamt habe ich mit der DIY-Lösung sogar ein besseres Gefühl als bei einer kommerziellen Lösung auf Basis von LiIon-Batterien, dessen Innenleben (z.B. BMS) sich komplett ausserhalb meines Einfluss- und Wirkungsbereichs befindet.

Ach und insgesamt habe ich auch einige Euro für Werkzeug ausgegeben, die ich aber nicht 1:1 auf dieses Projekt durchreichen kann. In den kommenden Detail-Blogposts werde ich hierauf auch nochmal gesondert eingehen.

Leider findet man im Internet bei solchen Bauprojekten auch immer nur reine Inselsysteme, die im Gegensatz zu netzparallelen Energiespeichersystemen – wie meinem – nicht anmeldepflichtig sind. Seht mein Vorhaben also mal als Referenzprojekt.

Ernstzunehmende Sicherheitshinweise —> LESEN!

Mittlerweile gibt es bereits viele Inhalte zum Thema „LiFePo4“ auf YouTube, die jedoch eher selten auf Sicherheitsaspekte eingehen. Insgesamt ist alles natürlich auch kein Rocket-Science, aber…

An dieser Stelle der etwas längere Hinweis, dass Elektroarbeiten nur von Fachpersonal durchgeführt werden dürfen – insb. wenn 230V mit im Spiel ist. Denn hier herrscht Lebensgefahr. Punkt. Deshalb muss der oben beschriebene Victron Multiplus auch vom Profi netzseitig in Betrieb genommen werden. Ich übernehme keinerlei Haftung für Dritte und etwaig entstandene Schäden.

Aber auch die 48V-Batterieseite ist „nicht ohne“. Auch wenn es sich hiebei um Schutzkleinspannung handelt und man auch als „Fachfremder“ Hand anlegen darf, sollte man hier genauestens wissen, was man tut. DENN: Gerade bei diesen geringen Spannungen fließen ENORME Ströme – und entsprechend hoch kann die Wärmeentwicklung inkl. Brandgefahr sein, wenn Leitungen falsch ausgelegt oder bspw. Quetschverbindungen unzureichend ausgeführt bzw. kontaktiert werden.

Und auch wenn die LiFePo4-Zellen im Normaleinsatz quasi nicht brennbar (aufgrund der Zellchemie) sind, kann ein Kurzschluss – bspw. durch das versehentliche Zusammenführen von + und – Pol durch einen Imbusschlüssel – das Metall zum schmelzen bringen, was wiederum eine Brandgefahr UND ein enormes Sicherheitsrisiko für den Ausführenden mit sich bringt.

Man muss sich immer vergegenwärtigen, dass in einer solch großen Batteriezelle enorme Energiemengen gespeichert sind, die durch den geringen Innenwiderstand in kürzester Zeit abgegeben werden können, was schnell mal 1000A+ übersteigen kann. Und das ist wirklich verrückt und übersteigt selbst ein Schweißgerät um Längen!

Deshalb immer passende Schutzvorkehrungen treffen beim Umgang mit Strom, insbesondere auch bei Batterien – konkret Sicherheitshandschuhe samt Sicherheitsbrille tragen und wo es geht auf Berührungsschutz achten!

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

284 Gedanken zu „Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€“

  1. E-Auto soll also über den Akku Nachts geladen werden? Das ist nicht nur äußerst ineffektiv aufgrund mehrfacher Ladeverluste sondern auch in Anbetracht das AC Ladung auf Dauer nicht gute ist für ein E-Auto doch etwas Unsinnig! Wenn schon ein Auto vorhanden warum nicht direkt DC DC Ladung? Warum nicht das Auto als Speicher/Puffer nutzen? Warum nicht seine Lebensweise anpassen und Waschmaschine/Trockner dann nutzen wenn die PV liefert? Das ist der wichtigste Ansatz bei PV: nutze sie so wie sie kommt und dann müssen mal amte Zöpfe ab!

    1. Hi!
      Das sehe ich grundsätzlich anders.

      Wenn der Hausspeicher groß genug dimensioniert ist, ist das absolut kein Thema. Denke diesbezüglich wird sich die grundlegende Meinung auch bald ändern.

      Insgesamt geht es ja darum das Ungleichgewicht von Erzeugung und Verbrauch zusammenzuführen. Ob ich mit dem Speicher jetzt mein Haus versorge in der Nacht oder mein Auto, ist im Grunde egal. Verbraucher ist Verbraucher. Ohnehin wird das Auto per Überschussladung bestmöglich mit der PV-Erzeugung synchronisiert, aber das reicht eben nicht, da es oft erst Abends Zuhause steht. Und das Thema bzgl. Anpassung des Nutzungsverhaltens und Waschmaschine nur tagsüber laufen lassen etc., habe ich bereits aufgegeben. Das klappt einfach nicht.

      So oder so finde ich das Konzept stimmig, insb. auch aufgrund des hohen Wirkungsgrades des ESS von knapp 90%. Dazu wird es auch nochmal einen gesonderten Post geben, da das sicher viele Leser interessiert.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Und wer sagt, dass AC-Ladung für ein E-Auto auf Dauer nicht gut ist? Das höre ich zum ersten Mal… :D

    2. Erstmal was ich vergaß: Respekt vor soviel Mut an so einem Projekt und echt interessant!
      Du unterschätzt aber erheblich die Ladeverluste!
      Ich denke dein Wirkungsgrad liegt ehr bei 60-70%
      Wärme ist nie gut für einen Akku und bei AC Ladung entsteht diese mehr als direkt mit DC und bei schnellerer Ladung natürlich auch.
      Du hast viele Ladeverluste PV(DC)-Wechselrichter(AC)-Akku(DC)- Wechselrichter(AC)- Wallbox(AC)-Ladegeräte Tesla(AC-DC)-Batterie Tesla(DC)
      Was du in deiner Rechnung vergisst ist die Lebensdauer der Akkus, diese werden selbst vom Hersteller nur mit 10Jahren angegeben daher auch die kurze Garantiezeit von 5Jahren. Ich denke wenn das so kommt wirst du die Anlage nie rentabel betreiben, da die vorher Kosten für Ersatz alles auffressen

    3. Hi Deepblue,

      für mich war gerade die Realisierung der Nulleinspeisung per Loxone-Logik eine komplette Unbekannte. War sehr überrascht, wie einfach es dann doch ging. Auch sonst hat (komischwerweise) alles auf Anhieb geklappt, wobei ich auch wirklich viel Zeit vorab in die Recherche gesteckt habe.

      Zum Thema Ladeverluste beim E-Auto: Um eine AC-Ladestation werde ich in absehbarer Zeit nicht herumkommen, da bereits installiert. Und davon abgesehen: Es gibt aktuell einfach nichts anderes. Die Situation wird sich vielleicht ändern, wenn es günstige Inverter am Markt gibt, die die DC-Spannung der PV-Panels (vielleicht 500-800V) direkt auf das DC-Spannungsniveau (bei Tesla um die 400V) transformieren und so ohne große Verluste ins Auto schieben. Das wäre der Idealfall, den es aber so noch nicht gibt.

      Der kleinste gemeinsame Nenner ist nunmal 230V AC. Wenn ich bei meinem Setup den PV-Strom ohne Umweg über den Hausspeicher ins Auto lade, habe ich gewisse Umwandlungsverluste (DC-AC-AC-DC). Daran kann ich nichts ändern. Die von mir angesprochenen 90% Wirkungsgrad beim ESS sind ausschließlich auf das Zwischenspeichern der Energie im Hausspeicher gemünzt. Lade ich 10kWh in den Akku, kann ich knapp 9kWh später wieder effektiv herausziehen. Ich habe nie behauptet, dass die gesamte Umwandlungskette von PV-Panel bis zum E-Auto-Akku 90% umfasst – das wäre illusorisch. Mit einem Großteil der Wandlungsverluste muss ich auf absehbare Zeit weiterhin leben – auch ohne Hausspeicher.

      Und die Sache mit der Lebensdauer: Jede Batterie unterliegt einer gewissen kalendarischen Alterung. Daran kann man nicht rütteln, außer vielleicht auf eine konstante Umgebungstemperatur um die 15-20 Grad zu achten, was sich positiv auswirken sollte. Worauf man direkten Einfluss hat, ist die Lade- und Entladetiefe. Kappt man hier nur wenige Prozent hinsichtlich der maximalen Speicherkapazität (explizit den oberen und unteren Spannungsbereich der Zellen), erhält man bei LFP-Akkus vermutlich mehrere tausend Zyklen über die Herstellerangabe hinaus. Und man darf nicht vergessen, dass die Batterie dann nicht kaputt ist, sondern immer noch 70-80% der ursprünglichen Kapazität aufweist und stinknormal weiterverwendet werden kann. Die Belastung der Zellen ist beim Hausspeicher – insb. im Vergleich zum E-Auto – zudem ein absoluter Witz. Die Batterien langweilen sich geradezu, in meinem Fall belaste ich die Zellen maximal mit unter 0,2C. Beim Model 3 sind das im Vergleich über 5C, wenn bei einer Beschleunigungsorgie 300kW+ abgerufen werden. Würde mich ehrlich nicht wundern, wenn mich die Zellen des Hausspeichers überleben. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass irgendwann das BMS getauscht werden muss oder eine hitzeempfindliche Komponente im Inverter das Zeitliche segnet.

      Viele Grüße
      Jörg

    4. Es gibt kaum was anderes außer AC laden?? Sorry aber du fährst einen Tesla da gehe ich doch von mehr Hintergrundwissen aus! Jeder Supercharger arbeitet mit DC! Es gibt sogar extra DC Wallboxen!

    5. Ich spreche vom normalen „Hausgebrauch“. Man kann natürlich auch DC-Ladesäulen für 10k+ Euro kaufen (https://www.mobilityhouse.com/de_de/ladestationen/dc-ladestationen.html). Ist das sinnvoll? Dann steckt der AC-DC-Wandler eben in der Ladesäule und nicht im Auto. Glückwunsch!

      Unterwegs hab ich auch schon zig mal mit max. 250kW DC geladen. Aber was denkst du, woraus die SuperCharger ihre DC-Spannung generieren? Die brummenden „Trafohäuschen“ neben den Ladesäulen sind sicher nicht aus Spaß an der Freude installiert…

      Auch wenns interessant ist – langsam geht die Diskussion komplett am eigentlichen Thema vorbei. Und wenn du denkst, dass es mir am technischen Verständnis und Wissen mangelt, bist du hier vermutlich auch falsch aufgehoben.

  2. Hallo Jörg,

    Ich bin begeistert von Deinem Artikel „Operation Hausspeicher – 28kWh für unter 7.000€“.
    Sehr gut finde ich Deine Beschreibung der einzelnen eingesetzten Module/Bauteile und deren Funktionsweise.
    Bitte stelle auch die noch kommenden Artikel gleichermaßen gut verständlich hier im Blog ein. Ich freue mich Dein Projekt damit begleiten zu können.
    Grüße Martin

    1. Hallo Martin,
      freut mich, dass du die Ausführungen als verständlich wahrnimmst. Das ist mir immer ein großes Anliegen! Teilweise wird es auch mir gefühlt etwas zu technisch, aber das ist manchmal einfach unvermeidbar. Jedenfalls werde ich gleich noch ein Schaubild basteln und im Artikel nachliefern, um die Zusammenhänge der einzelnen Komponenten zu verdeutlichen – das fehlt mir gerade noch…

      Bleib am Ball, es wird sicher nochmal interessanter, wenn es an einzelne Details geht.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hallo Jörg,
      dem kann ich mich nur anschließen!!!
      Ich hatte mich bereits vor einem Jahr mit fast dem identischen Setup befasst, doch bin ich jetzt erstaunt, dass es sogar noch einfacher gehen könnte… RPi und auch verzicht auf doppelten Victron Smartmeter. Mache Softlimit 70% mit Fronius – das Energiemangament übernimmt Loxone. 10KWp PV habe ich auch komplett aufgebaut, du schreibst also durchaus für technisch interessierte und versierte Abonnenten! :D
      Mich freut es, dass dies nicht zur Unterhaltung dient, daher alle Achtung, was du mit Loxone alles anstellst und dir so viel Mühe und Herz in den Blog steckst!!
      Einzig weshalb ich bislang kein Batterieprojekt auf die Beine gestellt hatte, waren die Kosten – ich habe nur 3800kWh/p.A. im Haus, bei 44% Autarkie dank Lox. Wirtschaftlich wäre über die Batterie 300-350€/p.A. – derzeitige Stromkosten als Verhandlungsposten. Ich spiele mit dem Gedanken irgendwann mal ein E-Fahrzeug als Hybridspeicher mitzunutzen.
      Aber wer weis, vielleicht wirds ein Tecki-Projekt, wo man nicht auf jeden Cent schaut, es macht mir auch Spaß und finde den gewissen Unabhängigkeitsgedanken sehr charmant.
      Viele Grüsse auch von Martin :D

  3. Hey Jörg,
    bin wieder mal begeistert von deinen Projekten.
    Der einzig deutsche Newsletter den ich noch abonniere.
    Immer weiter so :)
    LG
    Philipp

    1. Hallo jörg. Könntest du evtl den teil der loxone config bzw die gx einstellungen zum abfragen des smartmeters posten. Lg und geiles projekt

    2. Hi Andreas,
      sobald ich chronologisch bei diesem Thema angekommen bin, gibt es diesbezüglich einen separaten Blogpost… Dazu bedarf es nämlich weiterführender Erläuterung, sonst nützt es vermutlich niemandem etwas.

      Viele Grüße
      Jörg

  4. Servus Jörg,
    Grüße aus Nürnberg ! Kompliment für Deine ganzen interessanten Projekte. Echt krass, was Du Dir da alles anliest und vor allem dann auch ordentlich umsetzt. CHAPAEU !
    Und das mit dem Anpassen der eigenen Gewohnheiten an die Gegebenheiten: Die Technik hat dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Das Leben soll damit angenehmer und effizienter werden. Genau richtig so !
    Ach ja, ich werde vermutlich demnächst auf Dich zukommen, wegen MS 2 + KNX Ext..

    GRÜße !!!
    Bernd

    1. Hi Bernd!

      Lange nichts von dir gehört. Danke für dein positive Feedback!

      Wenn du bissl Hilfestellung bei Loxone brauchst, melde dich einfach…

      Viele Grüße und bis bald
      Jörg

  5. Hallo,
    Habe das gleich gebaut nur mit 304Ah EVE Zellen. Als BMS verwende ich BATRIUM, bischen teurer aber Top.
    Das ganze auch mit Victron 3x Multiplus 5000. Echt genial, sogar meine Wärmepumpe 12KW Heizleistung läuft über den Akku.
    So geht Energie-Unabhängigkeit :)

    1. Mega!

      Wollte ursprünglich auch die 304Ah, hätte aber ewig darauf warten müssen… Denke die nächsten Packs (sofern ich erweitere) werden dann auch die etwas größeren Zellen.

      Wieviele Packs betreibst du parallel?

      Batrium hatte ich mir auch überlegt, war mir aber zu teuer und bei meinem BMS habe ich pro Pack alle Funktionen in einem Gerät vereint. Kann damit auch einfach mal einen Pack aushängen. Finde ich ganz praktisch, dass die Packs unabhängig voneinander verwaltet und genutzt werden können.

      Hast du dein System beim Netzbetreiber angemeldet oder nutzt du es im Inselbetrieb?

      Viele Grüße
      Jörg

    1. Naja, wird sich noch zeigen, wie kompliziert es tatsächlich in Deutschland ist. Vielleicht ist es auch ganz easy – wie gesagt kann ich leider auf keinerlei belastbare Erfahrungswerte zurückgreifen. Jedenfalls schon mal ermutigend zu hören, dass es bei dir unproblematisch war.

      Viele Grüße
      Jörg

  6. Hallo Jörg,
    dein Artikel trifft genau meinen Nerv. Ich lese mich auch schon ein bisschen in DIY-Speicher ein, da mir die käuflichen einfach zu teuer sind. Natürlich lohnen die sich bei den aktuell stark steigenden Energiekosten auch bald ;). Gerade das Thema Abnahme interessiert mich sehr, da ich auch gerne bastel (#knx), die Sache in einem Wohnhaus aber natürlich auch Hand und Fuß haben soll. Muss dann nur die Wechselstromseite vom Elektriker angeschlossen werden und schon ist alles tutt? So ganz klar ist mir das noch nicht geworden. Auch das „saldieren“ des Stromzählers bei den drei Phasen interessiert mich noch genauer. Im grunde habe ich bei mir die Last recht gut auf die drei Phasen verteilt. Stört das bei einphasiger Stromversorgung nicht? Ein Kriterium für mich war daher die Notstromfähigkeit auf drei Phasen.
    Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Blogposts! :)
    Liebe Grüße aus Würzburg
    Stefan

    1. Hi Stefan,

      da bin ich voll bei dir! Das ESS muss nach der Einrichten und bissl Tweaking im Dauerbetrieb über Jahre „einfach so“ laufen. Entsprechend muss das Konzept und die Umsetzung perfekt sein, keine Frage.

      Die Wechselstromseite muss vom Elektriker angeschlossen werden, korrekt. Die DC-Seite ist eigentlich unkritisch, wobei sich der Elektriker schon das Gesamtkonstrukt (inkl. DC-Seite) genau anschauen muss, um seine Freigabe geben zu können. Was genau davon den Netzbetreiber interessiert, werde ich bald sehen. Denke aber, dass das örtlich je nach Dienstleister individuell sein wird.

      Die Beachtung der Lasten pro Phase ist im netzparallelen Betrieb völlig egal – aufgrund der Saldierung des Stromzählers. Man darf mit dem Inverter dann eben keine „Schieflast“ auf einer Phase erzeugen, also max. 20A ein- bzw. ausspeisen.

      Im Inselbetrieb – bspw. bei Stromausfall – sieht das ganz anders aus. Hier muss man sich damit auseinandersetzen, welche Verbraucher auf welcher Phase laufen. Möchte man alle Verbraucher betreiben, werden mind. drei Victron Multiplus im 3-Phasenverbund benötigt. Ein Multiplus kann eben immer nur eine Phase bedienen.

      Für den Start ist es bspw. auch möglich an dem – ich nenne ihn mal – USV-Anschluss des 5000er Multiplus einige Verbraucher (realistisch vermutlich bis 3-4kW Dauerlast) direkt anzuschließen. Diese werden dann im Falle eines Stromausfalls komplett verzögerungsfrei (glaube es waren max. 20ms Verzögerung) durch die Batterie versorgt.

      Das Thema Notstromfähigkeit ist aber insg. recht komplex, sofern man einen netzparallelen Betrieb in Kombi mit der Notstromlösung für das gesamte Haus anstrebt und dann auch noch die Batterie per AC-seitig eingebundenem PV-Inverter nachgeladen werden soll. Ich werde mich an das Thema schrittweise herantasten und vermutlich auch darüber schreiben, bleib also einfach am Ball. :)

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Vielen Dank Jörg, ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht und werde mal die örtlichen Bedingungen von EVU und Elektriker prüfen :).

  7. Ich hatte vor kurzem meine geplante Anlage mit einem erfahrenen Victron Installer diskutiert und einige Tips zu Sicherungen bekommen, die teilweise auf deine Anlage auch zutreffen

    Deine Batteriesicherung ist nur bis 32 V zulaessig (Steht auch in der Beschreibung ?)
    Bei 50V bekommst du im Abschaltfall eventuell einen stehenden Lichtbogen – DC !!
    Es gibt solche Sicherungen bis 50V, die sind aber deutlich teurer.

    Der Nachteil an diesen kompakten Sicherungen ist die sehr geringe Traegheit
    Die schalten bei Lastspitzen schon gerne ab.
    Er empfiehlt dafuer NH00 Lasttrenner – die sind gleichzeitig auch ein Trennelement

    Was mir noch auffaellt, ist die Anbindung deiner Sense Leitungen.
    Wenn im Balancer etwas passiert, dann gluehen die voll auf.
    Ich wuerde in jeden Sense Wire eine z.b. 5 A Sicherung einbauen.

    Sonst ein Super Projekt !

    1. Hi Günter,
      tausend Dank für deine Tipps! Genau deshalb liebe ich den Blog – so komme ich IMMER an zusätzliches Wissen, sobald ich meine Erfahrungen teile.

      Die verlinkten Batteriesicherungen gibt es auch direkt bei offgridtech.com -> externe Link. Hier steht bei „Eigenschaften“ -> „Für eine maximale Spannung von 58V/DC“. Bei Amazon steht bei genau diesen Sicherungen „Geeignet zur Verwendung in 12V und 24V Systemen“ und dann nochmal „5er Set 32V Megasicherung 200A“. Bin verwirrt. Aber wenn du andere/bessere Schmelzsicherungen empfehlen kannst, die definitiv für höhere Spannungen bis 58V bzw. 60V ausgelegt sind, sag bitte Bescheid. An einen NH00 Lasttrenner hatte ich auch schon gedacht, aber einfach nichts Passendes gefunden für so hohe Lasten. Evtl. hast du auch hier einen konkreten Produktvorschlag?!

      Bzgl. zusätzlicher Absicherung der Balance-Leads hatte ich auch bereits überlegt insgesamt 16 dieser Sicherungshalter Inline (Affiliate-Link) nachzurüsten und dann 2A oder 5A Sicherungen einzulegen. Wenn ich mich recht erinnere, bietet das Batrium-BMS – als das einzig mir bekannte – auch eine solche Funktionalität. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass hier etwas passieren kann? Habe die über die Batteriezellen verlegten Balance Leads auch (teilweise mehrfach) in Schrumpfschlauch verpackt (siehe Bild oben) – da sollte ein kurzes „Schmoren“ im Extremfall eigentlich auch keine allzugroße Sicherheitsgefahr darstellen, oder? Fragen über Fragen.. :D

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Habe mir jetzt nochmal neue Sicherungen bestellt… Siehe dazu das „UPDATE VOM 10.02.2022“ im Blogpost und danke nochmal für deinen Hinweis.

      Viele Grüße
      Jörg

  8. Die Spannungsfestigkeit ist schwer abzuschaetzen – aber wenn ein Lichtbogen doch stehen bleibt, dann schmilzt dort einiges…

    Die Aussage des Victron Installers war, dass er immer wieder Probleme hatte weil diese kompakten Sicherungen einfach zu „flink“ sind und ungewollt ausloesen

    Er verwendet NH00 Sicherungen in Mersen Multibloc NH-Trennern 2.030.000
    Da sind 3 Sicherungen drin, aber die kosten weniger als die seltenere Einzelvariante
    Sind normal im Grosshandel verfuegbar (ueber Elektriker)

    Wenn man viel Zeit hat, dann kann man diese NH Trenner etwas modifizieren, und einseitig auf eine ausgeschnittene vernickelte Kupferplatte montieren damit eine saubere Hochstromsammelschiene entsteht
    Oder man nimmt das fertige Victron Lynx als Schiene und baut ein Schlangennest aus Kabeln…

    Ich habe einen Victron Quattro 8000 extrem guenstig bekommen, daher verwende ich den vorerst als Lernumgebung. Spaeter wird das dann voll 3phasig mit Multiplus5000 um mit PV Inselbetrieb zu koennen.
    DIe DC Verteilung ist aber gleich auf Vollausbau ausgelegt.

    Ich verwende Pylontech US2000 Akkubloecke , immer 2 Stueck direkt parallel ueber 2x25qmm an die NH Sammelschiene separat gesichert angebunden.
    Derzeit 8 US2000, spaeter 16 Stueck
    Die braucht man alleine schon von der maximal Strombelastbarkeit
    Der Quattro 8000 kann z.b. Spitzenleistung 16 kVA liefern – 320 A aus der Batterie !

    Wenn man Insel Betrieb macht, dann muss unbedingt die 1:1 Regel von Victron beachtet werden.
    Die Batterie muss zumindest kurzzeitig die volle Power der PV Anlage aufnehmen koennen.
    Auch die spezielle Regelung der Fronius Inverter hilft da angeblich nicht wirklich.

    Das heisst bei deiner 20kWP Anlage musst du mit 400A laden koennen, sonst wird das instabil !
    Wenn man das vermeiden will muss man PV uber DC anbinden, aber da gehen nur max 450V Stringspannung

    Derzeit ist alles nur theoretisch, der Aufbau dauert noch etwas

    Vorher baue ich meine gesamte Elektroverteilung komplett neu und mache eine separate USV Ebene im Haus
    Ich habe eher zukunftssicher gebaut – aber nach 40 Jahren muss dann doch einmal alles moegliche raus
    Die Lieferzeiten sind derzeit extrem – daher geht einfach nichts weiter

    Ich habe sicher keine guenstige Loesung geplant, das rechnet sich nie…
    Faellt unter Hobby und da gelten keine kommerziellen Regeln !

    Ausserdem bin ich 65+ , das muss fuer Handwerker wartbar werden, die wollen keinen Raspi…
    Daher alles mit normalen Victron Komponenten

  9. Da mich das Thema Stromspeichern schon seit langem interessiert, bin ich auch auf die noch leider unbekannte „Salzbatterie“ gestossen.
    Allerdings läuft dieser Akku mit einer Betriebstemperatur um 250 Grad Celcius, was übersetzt heissen könnte, laufender Gebrauch mit Aufladen, Entladen. Mit der angegeben Nutzungsdauer von 15 Jahren sticht aber gerade dieses Merkmal hervor. Für einen Vergleich müsste also die Rechnung so aussehen: was kostet mich die Stromspeicherung insgesamt über 15 Jahre im Vergleich zu anderen Technologien. Auch der Umweltaspekt müsste einbezogen werden.
    LinK:
    https://www.innov.energy/de/salz-technologie
    Speichern mit Kochsalz.
    Unserer Umwelt zuliebe!
    Wo macht es Sinn, eine Salzbatterie einzusetzen?
    Überall, wo viel Energie produziert wird und mittlere Leistungen abgefragt werden.
    Überall, wo eine hohe Lebensdauer erforderlich ist.
    Überall, wo ein wartungsfreier Einsatz notwendig ist.
    Überall, wo in kritischen Infrastrukturanlagen die Minimierung der Brandlast unabdingbar ist.
    Überall, wo extreme klimatische Verhältnisse herrschen.
    Konkret heisst das, Haushalte und Gewerbebetriebe, die einen stationären Batteriespeicher für normale mittlere Leistungsabfragen benötigen.
    Wofür ist die Salzbatterie nicht geeignet?
    Überall, wo hohe Leistungen erforderlich sind, wie z.B. eMobilität oder Netzdienstleistungen.

    1. Hi Peter,
      alternative Ansätze finde ich immer spannend. Die einzige Salzbatterie, die ich spontan gefunden habe, kostet knapp 8.000 Euro für 4kWh nutzbare Kapazität. Ist dann bissl ernüchternd…

      So oder so sehe ich die LiFePo4-Zellen auf absehbare Zeit als alternativlos an – aus den im Blogpost beschriebenen Gründen.

      Viele Grüße
      Jörg

  10. Hallo und danke für den Blog,
    Ich hätte eine Frage bezüglich der beiden Batterie-Packs.
    Diese sind an den Victron parallel angeschlossen. Hast du die Packs einfach angeschlossen oder ein balancing durchgeführt.
    Walter

    1. Hi Walter,
      das Thema werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal detailliert behandeln.

      Aber vorab: Beide Batteriepacks sind parallel angeschlossen am Victron Multiplus, korrekt. Siehe dazu auch die Skizze im Menüpunkt „ESS-Einbindung“.

      Bevor man mehrere Batteriepacks „zusammenschließt“, muss man unbedingt darauf achten, dass Spannungen aller Packs identisch sind (oder nur minimal abweichen). Denn sonst fließen enorme Ausgleichsströme zwischen den Batteriepacks, bis sich deren Spannungen synchronisieren. In meinem Fall hatte ich trotz fast identischer Spannungen kurzzeitige Ausgleichssträme von 120A zwischen den Packs.

      Auch sollte man vor dem Zusammenschalten die Inverterfunktion am Multiplus deaktivieren, um zusätzliche externe Ströme zu verhindern – sonst könnten sogar die Sicherungen auslösen. Es ist zudem sinnvoll, die Relais der BMS zu deaktivieren, damit beim Verbinden der Stecker keine Funken an den Steckverbindungen entstehen.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Und die Zellen jedes Batteriepacks sind vor der Inbetriebnahme natürlich untereinander synchronisiert worden durch ein „Top Balancing“, um Zelldifferenzen zu miminieren…

  11. Hallo Jörg,

    sehr spannendes Thema, bin seit mehreren Monaten genau an der gleichen Planung.
    Dein Beitrag ist genau zu rechten Zeit erschienen.
    Bei meinen Rescherchen wollte ich ein BMS von JKBMS einsetzen.
    https://www.jkbms.com/products/active-balancer-bms/
    Dieses wurde in den zahlreichen YouTubes Videos über DIY Powerwalls sehr gelobt.
    Dein Ansatz mit dem QUCC und RS485 Anbindung klingt aber auch spannend.
    Hast Du mit den Siebdruckplatten keine Angst wegen Brandgefahr, ich plane eher ein Blechschrank oder Gehäuse zu verwenden.
    Bin gespannt auf weitere Details von Deinem Projekt.

    Grüße Wolfgang

    1. Hi Wolfgang!

      Das JKBMS lässt sich wohl ebenso recht einfach über die Software-Erweiterung „dbus-serialbattery“ in Victron OS einbinden -> Github-Link -> „Driver support:“
      Fand das QUCC spannend, da es ein Relais nutzt, um die Power durchzuleiten und keine Mosfets, die sich bei höheren Strömen stärker erwärmen und vermutlich auch etwas am Wirkungsgrad knabbern (nicht von mir verifiziert).

      Schau dir bzgl. Brandgefahr der LiFePo4-Zellen mal das im Artikel verlinkte Datenblatt an (S. 5/11). Glaube da müsste man schon ewig mit einem Bunsenbrenner draufhalten, bis sich da was tut… Du kannst die Zellen fallenlassen, kurzschließen, einen Nagel reinhämmern, überladen etc. -> da scheint einfach nix zu passieren… Bleiben dann noch die Stromkabel im Gehäuse, die natürlich abgesichert sein sollten, um eine Überhitzung im Falle eines Kurzschlusses zu verhindern. Werde diesbezüglich wohl auch noch die Sensing-Cable des BMS mit eigenen Sicherungen ausstatten, um hier safe zu sein. Details dann im nächsten Blogpost.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hallo Jörg & Community
      ich hänge mal hier an, die Kommentare werden langsam etwas unübersichtlich für mich :)
      Ist das JK BMS immer noch das was man aktuell nutzen würde und sauber an die ESS Lösung anbinden kann, es gab ja Kommentare mit Verfügbarkeit bzw. Serial Anbindungsproblemen oder?

      Ist das DALI BMS vermutlich auch über RS485 hier die aktuell sauberste Lösung?
      Für Tipps von Euch bin ich sehr dankbar.
      Ich plane aktuell 8-10kwh LIFEPO, VE Multi+2 48V-5000, mit BeagleBone (soll noch stabilerer laufen als RPI) und einem unklaren BMS…

      VG Martin

  12. Hej,

    toller Artikel.

    Wenn Du den nach Abschluss Deiner Arbeiten auf 60 Seiten zusammenfasst, incl. Skalierung auf mehr als 28kWh (mein eAuto hat 64kWh, ich würde gerne 35kWh+ aus dem Speicher laden können), Konfiguration der Regeln/Skripte, die richtigen Trenner und Sicherungen, komplette Einkaufsliste halt – ich würde dafür als Buch durchaus bezahlen.

    Danke

    1. Hi Oliver,
      das kann ich mir tatsächlich vorstellen… Habe ich vor einigen Jahren bereits mit dem hier im Blog noch irgendwo verlinkten E-Book zu FHEM so ähnlich gemacht (wird auch tatsächlich immer noch gekauft). Bleib also einfach am Ball – am besten per Newsletter -, dann verpasst du nichts in diesem Zusammenhang. :)

      BTW: Im Grunde kann man mit der hier vorgestellten Lösung easy auch mehr als 2 Batteriepacks parallel schalten. Wüsste nicht, was hier aus technischer Sicht der begrenzende Faktor ist. Habe auch vor hier noch etwas nachzulegen, damit man aus dem Hausspeicher auch mal easy mehr als „100km“ (20kWh) nachladen kann.

      Viele Grüße
      Jörg

  13. Finde das Thema super spannend. Konkret würde mich ein Grundlastspeicher interessieren. Z.B. 3-4 kWH (effektiv). Komplettsysteme sind leider immer noch zu teuer. Ich hoffe da tut sich noch etwas im Preis in den nächsten 1-2 Jahren.

    1. Hi Stefan,
      spontan würde ich bei einen 5kWh großen DIY-Speicher inkl. ESS-Funktion mit Hardwarekosten in Höhe von ca. 2.000Euro ausgehen (nagel mich aber bitte nicht darauf fest). Als Inverter den kleineren Victron Multiplus II 48/3000 (Affiliate-Link) 1.000Euro (Vergleich der verschiedenen Multiplus-Modelle hier (externer Link), 16x 100Ah EVE-LiFePo4-Zellen 600Euro, BMS 130Euro, RPI3 50Euro, diverse Kabel, Adapter und Gehäuse nochmal 200Euro. Dann evtl. noch den Victron Stromzähler ET340 (Affiliate-Link) für 170Euro, sofern man die Ansteuerung nicht über ein bereits installiertes Smart-Meter realisieren kann.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: So extrem viel günstiger wird das denke ich auch in Zukunft nicht werden. Setzte nur mal die oben genannten Speicherkosten in Relation zu der restlichen Hardware. Der Speicher wird voraussichtlich günstiger werden, klar. Aber ob die anderen Komponenten maßgeblich weniger kosten werden, wage ich zu bezweifeln.

    2. Hallo Jörg,
      ich hätte gerne ein fertiges Hochvoltsystem, Plug&Play wie es z.B. von BYD gibt. Mein Wechselrichter würde das auch unterstützen. Allerdings liegen da halt die Materialkosten bereits bei ca. 4T EUR für 5 kWh (einschließlich notwendiger Wechselrichter Lizenz). Das lohnt sich meiner Meinung nach (noch) nicht.

      Die alternative wäre dann wie von dir vorgeschlagen ein separates, AC-gekoppeltes System. Der Victron Multiplus II ist mir bei meiner Recherche auch schon aufgefallen. Scheint ein durchdachtes Gerät zu sein. Leider dafür auch nicht ganz günstig. Bisher habe ich mich mit einen AC-gekoppelten Speicher schwer getan aber vermutlich Preis-/Leistungstechnisch der beste Kompromiss. Allerdings würde ich ein Plug&Play System bevorzugen.

    3. Hi Stefan,
      bin ich voll bei dir… Plug&Play ist natürlich immer erstrebenswert, aber ohne echten DIY-Charakter wäre das ja hier im Blog irgendwie auch falsch aufgehoben. :)

      Und nochmal bzgl. Hochvolt- vs Niedervotlspeicher: Über die letzten 30 Tage hatte mein ESS einen realen Wirkungsgrad von 86,4% (siehe dazu das Update im Blogpost Operation Hausspeicher – Wirkungsgrad meines AC-seitig eingebundenen ESS). Die paar Prozent an Differenz, die ich hier durch ein Hochvoltsystem reinholen würde, sind mir ehrlich gesagt egal…

      Und ja, der Victron Multiplus ist auch nicht ganz günstig. Er bietet aber hardwareseitig so viele durchdachte Funktionen, wie bspw. eine Weiterversorgung im Notstromfall mit einer lächerlich geringen Verzögerung von 20ms. Das merken die Verbraucher nichtmal! Welches ESS-System kann das sonst noch – insb. in Kombination mit den ganzen anderen parametrierbaren Sonderlocken (bspw. Frequenzverschiebung zur Leistungsreduktion AC-angebundener PV-Inverter (Victron-Link), um einen vollwertigen Inselbetrieb bei Netzausfall zu ermöglichen)?

      Viele Grüße
      Jörg

    4. Klar ist hier die Einstiegshürde geringer mit so einem „Rack-Batteriepack“. Denke man sollte sich aber so oder so umfangreich mit der Thematik befassen, da es sonst dennoch schnell nach hinten losgehen kann.

      Sorry, zur verlinkten Batterie kann ich leider nichts sagen, da ich deren Innenleben nicht kenne. Hier gibt es sicherlich auch qualitativ Hochwertige und umgekehrt. Viele Tests dazu gibt es im YouTube-Channel von „DIY Solar Power with Will Prowse“ – konkret bspw. dieses Video über die „SOK Server Rack LiFePO4 Offgrid Solar Battery“ (YT-Link).

  14. Hallo Jörg,

    ich bin begeistert von deiner Realisierung des Solarspeichers. Genau das habe ich gesucht. Ich bin jetzt in der konkreten Planung. Dazu habe ich noch folgende Fragen:
    Hast du die Zellen bei Alibaba oder direkt beim Hersteller bestellt? Wurde Versand und Verzollung übernommen?
    Hast du das BMS und den UART-RS485-Adapter bei Alibaba gekauft? Wie war das da mit Versand und Verzollung?
    Ich habe leider noch keine Infos über das BMS und den Adapter gefunden (Datenblatt etc.) Hast du da was?

    Viele Grüße

    Jörg

    1. Hi Namensvetter! :)

      Ich seh schon – die Detailfragen häufen sich. Dazu gibt es dann auch noch einzelne Blogposts…

      Aber vorab:
      Die Bezugsquellen sind oben im Blogpost explizit verlinkt. Da ich vorher selbst bereits negative Erfahrungen beim Erwerb der Zellen auf Aliexpress machen musste, inkl. Kreditkartenzurückbuchung und Stellungsnahme etc. (hatte bei einem SCAM-Anbieter bestellt und der Handelsplattform war alles egal trotz eindeutiger Beweislage), räume ich diesem Thema insb. bei den hohen Kosten einen besonderen Stellenwert ein. Deshalb kommt dazu auch noch ein eigener Blogpost und vorab kurz gefasst: Es gibt wohl viele schwarze Schafe, die u.A. auch B-Ware als Neuware (Grade A) verkaufen – oder eben nie Ware verschicken und dann einen gefaketen Lieferbeleg als „Beweis“ vorlegen. Deshalb oben auch meine Empfehlung, da hier alles – bis auf einen zeitlichen Lieferverzug bei der ersten Bestellung – reibungslos über Alibaba ablief.

      Sonderfall beim BMS ist evtl. noch, dass anscheinend nicht jeder Anbieter die Variante mit aktivierter UART-Schnittstelle verkauft. Schließt man dann den UART-Adapter an, kommen einfach keine Daten durch – das war bei meinem zuerst bestellten BMS der Fall. Beim verlinkten Anbieter im Blogpost lief dagegen alles auf Anhieb. Hier ist die Mindestbestellmenge zwar 2, ich denke aber, dass es sinnvoll sein kann einen identischen Ersatz vorzuhalten. Außerdem war der Aufpreis jetzt auch nicht gigantisch. Ich habe beim verlinkten Anbieter knapp über 200 Dollar für 2 BMS inkl. 2 UART-Adapter gezahlt. Dazu kam dann noch eine Zoll-Rechnung von FedEx mit 19% Einfuhrumsatzsteuer. Bei den Batterien kamen keine weiteren Kosten mehr dazu – wie im Blogpost auch beschrieben.

      Das Datenblatt des BMS (wird wohl auch unter der „Marke“ LLT / JBD oder eben Jiabaida vertrieben) finde ich gerade nicht, habe es aber nochmal direkt beim Anbieter angefragt. Sobald ich es erhalte, verlinke ich es im Blogpost.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Das optisch nicht wirklich mega ansprechende Datenblatt ist jetzt oben im Blogpost verlinkt. Hier nochmal als Direktdownload -> [download id="15228"]

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Mir wäre anhand des Datenblattes überhaupt nicht klar, wie man die Balance-Leads an einen 16s-Batteriepack (16 in Reihe geschaltete Batteriezellen) verbinden muss -> schreckliche Erklärung. Ich werde darauf im Detail eingehen im Bogpost zum Batteriepack selbst…

  15. Hi Jörg,

    bin sehr gespannt auf die weiteren Artikel, genau an dem Thema bin ich auch grad dran.

    Hinweis: Link zum Akku geht (bei mir zumindest) nicht mehr.

    Viele grüße,
    Uli

    1. Hi Jörg,

      könntest du vielleicht auch das STL für den Halter des UART-RS485 in dem Artikel zum BMS posten? Danke im Voraus!

      Viele Grüße,
      Uli

    2. Hi Uli,
      hier die stl-Datei zum Drucken: [download id="15320"]

      Ist nicht perfekt, aber immerhin funktional – vermutlich designe ich das aber noch mal neu.

      Viele Grüße
      Jörg

    3. Hi Uli,
      hier die stl-Datei zum Drucken: [download id="15320"]

      Ist nicht perfekt, aber immerhin funktional – vermutlich designe ich das aber noch mal neu.

      Viele Grüße
      Jörg

  16. Hallo Jörg,

    vielen vielen Dank für dieses Projekt!
    Ich habe insgeheim darauf gewartet das hier was von deiner Seite her kommt!

    Mich beschäftigt das Thema auch schon länger. Jedoch habe ich ganz andere Rahmenbedingungen vorliegen. Ich habe lediglich 2kWp (West) und bald 1kWp (Ost) zur Verfügung.

    Obwohl die Grundlast des Hauses bei üppigen rund 550W liegt, speiße ich doch noch zu viel ins Netz ein. Außerdem bekomme ich das auch nicht vergütet.

    Bisher habe ich meinen EQ Smart als Puffer Batterie missbraucht um überschüssige Energie nicht ins Netz zu speisen.

    Lange Rede kurzer Sinn. 28kWh sind denke ich viel zu viel für meinen Bedarf.

    Kann ich die von dir gezeigten Komponenten auch für kleinere Kapazitäten nutzen? Also bzw. 4kWh?

    Grüße aus Würzburg
    Christian

    1. Hi Christian,
      absolut kein Problem: Nimm einfach den Victron mit 3kVA (statt meinem mit 5kVA) und kleinere LiFePo4-Zellen. Bspw. welche mit 100Ah, dann landest du mit 16 Zellen bei knapp 5kWh. BMS kannst du genauso benutzen…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hi Jörg,

      danke für deine Antwort.

      Kann es sein das die Quelle für die Zellen nicht mehr existent ist?

      Grüße
      Christian

    3. Ja, so fertige Packs sind im Grunde ganz ok… Hatte dazu schon paar Kommentar früher etwas mehr zu geschrieben.

      Klar kannst du den Pack am Victron betreiben. Die Batterie muss nicht zwangsläufig mit dem Multiplus über eine Datenschnittstelle „sprechen“ – das ist aber praktisch, um die BMS-Infos direkt im Victron-Interface zur Verfügung zu haben. Für einige BMS sind bereits Treiber vorhanden, für andere (wie hier vorgestellt) muss man eben zusätzliche Software installieren. Einfach so Plug&Play wird es in den wenigsten Fällen funktionieren…

      Viele Grüße
      Jörg

    4. Hallo Jörg,

      habe nun auch zugeschlagen und einen Speicher bestellt. 4,8kWh :)

      Was mir noch in den sinn gekommen ist. Da ich auch ein Elektrofahrzeug besitze, dieses aber ungern über den Speicher laden möchte, gibt es eine Möglichkeit den Multiplus zu sagen das wenn ein gewisser Verbraucher aktiv ist keine Leistung aus der Batterie zu ziehen?

      Meine grobe Idee wäre: Shelly 3EM an der Wallbox –> Leistung größer xykW dann Mulitplus Inverter deaktivieren.

      Habe den Shelly an der Wallbox schon im Home Assistant.
      Den Multiplus (in meinem Fall der GX) bekommt man wohl auch per Modbus TCP an Home Assistant, aber ob man da die Inverter funktion deaktivieren kann…

      Grüße
      Christian

    5. Hi Christian,
      sowas setze ich alles über meine Loxone-Logik um. Hier hab ich über Regeln festgelegt, wann wieviel Batterieleistung (Laden und Entladen) zur Verfügung gestellt werden darf – u.A. auch basierend auf dem aktuellen SoC. Darauf werde ich zu einem späteren Zeitpunkt genauer eingehen. Die Inverter sind quasi erstmal „dumm“ und werden über den „ESS Mode 3“ komplett über Loxone per Modbus TCP ferngesteuert. Das ist erstmal „unintuitiv“, da man ja auch einfach das Smart Meter von Victron benutzen kann, um die ESS-Funktionalität zu erreichen. Aber da sind zusätzliche Regeln – wie die Leistungsreduzierung beim Laden der Wallbox – glaub gar nicht so vorgesehen.

      Viele Grüße
      Jörg

  17. Hach ja, solce BMS-Datenblätter sind echt niedlich.

    Je nach Setup wäre ich mit so einem Teil etwas skeptisch. Wo ist denn die Protokollbeschreibung, wie rede ich bitte mit dem Ding? Zwei Sekunden für Überspannungserkennung find‘ ich ein bisschen viel, ehrlich gesagt …

    Von diesen Bluetoothmodulen habe ich auch noch zwei im Regal liegen, die transportieren über RFCOMM-Protokoll serielle Daten zu deinem Rechner. Mein Fazit: Nein danke. Verbindungen über die Dinger sind meiner Erfahrung nach alles Andere als stabil. Es gibt USB-auf-serielle TTL-Schnittstellen mit galvanischer Trennung (WICHTIG: Stromversorgung auf 3.3V statt 11V umlöten oder einen kleinen Regler auf 3.3V dazwischenklemmen!) für brauchbares Geld. Viel besser.

    1. Hi Matthias,
      danke für deinen Input!

      Das BMS redet über die im Blogpost verlinkte Softwareerweiterung mit dem Victron-OS. Da Open-Source kannst du hier sicherlich die Spezifikationen auslesen. Aber natürlich schade, dass der Hersteller hier nichts von sich aus angibt.

      Bzgl. Überspannung mache ich mir weniger Sorgen. Das Victron-System überwacht die Spannung des Packs auch permanent und lässt sowieso nicht mehr Spannung durch als beim Laderegeler hinterlegt. Auf Zellebene sind die 2 Sekunden (lässt sich glaub aber sogar runterstellen) auch ausreichend denke ich. Sobald das BMS zum Victron meldet, dass der Speicher zu 100% gefüllt ist (Schwellwert lässt sich hier auch runterstellen z.B. auf 3,39V), regelt der Victron Inverter die Ladeleistung drastisch runter auf ca. 400W. Dann sinken auch die Zellspannungen direkt wieder auf 3,35V oder weniger -> easy. Hab mit den Werten auch schon bissl rumgespielt und es noch nicht geschafft, dass eine Zellspannung auf über 3,5V steigt – das BMS hat immer direkt abgeschaltet und parallel per Balancing-Funktion die Spannung gesenkt. Jedenfalls habe ich über das BMS auch noch nichts Negatives gelesen. Und wenn ich irgendwann doch keinen Bock mehr hab auf das BMS, tausche ich es einfach gegen was „Vernünftiges“ – z.B. Batrium. Wobei ich ein autarkes BMS pro Batteriepack schon cool finde – im direkten Vergleich zu Batrium.

      Das Bluetooth-Modul nutze ich übrigens nur mit der Handy-App, um Parameter zu ändern. Die Kommunikation mit dem RPI funktioniert über den im Artikel verlinkten Serial-USB-Adapter – also kabelbasiert. Alles andere wäre ja auch Bullshit. Hier läuft die Verbindung seit Anfang an 100%ig stabil. Alternativ könnte ich natürlich auch einen eigenen TTL-Adapter bauen, aktuell sehe ich dazu aber keine Notwendigkeit.

      Viele Grüße
      Jörg

  18. Hey Jörg,
    Nettes Projekt, will ich ähnlich auch aufbauen.
    Jedoch eine Anmerkung:
    Den Victron Energy MultiPlus-II 48/5000/70-50 darf man ALLEINE in Deutschland nicht betrieben:
    Die Einspeiseleistung für eine Phase ist zu hoch.
    Siehe Einheitenzertifikat -> Maximale Scheinleistung zwischen den Phasen darf maximal 4,6 kVA… der 5000er hat 4,82 kVA. Also entweder den 3000er oder mind 2 5000er.
    Nur so als Anmerkung.
    Evtl kann der Versicherungsschutz wegfallen.

    1. Hi Harald,
      die Leistung lässt sich doch auch softwareseitig runterdrehen… Ausserdem sehe ich da keinen Unterschied zu meiner E-Ladesäule, die ich – wenn ich wollte – reich hardwareseitig einphasig sogar mit bis zu 32A belasten und damit eine Schieflast auslösen könnte. Das kann doch kein Grund sein, weshalb man das nicht „konform“ betreiben darf, oder?

      Was wäre anders, wenn ich zwei 5000er (an Ph1 und Ph2) betreiben würde?

      So oder so hab ich mittlerweile bereits zwei weitere 5000er für einen Dreiphasenbetrieb nachgerüstet. Läuft perfekt. Infos dazu in späteren Blogposts…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hallo Jörg,
      ja ich will dir da kein Strick draus drehen… Es zählt nunmal das Einheitenzertifikat.
      Ich nehme an es wurde „Total of all phases“ ausgewählt und nicht nur Phase 1 ausgegelichen.
      Und der Abgleich des saldierenden Zählers über nur eine Phase ist generell so wieso zu überdenken.

      Also mit den 3 Victrons ist man sicher auf dem richtigen Weg.
      Wird eigentlich der volle Bürokratieschritt getan oder nach dem Motto: Was hinter dem Zähler passiert interresiert niemanden?
      Wie gesagt ich will ja was ähnliches aufbauen.
      Hab auch einen 5000er schon da und werde ihn auch anschließen bin hier nur drüber gestoplert weil man ihn eigentlich nicht einzeln anschliesen darf… es sind aber dringendere Dinge noch vorher zu erledigen.
      Mein Plan ist aber den Hausgrundverbrauch auf mehr oder minder nur eine Phase zu legen und nur diese Phase mit dem Victron auszugleichen.
      Grüße aus dem Murrtal
      Harald

    3. Ich habe den Blogpost mal mit einem Update versehen, um die Sache mit der Schieflastgrenze bei einphasigem Betrieb des 5000er Victron zu dokumentieren. Danke nochmal für deinen Hinweis!

      Davon abgesehen wüsste ich nicht, was rein technisch gegen ein ESS spricht, welches einen einphasigen Ausgleich vornimmt. Natürlich sollte man bestmöglich – wie du – versuchen die Verbraucher im Haus sinnvoll auf die einzelnen Phasen so aufzuteilen, dass die Phasendifferenzen möglichst gering sind.

      Aber sagen wir mal so: Im Normalfall macht sich da bei einer konventionellen E-Installation vermutlich so gut wie niemand eine Platte. Und dann hat man evtl. ohne es zu wissen die bevorzugt genutzte Herdplatte, den Ofen und den Wasserkocher auf der selben Phase laufen – da hat man dann ohne Probleme schnell mal 7-8kW an Leistung, also 30+ Ampere. Da schert sich auch keine alte S** um die erzeugte Schieflast – ausser die klein dimensionierte Hausanschlusssicherung fliegt irgendwann… :)

      Viele Grüße
      Jörg

    4. Hallo Jörg,
      naja es ist nunmal ein Unterschied ob ich nur Verbraucher anschließe oder eben Einspeiseeinheiten.
      Im Prinzip ist es so wenn ich Verbraucher zufällig auf irgendwelche Phasen anschliese wird statistisch die Schieflast immer geringer je mehr Verbraucher ich anschliese.. bei mehreren Haushalten ist sie dann 0.
      Eine einphasige Einspeiseeinheit bringt aber IMMER Schieflast mit sich, wenn man alle 3 Phasen mit einer Phase ausgleicht.
      In ESS-Konstruktions- und Installationshandbuch von Victron (externer Link) ist auf Seite 22 7.2. Einphasige ESS in einem Dreiphasensystem eindrucksvoll erklärt wie die Konfiguration zur Schieflast führt und zwar automatisch zu max 1x Einspeiseleistung.
      Man stelle sich vor wenn alle Haushalte einfach auf einer Phase so einen Victron installieren, was das für den Netzbetreiber für ein Aufwand bedeutet, wenn auf einer Phase alle einspeisen während die anderen 2 Phasen Strom geliefert wird und alle Zähler am Ende auf 0 stehen.
      Grüße aus dem Murrtal
      Harald

    5. Hey Jörg,
      mit dem Update und den 3 Victrons natürlich TOP.
      Fürs ganz saubere und tadellos grüne Gewissen kannst du ja mal bei den Victrons den Abgleich auf „Individual Phase“ stellen, da wird jede Phase einzeln abgeglichen (bis 5kW halt).
      Der Vergleich wäre sicher auch einen Blogbeitrag wert.
      Grüße aus dem Murrtal
      Harald

    6. Guter Punkt – bin voll bei dir! Könnte man aber natürlich auch easy gegensteuern, indem das einphasige ESS einfach „auf gut Glück“ an einer beliebigen Phase angeschlossen wird. Dann würde es sich über „alle Haushalte“ gesehen auch wieder statistisch ausnullen. :)

      Gerade mal aus Spaß Google angeworfen -> Spannend, dass es den Victron 5000 schon fertig konfiguriert als einphasige ESS-Lösung zu kaufen gibt -> Energy Speicher Set 1 Phasig 48V/5000VA + Color Control GX + WiFi + 9,6kWh Batteriespeicher (externe Link)
      Anscheinend gar nicht mal so unüblich…

      BTW: Die Victron-Anleitungen sind einfach genial!!!

  19. Ein wirklich sehr guter Beitrag!
    Ich habe mich nicht an einem Batterie Bausatz ran getraut. Und mir den PYLONTECH LiFePO4 48Volt – 9,6 kWh Speicherbatterie mit Batteriemanage und Schrank gekauft.
    Jetzt bin ich gerade am Aufbau der Anlage mit drei Victron Multiplus 2 3000.

    Als Sicherungen habe ich auch nur „normale“ MEGA Sicherungen gekauft. Sollte ich diese auch gegen die von Victron tauschen?

    Einen Beitrag über die Config der Multiplus würde mich interessieren.

    Mach weiter so!

    1. Hi Stefan,

      vielen Dank! Tatsächlich hatte ich mir – bevor ich mich intensiver mit den prismatischen LiFePo4-Zellen auseinandergesetzt hatte – auch schon mal einen Pylontech Speicher mit 2,4kWh bestellt. Aufgrund der damals hohen Lieferzeiten dann aber sofort wieder storniert. Die Pylontech bieten als Kauflösung insgesamt natürlich ein super Preis-Leistungs-Verhältnis und sind mega einfach zu installieren. Im direkten Vergleich zur DIY-Lösung aber locker um den Faktor 3,5 teurer, weshalb ich mich dann doch für den Selbstbau entschieden habe. (Pylon mit 14,4kWh liegt aktuell bei knapp 9k Euro, als DIY habe ich für die vergleichbare Kapazität knapp 2,5k Euro gezahlt inkl. allem.)

      Meine Sicherungen habe ich mittlerweile auch getauscht und mir die Victron MEGA-Sicherungen mit 250A besorgt (eine Sicherung pro Batterie-Pack). Diese sind explizit für 48V ausgelegt und das gibt mir einfach ein besseres Gefühl. Würde ich deshalb auch jedem empfehlen, auch wenn diese nicht ganz günstig sind.

      Wie man die Multis konfiguriert, folgt in einem der nächsten Blogposts zum Thema Operation Hausspeicher.

      Viele Grüße
      Jörg

  20. Hallo Jörg,

    wie ich lese, hast du auch SolarEdge mit Leistungsoptimierern vor Ort. Noch blicke ich nicht ganz durch, habe aber den Eindruck, dass ich meinen SE10K über die StorEdge Schnittstelle (ca. 900-1000 €) mit dem BMS des DIY-Akkus verbinden könnte. Es gibt auch einen Thread, in dem behauptet wurde, es gäbe ein BMS, das der SolarEdge-Schnittstelle „vorgaukelt“ es würde sich um einen passenden LG- bzw. BYD-Speicher handeln. Hätte insgesamt den Charme, voll im System zu bleiben. Hast du dir in die Richtung mal Gedanken gemacht? Mit Victron würde ich mir eben System Nr. Drölf ins Haus holen…

    Liebe Grüße aus Würzburg
    Stefan

    1. Hi Stefan,
      die „SolarEdge StorEdge Schnittstelle SESTI-S4“ kannst du nur an den neuen „HD Wave Wechselrichtern“ betreiben, aktuell auch nur einphasig. Alternativ eben einen „StorEdge SE10K-RWS“ als Standalone-Lösung, hier haben die Wechselrichter das Kürzel „RWS“ am Ende.

      Hast du einen Link parat, was das von dir erwähnte BMS angeht – klingt auf jeden Fall spannend… :) Im Grunde sollte es schon machbar sein die Schnittstellenparameter des Original-BMS quasi per Reverse-Engineering auszulesen und dann entsprechend mit einem anderen BMS nachzubilden.

      Habe insgesamt natürlich auch viel hin- und herüberlegt, wie ich es am geschicktesten mache. Durch meine insgesamt recht hohe PV-Leistung von 25kwp bleibt mir eigentlich nur eine „externe Akkulösung“, wenn ich weiterhin meinen SolarEdge PV-Wechselrichter betreiben möchte. Und Victron sehe ich jetzt – zumindest in meinem Fall – überhaupt nicht als drölftes System oder fünftes Rad am Wagen. Durch die IP-Schnittstellen (Modbus TCP und MQTT) fügt es sich nahtlos in mein bestehendes Loxone-System ein. Ob ich da den Akku an nem SolarEdge-Whatever-Store-Moped dran habe oder eben an einem Victron, spielt überhaupt keine Rolle. Und wenn man sich nur einige Stunden intensiver mit Victron beschäftigt, führt aufgrund der vielen Vorteile fast kein Weg mehr daran vorbei…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Nach meinen Wissenstand würde würde man einen Hochvoltakku für die Anbindung mit StorEdge benötigen. Das ist technisch und gefahrentechnisch eine ganz andere Nummer im Selbstbau.

    3. Hi Walter,
      bin da bei der StoreEdge kein Experte, aber laut Datenblatt des „StorEdge SE8K-RWS“ (als erstes gefunden) ist u.A. der Speicher „LG Chem RESU 13 – 48V Lithium-Ionen Speicher“ kompatibel. Und dieser basiert auf 48V.
      Im Datenblatt – gerade nochmal genauer geschaut – steht auch: BATTERIE-EINGANG -> Eingangsspannungsbereich -> 40–62 Vdc. Also nix mit Hochvoltakku…

      Viele Grüße
      Jörg

  21. Hi Jörg!
    Sehr interessante Beiträge, vielen Dank dafür!!
    Mich würde interessieren, wie es dir inzwischen mit deinem Speichersetup so geht? Dein BMS hat nen relativ geringen Balancingstrom – hattest du da bisher schon Probleme mit den Spannungen der Zellen oder läuft alles tadellos?
    Viele Güße!

    1. Hi Dominik,
      gerne!

      Bzgl. Balancing gibt es mehrere Sichtweisen. Meiner Meinung nach reicht die geringe Balancingleistung des BMS völlig aus, wenn man ordentliche Zellen (Grade A) einsetzt und diese einmalig per Topbalancing „synchronisiert“.

      Denn dann sollten die Zellen ohnehin nahezu identisch performen, sodass ein Balancing kaum noch etwas bringt. Darauf gehe ich im nächsten Blogpost aber sicherlich genauer ein.

      Jedenfalls bin ich bisher mehr als zufrieden – ich hole aus den beiden Packs real locker 26kWh raus (28,672kWh Neukapazität laut Datenblatt) ohne die einzelnen Zellen groß zu stressen und ohne, dass die „schlechteste“ bzw. „beste“ Zelle eines Packs ausbricht. Spannungen über 3,45V und unter 2,9V vermeide ich dabei komplett.

      Viele Grüße
      Jörg

  22. Hallo Jörg,
    wie hast die Niederspannungsseite verkabelt ?
    Ich habe nur Busbars mit 4 Anschlüssen gefunden. Es benötigt ja 2 x Batterie + 3 mal Wechselrichter = Anschlüsse. Hast du selbst gebaut oder kannst du einen Hinweis auf einen Artikel geben ?

    1. Hi Walter,
      die Info kommt in einem extra Blogpost. Kurz gefasst: Zwei massive Kupferschienen mit jeweils sechs Gewindebohrungen (für insg. drei Akkupacks und drei Inverter), die in einem 3D-dedruckten Case (PETG-Filament) eingebettet sind und oben drauf eine Plexiglasplatte. Alle 48V-Komponenten werden dann dort angeschraubt.

      Viele Grüße
      Jörg

  23. Hallo Jörg,

    könntest Du von Deiner Modbus TCP Anbindung Energymeter Loxone Victron einen Screenshot posten.
    Du schreibst da, dass Du im Sekundentakt die Daten in Loxone vom Energymeter bekommst.
    Wie hast Du das realisiert?
    Grüße Wolfgang

    1. Hi Wolfgang,
      zu den Details gibt es auch noch einen Blogpost – da hab ich mittlerweile einen Haufen an Logik gebaut und mit den Screenshots kann man ohne detaillierte Erläuterung sicher nicht viel anfangen.

      Grundlegend läuft es so: Ich bekomme über Modbus RTU die Leistungswerte des SolarEdge Smartmeters, wieviel PV-Überschuss aktuell ins Netz geht bzw. wieviel vom Netz bezogen wird. Diesen Wert kann man in Loxone im Standard nur alle 5s auslesen. Durch den Trick die selbe Modbus-Adresse einfach mehrfach abzufragen, lässt sich dieser Wert verringern. Ich glaube ich nutze aktuell drei identische Abfragen, erhalte also ca. alle 1,6s frische Werte.

      Dann durchläuft dieser Wert meine Logik und am Ende wird der Victron Multiplus per Modbus TCP getriggert, um eben den Akku mit der ermittelten Leistung zu laden oder zu entladen (ESS Mode 3). Dabei wird z.B. berücksichtigt, dass immer ein kleiner Überschuss (50-100W) ins Netz eingespeist wird, solange die PV-Anlage produziert. Dadurch verringere ich bspw. Netzbezug, der durch das ständige Anspringen kleinerer Verbraucher (z.B. Kühlschrank entstehen würde. (nur eine von vielen Regeln)

      Insgesamt übergebe ich dem Victron geänderte Sollwerte immer nur maximal alle 5s. Das hat sich bei mir als praktikabel erwiesen, da der Victron sowieso eine gewisse Regelungsträgheit mitbringt und ich glaube, dass ich die oben genannten Messwerte des Smartmeters sogar auch nochmal glätte, um ein unnötiges „Schwingen“ (hoch und runter) zu minimieren.

      Aber wie gesagt, dazu gibt es noch separate Inhalte.

      Viele Grüße
      Jörg

  24. Hallo Jörg,
    danke für die schnelle Antwort, hilft mir erstmal weiter wie Du die Abfrage realisierst und an den Victron weiter gibst. Ich versuche es ähnlich wie Du zu realisieren mit vorh. Smartmeter.
    Warte aber noch auf die Lieferung von „Gloria“…

  25. Hallo Jörg,
    Hallo Zusammen,

    hat jemand mehr Information bzw. hat jemand diesen Beitrag „Es gibt auch einen Thread, in dem behauptet wurde, es gäbe ein BMS, das der SolarEdge-Schnittstelle „vorgaukelt“ es würde sich um einen passenden LG- bzw. BYD-Speicher handeln.“ weiter verfolgt.
    Danke
    Wolfgang

    1. Das würde ich meinem BMS auch gerne beibringen … aber die Quellen, welches BMS denn nun welche Modbus-Register bereitstellt und/oder CAN-Nachrichten verschickt, sind rar gesät. Falls jemandem sowas über den Weg läuft …

  26. Hallo Jörg,
    der Blogpost hat mir sehr gut gefallen. Ich überlege mir deine Lösung nachzubauen, allerdings mit etwas weniger Speicher.
    Ich habe eine SolarEdge Anlage mit 9,6 KWp.
    Ich betreibe auf einem Raspi eine Homematic. Hier bekomme ich über den Modbus Adapter die Daten aus dem Wechselrichter und dem angeschlossenen Smartmeter.
    Damit kann ich dann auch meinen eUp gezielt mit PV Überschuss laden, dazu nutze ich die go-e Wallbox.
    Meine Frage : Kann ich die Loxone durch die Homematic bzw. das Venus-OS ersetzen?
    Ich habe das noch nicht richtig verstanden, ich dachte das Venus-OS ist die eigentliche Steuerung.
    Hier wird dem Inverter signalisiert, das PV Überschuss da ist und er die Batterie laden soll, oder das ich Energie aus dem Netz beziehe, die Batterie aber genügend geladen ist und nun der Strom aus der Batterie für die Hausversorgung genutzt werden soll.
    Wenn dem so ist, bräuchte ich doch die Daten aus den Geräten (Wechselrichter, Smartmeter, Homematic, BMS) im Venus-OS. Ich weiß nur noch nicht genau wie ich die da rein bekomme.

    Wäre super, wenn du dazu noch etwas mehr erklären könntest.

  27. Ich sehe mir gerade diyBMS an. Das kann 8 Batteriestapel à 16 Zellen (also 48V LiFePo4), mit etwas Software-Umstricken auch mehr. Der neue ESP32-Controller kann Victron-CAN und Modbus out-of-the-box.

    Ich bohre das gerade ein bisschen auf, so dass es auch während des Ladens balancen kann statt „nur“ die Spitzen wegzubraten. Die Balancingleistung reicht, mit etwas mehr als 1 Watt pro Zelle. Wenn wider Erwarten nicht, kann man sich Module mit fetterem Lastwiderstand bauen lassen. Ist immer noch billiger, als die Batterien auszutauschen …

    1. Ich hab mir nach viel Recherche jetzt das JK BMS bestellt. Das hat 2A Balancingstrom und macht aktives Balancing.
      Ich werde berichten!

    2. Korrektur: diyBMS kann etwas mehr als 1A pro Zelle (weil 3-Ohm-Widerstand), somit > 4 Watt; um die von der Modulplatine wegzutransportieren, braucht es bereits aktive Kühlung.

  28. Hallo Jörg,
    ich bin auch gerade dabei mir einen Speicher aus 32 Zellen zu bestellen.
    Gibt es einen Grund warum du 2 Blöcke hast und kein 16s2p?

    Ich warte schon gespannt auf deine detailierteren Beschreibungen um mir das ein oder andere abzugucken.

    1. Hi Guido,
      der Hauptgrund für einzelne 16s1p (16 Zellen „s“eriell in Reihe und jeweils nur 1 Zelle parallel) ist schlicht und einfach das Gewicht.

      Ein solcher 14kWh Batteriepack mit 16x 280Ah-Zellen wiegt mit Gehäuse ja schon gut 90kg. Das lässt sich mit passender Konstruktion inkl. Haltegriffen (Anleitung folgt bald) noch gut zu zweit tragen und auch stapeln. Die doppelte Zellanzahl pro Pack -> keine Chance mehr und man verliert diese Flexibilität gänzlich.

      Auch kann ich bei zwei Zellpack eines davon einfach im Betrieb aushängen und Wartungsarbeiten durchführen. Denn solange der zweite Batteriepack angeschlossen bleibt, bleibt auch die ESS-Funktion am Leben.

      Viele Grüße
      Jörg

  29. Hi Jörg,
    vielen Dank für Deine Arbeit, die Du in Dein Blog steckst und die uns alle weiter bringt.
    Mich würde Deine Einschätzung zum Thema „komprimieren/verpressen“ interessieren. Ich habe Andy’s YT Video (Off-Grid_garage) zum Thema gesehen und denke, das klingt plausibel.
    Kurz: Temperatur und Lebensalter der Batterie sind viel wichtiger, als die Kompression!? Gruss
    Mike

    1. Hi Mike,
      du sprichst sicher von diesem Video hier von Andy: https://youtu.be/OsvPYw6hoHc

      Ich bin mit Andy in Kontakt und wir tauschen unsere Ansichten auch lose miteinander aus – klasse Typ übrigens! Ich liebe seine Videos und verfolge diese IMMER. Bspw. kann ich aber nicht verstehen, warum er seine BMS-Informationen nicht per RS485 an das Victron-OS weitergibt. Aber das ist ein anderes Thema. ;)

      Ich teile seine Meinung bzgl. Kompression im Grunde schon. Da ich jedoch Batteriepacks bauen möchte, die man auch mal transportieren können soll, versuche ich schon beim Design des Gehäuses darauf zu achten, dass die Zellen einigermaßen fest zusammengedrückt werden – schon allein deswegen, weil sie auf diese Weise eben keinen großen Bewegungsspielraum haben.

      Insgesamt scheint mir eine ordentliche Kompression mit den glaub angegeben 300kg Druck (wie vom Hersteller empfohlen) ohne passende Gerätschaften auch absolut unrealistisch. Spannt man die Zellen zu fest, kann man diese ja zudem irreparabel beschädigen. Zudem dehnen sich die Zellen bei den geringen Lasten bei einem ordentlich dimensionierten ESS-System eh so gut wie gar nicht aus. Kompression ja oder nein ist also so oder so kein wirkliches Thema – auch nicht für mich.

      Da gibt es in der Tat viel wichtigere Themen: Zellspannungen im täglichen Betrieb nicht zu hoch bzw. zu niedrig fahren (bei mir 3,0-3,4V), Temperatur im Wohlfühlbereich (20-30 Grad) halten und die Last auf die Zellen begrenzen (max. 0,2-0,3C). Dann sollten die Zellen ewig halten. Denn auch wenn die kalendarische Alterung unvermeidlich ist, lässt sie sich durch die beschriebenen Maßnahmen zusätzlich herauszögern.

      Und es ist ja auch so, dass die Zellen nach x-tausend Zyklen nicht kaputt sind. Sie verlieren zwar an nutzbarer Kapazität aber sind weiter einsetzbar.

      Viele Grüße
      Jörg

  30. Ein Relais, wie es in diesem BMS verbaut wurde, hätte ich gerne „einzeln“ (zu akzeptablem Preis …). Ist jemand sowas irgendwo über den Weg gelaufen?

    1. Hi Matthias,
      die Bezeichnung des Relais vom JiaBaiDa BMS lautet „EV200AAANA“.

      Mit Versand knapp über 40 Euro auf Aliexpress. Schau mal hier: Original authentic relay EV200AAANA 1618002-7 (externer Link)

      Über Alibaba evtl. auch günstiger, wenn du mehr davon brauchst: EV200AAANA New Energy Automotive Relay 1618002-7 High Voltage DC Contactor (Affiliate-Link)

      Alternativ bei Amazon zum Mondpreis: 1 x Hochspannungs-Gleichstromrelais EV200AAANA. (Affiliate-Link) … :D

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Das gibts wohl auch mit 300A – finde ich aber aktuell leider nicht.

  31. Hi Jörg,

    noch eine Frage: Soweit ich das verstanden habe, haben die Multis auch Lüfter drin – wie laut sind diese? Lauter als die KWL?
    Vielen Dank schon mal!
    Viele Grüße,
    Uli

    1. Hi Uli,
      bin ja mit einem 5000er Multiplus gestartet. Bei über 2kW Dauerlast springt der eingebaute Lüfter an. Nervig ist eigentlich nicht die Lautstärke, sondern vielmehr die Frequenz – bzw. hat der Lüfter bei mir anfangs sogar ein echt ätzendes Geräusch von sich gegeben. So als ob er kaputt wäre. Nach kurzer Internetrecherche habe ich mich dann direkt entschieden den eingebauten Lüfter gegen einen leiseren „Noctua NF-F12 iPPC-24V-3000“ (Affiliate Link) zu tauschen. Ein Unterschied wie Tag und Nacht -> Jetzt ist es absolut erträglich. Wobei die Lüfter meiner mittlerweile drei 5000er Multiplus (alle mit Noctua ausgestattet) jetzt zu 98% eh immer aus sind, da sich die Leistung verteilt.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Meine KWL höre ich nie, ausser ich fahre sie mal (testweise) auf 80%+.

  32. Hallo Jörg,
    auch wenn Du es wahrscheinlich schon nicht mehr „lesen“ kannst: Kompliment, Respekt und größte Hochachtung für Deinen Blog, das Teilen Deines Wissens und Deine damit verbundenen Mühen. Schön (für alle Interessierten), dass Du Dir, trotz Deiner mannigfaltigen Projekte, auch dafür noch die Zeit nimmst. :-)
    Nun zu unserem Problem/Frage: Ein Freund und ich stehen ebenfalls in den Startlöchern, eine Batteriespeicher für unsere PV-Anlagen zu bauen. Soweit haben wir alles konzipiert und geplant, jedoch fehlt uns die wichtigste Komponente: Ein Elektriker der die Batterie „abnimmt“ und die Anmeldung beim Energieversorger durchführt.
    Im Deinem Blog konnte ich bislang nicht erkennen, ob Du diesen Schritt bereits vollzogen hast oder wie Dir dieser gelungen ist. Hast Du einen Tipp für uns, wie man an eine geeignete Firma/Person kommen kann, denn alle unsere diesbezüglichen Anfragen, verliefen mit der Aussage, „Das ist uns zu gefährlich“ oder „Machen wir nicht“, im Sande?
    Viele Grüße aus München
    Georg

    1. Hi Georg,
      Komplimente lese ich IMMER gerne. :) Danke dir!

      Ich hab einen fähigen Elektriker an der Hand, der mich schon bei der Smart-Home-Installation vor über fünf Jahren supportet hat. Ich weiss, dass er was auf dem Kasten hat und er weiss, dass ich keinen unüberlegten Schrott baue. So ein Vertrauensverhältnis macht das denke ich um vieles einfacher…

      Ich generiere die nächsten Tage mal eine Art „Konzept“, welches ich mit meinem Elektriker durchspreche und dann nach einer abschließenden Prüfung der Anlage durch ihn beim Netzbetreiber zur Fertigmeldung beilege (zusammen mit allen Datenblättern etc.). Wenn das alles „durchgeht“, kann ich das auch hier im Blog veröffentlichen, gerne auch als Diskussionsgrundlage – bin für sinnvolle Anpassungen immer offen!

      Viele Grüße
      Jörg

  33. Guten Morgen Jörg,
    Du Glücklicher. Drücke die Daumen für die „Zulassung“ und bin gespannt auf das Ergebnis.
    Viele Grüße
    Georg

  34. Moin,
    kleines Update zur 4,6 kVA Schieflastgrenze: In Firmware 495 wurde genau das geändert. Folgendes findet sich im Changelog des MP2 5000:

    Max apparent power limited to 4.6kVA when VDE gridcode selected.

    Damit sollte der Netzbetreiber nichts mehr zu meckern haben.

    1. Hi Jens,
      freut mich total, dass du hier im Blog mitliest! Habe gefühlt alle YT-Videos von dir zum Thema 100kWh-Hausspeicher gesehen…
      Und vielen Dank für deine Info bzgl. Firmwareupdate – das schafft Klarheit und das werde ich direkt auch im Blogpost als Update vermerken.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Ich hätte total Lust mit dir über einige technische Themen im Kontext ESS zu diskutieren bzgl. Auslegung der Anlage etc. – so in etwa wie mit Matthias an dieser Stelle im Kontext PV-Anlage. Aber dann würde ich wohl die meisten Fragen stellen.. :)

  35. Hi Jörg,
    ich höre immer mal wieder davon, dass Leute einen Widerstand zwischen WR und Batterie einbauen, der beim Verbinden dafür sorgt, dass das Aufladen der anfangs leeren Kondensatoren des WR nicht zu einem zu hohen Strom führt. Hast du so etwas auch in deinem Setup?
    VG und danke,
    Dominik

    1. Hi Dominik,

      so ein Widerstand ist im verlinkten BMS bereits eingebaut. Details dazu dann im folgenden Blogpost zum Thema JiaBaida BMS.

      Viele Grüße
      Jörg

  36. Moin Jörg !

    natürlich lese ich mit :) Man lernt nie aus und jeder hat irgendwo bessere Ideen als man selber. Dein Gehäuse finde ich richtig gut. Dein Blog ist da eine echte Bereicherung (gerade weil man es mal eben nachlesen kann).

    Zu Deiner Austausch Idee -> Euer Video habe ich ebenfalls gesehen. Sehe detailiert gerade für Anfänger. Daher – sehr gerne. Du kannst mich gerne unter der E-Mail Adresse die ich zu diesem Kommentar eingegeben habe kontaktieren. Dann sprechen wir uns mal ab.

    Viele Grüße und weiter so :)
    Jens

  37. Es ist V495 :) mit der Änderung. Hier der Auszug aus dem Changelog:

    xxxx496
    April 19, 2022
    • Reduced audible noise in some 12V 3K Multi models.
    • Reacts a bit slower to DC overvoltage.
    Reason for this change is that some BMS systems disconnect the battery during charge (when a high cell voltage is detected). This resulted in DC overshoot which in its turn resulted in a switch off. By making the reaction time on DC overvoltage a bit longer most systems will continue to operate under this condition.
    • Minor improvement on fan driver.
    (Under certain specific conditions the fan did not start even if the average current indicated that it should. This is a minor improvement since it did not impose a real problem because the fan could still start based on internal temperature sensor.)
    xxxx495
    March 15, 2022
    • Added “gridcode” for AS/NZS 4777.2:2020 appendix M (standalone inverter)
    • Max apparent power limited to 4.6kVA when VDE gridcode selected.
    • Improvements:
    ◦ Low bat indication is generated when discharge is forbidden by BOL
    (BOL= Battery Operational Limits (used by DVCC on CCGX)
    ◦ Prevents ErrorCodes when device is switched off
    ◦ System behaviour on systems with CCGX and VE.Bus BMS.
    (Some LED flashes and relay clicks while devices switched off)

    Viele Grüße

    Jens

    PS: sorry für die Korrektur der Korrektur :)

    1. Hi Jens,
      ok danke für die Korrektur der Korrektur ;) – konnte auf das Changelog vorhin nicht zugreifen. Habe es im Blogpost nochmal korrigiert.

      Viele Grüße
      Jörg

  38. Hallo Jörg

    ich verfolge deinen Log schon ewig und habe auch das ein- oder andere nachgebaut – weiter so, die Unabhängigkeit von einem speziellen Anbieter macht es aus!

    Aktuell nehme ich mal das PV Speicherprojekt in „angriff“ (schlechtes Wort in aktueller Zeit…)

    Akkus kommen in 3 Wochen, BMS is schon da – allerdings das JBD-AP20S006 mit UART (zum gleiche Preis bekommen, da das Andere aus war).

    Lediglich bei den Energy Metern bin ich mir nicht sicher, ob ich das ET 340 nehmen soll (was angeblich probleme mit dem Zählen der Gesamtsummen habe?) oder besser das EM 24.
    und mir fehlt die info (was vermutlich andere auch haben) wie ich die Daten der PV Erzeugung aus meinem bisherigen Wechselrichter (alter Kostal der direkt Drehstrom einspeist) in das das VenusOS System bekomme. Kann man da einen zweiten Energymeter für diesen Zweck einbinden?

    Ansonsten bin ich gespannt wann die nächsten Schritte veröffentlich werden.
    Falls du noch jemanden suchts, der hin und wieder mal was tested und dokumentiert, würde ich mich ggf. dazu anbieten.

    Viele Grüße, Dirk

    1. Moin ! Ich bin zwar nicht Jörg aber Deine Fragen kann ich auch beantworten.
      Du solltest Fall möglich am besten das EM24 in der RS485 Version nehmen. Hintergrund ist, daß das ET340 intern eine andere Saldierung vornimmt als das EM24 und die Anzeige im VRM Portal somit nicht mehr stimmt. Wenn Du damit leben kannst ist das kein Problem, da die einzelen Phasen sauber gemessen werden, ist auch die Kompensation durch die Inverter sauber. Deinen alten Wechselrichter kannst Du durch einen weiteren EM24 im Portal sichtbar machen. Dieser muss dann nur im VenusOS entsprechend als Wechselrichter (und somit Erzeuger) gekennzeichnet werden.

      Viele Grüße

      Jens

  39. Hallo Jörg,
    super Blog! Ich lese schon länger mit, und habe jetzt die Entscheidung getroffen,
    mir einen Hausspeicher einzubauen.
    Bin mir noch unsicher bezüglich der einfachsten / besten Methode bezüglich dem Top balancing.
    Daher bin ich schon voller Vorfreude auf den angekündigten Blogbeitrag von dir :)
    Kannst du schon in etwa sagen, wann er kommt?
    Auch bin ich noch unschlüssig welches BMS ich verwenden werde. Aktuell geht die Tendenz zum Batrium.
    Würdest du im nachhinein das Batrium BMS verbauen? Abgesehen davon, dass man dann nicht für jedes Pack ein separates BMS hat?
    Viel Grüße
    Tom

  40. Hallo Jens, hallo Jörg

    ich verzweifle gerade an der Kombination BMS JBD-AP20S006 UART (zum gleiche Preis bekommen, da das von Dir gewählte aus war) mit dem JBD-UART-TOOLS nach USB adapter.
    Kann es sein das das Victron system mit dem Treiber addon nur RS485, aber nicht UART versteht?
    es taucht einfach nicht in der config auf, trotz der installation von https://raw.githubusercontent.com/Louisvdw/dbus-serialbattery/master/etc/dbus-serialbattery/installrelease.sh.
    Soll ich es better zurücksenden – oder liegt der Fehler auf meiner Seite?

    VG
    // Dirk

    1. Moin Dirk !
      Hast Du wie bei RS232 üblich RX / TX miteinander vertauscht ? Der Treiber hört auf /dev/ttyUSB0. Daher ist es ihm egal, ob dort nun UART (RS232) oder RS485 gesprochen wird. Du kannst unter /var/log/dbus-serialbattery.TTY/current nachschauen ob das BMS überhaupt gefunden wird. Das sieht dann so aus:

      @4000000062839ac72440fba4 WARNING:SerialBattery:Testing Jkbms
      @4000000062839ac72b88fb3c WARNING:SerialBattery:Connection established to Jkbms
      @4000000062839ac72f710ec4 WARNING:SerialBattery:Battery connected to dbus from /dev/ttyUSB0

      Ggf kannst Du das BMS auch erstmal an einen PC anschließen und schauen, ob da überhaupt irgendwas in einem Terminal Progamm zu sehen ist. Parameter sind 9600,8N1 soweit ich das im Sourcecode sehen kann. Wenn die Kommunikation funktioniert, kann es ganz einfach sein, daß Dein BMS leider nicht unterstützt wird.

      VG

      Jens

    2. Hi Dirk,
      also ich hatte mit meinem ersten (optisch identischen) BMS auch erst Probleme alles ans Laufen zu bekommen. Deshalb habe ich erneut über den im Artikel angegebenen Link exakt das BMS inkl. passendem RS485-Adapter bestellt – und das lief dann sofort ohne jegliche Probleme.

      Ich glaube das Problem ist schlicht, dass nicht jeder Händler das BMS in der passenden (Hardware-)Konfiguration anbietet, sodass auch alle Funktionen (insbesondere die Kommunikationsschnittstellen) „freigeschaltet“ bzw. hardwareseitig möglich sind.

      Viele Grüße
      Jörg

  41. Hallo Jörg,
    erst ein mal vielen Dank – super Sache hier. Bin gerade dabei selbst ein System aufzubauen. Starte auch mal mit einem Speicher und einem Victron.
    Bezüglich BMS – die neue Version JBD-AP20S006 gibt es auch optional mit RS485 auf dem J5 Konnektor. Der UART Ausgang auf dem J3 Konnektor nutzt (wenn ich das richtig überblicke) den gleichen UART intern wie Bluetooth und kann dann nicht gleichzeitig verwendet werden.
    Laut Chat auf Aliexpress im Jiabaida official store kann man entweder die „UART Box“ (UART auf J3 auf Raspi USB ) oder das „RS485 communication“ Modul (RS485 auf J5 auf Raspi USB) unter dem gleichen Zubehör Link verwenden. Letztere Variante (Voraussetzung ist die Auswahl des JBD-AP20S006 mit RS485 Option) sollte dann Remote Control via Raspi und BT parallel gehn.
    Weitere Alternativen wären möglicherweise Raspi UART direkt mit J3 zu verbinden (kurzes Kabel) oder ein 3rd party RS485 auf USB Adapter um einige Euros zu sparen.
    Bei Aliexpress ist die neue JBD-AP20S006 Version mit 300A&RS485 im Jiabaida official store und das RS485 communication Modul für ca 140 € (incl MWst). Zoll sollte unter 150€ nicht anfallen und ich würde direkte Lieferung erwarten.
    Stefan

    1. hallo Stefan
      Ich habe genau 2 der JBD-AP20S006 -UART- bei mir liegen (siehe Kommentar über Dir) und bekomme sie nicht zum laufen. ich habe ja den UART->USB genutzt, weil ja nur dafür der connector aufgelötet ist.
      Ich werde es nun nochmal mit eine RS485 >USB Adapter versuchen indem ich die mit den auf der platine vorhandenen kontakten testweise damit verbinde. Der Verkäuft kann mir nicht sagen, ob das gehen würde – oder ob die Firmware/Einstellungen/Verkabelung sich bei dem BMS mit UART anstatt RS485 unterscheidet.
      parallel bin ich mit „Dongguan Jiabaida Electronic Technology“ in Verbindung dieses BMS zurückzusenden, was aber das Problem der Nichtverfügbarkeit des empfohlenen BMS löst.
      VG // Dirk

  42. Hallo Jörg,

    Vielen Dank für deinen spannenden und informativen Blog.
    Ich bin auch gerade dabei einen netzparallelen 11,5 kWh Speicher mit 3 Victron Multiplus II 48/3000 aufzubauen.
    Einbinden möchte ich das ganze auch per Raspberry Pi in die bestehende Loxone Automation.
    Daher würde mich als Anregung auch die von dir entwickelte Loxone Logik interessieren.
    Bisher habe ich alle Verbraucher bei uns im Haus, Wärmepumpe, Elektroauto, Klimaanlage per Logik priorisiert und als ersten Gehversuch die 3kWh Batterie in unserem Wohnmobil als Speicher ins Haus eingebunden.
    Die Eigenverbrauchsquote unserer PV Anlage am Flachdach mit 5,5 kWp kann sich jetzt schon sehen lassen und soll mit dem neuen Speicher noch deutlich verbessert werden.

    Beste Grüße aus Österreich
    Walter

    1. Hi Walter,
      Glückwunsch erstmal zu deiner Installation – klingt super! Sektorenkopplung ist der Schlüssel zum Erfolg… :)

      Ja ich hoffe, dass ich meine Loxone-Logik bald zeigen kann. Ich denke das werde ich nochmal Schritt für Schritt nachbauen (müssen) in einer frischen Config, denn das fertige Ergebnis erschlägt selbst mich bereits etwas.

      Ich bekomme die nächsten Tage einen frischen Miniserver Go samt Multiplus 3000, den ich für einen Freund konfigurieren werde. Ich denke das wird dann die perfekte „Spielwiese“ sein, um den Aufbau „Step by Step“ zu zeigen.

      Viele Grüße und bleib einfach am Ball
      Jörg

  43. Hallo Jörg,

    letzte Woche habe ich endlich nach drei Monaten meine Akkus erhalten, na ja 3 Monate sind doch eine lange Wartezeit. Sie hatten alle genau die gleiche Spannung von 3.29 V sowie laut Aufkleber den gleichen Innenwiderstand.
    Ich habe mich deshalb entschlossen die Akkus direkt an das BMS zu verdrahten ohne ein Top Balancing durchzuführen. Mit der Android App über BT konfiguriert. Hat alles gut funktioniert. In der Geräteliste der VictronConnect App wird das BMS auch als SerialBattery LLT/JBD V1.0. angezeigt.
    Als Batteriespannung wird 52,7 V angezeigt. SoC 39%. Ich habe im BMS erstmal die Standardwerte für LiFePO4 genommen.

    Auf dem Victron Multi blinkt allerdings die „battery low“ LED und in der VictronConnect App wird die Warnung „Batteriespannung niedrig“ angezeigt. Laut dem ESS-Konstruktions- und Installationshandbuch kann man die LED nicht deaktivieren, jedoch in der VEConfig App nur Alarme konfigurieren dann wird die Warnung nicht angezeigt.
    In der VictronConnect App kann man allerding „Enable battery monitor“ disablen dann erscheint die Warnung nicht mehr und die LED ist aus. Es ist ja nur eine Warnung die LED hat mich allerdings verwirrt. Wenn die Batteriespannung nach der Ladung höher ist verschwindet die Warnung.

    Ich habe per mqtt den Stromzähler Messwert in das Register W/dcaxxxxxxxx/vebus/288/Hub4/L1/AcPowerSetpoint (im ESS Mode 3, eingeschaltet über VEConfig, ESS Modus „externe Steuerung“) geschrieben. Wie in der Victron Doku für Mode 2 und 3 beschrieben.
    Prinzipiell wurde die Batterie geladen und entladen. Jedoch wurde der Stromzähler Messwert nie gegen 0 geregelt was ich an sich erwartet hätte. Weiterhin kamm es zu einem Aufschwingen.
    Ich ging dann davon aus das im Modus 3 die Regelung selbst programmiert werden muss und habe im Modus 2 (eingeschaltet über VEConfig, ESS Modus „Optimiert mit BatteryLife“) weiter getestet.
    Hier soll der Zählerwert laut der o.g. Doku in das Register W/dcaxxxxxxxx/settings/0/Settings/CGwacs/AcPowerSetPoint geschrieben werden. Hiermit kam es zu keiner Ladung/Entladung.
    Ich habe dann wieder in das Register W/dcaxxxxxxxx/vebus/288/Hub4/L1/AcPowerSetpoint geschrieben, dann wurde wieder geladen/entladen.
    Jedoch wird der Stromzähler Messwert nie gegen 0 geregelt. Es kommt nicht mehr zu einem Aufschwingen, allerdings wird auch wenn eigentlich nur geladen werden soll da genügend Solarstrom zur Verfügung steht, kurzfristig entladen.
    Ich habe das Gefühl das es zu einem Überschwingen der Regelung kommt.
    Aber generell funktioniert es jetzt wenn auch noch nicht optimal.

    Hast du bei dir auch dieses Verhalten festgestellt. Ich schreib den Zählerwert alle 10 s zum Victron um der Regelung entsprechend Zeit zu geben. Geschrieben werden muss innerhalb von 60 s sonst wird wieder im Mode 1 gearbeitet.

    Irgenwie gibt es bei mir noch eine Verwirrung. In der Victron Doku für Mode 2 und 3 wird immer von CGwacs gesprochen, im CCGX-Modbus-TCP-register-list-2.80 wird Cgwacs referenziert. Im MQTT Explorer gibt es auch nur CGwacs. Dies für die Register 2700 bis 2708.

    Viele Grüße
    Jörg

    1. Hey Jörg,
      ich bekomme auch diese Woche meine Zellen und habe ein JK BMS mit 2A Balancing Strom.
      Wie verhält sich denn dein Zelldrift in der Zwischenzeit? Alle Abweichungen im Rahmen?
      Danke und viele Grüße!

  44. Update:
    man addiere den aktuellen Leistungswert von Ac-In des Multi gelesen über Mqtt auf den Zählerwert und sende diesen per Mqtt. Dann wird schön um 0 Watt am Netz geregelt.
    Ich habe dann zusätzlich zu dem zyklischen senden noch eingebaut das auch bei Änderung des Zählerwertes gesendet wird. Auch das funktioniert.

    1. Nett. Sowas in der Art habe ich auch vor (nur komplizierter).

      Gibt es deinen Code auf github o.Ä. (oder notfalls zum Runterladen)?

  45. Hallo Matthias, ich nutze Fhem als Haussteuerung. Die Steuerung ist in Perl programmiert. Noch bin ich in der Feinabstimmung. Wenn ich damit durch bin stelle ich dir den Code gerne zu Verfügung wenn du damit was anfangen kannst.

    Gruß Jörg

    1. Danke, immer gerne. Bei mir läuft das Ganze unter Home Assistant, aber ich kann auch Perl lesen …

  46. Hallo in die Runde,
    meine JBD-AP20S006 sind gestern angekommen. Natürlich haben die Chinesen die mitbestellten UART Boxen vergessen mitzuschicken. Das habe ich heute beanstandet.
    Ein paar Post weiter oben steht was über Probleme bei der Einbindung ins Venus OS. Hat das jetzt geklappt? Oder soll ich noch irgendwie umdisponieren auf RS485. Da das von Jörg verlinkte Modell ja nicht mehr lieferbar ist, bin ich wie einige andere auf das Nachfolgemodell gewechselt. Laut Aussage von Dongguan Jiabaida Electronic sollen die Dinger ja bis auf das Relais gleich sein. Es gibt jetzt übrigens bereits ein Modell JBD-AP20S006-S.
    Ich habe auch keine unterschiedlichen Modelle für UART oder RS485 finden können, angeblich sollen sie beides können.

    1. Hallo Guido,
      Noch ein Nachtrag.
      Das BMS hat bei mir links den Platz für den RS-482/CAN Anschluss. Dort ist aber kein Konnektor verbaut.
      Damit kann es offenbar das BMS nicht. Ich habe es so verstanden das es verschiedene Hardwareversionen sind und ggf. verschiedene Firmwareversionen..
      Gruß
      Walter

    2. Hallo,
      verstehe ich das Richtig das es kein Trenn-Relais für das JBD-BMS mehr gibt?

      Ich baue mir auch 2 Blöcke mit je 16 280Ah EVE die Bereits am weg sind.
      Nun hatte ich mich gerade von JK-BMS abgewand da mit das mit den Trennen im Notfall gut gefallen hat!
      Und ich bin total Unsicher, Das Batrium würde mir zwar auch gefallen, aber Preis und Komplexität halten mich davon ab!

      Vieleicht hat sich schon jemand ein Pro/Kontra Liste gemacht.
      Gruss
      Hellmut

  47. Hallo Guido,
    ich habe das gleiche Problem und bin am Überlegen die BMS zurückzuschicken.
    Die Batterien sind noch nicht da und ich kann es nicht testen ob man das BMS in den Victron einbinden kann.

    Aus dem Datenblatt zum BMS: ( Google Translate)
    Das Erdungskabel von J3-UART ist B-, was ein nicht isolierter UART-Port ist und keine Kommunikation mit Ladegeräten oder Lasten unterstützt.
    J4-UART\蓝牙接口 UART \ Bluetoothinterface
    Das dürfte ausfallen da dort ja das Bluetoothinterface verbaut sein muss.
    Ich habe die UART Boxen. Wenn du testen kannst kann ich dir gerne eine abgeben. Wir müssen nur Kontaktdaten eventuell über Jörg ? austauschen.

    Ich habe mit meinen Versender gechattet. Er will mir RS485 BMS senden wenn ich den Versand zahle also Ihm die Trackingnummer schicke. Wie das geht habe ich noch nicht rausbekommen.
    Gruß
    Walter

    1. Bei mir hat eine Fidelia Xiao von JiaBaiDa vor dem Versand über Alibaba nachgefragt „do you need bms with rs485“. Habe mit yes geantwortet und alles hat geklappt.

    2. Hallo Walter,
      danke für die Rückmeldung. Ich kann leider auch noch nicht testen. Meine Batterien sind noch unterwegs.
      Aber, so mein Denken, wenn ich die Daten doch per UART auf den PC oder Raspi bekomme müsste ich die Daten doch über den Serialport dann z.B. über Node Red oder IoBroker auslesen können und dem Venus dann mittels MQTT zu Verfügung stellen.
      Ist denn noch keiner da der schon Erfahrungen gesammelt hat?

    3. Hey Dominik,

      das BMS regelt die Zellspannungen im Bereich des konfigurierten Parameters „balancing pricision“ (default 0.03 V) perfekt.
      Die Abweichungen der Zellspannungen kann man in der Android App sehen und auch wenn das Balancing aktiv wird. Was ich allerdings selten beobachtet habe.
      Gruß Jörg S

    4. Das Lesen der Daten würde ich nicht über node-red machen, sondern ein Python-Programm dafür schreiben, das mit dem BMS redet. Die Daten sollten dann nicht den Umweg über MQTT machen, sondern der Code sollte direkt auf dem Victron GX / Venus laufen und die BMS-Daten an den dbus schicken.

      Das alles ist brauchbar dokumentiert; ich muss dasselbe für mein Eigenbau-BMS auch machen. Insofern können wir uns da gerne zusammentun. Schick mir am besten direkt eine Mail, matthias@urlichs.de

    5. Hallo Walter,
      hast du inzwischen die RS485 Version erhalten? und wenn ja konntest du sie mit der Venus testen?
      Grüße
      GrayDeath

    6. Hallo GrayDeath,
      Das BMS ist gestern gekommen. Wie hast du das gewusst ? ;-)
      Leider sind die Batterien noch nicht da. So das ich auf Grund fehlender Testmöglichkeit noch nichts dazu sagen kann.
      Ich werde berichten sobald ich Ergebnisse habe.

  48. So, ich hatte gerade eine längere Diskusion mit Dongguan Jiabaida Electronic.
    Laut denen kann man das UART Modul auf den Steckplatz des jetzigen Bluetooth stecken. Damit sollte eine Übertragung Richtung PC funktionieren. In wie weit das dann am Raspi läuft muß man probieren.

    @Matthias
    Ich programmiere zwar Access Datenbanken in VB aber von Python hab ich keine Ahnung. Wenn ich mir so ein Skript ansehe verstehe ich zwar was wo passiert aber von selber schreiben bin ich weit weit weg.
    Bezüglich des Umwegs über MQTT, ich sammel sowieso alle Daten im IoBroker. Würde mir dann dort eine Visu. anlegen. Also entweder erst ins Venus dann zum IoBroker oder umgekehrt. Haben möchte ich die Daten auf beiden Seiten.

    1. Ob das ein Raspi ist oder sonst ein PC mit Linux drauf, ist zum Glück unerheblich.

      Man kann die erfassten Daten gerne sowohl an den dbus schicken als auch direkt an MQTT schicken, wenn das Venus/GX nicht eh Letzteres tut. Ich bin halt ein Freund von so wenig Umwegen wie möglich, sobald irgendwas mit Strom involviert ist.

      @Guido hast du einen Link zur Doku des Protokolls, das die fahren? Dann seh ich mir das mal an.

  49. @Matthias
    Ich bin zur Zeit noch mit den Chinesen im Kontakt. Die tun sich ein bisschen schwer mit den Informationen. Auf dem BMS ist unter ein Steckplatz für Rs485 markiert. Laut Aussage sind die erforderlichen Bauteile aber nicht auf der Platine. Die UART Boxen werden wohl auf den Steckplatz des Bluetooth Moduls gesteckt. Ich muß jetzt warten bis die Batterien und die UART Module kommen. Vielleicht kann @Walter Grau dir mit der Hardware für Versuche aushelfen.

    1. @Guido
      Das meine ich nicht. Ich brauche das tatsächliche Kommunikationsprotokoll (welche Bytes sende ich via RS485 und/oder Bluetooth/UART?). Wie kann ich mit den Informationen in diesen Dateien den aktuellen Ladezustand des Akkus meinem Home Assistant (oder dem Victron GX, oder sonst einem übergeordneten Managementsystem) beibringen? Den Bluetooth-Monitor anwerfen und Reverse Engineering betreiben? Nein danke.

      Da bestücke ich lieber selber eine Platine mit einem MAX14921 oder sonst einem brauchbaren Batteriemonitor-IC, das ist im Zweifelsfall produktiver.

  50. Hallo Jörg, vielen Dank für den informativen Blog und deine websites!
    Ich habe die von dir benutzten ShenzenBasen Akkus (16 Stück) bestellt und das von denen angebotene BMS mit Balancer (Dongguan Daly Electronics Co.,Ltd, Product Model: DL-R32W-F16S0250ATJ-MM00, LiFePO4 16S 48V250A Common port with Balance+UART) mitgekauft.
    Bekomme ich mit diesem Gerät auch die Funktionen, die das JBD-AP20S006 bzw. seine Vorgänger anbietet? Muss ich etwas anderes kaufen, um die Anlage mit einem Victron MultiPlus II Wechselrichter-Ladegerät 48/5000 zu betreiben? Gibt es fertige Alternativen? Am Anfang hörte sich das alles einfach an, jetzt höre ich von Programmierungen, die ich eher nicht bewältigen kann.
    Entschuldige die vielen Fragen, vielleicht findest du Zeit, die eine oder andere zu beantworten. Dafür schon jetzt herzlichen Dank!
    PS: hätte gern das PDF des BMS angehangen, sah aber keine Möglichkeit.
    Jan Paul

    1. Hi Jan,
      das Daly-BMS klingt ok. Sollte sich genauso wie das JBD einbinden lassen per RS485-Schnittstelle…

      Viele Grüße
      Jörg

  51. Hallo Jörg, ich bin dabei eine vergleichbaren Speicher mit MP2 aktuell aufzubauen, als BMS kommt ein Daly BMS in Anwendung mit dem Selben Serial Battery Treiber. die beiden Speicher funktionieren Einzeln sehr gut.

    Nun habe ich jedoch das Problem das wenn ich beide BMS per USB an den Cerbo GX anbinde er nur eines erkennt. wie ist es dir Gelungen beide Speicher gleichzeitig einzubinden? wird dir dann in VRM auch 2 Speicher angezeigt?

    https://www.meintechblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2022/02/Victron-OS-User-Interface.jpg

    Leider habe ich im Netz nichts hierrüber gefunden und bin auf der Suche auf deinen Blog gestoßen. Über ein paar tipps währe ich sehr Dankbar!
    Vielen Dank!
    Grüße,
    Max

    1. Hi Max,
      hatte das Problem auch mit einer speziellen Version des Victron OS. Da wurde dann immer nur der erste Batteriepack erkannt. Ich habe dann einfach mal eine Version älter genommen und da hat es auf Anhieb geklappt (wie im Screenshot zu sehen)…

      Viele Grüße und Erfolg
      Jörg

  52. Hallo Jörg,
    mittlerweile ist es uns gelungen einen Elektriker für unser DIY-Vorhaben zu gewinnen. Die Komponenten sind bestellt, unterwegs oder bereits geliefert.
    Nun hätte ich folgende Fragen zu Deinem Kommentar von 05.04. in Bezug auf die Kupferschienen.
    Welchen Durchmesser haben Deine Gewindebohrungen?
    Welches Material und welche Abmessungen haben die Schrauben, die Du verwendet hast?
    Könntest Du uns einen Bezugslink einstellen?
    oder
    Gibt es schon einen geplanten Veröffentlichungstermin für den in Aussicht gestellten Extra Blog zu diesem Bestandteil des Heimspeichers?
    Viele Grüße aus München
    Georg

    1. Ich bin zwar nicht Jörg, aber meine Kupferschienen kommen ohne Bohrlöcher aus.

      Ich nehme einfach zwei Hager 5×12-Schienen, 3D-gedruckte Halterungen für die Hutschiene, und die entsprechenden Klemmen dafür.

    2. Hi Georg,
      Die Gewindebohrungen sind für M6 Schrauben. Würde ich es nochmal machen, würde ich evtl. auch M8 nehmen, dann braucht man gar keine Angst haben, dass eine Schraube beim „Zu-Fest-Ziehen“ reisst. Länge sind glaub nur um die 2cm, Material ist Edelstahl. Ich denke zum Busbar-Verteiler werde ich aber auch nochmal einen kleinen separaten Blogpost schreiben. Dann gibt es alle Infos dazu. Bleib einfach am Ball…

      Viele Grüße
      Jörg

  53. Hallo Matthias,
    Danke für die Mitteilung zu Deiner Lösung. Ich werde diese mal durchdenken und prüfen, ob der Platz im Verteilerschrank oder für einen weiteren kleinen Verteiler ausreicht.
    Viele Grüße
    Georg

  54. Hallo Jörg,
    eine Frage, die ich so noch nicht sauber im Netz beantwortet gefunden habe:
    Wenn ich eine bestehende PV Anlage habe und die 3xMultiplus eigentlich nur für „AC gekoppelte Batterie“ verwenden will:

    Muss die bestehende PV Anlage dann VOR oder NACH den Multiplus angeklemmt werden?
    Ich gehe davon aus dass bei den Multiplus an AC-in das öffenltiche Netz hängt und an AC-out quasi das ganze Haus.

    Wenn der PV-Wechselrichter NACH den Multiplus hängt, hängt er ja an AC-out des Multiplus. Kann ein Überschuss der PV Anlage dann noch durch den Multiplus durch ins öffentliche Netz, oder bereitet das Probleme?

    Hab noch kein Bild gesehen dass mir darstellt was ich in so einer Konstellation an welchen Ein-/Ausgang vom Mutliplus hänge. Gehe aber davon aus, dass die AC-seitige PV-Anlage am AC-in hängen müsste und nur die Verbraucher an AC-out.

    Vielleicht kannst du darauf kurz eingehen?

    Gruß
    Alex

    1. Hi Alex,
      Ich hab das so bei mir. PV Anlage mit 12kW SMA STP mit Überschusseinspeisung war vorher schon vorhanden. Habe jetzt noch einen Multiplus parallel zum PV WR in mein Netz gehängt und dazu den AC In genutzt. An den AC out hängt bisher nichts, ich habe aber vor, Heizung und IT drauf zu hängen, damit ich bei Stromausfall für diese Dinge weiterhin eine Versorgung habe.
      Die Leistungsregelung des MP macht bei mir ein Raspberry mit Venus OS, der Daten vom SmartMeter, dem PV WR, dem MP und dem JK BMS bekommt.
      Ich hab bei mir sogar noch eine OpenWB, die auch problemlos mitspielt.
      VG,
      Dominik

  55. Hallo Alexander,
    es geht beides…
    Der Multiplus kann auch meines Wissens nach noch von ACout Überschluss an ACin rausschieben, solange das öffentliche Netz verfügbar ist.
    Ähnlich macht er es ja bei ESS anhand des Smartmeter, denn Zähler in Summe auf 0 Leistung zu regulieren. Unterschied, bei Ausfall des öffenrlichen Netzes, kappt er den ACin durch interne Relais und baut damit eine Insel, wo bspw..auch die AC PV am AC Out weiter betrieben werden könnte. Nachteil (wenn es einer ist) wäre, dass das gesammte Haus hinter den Victrons hängt.
    Ich denke das wird erst dann ein Problem, wenn der ACin dann wirklich mal weg ist, darf dann damit kein Multiplus an seiner jeweiligen „Phase“ überlastet werden, sonst könnte er ausfallen.
    Ich würde daher auch nur erst einmal „wichtge Verbraucher“ dahinter hängen.

    Wie seht ihr das?
    VG Martin

    1. Naja. Solange das öffentliche Netz da ist, ist ACin und ACout mit einem Relais verbunden. Klar kann man dann auf ACout beliebig Strom reinschieben, merkt ja keiner.

      Die Probleme treten dann auf, wenn das Netz weg ist. Und dann arbeitet der Inverter im Multi eigentlich im Inselbetrieb, d.h. als Stromquelle … aber was passiert, wenn die PV, die auch am Ausgang hängt, zu viel Strom liefert? Dann müsste er eigentlich in den Lademodus umschalten. Kann er aber nicht.

      Wenn dein System das leisten soll, dann brauchst du einen Quattro. Der ist dafür ausgelegt.

      Siehe dazu auch https://www.victronenergy.de/upload/documents/Brochure-Off-Grid-backup-and-island-systems_DE_web.pdf

    2. Also grundsätzlich sind mit den Victron Invertern fast alle denkbaren Szenarien machbar. Da braucht man auch nicht zwingend einen Quattro. :)

      Wenn der PV-Wechselrichter per AC angebunden werden soll, sodass er auch im Not-/Ersatzstromfall (Grid ist tot) die Batterie laden und das Haus versorgen soll, dann muss er an AC-Out ran – an dem Ausgang, an dem auch die Hausverbraucher hängen. Dann muss man eben unbedingt das hier beachten, sodass der/die Victron-Multiplus die maximale PV-Leistung auch entgegen nehmen bzw. „verarbeiten“ können: „AC-coupling and the Factor 1.0 rule“ -> https://www.victronenergy.com/live/ac_coupling:start

      Aus diesem Grund hängt mein SolarEdge-Inverter mit max. 30kVA (schafft real bis 30kW) bisher auch nicht am AC-Out, sondern „davor“ (aus Netzrichtung gesehen). Denn meine 3x5000er Multiplus vertragen laut der „1:1 factor rule“ eben nur bis 15kVA. Aus diesem Grund überlege ich mir schon eine Möglichkeit, wie ich das dennoch bewerkstelligen kann, um im Notstromfall die Leistung der PV-Anlage (teilweise) ernten zu können. Eben mit Umschalter, um den SolarEdge-Inverter im Bedarfsfall an den AC-Out zu switchen und vorher 1-2 der insgesamt 3 PV-Strings per Schütz zu trennen, sodass der Inverter physisch gar nicht mehr als 15kVA liefern kann. Wenns soweit ist, folgt sicher ein Inhalt auf dem Blog – das dauert aber mit Sicherheit noch etwas… ;)

      Viele Grüße
      Jörg

  56. Danke Jörg für das Teilen deiner Erfahrungen! Eine Frage: Wenn du ohne Netzkoppelung (bei Netzausfall) die Akkus laden willst mit einem Dreiphasigen Solarregler (AC-Gekoppelt), wie geht das dann? So wie ichs bis jetzt überschaue, kannst du nur 1 phasig laden. Netzgebunden ist es kein Problem, weil das Netz die 3 Phasen saldiert / ausgleicht. Kannst du mir auf die Sprünge helfen? Lg, Stefan

    1. Hi Stefan,
      gerne! In meinem Fall hängt der 3-phasige SolarEdge PV-Wechselrichter (AC) aktuell noch netzparallel vor den drei Multiplus (einer pro Phase). D.h. bei Netzausfall schaltet sich der PV-Wechselrichter komplett ab und ich kann die Batterien nicht mehr damit laden. Ich könnten den PV-Wechselrichter aber auch hinter den drei Multiplus anschließen, sodass diese bei Netzausfall weiter produzieren. In diesem Fall muss man sowohl die Multiplus über einen entsprechenden Assistenten (über die VE.configure-Software) als auch den PV-Wechselrichter umkonfigurieren. Dann drosseln die Multiplus über die Anhebung der internen Netzfrequenz die mögliche Produktion des PV-Wechselrichters, sodass die Batterien nicht überladen werden können. Hierbei muss man aber bspw. die 1:1-Regel beachten (schon mehrfach angesprochen in den ESS-Artikeln), damit sichergestellt ist, dass die Multiplus inkl. Batterie(n) auch kurzfristig die maximal realisierbare Leistung des PV-Wechselrichters verkraften können.

      Beantwortet das deine Frage? Ansonsten einfach nochmal nachhaken.

      Viele Grüße
      Jörg

  57. Hallo zusammen,

    ich und ein Freund haben bei Shenzhen Basen Technology Co., Ltd insgesammt 64 Zellen eve 280ah bestellt.

    Nun ist die Lieferung nach über zwei Monaten angekommen.
    Wir haben die Zellen mit einem Prüfgerät den Innnwiderstand und Zellspannung gemessen.
    Zusätzlich haben wir mittels des QR-Codes das Herstellungsdatum überprüft.
    Nun benötigen wir eure Meinung, da wir nicht wissen, wie wir die Ergebnisse bewerten sollen.

    Aufkleber auf den Zellen verspricht: 0,20 miliOhm 3,290V
    Mittelwerte aller Zellen:
    0,22 miliOhm 3,293V

    Einige Zellen sind leicht ausgebeult. So stelle ich mir das vor wenn eine Zelle ohne Kompression betrieben wird. ( Wie im Blog diskutiert )

    Eine Zelle fällt aus dem Rahmen:
    0,23 miliOhm 3,246V Produktionsdatum 16.02.2022

    Die Produktionsdaten streuen wie folgt:

    Monat/Jahr Anzahl Zellen
    02/2022 18
    01/2022 10
    12/2021 31
    07/2021 5

    Fragen :
    Wie sollen wir die Zellen in den Battrie-Stacks a 16 Stück gruppieren ?
    Sollen wir den Ausreißer reklamieren ?
    Welche Ausbeulung ist tollerierbar ?

    Gruß Walter

    1. Hi Walter,
      alles bis 0,25 mOhm ist völlig ok. Dabei ist es auch so, dass der gemessene Widerstandswert auch nicht in Stein gemeiselt ist. Dieser verändert sich über die Nutzungsdauer der Zellen genauso wie bei verschiedenen Ladeständen, Spannungen, Lastbedingungen etc. Also erstmal „nur“ ein Indikator – in deinem Fall aber alles in Butter!

      „Leicht ausgebeult“ -> Von wievielen Millimetern sprechen wir hier? Ganz leichte Ausbeulungen haben auch meine Zellen. Wenn ich zwei Zellen aneinanderddrücke, gibt es gefühlt einen „Gap“ von 1mm. Habe das aber noch nicht gemessen oder so…

      Die Zelle, die aus dem Rahmen fällt mit 3,246V würde ich einmal einem Kapazitätstest unterziehen, wie im Blogpost Operation Hausspeicher – 14kWh LiFePo4-Zellen für 2.200€ Gliederugnspunkt „Erweiterter Zelltest – Kapazität“ beschrieben. Und diesen Wert dann mit dem Kapazitätstest einer anderen „normalen“ Zelle vergleichen. Dann siehst du sofort, ob du reklamieren solltest oder ob alles ok ist. Wenn du weniger als sagen wir 275Ah aus der Zelle herausbekommst, würde ich definitiv reklamieren und zumindest einen Preisnachlass beanspruchen.

      Verschiedene Produktionsdaten sind auch normal…

      Gruppieren würde ich erstmal „einfach“ nach Lust und Laune. Meine Erfahrung ist, dass es zwar immer mal eine oder zwei Zellen pro Pack gibt, die etwas mehr Kapazität besitzt und dann insbesondere bei kompletter Entladung des Batteriepacks 0,2V mehr haben als alle anderen, aber das ist völlig ok. Insbesondere da man eh niemals im normalen Betrieb bis 2,5V Zellspannung runtergeht. Also alles zusammenbauen, den Zellpack aufladen und gleichzeitig am besten mit einem „NEEY 4A Active Balancer“ topbalancen bis alle Zellen komplett vollgeballert sind (3,6-3,65V). Danach den gesamten Zellpack einmal entladen bis die ersten Zellen 2,9V erreichen. Und dann schauen, wie stark die Zellspannungen differieren. Dann kann man immer noch die „besten“ und „schlechtesten“ Zellen markieren und über alle vier 16s-Packs gesehen am Ende neu gruppieren, um einen besseren Match zu erhalten. Ich denke jedoch, dass das im Normalfall nicht viel ausmacht. Aber schreib gerne deine Erfahrungen dazu, wenn du einen Schritt weiter bist…

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Das mit dem Topbalancing per „NEEY 4A Active Balancer“ werde ich demnächst auch in einem Blogpost zeigen.

  58. Hallo Jörg,
    super Projekt und Du hast mich schon angesteckt damit. Ich hätte jedoch zwei Fragen:

    Hast Du schonmal mit deiner Gebäudeversicherung gesprochen. Ich stelle mir die Frage wie so ein DIY-Speicher von der Gebäude- und Hausratversicherung im Brandfall bewertet wird. Auch wenn von den Zellen selbst ein „geringes“ Risiko ausgeht, kann ja dennoch ein Kabelbrand oder ähnliches entstehen. Habe etwas Bedenken das dies ein guter Grund wäre für die Versicherung die Zahlung zu verweigern.

    Meine zweite Frage ist eher technischer Natur. Ich habe schon eine PV-Anlage mit 12.5Kwh Speicher. Lässt sich so ein DIY-Speicher mit den Victron 5000 dann parallel im im Netz betreiben? Würde den Speicher gerne zusätzlich als Stromquelle sowie auch als Notstromversorgung verwenden.
    Danke und liebe Grüße
    Alex

    1. Hi Alex,
      das mit der Gebäudeversicherung habe ich noch auf der Todo. Jens von „Meine Energiewende“ hat mir den Tipp gegeben, dass er seine Anlage als „Selbstbau Stromspeicher zur Netzunterstützung“ angegeben hat. Er hat seiner Versicherung (Provinzial) dann noch Bilder der Anlage geschickt und diese hat das dann versicherungstechnisch abgedeckt. So habe ich das dann auch vor.
      Für die Anmeldung beim Netzbetreiber fehlt mir auch noch final ein E-Check der 230V-Seite. Dann ist das e-technisch alles safe, auch auf dem Papier.

      Jap, habe ich gerade auch so bei nem Kumpel realisiert. Ein DIY-Speicher samt Multiplus 3000 ergänzt jetzt eine Senec-Speicherlösung. Details bald auf dem Blog, bleib einfach am Ball.

      Viele Grüße
      Jörg

  59. Hallo Jörg,

    evtl. zu meinem vorherigen Beitrag eine etwas erweiterte Frage.

    Es besteht schon eine 9,98kWp Anlage inkl. 12.5kWh Batteriespeicher sowie SolarEdge WR und dem üblichen 2-Richtungszähler im Haus. Des weiteren haben wir 2 Elektrofahrzeuge.

    Mein Ziel:
    – Steigerung der Autarkie
    – Notstromfunktion (häufige Netzausfälle bei uns im Neubaugebiet)
    – Großer Speicher als Zwischenspeicher für Notstrom und zum Laden der Fahrzeuge

    Dazu möchte ich eine zweite PV-Anlage mit weiteren 10-12kWp auf meinem Dach installieren. Diese würde ich dann gerne mit einem DYI 28kWh Speicher bestücken.

    Nun zu meinen Fragen:

    – Ich gehe davon aus, dass ich für die 2 noch zu installierende PV-Anlage zusätzlich einen Wechselrichter benötige. Die Victrons sind ja nur für den Speicher, oder? Das muss dann jedoch kein Hybrid-WR sein, oder?

    – Wenn ich den DIY Speicher inkl. Victrons für Notstrom einsetze, muss ich ja irgendwie sicherstellen das der SolarEdge der bestehenden Anlage nicht denkt es liegt weiterhin Netz an und versucht Einzuspeisen. Wie löse ich das am geschicktesten?

    – Ein weiteres Szenario könnte ja sein, dass der 12,5kWh Speicher sich bei schwachem PV-Ertrag versucht über den 28kWh Speicher aufzuladen. Wie könnte ich das am besten vermeiden?

    – Können sich die beiden Anlagen & Speicher sonst noch irgendwie ins Gehege kommen?

    Freue mich über jegliche Form der Unterstützung.

    Liebe Grüße
    Alex

    1. Hi Alex,
      ich habe mal die Einheiten in deinem Kommentar angepasst. Bitte künftig darauf achten, ich bekomme da echt die Krise beim Lesen… :D
      kW -> Leistung
      kWh -> Kapazität

      Aber zu deinen Fragen:

      -Victron kann alles, ernsthaft. Du benötigst nur die richtigen Komponenten. Für die Koppelung Batterie <-> Haus-/Stromnetz benötigst du mindestens einen Vcitron Multiplus. Deine neuen PV-Panels kannst du dann bspw. auch an einen passend dimensionierten Victron Laderegler, der dann die PV-Power direkt ohne große Wandlungsverluste (da DC-seitig eingebunden) in die Batterie schieben kann. Das müsste man sich dann eben im Detail ansehen und entscheiden, wie es am geschicktesten ist.

      -Den AC-seitig angebundenen SolarEdge WR kannst du entweder weiterhin netzparallel laufen lassen. Dann ist er einfach „tot“ sobald das externe Stromnetz ausfällt. Oder aber du hängst ihn an den Ersatzstromanschluss des Multiplus, wobei du dann meist drei Multiplus benötigst, die ein Dreiphasennetz aufbauen (da die größeren SolarEdge WR immer dreiphasig laufen). Dann bilden die Multiplus quasi das Netz für den SolarEdge WR und dieser produziert fleissig weiter -> versorgt dein Haus und lädt die Batterie. Das lässt sich dann so konfigurieren, dass das Victron-System durch Frequenzanhebung den SolarEdge WR drosselt, sobald die Batterie voll ist. So bzw. so ähnlich habe ich das auch vor, aber hier muss man einiges beachten. Das habe ich schon mehrfach in Kommentaren erwähnt und dazu wird es dann die kommenden Monate auch weitere Inhalte auf dem Blog zu geben. Insgesamt semi trivial aber machbar. :)

      -Die Regelung verschiedener Speicher ist definitiv möglich. Ich habe erst einen DIY-Speicher bei einem Kumpel installiert und damit eine Senec-Speicherlösung ergänzt. Ein System muss dann eben „führend“ sein und das andere sich unterordnen. Dazu habe ich auch bereits Inhalte in der Pipeline, da das auf Anhieb mega gut funktioniert hat.

      -Wenn das alles vernünftig ausgelegt wurde, kommt sich da nichts ins Gehege…

      Viele Grüße
      Jörg

  60. Hi Jörg, sehe ich es richtig, dass der AC IN von den Multiplus direkt an hinter den Stromzähler kommen? Also in meinem Fall ein SMA SHM2 und AC OUT an die Verteilung zum Haus bzw Verbraucher welche eben von Speicher bedient werden sollen? Jeweils Phasen getrennt natürlich.

    Das würde bedeuten, dass ich meinen Hausverteiler nochmal komplett umplanen muss den ich eben erst fertig gestellt habe ^^

    Hast du einen Stromlaufplan deiner Verteilung? Und hast du Verbaucher auch am AC OUT2 hängen die getrennt werden wenn die Netzversorgung wegbricht?

    Viele Grüße

    1. Bezgl die 1:1 Regel: wäre es nicht denkbar die dynamische Abregelung des WR dafür zu benutzen um eben 1:1 mit den Victrons zu erreichen? Ohne harte Trennung von Modulen? Also im Inselbetrieb ist dann die Ausgangsleistung entsprechend reduziert. Das sollte doch möglich sein.

      In meinem Fall habe ich 3x SMA WR (1x 3 phasig, 2x einphasig), ein paar Hoymiles einphasig und später noch ein paar DC geführte aber die fallen ja eh raus. Die Hoymiles und die einphasigen SMA habe ich auf die Phasen so verteilt das es kein Problem sein dürfte wenn sie hinter dem Speicher sind. Den 3phasigen SMA müsste ich im Peak reduzieren oder vor dem Speicher lassen. Ich hätte aber lieber eine konsequente Insel mit Schwarzstartfähigkeit auch inkl. AC WR’s.

    2. Hi nochmal! :)

      Jein. Der Inverter kann die physisisch mögliche Leistung auch trotz dynamischer Abregelung zumindest kurzzeitig abgeben, da diese künstliche Leistungsreduzierung über die Verschiebung des MPPT in einen ineffizienteren Bereich stattfindet. Wenn dann zufällig genau in diesem Moment bei idealen Bedingungen (Sonne senkrecht zu den Panels, geringe Temperatur) die Sonne hinter den Wolken auftaucht und die PV-Leistung peakt, kann die Runterregelung dann auch einige Sekunden dauern, was das Victron-System im schlimmsten Fall killt. Denke das diese Problem zu 99% der Zeit nur theoretischer Natur ist aber dennoch möchte ich die restlichen 1% nicht ausser Acht lassen. Ausserdem ist bei mir der Faktor nicht 1:1, sondern 2:1 (PV-Leistung : Inverterleistung) und dadurch wird das Problem nicht besser. Und technisch ist das jetzt auch kein Hexenwerk einen oder zwei steuerbare Relais an die PV-Strings zu klemmen. Muss dann eben „nur“ die Ansteuerung vernünftigen Regeln folgen, die ich in meinem Fall selbst definieren und in Loxone umsetzen muss.

      Echte Schwarzstartfähigkeit kann zumindest ich aktuell ohne DC-seitig eingebundene Laderegler nicht realisieren. Glaube das ist aber ein insgesamt eher überbewertetes Problem. Dann lasse ich im Notfall eben 5% Akkukapazität ungenutzt stehen und schalte die Hauptverbraucher samt Wechselrichter wieder zu, wenn es hell wird. Brauche dann ja nur genug Energie damit der Wechselrichter hochfährt und mit der Einspeisung beginnt… Zudem kann ich eh jede Steckdose im Haus einzeln schalten (zentral aus dem Schaltschrank) und damit so sicherstellen, dass leistungshungrige Verbraucher erst totgelegt bleiben. Müsste ich eigentlich auch mal demnächst Regeln definieren, die dann automatisch eingreifen. Am besten solche Verbraucher direkt killen, wenn die Akkukapazität im Ersatzstromfall unter 20% fällt. Ich glaube ich hab wieder ein weiteres abendfüllendes Projekt gefunden… :D

      Viele Grüße
      Jörg

    3. Hi Dirk!

      Du hast mehrere Möglichkeiten. AC In der Multiplus mit dem Stromnetz verbinden. Im besten Fall direkt hinter dem zentralen Stromzähler.

      Dein Haus kannst du weiterhin auch „netzparallel“ laufen lassen wie bisher. Das ESS-System regelt dynamisch nach, sodass dein Stromzähler „stehen bleibt“. Bei Stromausfall im Netz bleiben dann aber auch deine Lichter im Haus aus.

      Oder du packst dein Haus – wie ich aktuell umgesetzt – an den AC Out 1 der Multiplus (1 Multiplus pro Phase). Dann merkst du den Stromausfall gar nicht, da das Victron-System innerhalb von 20ms eingreift. Das setzt eben voraus, dass die Multiplus „groß“ genug dimensioniert sind, sodass jede Phase genug Power abbekommt bzw. muss man evtl. nachsteuern, um größere Verbraucher geschickt auf die 3 Phasen zu verteilen.

      Ich habe jetzt auch bereits einen manuellen Schalter (Hager 63A 3phasig) im Schaltschrank nachgerüstet, um mein Haus umschalten zu können. Also entweder netzparallel (falls der Speicher nicht funktionieren sollte) oder ersatzstromfähig an den AC Out oder eben ganz aus. Der „Normalbetrieb“ ist dann aber Haus an den AC Out.

      Meine E-Ladesäulen habe ich dabei – zumindest aktuell – noch netzparallel angeschlossen. Also bei einem Stromausfall wären die auch tot. Könnte ich aber natürlich auch ändern und diese auch am AC Out 1 anschließen…

      Und dann noch die Sache mit dem PV-Nachladen. Mein AC-seitig angebundener SolarEdge Wechselrichter ist aktuell auch noch netzparallel. Sobald Netzstrom weg ist, fällt der auch komplett aus. Hier möchte ich eine Umschaltung realisieren, sodass dieser im Notstromfall automatisch an die AC Outs geschickt wird und weiter produzieren kann. Da mein Inverter aber bis zu 30kW liefern kann, die Victron-Anlage jedoch „nur“ 15kW verarbeiten kann, muss ich hier zusätzlich mit automatischen Abschlatern (Relais) arbeiten, um einzelne PV-Strings zu kappen und damit die Leistung zu reduzieren. Das ist bei mir bisschen ein Edge-Case, den die meisten Leute vermutlich nicht haben werden. Wenn die 1:1 Regel befolgt wird (wurde hier in den Kommentaren schon mehrfach angesprochen), lässt sich der PV-Inverter auch „einfach so“ an den AC-Outs betreiben. Man muss dan eben das Victron-System und den Inverter so konfigurieren, damit das „harmoniert“ und das Victron-System bspw. automatisch die Inverterleistung runterregelt, wenn die Batterien voll sind.

      Hoffe das beantwortet deine Fragen einigermaßen…

      Viele Grüße
      Jörg

  61. Erstmal klasse für Deinen Artikel! Meine 280Ah Zellen sind gerade gekommen und ich lese mich auch wie wild in das Thema ein :-)
    Doch eine Frage: wie kommst Du auf ein BMS mit „nur“ 200A ?

    Angenommen Du willst z. B. 3 x 3000 Watt laden/entladen, Deine Spannung liegt (da Akkus entladen sind) nur bei 40V, dann rechnet man doch:

    9000 Watt : 40 A = 225 A

    zzgl. 10% Puffer = 250 A als nächste Stufe.

    Oder liegt da jetzt bei Dir daran, dass Du zwei Akku Packs parallel betreibst? Sorry… irgendwo hab ich grad einen „Knick“ in der Optik :)

    1. Hi Dominik,
      bei mir hängen gerade drei Batteriepacks parralel an drei Multiplus 5000. D.h. die gesamte Stromstärke halbiert sich pro Batteriepack etwa durch drei – nicht 100%ig, da das immer etwas „hin- und herschwingt“.

      Bei maximal 12kW Entladeleistung (so bei mir durch Logik in Loxone realisiert) komme ich so pro Pack auf nicht ganz 85A (12000W / 48V / 3 Packs). Bei zwei Packs wären das dann etwa 125A. Wenn gerade nur ein Pack angeschlossen ist bzw. die Kapazität aller Packs im Schnitt unter 10% fällt bzw. über 90% steigt, reduziere ich die mögliche Leistung jedoch drastisch. Das werde ich auch nochmal detailliert zeigen.

      Insgesamt sollte man schon unbedingt darauf achten, dass man die Zellen nicht zu sehr fordert. Mehr als 150A pro Pack würde ich nicht empfehlen, da das schon über 0,5C (bei den 280A-Zellen) sind und das ist für das langfristige Batterieleben nicht förderlich. Ich gehe bei meinem obigen Beispiel auch von 48V (3V pro Zelle aus) und nicht von 40V so wie du. Denn unter 3V sind die Zellen schlicht so gut wie leer und da greift meine Leistungsreduzierung ohnehin.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Um die volle Leistung von 3 Multiplus 5000 sinnvoll nutzen zu können, würde ich persönlich in jedem Fall mehr als einen Batteriepack installieren. Schon alleine aufgrund der „geringen“ Kapazität eines Packs bei hohen Leistungen. Beim Abruf von „nur“ 9kW Leistung ohne künstliche Deckelung wäre dieser bereits nach knapp einer 1,5 Stunden leer – das macht „designtechnisch“ schon nicht so viel Sinn.

    2. Danke für die Erklärung! Wie Du die Leistung reduzierst, würde mich echt noch interessieren :) Ich werde 2 Bänke mit je 16 Zellen an 3 x Multiplus 48/3000 hängen – so mal der aktuelle Plan :) Viele Grüße nach Schwäbisch Hall!

    3. Hi Dominik,
      ja das werde ich sicher noch zeigen. Ist im Grunde nicht sonderlich kompliziert über einige Regeln direkt in Loxone…

      Viele Grüße
      Jög

  62. Hallo Jörg,

    ich habe ein ähnliches BMS JBD-AP20S006(-L20S-200A-B) jedoch scheint es eine neue Variante zu sein.
    Kommunikation mit dbus-serialbattery läuft problemlos über einen RS232 Adapter (solang man herausgefunden hat das GND = B- ist ). Jedoch hat mein BMS ein Problem mit der Soc / remaining Capacity berechnung, beim laden bleibt er immer bei 80% stehen und der remaining Capacity counter wird ständig zurück gesetzt. Kannst du ein ähnliches verhalten feststellen? Mich würde einmal die Firmware version deines BMS interessieren.

    Viele Gruße

    1. Hi Marvin,
      ja, der „Nachfolger“ meines BMS scheint das Modell Jiabaida JBD-AP20S006 7-20s 200a lifepo4 smart bms (Affiliate-Link) zu sein.

      Muss ich demnächst auch mal ein paar davon ordern – die nächsten Batteriepacks kommen bestimmt… :D

      Danke für deine Info, dass der Adapter auch dort funktioniert. Warum hast du dich für RS232 und nicht für RS485 entschieden?

      Das mit dem „Hängenbleiben“ beim Aufladen bei 80% kenne ich. Ich habs bspw. so eingestellt, dass das BMS die Zellen als „voll“ ansehen soll bei einer Zellspannung von je 3,40V. Dann dauert es einfach etwas beim Laden und der Wert springt dann manchmal von 80% direkt auf 100%. Manchmal geht es dann aber auch graduell in kleineren Schritten, wobei ich das Gefühl habe, dass das BMS das erst nach einer gewissen Lernzeit besser schnallt. Wobei wenn man den Strom vom BMS einmal trennt, beginnt der Spaß aufgrund des „Reset“ wieder von vorne. Insgesamt stört mich das aber nicht wirklich – und es ist eh so, dass die exakte Bestimmung des SoC bei der LiFePo4-Zellchemie super schwierig ist. Beim Entladen habe ich das Phänomen dann wieder bei 20%. Hier „hängt“ der Wert dann analog zum 80%-Ladewert oftmals… Aber wie gesagt – stört mich nicht wirklich. Für eine grobe Einordnung reicht es völlig aus.

      Wenn man das genauer haben möchte, muss man wohl zusätzlich einen Victron Smartshunt (Affiliate-Link) zentral nachrüsten, der dann genauer mittrackt, wieviel Arbeit in und aus den Battierpacks geflossen ist und daraus den SoC errechnet.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Die Firmwareversion muss ich mal nachschauen, sobald ich wieder Zuhause bin. Lässt sich diese irgendwie updaten?

    2. Hallo Jörg,

      Ja die Firmware lässt sich über die original Software „JBDTools“ updaten. Vorausgesetzt man bekommt sie irgendwo her als File, z.B. vom Verkäufer. Ich versuche im Moment von meinem Verkäufer eventuell ein Update zu bekommen. Im BMS ist ja schließlich auch nur ein Shunt verbaut, wäre ja irgendwie schade diesen mit dem Victron Shunt zu begraben. Im Prinzip scheint das BMS sich ja nur zu verrechnen. Leider verschiebt sich hier der SOC aber extrem wenn das BMS denkt er ist bei 80% obwohl er fast bei 100% ist. Beim entlade Vorgang rechnet er dann sofort von 80% herunter, schließlich hat er sich dann um 20% verschoben. Wenn das am nachfolge Tag wieder passiert, kann man die Batterie garnicht richtig nutzen. Man müsste also sicherstellen das sie immer zu 100% voll wird.

      Ich hatte ursprünglich mit RS485 bestellt, jedoch war dort auf meinem BMS kein Connector aufgelötet. Ich habe es nicht getestet ob es eventuell trotzdem geht, da ich auch RS232 adapter rum liegen hatte.

      Viele Grüße

    3. Ja, naja… Das im BMS verbaute Shunt checkt auch erst ab ner Leistung von knapp 150W, dass Leistung fließt. Dadurch kann es schon „designtechnisch“ nicht 100%ig zuverlässig funktionieren. Weiss aber nicht, ob das Victron-Shunt da besser wäre…

      Naja so schlimm ist es jetzt auch nicht. Dafür hat man im BMS ja verschiedene Grenzwerte eingetragen für Zellspannungen bei 20%, 40%, 60% und 80%. Daran kann sich das BMS schon einigermaßen orientieren…

      Du nutzt also die RS232-Buchse, an dem normalerweise der Bluetooth-Dongle angeschlossen ist? Und kannst damit nicht beides (Victron-Integration und Bluetooth-Dongle) gleichzeitig betreiben, richtig?

      Viele Grüße
      Jörg

    4. Hallo Jörg,

      nein mein BMS hat eine Buchse für BT RS232 und noch eine zweite für normales RS232.
      Kann also alles Parallel nutzen.

      Viele Grüße.

  63. Hallo Jörg,
    mich würde die AC Installation der MP 2 interessieren. Besonders der Anschluss vom AC Out 1 auf das Hausnetz, was für ein RCD und welche LSS wurden verwendet.
    Oder haben Sie die Anlage nur über AC IN angeschlossen? Wäre schön wenn Sie dazu etwas schreiben könnten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Robert

    1. Hi Robert,
      kannst mich gerne duzen – hoffe umgekehrt ist das auch ok. :)

      Habe einen 63A Hager Umschalter installiert, um das Haus jederzeit zwischen AC Out 1 und „direkt am Netz“ switchen zu können. Im Normalbetrieb hängt das Haus jetzt aber an den AC Out der drei Multiplus 5000.

      Zwischen AC Out 1 und dem Umschalter habe ich noch einen 32A LSS Typ B gepackt.

      Das Haus, welches nach dem Umschalter hängt, ist in verschiedene Regionen eingeteilt, welche jeweils einen eigenen RCD 30mA haben (u.A. EG, OG, Schaltschrank, Aussen) und hinter jedem RCD hängen dann diverse B16 LSS für die dort angeschlossenen Verbraucher.

      Viele Grüße
      Jörg

  64. Hallo Jörg,

    erstmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
    Das „du“ nehme ich gerne an. ;-)
    Hast du nach den Umbau anschließend bei deinen Haus einen E-Check machen lassen, ob die RCD’s noch vernünftig abschalten? Denn bezüglich des AC Out1 habe ich schon öfter gelesen das dort noch ein zusätzlicher selektiver RCD Typ A installiert werden soll. Jedenfalls ist man sich in der Community so ziemlich einig das dort ein Typ A rein soll, jedoch laut Anleitung ein Typ B.
    Wobei ich selber auch gerne aus Platzgründen auf den zusätzlichen RCD verzichten möchte.

    1. Hi Robert,
      alles an den AC Outs ist jeweils mit einem „stinknormalen“ RCD Typ A abgesichert. Der finale E-Check steht noch aus aber bei meinen Tests sind die RCDs und LSS immer ohne Probleme rausgeflogen – insb. auch im Inselbetrieb. Aber mal sehen, wie mein Setup dann am Ende „abgenommen“ wird. Wenn ein RCD Typ B von Vorteil ist, bau ich eben so einen rein…

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Kannst du evtl. nen Link zu dem von dir angesprochenen Forums-Thread mitteilen?

  65. Nabend Jörg,

    ich habe mal eben die Threads gesucht einen habe ich eben noch gefunden. Ich bin der Meinung das ich das noch wo anders gelesen hatte. Wenn ich den anderen Thread noch finde reiche ich den Link noch nach. „https://www.energiesparhaus.at/forum-victron-multiplus-ii-ac-installation/66537_5“
    ab Post #97 geht es los.
    Hier nochmal ein Abschnitt aus der Victron Anleitung „https://www.victronenergy.de/upload/documents/Manual-MultiPlus-II-48V-3k-and-5k-230V-EN-NL-FR-DE-ES-SE.pdf“ Seite 10:
    ///
    • AC-in
    Das AC-Eingangskabel muss direkt am vorgesehenen Anschlussblock „AC-in’ angeschlossen werden.
    Von links nach rechts: “N” (Neutralleiter), “PE” (Erde) und “L” (Phase)
    Dieses Gerät kann einen Gleichstrom am externen Schutzleiter verursachen. Wenn eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung
    (RCD) oder ein Differenzstrom-Überwachungsgerät (RCM) zum Schutz bei direktem oder indirektem Kontakt verwendet
    wird, ist auf der Stromversorgungs-Seite dieses Produktes nur ein RDC bzw. RCM des Typs B zulässig.
    Der AC-Eingang muss durch eine Klasse A Sicherung oder einen magnetischen Schutzschalter, der mit 50A bemessen ist
    geschützt werden. Der Kabeldurchmesser muss entsprechend angemessen sein. Wenn die
    Eingangswechselstromversorgung kleiner bemessen ist, so muss die Sicherung bzw. der Schutzschalter auch entsprechend
    kleiner bemessen sein.
    • AC-out-1
    Das Wechselstrom-Ausgangskabel kann direkt am vorgesehenen Anschlussblock „AC-out’ angeschlossen werden.
    Von links nach rechts: “N” (Neutralleiter), “PE” (Erde) und “L” (Phase)
    Mit seiner PowerAssist-Funktion kann der Multi bis zu 3 kVA (das heißt 3000 / 230 = 13 A) in Zeiten starker
    Spitzenstromanforderungen zum Ausgang beitragen. Zusammen mit einem maximalen Eingangsstrom von 32 A bedeutet das,
    dass der Ausgang bis zu 32 + 13 = 45 A liefern kann.
    Ein Fehlerstromschalter und eine Sicherung oder ein Schutzschalter, die so bemessen sind, dass sie die erwartete Last aushalten
    können, müssen mit dem Ausgang in Reihe geschaltet werden. Der Kabeldurchmesser muss entsprechend angepasst sein.77//
    ///

    Laut dem Auszug soll an dem AC-In ein RCD Typ B angeschlossen werden. Den Sinn verstehe ich da nur nicht wenn ich im Inselbetrieb bin kann doch genauso ein Gleichstrom auf den Schutzleiter des AC- OUT durch den Wechselrichter entstehen. Leider nützt mir dann der RCD am AC-In nichts mehr wenn der über die Internen Schütze getrennt ist oder übersehe ich da etwas?

    Gruß,
    Robert

    1. Der RCD-B soll dich auch dann schützen, wenn Gleichstrom ins Netz fließt. Angesichts einer dicken DC-Installation ist das ja im Fehlerfall nicht *so* unwahrscheinlich.

      Wenn das Problem am AC-Out auftritt, dann fließt dieser Gleichstrom durch beide RCDs. Es reicht, wenn einer auslöst.

      Im Inselbetrieb hängen deine AC-Geräte hinter einer dicken Spule im Multi und sind ansonsten vom Netz getrennt. Da kann kein Gleichstrom fließen. (Und wenn der Trafo im Multi einen Hau weg hat, hast du noch ganz andere Probleme als einen Gleichstromschluss.) Somit reicht für die Installation hinter dem Gerät ein Typ A.

    2. Hallo zusammen
      Welche Querschnitte für ac in und acht out habt gewählt?
      Ich hatte für einen 5000’er 6mm2 geplant
      Gruß
      Walter

    3. Danke für die Aufklärung Matthias! Sehe ich ähnlich…
      Würdest du auf Netzseite (AC-In) einen RCD-B empfehlen? … Egal ob Typ A oder Typ B -> Ich hatte einen auf AC-In-Seite installiert und sobald ein RCD am AC-Out auslöst (in meinem Fall eine unter Wasser gesetzte Verteilerdose im Garten), triggert auch der RCD am AC-In mit der Folge, dass die Anlage sofort in den Inselbetrieb wechselt. Und das ist insbesondere bei Abwesenheite etwas suboptimal…

      Viele Grüße
      Jörg

    4. Das Problem, dass bei zwei hintereinandergeschalteten RCDs grundsätzlich beide auslösen, ist leider nicht wirklich leicht aus der Welt zu schaffen. Ich habe noch keinen RCD-B mit signifikant mehr als 30mA gefunden.

      Und ja, generell halte ich beim Anschluss eines Systems ans Netz, an dem nichttriviale Batterien hängen, einen RCD-B für angebracht. Der ist bei E-Auto-Ladestationen aus gutem Grund vorgeschrieben. Victron schreibt zwar „wenn ein RCD vorhanden ist, dann muss es B sein“, aber mir ist die „kein RCD“-Alternative ehrlich gesagt viel zu gefährlich.

    5. Ok, danke für deine Einschätzung. Dann sehe ich mal, ob ich einen RCD Typ B mit zumindest 40mA bekomme für die AC-In-Seite…

      Grüße
      Jörg

    6. Nabend Jörg und Matthias,

      Matthias dir erstmal vielen danke für deine einschätzung.

      Ich kann das Rätzel nun glaube ich lüften um den geforderten „Typ A oder B“ RCD.
      Nach weitere recherche bin ich nun drauf gestoßen das es zwei unterschiedliche Hardware Versionen geben muss.
      Es gibt einen
      – MultiPlus-II 48/5000/70-50 PMP482505000 HW Rev. < 03
      und ein
      – MultiPlus-II 48/5000/70-50 PMP482505010 HW Rev. 03 und folgende

      Unter dieser Quelle (https://www.victronenergy.de/upload/documents/MultiPlus-II-to-MultiGrid-and-MultiPlus-comparison-DE.pdf) sind die beiden Revisionen beschrieben. Es ist jedoch nur ein etwas anders abgegriffener AC-OUT2 vermerkt, in Warheit wurde auch noch ein Trenntransformator eingebaut.
      Das passende Blockschaltbild mit Trenntransformator habe ich mitlerweile auch dazu gefunden jedoch nur von der GX Variante.
      (https://www.victronenergy.com/media/pg/MultiPlus-II_GX/de/appendix.html)

      Demnach entspricht folgende Anleitungen (https://www.victronenergy.de/upload/documents/Manual-MultiPlus-II-48V-3k-and-5k-230V-EN-NL-FR-DE-ES-SE.pdf) dem MultiPlus-II 48/5000/70-50 PMP482505000 HW Rev. < 03. Indem noch ein RCD Typ B gefordert wird.

      Bei dem MultiPlus-II 48/5000/70-50 PMP482505010 HW Rev. 03 wird lediglich nur noch ein Typ A RCD gefordert. Der Grund dafür ist der neu dazugekommen Trenntransformator.
      Zitat aus der Anleitung: "Der Wechselrichter ist mit einem Netzfrequenz-Trenntransformator ausgestattet. Dies schließt die Möglichkeit eines Gleichstroms an jedem Wechselstromanschluss aus. Daher können RCDs vom Typ A verwendet werden"
      Hier die Anleitung dazu (https://www.victronenergy.com/upload/documents/MultiPlus-II_230V/MultiPlus-II___Quattro-II_120V-230V-de.pdf)

      Somit hoffe ich Jörg das du bei dir schon die neuere Versionen verbaut hast. Ich werde jedenfalls beim anstehenden Kauf dadrauf achten.

      Euch einen schönen Abend,
      Robert

    7. OMG – mega recherchiert Robert! 😍😍😍

      Meine Multiplus sind die neuen PMP…5010 und damit Hardware Rev. 3 – habe u.A. das Schaltbild des PDF-Dokuments (dein erster Link) mit dem Schaltbild auf meinen Multiplus aufgedruckten verglichen.

      Würde es dann Sinn machen einen RCD Typ A mit 500mA vor die AC-In zu hängen? Dann würden erstmal nur die nachgelagerten RCD Typ A 30mA an den AC-Out auslösen, sofern es hier ein Problem gibt. Oder spricht da etwas dagegen?

      Viele Grüße
      Jörg

    8. Nabend Jörg,

      ich persönlich würde das jetzt mitlerweile auch genau so anschließen wie du es schon gemacht hast.
      Sprich vor dem AC-IN nur einen LSS ohne RCD nach dem Motto ist ja ein fest anschlossenes Gerät. Wenn dann würde ich nur aus Brandschutzgründen einen RCD noch am AC-IN mit einreihen.

      Gruß,
      Robert

  66. Hallo Jörg,
    danke für Deine geduldigen und interessanten Ausführungen hier. Liest sich alles sehr spannend ;-)
    Darf ich Dich um eine Einschätzung bitten?
    Ich nutze bisher einen Senec v3 Duo und einen Fronius Symo. Jetzt habe ich mir 1 MP 5kVa sowie einen Pylontech-Klon gegönnt. Anschluss des Hauses am AC-Out fällt daher wohl erstmal aus.
    Jedoch frage ich mich, ob es Sinn machen würde, vor den Senec einen EM24 zu schalten. Sonst würde das Venus OS ja von dem nix mitbekommen…

    Oder wie siehst Du das?

    1. Hi Christoph,
      also ich bin kein Fan von zusätzlichen Smartmetern, wenn man diese eigentlich nicht braucht. Mein Ansatz ist – und so habe ich es gerade auch bei einem Kumpel mit Senec-Speicher gelöst -, dass alle relevanten Werte (insb. Einspeisung/Bezug, PV-Produktion, Batterieladung/-entladung, SoC) aus dem Senec-System per Node-RED ausgelesen werden und das Victron-System dann über eine externe Steuerungslogik (z.B. Loxone) angesprochen wird (ESS-Mode 3). Das hat meiner Meinung nach viele Vorteile, da man z.B. je nach SoC der Systeme oder was auch immer genau das Regelverhalten erreichen kann, das man möchte. Wie ich das im Detail umgesetzt habe, folgt demnächst in einem eigenständigen Blogpost.

      Außerdem – wie du richtig sagst – würden sich beide Systeme mit einem zusätzlichen Smartmeter nicht sehen und die zwei damit quasi „konkurrierenden“ Systeme im schlimmsten Fall gegeneinander arbeiten. Dann lädt ein Speicher den anderen oder was auch immer denen so einfällt.. :D

      Ein weiterer Vorteil einer übergeordneten Steuerung, welche beide Systeme gleichzeitig berücksichtigt, ist zudem, dass man bspw. auch eine x-beliebige E-Ladesäule zwecks Überschussladung integrieren kann (Hauptsache sie ist irgendwie per HTTP, Modbus, whatever ansteuerbar) oder bspw. auch schaltbare Steckdosen (z.B. per Shelly), welche je nach Überschusssituation automatisch eingeschaltet werden.

      Viele Grüße
      Jörg

  67. Hallo Jörg,
    da hast Du Recht. Es ist zu komplex für Mode 1/2. Da die Daten alle vorliegen werde ich wohl auch auf eine eigene Logik mit Mode 3 umschwenken. Ist bei mir zwar iobroker, aber die Bordmittel sind die gleichen.
    Danke für Deine Einschätzung. Bin auf den Erfahrungsbericht gespannt ;-)

    1. wäre es nicht in dem Fall möglich diese etwas komplexere Logic auf dem VenusOS (large) mit z.b. mit einem dort installierten Node Red zu erledigen? Zumindest wenn man keine schon vorhandene Übergreifende Steuerung hat. Node Red hat ja auch die Möglichkeit aus verschiedenen Quellen Daten zu besorgen und die Logik ist auch recht frei definierbar über die Funktionen.

    2. Hi Holger,

      mit NodeRED kannst du steuerungstechnisch sicherlich auch vieles umsetzen. Da ich aus der „Loxone-Welt“ komme und hier über Jahre Erfahrung sammeln konnte, habe ich mich eben dafür entschieden. Zumal Loxone anders als NodeRED „out of the box“ eine echte SPS-Logik bietet, inkl. der Zwischenspeicherung von Zuständen und Remanenzfunktion bei Systemneustarts etc. Das lässt sich evtl. bei NodeRED auch irgendwie dazubasteln, aber zum Standard gehört das eben nicht.

      Viele Grüße
      Jörg

  68. Hallo zusammen,

    wisst Ihr wie die BMS Situation aktuell ist? Das JBD BMS hatte es mir auch angetan, wegen des Trenn-Relais eben (und keinem elektronischen „Trenner“) es sieht aber so aus, dass es das nicht mehr gibt? Und auch die Kommunikationsschnittstelle via RS485 war wohl etwas komplex zu bestellen? Habe mir dann mal kurz das Dali BMS angeschaut, aber auch dort ist wohl keine Relais Trennung vorgesehen.?!?!

    Gibt es aktuell (Aug/2022) aktuelle Empfehlungen / Erfahrungen?

    1. Ich bin dabei, mir mein BMS selber zu bauen. Batterie 1 hat diyBMS-Module und einen Rp2040 als Steuereinheit. Batterie 2 bekommt entweder diyBMS-basierte Module (diyBMS hat ein paar Designschwächen, die ich ausbügeln mag) oder ich nehme einen 16-Zellen-BMS-Chip. Mal sehen, wann es die wieder in brauchbar zu kaufen gibt. :-/

      Der Rp2040 hängt dann via USB am GX, und ein kleines Programm dort übersetzt den Batteriezustand zu DBus.

      Dauert leider noch ein bisschen bis das fertig (und für „normale“ Solarfans einsetzbar) ist.

    2. Hi Holger,

      ich habe erst kürzlich alle Links zum JBD-BMS angepasst. Dort solltest du noch das passende Produkt mit Trennschalter erhalten. Am besten per Chat nachhaken, dass du die RS485-Schnitstelle benötigst inkl. passendem USB-Adapter. Die Lieferzeit scheint hier aktuell etwas länger zu sein, aber ich denke das Warten lohnt sich.

      Deshalb auch weiterhin meine persönliche Empfehlung das JBD-BMS zu nutzen.

      Viele Grüße
      Jörg

  69. Hallo Jörg,
    und DIYler…
    Ich hätte mal eine Frage bezüglich der Anmeldung, was mir eigentlich die ganze Zeit am meisten Kopfzerbrechen bereitet, sind so Selbstbauspeicher schon angemeldet worden und was kommt da ggf. auf einen zu?

    Reicht es den Victron einfach sauber mit einem Elektriker anzumelden oder spielen die LiFePo im Eigenbau als Bank eine Rolle und wie gibt man das dann an?

    Wie ist die Idee die Batteriebank ca 8kWh inkl. des Victron Multi mobil zu gestalten bsp. auf einem Rollrahmen aufzubauen und Ihn an eine Drehstromsteckdose anzuschließen… somit wäre es doch nicht mehr Ortsfest und eine Anmeldung wäre nicht mehr zwingend oder sehe ich da was falsch?

    Würde mich freuen, etwas über die Anmeldung von Euch zu hören.
    VG Martin

    1. Hi Martin,
      aufgrund der Urlaubszeit und insgesamt hohen Auslastung meines Elektrikers kann ich dir leider noch nichts Genaueres sagen.

      Für den Netzbetreiber ist primär die 230V-Seite deines ESS-Systems relevant/interessant. Die 48V-Seite sollte dabei ziemlich egal sein. Dein Elektriker sollte das aber natürlich auch prüfen, insbesondere was die Kontaktierungen und Absicherung anbelangt.

      Sobald du eine ESS-Anlage nutzt, die mit dem öffentlichen Stromnetz interagiert (keine Inselanlage), sollten die selben Regeln gelten – egal ob ortsfest oder nicht. Zumindest würde das für mich Sinn machen – aber ohne Gewähr…

      Viele Grüße
      Jörg

  70. Vielen Dank für den super Blogpost.. ich hätte noch eine Frage zur Abnahme und dem schon mehrfach erwähnten „E-Check“:

    Angenommen ich habe eine analoge Anlage (Eigenbaubatterie, Victron Multiplus, etc.) gemäß der Dokumentation des Herstellers (also Victron) aufgebaut. Welche der Teile erfordern denn eine Abnahme/Anmeldung und nach was würde man einen „normalen“ Elektriker denn Fragen für so etwas?

    – Meldung bei der Gebäudeversicherung in der Hoffnung, dass sie die Installation einen „Eigenbaubatterie“ abnicken (was wenn nicht)?
    – Anmeldung beim Netzbetreiber sollte ohne Probleme möglich sein, da die Victron-Komponenten alle notwendigen Zulassungen haben und der DC-Teil dahinter nicht relevant ist?
    – E-Check der Gesamtinstallation (insbesondere am Verteilerkasten, LSS, RCD, Berührungsschutz, etc.) durch einen Elektriker

    Danke & viele Grüße
    Daniel

    1. Hi Daniel,
      der E-Check umfasst die 230V-Seite. Für den Netzbetreiber ist es primär wichtig, dass deine „netzparallele“ ESS-Installation keine Schieflast produziert und alle regulatorischen Anforderungen zwecks Einbindung in das öffentliche Stromnetz berücksichtigt (z.B. Vermeidung von Einspeisung). Entsprechend besitzen die Victron Multiplus passende Zertifikate.

      Zum Rest hatte ich paar Kommentare früher bereits geschrieben: „…das mit der Gebäudeversicherung habe ich noch auf der Todo. Jens von „Meine Energiewende“ hat mir den Tipp gegeben, dass er seine Anlage als „Selbstbau Stromspeicher zur Netzunterstützung“ angegeben hat. Er hat seiner Versicherung (Provinzial) dann noch Bilder der Anlage geschickt und diese hat das dann versicherungstechnisch abgedeckt.“

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hi Jörg, Daniel und Mitleser,

      zur Versicherung: Ich habe ja bereits eine 10kw selbst gebaut und mit Elektriker offiziell im EEG angemeldet. Das hab ich dann auch einfach bei der Versicherung dazu gemeldet.
      Jetzt die Batteriespeicher Sache hab ich bei meiner Versicherung wieder mal ganz einfach angefragt und sie meinten PV wäre ja gemeldet, ob da Speicher dran hängt, interessiert sie wohl nicht, dann hab ich auch nicht gebohrt wegen Eigenbau etc… Im Falle eines Brandes zahlt die Versicherung und die interessiert nicht wirklich was den Bramd ausgelöst hat, nur ob es evtl. grobfahrlässig ausgelöst wurde oder nicht.
      Kapiere die Aussage auch nicht so ganz, wenn es nämlich um Schadenersatz geht, könnten sie dann doch auf die Idee kommen genauer zu schauen.
      Bin auch Modellbauer und ich kenne auch Fälle wo andere Modellbauakkus laden und dabei vergessen oder den von einem anderen Akku erwischen… Folge Bude angebrandt und die Versicherung hats beglichen… fragt doch gerne auch bei euren Versicherungen ggf. kriegt ihr andere Aussagen.

      Und bezüglich der 230V bei Batterie hab ich mir das auch schon so überlegt… man muss ja nicht gleich mit Selbstbau posen gehen, wenn man bspw.
      Hersteller der Zelle Eve Speicher Kapazität 9.8kwh reicht das doch evtl. erst mal. Man könnte ja auch käufliche 12V AGM kaufen und die hintereinander schrauben… auch nichts anderes und durchaus üblich oder?

      Bezüglich Schieflast der 4,8kva bin ich beim Multiplus noch am Suchen, kann es sein, dass er das nur am ACout macht und am ACin die 4.5kva eingehalten werden?
      2. Argument was ich versuche zu vertreten ist, dass ich es Softwareseitig kontrollieren kann, ob ich an der Einspeisephase immer den meisten Verbrauch habe und auch mit der PV Anlage Q(V) Einspeisung mache :) Meinem EVU war es vor 2 Jahren egal, was ich mache und dann hab ich das genommen, mit dem Vorteil für mich, dass ich nicht pauschal Schieflast ins Netz buttern muss, sondern der Victron die Phasen prüft, bislang immer cos1 war und wenige % Ausgleichsleistung.
      Das kann ich ja hier auch anführen, solange ich Verbrauch habe, speist der Victron ja nur auf die Phase und gäbe es in Richtung Netz eine Schieflast, würde der PV Wechselrichter das sogar noch aktiv ausgleichen (wenn er Strom erzeugen kann.)
      War jetzt etwas länger, ich danke für den Austausch und dass ihr hoffentlich davon was „mitnehmen“ könnt.

      VG Martin

  71. Bezüglich der Gleichstromladung eines TESLAs möchte ich folgendes „Einwerfen“:

    TESLA bilanziert das Verhältnis von AC Ladung zu DC Ladung, weil DC Ladung mit den üblichen Supercharger Leistungen (100kW und mehr) für die Batterie „nicht gut“ ist.

    Angeblich (laut Foren) soll dann TESLA bei übermäßigem DC Ladenanteil die maximale DC-Ladeleistung dauerhaft herunter setzen.

    Ich befürchte nun, dass dies unabhängig vom Ladestrom passiert – wissen tut es aber wohl bisher niemand.

    Ansonsten ist dies ein tolles Blog und inspiriert mich bei meinen Speicherplanungen. Vielen Dank!

    1. Das mit der dauerhaften Reduzierung der maximalen DC-Ladeleistung lässt sich glaub ich nicht so pauschalisieren. Insbesondere bei älteren Model S mit älteren Zellchemien kam das wohl mal vor. Aber man muss dabei auch „dynamische“ Aspekte – insb. die Batterietemperatur – einbeziehen. Wenn der ideale Temperatur-Range nicht erreicht ist, bekommt man nicht die volle Leistung. Einige verstehen das glaube ich nicht so ganz und interepretieren das dann fälschlicherweise als permanente „Drosslung“.

      So oder so… Unser mittlerweile drei Jahre altes Model 3 LR mit über 75t km auf dem Buckel lädt am V3 SuC in der Spitze immer noch mit geschmeidigen 250kW und ich würde vermuten, dass mit der kommenden Generation an SuC technisch sogar noch mehr drin ist.

      Außerdem denke ich nicht, dass diese enorme Leistung besonders schädlich für die Batterie ist, da Tesla hier ein ausgeklügeltes und über Jahre stetig weiterentwickeltes Batteriemanagement bietet, welches die Leistung eben nur dann zulässt, wenn es die Zellen auch vertragen können. Wenn ein Anbieter langjährige Erfahrung auf dem Gebiet hat und diese Erfahrung auch sinnvoll nutzen kann, dann Tesla.

  72. Hallo Jörg,
    ich wollte mal eine Rückmeldung zum BMS also bei mir der Nachfolger von deinem das JBD-AP20S006 geben.
    Man muß hier bei der Bestellung ein bisschen aufpassen. Das BMS gibt es in mehreren Versionen.
    Standardmäßig ist „nur“ Bluetooth drauf und das ist eine seperate Platine die aufgesteckt wird. Ich habe dann noch zusätzlich die UART-Box bestellt. Mit dieser kann man dann über USB direkt auf den Raspi o.Ä.. Aaaaber, diese UART-Box kommt auf den gleichen Anschluß wie der Bluetoothadapter. D.h. entweder Bluetooth oder UART.
    Da dieser Anschluß mittig unter der Abdeckung liegt ist er auch etwas fummelig zu erreichen.

    Will man zusätzliche Schnittstellen haben, kann man das bestellen. Das muß man aber extra machen und das ist nicht das BMS was man z.B. hier bestellen kann https://german.alibaba.com/product-detail/JiaBaiDa-smart-bms-7s-li-ion-1600474694374.html

    Also, im Chat nachfragen und sich das BMS incl. z.B. RS485 anbieten lassen.

    Der Anschluß ist zwar auf der Platine bereits vorgesehen aber laut Emily von JBD fehlt dann ein IC auf der Platine.

    Meines Erachtens nach reicht aber die UART Box. Erst die Grundeinstellungen über den Bluetoothadapter machen, dann die UART Box dran und per USB in den Raspi. Läuft sofort mit dem https://github.com/Louisvdw/dbus-serialbattery

    Gruß
    Guido

    PS. Deinen Link zu deinem BMS, gibts nicht mehr.

    1. Hi Guido,
      vielen Dank für deine Rückmeldung!

      Habe die Links hier schon mehrfach angepasst, aber da scheint sich laufend was zu ändern.. 🙈

      Hauptsache das BMS quatscht mit dem Venus OS. Aber finde es schon praktisch parallel per Bluetooth zuzugreifen, um einfach mal so an der Config zu spielen. Ich persönlich würde den Aufpreis bzw. Mehraufwand bei der Bestellung immer in Kauf nehmen…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hi Guido,

      danke für die Info – heist ih bleibt mit diese Variante auch alle bei den JBD Modellen oder wären die Dali BMS auch noch eine Alternative bzw. gar mit einem Vorteil?
      Das Relais wäre ja nicht mehr vorhanden und von daher würden beide elektronisch Kappen.
      Ist das überhaupt ein Problem oder Risiko, dass es in Ernstfall nicht greift?
      Würde es Sinn machen dann nich ein Victron Smart Battery zu integrieren, aber eigentlich sollte das BMS ja. ur im Ernstfall eingreifen.
      VG Martin

    3. Hallo,

      und nochmal genauer nachgefragt, gibt es überhaupt aktuell pros und cons für JBD vs Dali BMS?
      Ich plane parall Kleinprojekte für Freunde, die mit Solaranzeige.de und nem kleinen Akku ne 0Einspeisung mit hilfe der Growatt TLX zu bauen, Victron WR ist im Kleinbereich ohne Anmeldung einfach zu teuer und obersized…
      Solaranzeige kann bislang keine JBD BMS und hat das Dali per default an Board.

      Sorry für meine Schreibfehler in vorherigen Posts, Handy ist zu klein…:( Muss Jörg verbessern.

      VG Martin

  73. Hi,
    mit einer Solaredge 8kWp spiele ich auch mit dem Gedanken einen DIY Speicher mit MP2 aufzubauen und dabei interessiert mich der netzparallele Aufbau. Was mich aber etwas irritiert ist die Steuerung über ModBus, v.a. da diese ja nicht in Echtzeit passiert sondern maximal sekündlich möglich ist.
    Ist es dadurch nicht so, dass der MP teilweise „zu spät“ reagiert? Also z.B. dass der MP2 gerade aus der Batterie liefert, kurz drauf PV da ist und entsprechend der MP2 Batterie-Strom ins Netz speist? Oder dass im einen Moment noch Sonne da ist, der MP2 entsprechend die Batterie lädt und kurz drauf ist die Sonne weg und der MP2 zieht dann Strom aus dem Netz in die Batterie?
    Ist das ein Denkfehler meinerseits oder gehört das einfach in den Bereich der „Verluste“. Genau wie man bei Wandlung von PV Strom in den Akku etwas verliert, kann man plötzlich auch Strom aus dem Netz ziehen, der in den Akku wandert, weil der MP2 noch so arbeitet?

    Hoffe das ist keine zu blöde Frage, da ich jetzt aber bereits seit einiger Zeit per Modbus von SE in mein Grafana jage und daher das maximal sekündliche kenne, kam mir die Frage auf.

    Grüße!

    1. Hi Andreas,
      das ist schon eine spannende Frage und konzeptionell hast du komplett recht.

      In der Praxis ist es das aber kein wirkliches Problem. Das System braucht ohnehin eine gewisse Zeit im Sekundenbereich, um hoch oder runter zu regeln. Je größer das Delta, desto länger dauert es. Auch weil der Multiplus bestimmte regulatorische Vorgaben erfüllen muss beim netzparallelen Betrieb und damit auch eine gewisse „Rampe“ einhalten muss – also bspw. so die Geschwingkeit beim Hochregeln der Leistung von 0 auf 3kW künstlich begrenzt wird.

      Dazu kommt noch, dass das taktangebende Smartmeter auch eine gewisse Trägheit bzw. Ungenauigkeit besitzt – insbesondere bei großen aufeinanderfolgenden Lastunterschieden. Meiner Erfahrung nach ist eine sekündliche Abfrage absolut ausreichend. Alles ab 5s wird dann jedoch schwierig…

      Bei meiner Regelungslogik habe ich dann aber extra eine gewollte Trägheit eingebaut, sodass die Multiplus „nur“ alle 5s neue Steuersignale zwecks Nachregelung erhalten und entsprechend gewollt „träge“ reagieren. Denn dadurch wird ein unnötiges Hoch- und Runterschwingen minimiert. Dieses Timing lässt sich evtl. noch etwas „tunen“, aber ich kenne das von kommerziellen Lösungen auch nicht anders, dass man insgesamt gesehen einen geringen Netzbezug nicht verhindern kann – in deinen Worten als „Verluste“ bezeichnet.

      Wenn ich bspw. nicht Zuhause bin und keine größeren Lastunterschiede auftreten, habe ich einen täglichen Netzbezug von knapp 0,02kWh. Wenn ich Zuhause bin und insb. nachts Waschmaschine, Trockner etc. laufen, kann sich der täglich auflaufende Netzbezug aber auch mal auf 0,1kWh erhöhen.

      Aber wie gesagt: Das ist ganz normal und technologisch schlicht der Trägkeit des Regelungssystems geschuldet, die sogar zum Teil gewollt sind.

      Viele Grüße
      Jörg

  74. Danke für deine Antwort und v.a. das Ausräumen der Unklarheit. In Summe alles logisch, aber wenn es niemand mal so klar ausspricht durchaus Quell für Unverständnis.
    Bleibt für mich im Grunde nur noch einen Elektriker zu finden, der den Anschluss abnehmen würde. Vorher kann ich die Batterien/Geräte im Grunde nicht sinnvoll bestellen.

    1. Bin ich voll bei dir. Sobald ich meine Anmeldung durch habe, werde ich das genaue Vorgehen auch nochmal beschreiben – wobei das aktuell noch nicht komplett „standardisiert“ ist in Deutschland und mein Erfahrungsbericht dann u.A. nicht einfach Copy&Paste verwendet werden kann.

      Viele Grüße
      Jörg

  75. Was mir aus der ganzen Diskussion nicht klar wird.

    Wo bekomme ich die Kommunikationsdaten (CAN-Matrix) diverser Wechselrichter (SMA, Fronius, Victron) her ?
    Gibt das BMS nicht Ladewerte / Störungen etc. an den Wechselrichter vor ?

    1. Hi Julian,
      entweder löst du das wie ich über eine Drittsoftware (in meinem Fall Loxone), welche die relevanten Leistungswerte (PV-Produktion, Einspeisung/Bezug) über z.B. Modbus mitgeteilt bekommt und dann über Regeln dem Multiplus vorgibt, mit welcher Leistung die Batterie be- oder entladen werden soll ODER aber du nutzt einfach das EM24-Smartmeter, welches zusätzlich nach dem Stromzähler installiert wird und Victron kümmert sich selbstständig um die Steuerung.

      Das BMS drosselt lediglich die Lade- und Entladeleistung unter bestimmten Bedingungen (z.B. bei niedrigem oder hohen SoC), sofern es mit dem Batterie-Inverter kommunizieren kann. In jedem Fall trennt das BMS die Batterie vom Gesamtsystem, sofern ein schwerwiegender Fehler (Zellunterspannung, Leistugsüberschreitung, o.Ä.) erkannt wird.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. … wobei ein Trennen der Batterie unter Last eigentlich unbedingt vermieden werden sollte. Im Zweifelsfall geht dabei was kaputt. Ich hatte das zu Anfang mal und zwei der Solarregler sind hart auf Störung gegangen. Da durfte ich dann warten, bis es dunkel ist, um den zu beheben.

    3. Jep, da bin ich voll bei dir Matthias. Deshalb hab ich auch bewusst von einem „schwerwiegenden Fehler“ gesprochen, der im täglichen Betrieb durch die passenden BMS- und Victron-Settings ausgeschlossen sein sollte. Details zu meinen aktuellen Settings dann in einem kommenden Blogpost. Freue mich schon auf die Diskussionen – kann ich sicher auch noch Einiges lernen.

      PS: Die Multiplus „ticken“ ja auch direkt aus sobald kein Batteriepack mehr verbunden ist und schalten quasi ab. Aber das ist ja auch gut so…

  76. Moin Jörg,
    zunächst danke für den Blogpost und die vielen Antworten hier. Der Victron scheint so vielseitig zu sein, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht. Ich würde hier gerne bzgl. meiner Planung etwas nachfragen.

    Ich habe bereits 3WR mit insgesamt 28kWp laufen, einer davon (Plenticore) mit 10kWh BYD. Leider wusste ich damals nix vom Victron, sonst hätte ich gleich ganz anders geplant. Eine Umrüstung auf 3-Phasen mit Victrons erscheint mir zu unwirtschaftlich, aber ich würde gerne nur einige Verbraucher als „critical load“ quasi per Notstrom automatisch versorgen, die vorhandene PV schaltet bei Netzausfall ab, das ist dann eben so (alles andere wäre mir zu teuer, weil neben 3 Victron wird ja auch ein entsprechend großer Akku benötigt). Wenn ich das nun richtig verstanden habe, dann hänge ich den Victron 3kW netzparallel an L1 und alle kritischen Verbraucher im Haus an den AC-Out 1. Das Smartmeter kommt dahin, wo schon der KSEM von Kostal hängt und dann… läuft alles wie bisher, nachts schiebt der Plenticore aus der Batterie über den Victron auch an die kritischen Verbraucher und wenn der Netzbezug los geht, dann versorgt der Victron aus dem eigenen Akku diese Verbraucher bis zum eingestellten SoC. Ich brächte also nur den Victron, einen EM24, einen Raspi oder Cerbo GX und einen Pylontech und wäre fertig, oder?

    Zum EM24… ich habe kein Loxone, aber fhem und openWB. Kann ich darüber die Daten aus dem KSEM an den Victron schicken, so dass ich mir den zusätzlichen EM24 sparen kann?

    Danke und viele Grüße
    Michael

    1. Ich habe es folgendermaßen realisiert.
      Zentrale Haussteuerung mit fhem.
      fhem erhält per mqtt von openWB die aktuelle Netz-Leistung (Zähler an openWB) .
      fhem erhält per mqtt von Victron Venus Soc, die geladene und entladene Energie sowie die aktuelle Speicherleistung.
      fhem sendet alle 5 s per mqtt die aktuelle Netzleistung an Victron Venus.
      fhem sendet alle 10 s per mqtt Soc, geladene und entladene Energie sowie die aktuelle Speicherleistung an openWB.

      Alle 50 s wird noch ein keepalive an Victron Venus gesendet.

      Funktioniert bislang problemlos.

      Bei Interesse kann ich gerne eine Anleitung sowie Code snippets an eine Email bereitstellen.

    2. Hi Namensvetter!

      Perfekt! Viele Wege führen nach Rom… Wichtig ist eben insbesondere die Info der Netzleistung über den zentralen Stromzähler bzw. zusätzliches Smartmeter. Dieser Wert sollte am besten sekündlich abgegriffen werden, damit die Nachregelung vernünftig funktioniert. Für die dann ermittelte Ein- bzw. Ausspeiseleistung in Richtung Venus OS sind 5s ein guter Wert. So habe ich das auch realisiert – hier gibt es ja alleine schon physikalisch bedingte Verzögerung beim Hoch- und Runterregeln der Leistung (Ramping).

      Viele Grüße
      Jörg

    3. Erstmal danke für die Antworten, so langsam vervollständigt sich das Bild. Ich sammle noch weiter Infos, auf das Angebot der Code-Schnipsel komme ich ggf. zurück. WR am AC-out wird nix bei mir. Ich habe nur 3-phasige WR, davon zwar ein Fronius aber eben 3-phasig. Und insbesondere die notwendige Batteriekapazität würde das System derart verteuern, da hätte ich ganz zu beginn die ganze Anlage schon auf Victron ausrichten müssen, was nun zu spät ist.

  77. Hallo Jörg, vielen Dank für inspirativen den Blog!
    Ich habe 32 Zellen geordert und Gloria von Dir gegrüßt!
    Könntest Du mir mal den exakten Abstand zwischen Plus und Minuspol einer Zelle ausmessen, ich möchte nämlich die Spannungsmessung und Balancierung direkt auf jede Zelle schrauben.
    Gloria sagt 12,3cm, das möchte ich auch nicht anzweifeln, aber gerne 100% sicher sein, dass ich nicht am Ende 32 Platinen wegwerfen muss…
    Viele Grüße
    Reinhard

  78. Hallo Jörg,
    Absolut wertvoller Blog. Meinen vollen Repspekt für die tolle Arbeit.
    Erste frage: warum bist du von den Tauschbaren Sicherungen doch auf die angelöteten fürs bms gegangen?

    Ich verhandele gerade mit ein paar Händlern auf alibaba über die zellen.
    Leider kann oder will ich mir die 3x victron Lösung mit 3 akkupacks derzeit nicht leisten.

    Aber ggf. 2x ein 18s mit je einem jkbms 2A balancer
    Vorab, ja 18s geht und würde beim MP2 5000 in die kennlinie passen.

    Du hattest ja auch erst 2 Packs an einem Victron bzw. An einem Venus CX(Raspi)
    Jetzt habe ich gelesen, dass Venus sich immer nur nach einem BMS richten kann, also an dem ersten angeschlossenen, wie hast du das gelöst und spielt das eine Rolle?

    Eine weitere Frage, welche mich derzeit quält:
    Glaubst du es ist sinnvoll an einer 9,72kwp Anlage zwei Akkus mit jeweils knapp 15kwh an einem mp2 zu betrieben?
    Tendenziell werde ich die PV (DC seitig) noch um die Nordseite Mittels mppt 450 erweitern(circa 5kwp) und in ein paar Jahren auch eine gartenhütte ac seitig mit ca. 8kwp.

    Die Frage ist also mehr oder weniger, jetzt 1x 15kwh kaufen oder gleich 2x 15kwh?

    Ein paar Randdaten:
    9,72kwp
    Zwischen 9800 und 11000kwh Erzeugung im Jahr.
    6500kwh einspeisung
    3000kwh eigenverbrauch

    In 1-2 Monaten wird sich noch etwas ändern.
    Erdwärme mit voraussichtlich 4000kwh p.a.
    Klimaanlage (split mit 3 innengeräten a 250w)

    2023 dann noch eine 17kw poolheizung (cop ~10)
    Betrieb April bis Oktober

    Wenn dir die Beratung zu weit geht, kann ich das verstehen.
    Würde mich allerdings über das Gegenteil total freuen.

    Viele Grüsse
    Christian

  79. Moin Jörg,

    du hast in deinem ersten Beitrag hier geschrieben, dass du dein Setup langfristig im Notstrommodus mit Drehstrom planst. Bist du da schon weiter? Wenn dann, würde ich im Notstrombetrieb über drei Victron das komplette Hausnetz einspeisen. Bei mir wäre das Problem, dass an unserem Hausanschluss drei Kühlhäuser mit Drehstrom laufen. Meine Angst ist, dass die dann durchrauchen, wenn der Strom nicht mit korrekten 120grad läuft.
    Weiterhin hat mein Bekannter (Elektriker) gefragt ob die Victron im Parallelnetz und im Notstromnetz mit korrekten 50Hz laufen?

    PS: Ich weiß, ich frage viel, würde aber auch auf deine Kauferfahrung zurückgreifen und die Sachen über deine Links bestellen.

    beste Grüße

    1. Keine Sorge, Victron garantiert dass das mit den 120° funktioniert. Die Multis synchronisieren sich.

      Die 50Hz sind im Inselbetrieb nicht garantiert. Spätestens wenn du eine AC-basierte PV-Anlage am AC-Out hängen hast, müssen die steigen um die PV abzuregeln. Und auch ansonsten muss die Frequenz etwas variieren, um in annehmbarer Zeit aufs Netz zurückzusynchronisieren, wenn das wiederkommt.

      Im Netzbetrieb ist das natürlich kein Thema, da ist ja AC-IN auf OUT mittels Relais durchgeschaltet.

    2. Hi Jan,
      läuft alles bereits dreihphasig inkl. synchronem „Drehstrom“. Sobald die Multiplus korrekt als Dreiphasenverbund konfiguriert wurden (zeige ich evtl. auch nochmal, aber gibt dazu auch YT-Videos), passt das mit den 120 Grad. Den Rest hat ja Matthias schon beantwortet, der ist gerade immer etwas schneller als ich.. :D

      Viele Grüße und Erfolg bei der Umsetzung
      Jörg

      PS: Im Inselbetrieb muss glaube ich nicht bei jedem AC-gekoppelten PV-WR die Frequenz angehoben werden, um zu Drosseln. Es gibt eine Marke (gerade nicht im Kopf), die können das direkt per Modbus „abklären“. Ausfalltechnisch halte ich die Abstimmung per Frequenzmodulation aber eigentlich als überlegen… Ich werde das mit der Frequenzgeschichte demnächst auch umsetzen, um meinen SolarEdge SE30k-WR an den AC-Out1 der MP einzubinden – inkl. automatischem Wechsel in den Microgrid-Modus durch ein Steuersignal (Relais) eines MP etc etc. Dazu gibt es dann sicherlich weitere Inhalte im Blog…

  80. Hallo Leute, ich würde gerne mal eine leihenhaft Basic-Frage stellen und zwar nach der Absicherung der Batterie. Ich plane eine 16S2P mit jeweils 32 280Ah Zellen. Ich habe mir heute einen Schneider Lasttrenner 4 Kanäle à 100 A bestellt. Ich wollte das so wie bei Jens machen, dass das BMS auslöst und den Lasttrenner schaltet, das ein direkter Kontakt zur Stromschiene gebrochen wird. Nun habe ich rausbekommen, dass das JK-BMS das vermutlich nicht schafft. Evtl. dann über die Relaisfunktion von Cerbo, das sollte mit JK klappen die Sprachverbindung.
    Nun meine Frage, der Schneider Lasttrenner ja 4x100A, ich wollte in diesem Zusammenhang 2x100A zusammenlegen. Bei Dr. Backe meinten die Leute das wäre zu knapp, auch die Sicherung mit 200A wäre zu knapp. Im weiteren Verbund folgen 3x 48-500 MP-2 Victron. Vielleicht haben sie recht, man sollte etwas höher rangehen, aber ich denke mir auch, dass ich niemals 10kW raussaugen werde oder würde. Deshalb sollte eine Begrenzung des BMS auf 175A denkbar oder möglich sein. Was meint Ihr zu der Absicherung? Gern höre ich Eure Meinung dazu.

    1. Hi Uli,
      Lasttrennschalter parallel zu schalten, ist glaube ich nie eine sonderlich gute Idee. Denn die Ströme teilen sich einfach nie genau 1:1 auf.

      Bzgl. Absicherung ist es vermutlich sinnvoll konservativer zu bemessen, wenn man sich nicht sicher ist – also eine etwas kleinere Sicherungen zu verwenden. Im Zweifelsfall löst diese eben aus und man ist eine Erfahrung reicher… Insgesamt sollte die Sicherung eben auch so bemessen sein, dass sie mit den Kabelquerschnitten und -längen „harmoniert“. Da irgendwas pauschal zu sagen, ist vermutlich schwierig.

      Viele Grüße
      Jörg

  81. Hallo Jörg,

    wieder einmal tausend Dank, dass Du Dein Wissen hier unermüdlich teilst :-) Es gibt ja einen Haufen YouTube Videos, aber alles mal „Schwarz auf Weiß“ zu haben ist einfach richtig gut – besonders die Linkliste. Ich beschäftige mich gerade auch mit einem 16s und dem JK-BMS und hab mal eine Frage, wie Du die Absicherung gemacht hast:

    Victron empfiehlt ja, auf keinen Fall die Minus-Seite zu unterbrechen, sondern Sicherungen immer und ausschließlich auf die Positiv-Seite zu bauen. Der Victron holt sich wohl ansonsten sein GRND z. B. über den GRND des 485er Adapters bzw. über USB. Kann man sich dann ausmalen was da passiert. Jetzt ist es ja so, dass das JK-BMS aber genau die Negativ-Seite über die eingebauten MOSFETS unterbricht. Jens von Meine Energiewende empfiehlt da spezielle galvanisch getrennte 485er Adapter. Irgendwo habe ich auch gehört/gelesen, einfach GRND am Adapter nicht mit anzuschließen. So recht „Wohl“ ist mir bei dem Gedanken nicht. Was hast Du da gemacht? Eine zusätzliche Idee von mir wäre noch, zur Sicherheit 2 oder 5A in die Datenleitungen des 485 Adapters einzusetzen?

    1. Die negative Seite zu unterbrechen ist schlicht billiger, weil N-MOSFETs einen weit geringeren Innenwiderstand haben und man sich den Booster spart. (Ist ja nicht so als ob das IC dafür mehr als einen Euro oder so kosten würde, aber OK.)

      Nein, Masse nicht anzuschließen ist keine so gute Idee, 60V Spannungsdifferenz hält ein normales RS485-IC nicht aus. Ich bin an der Stelle für galvanische Trennung. Gibt es für USB.

      Das BMS sollte *eigentlich* eine saubere galvanische Trennung seines RS485-Ports eingebaut haben, wenn es GND auftrennt. Wenn nicht, ist das eine Fehlkonstruktion. Würde ich verifizieren (den Widerstand zwischen RS485-GND und Batterie-GND messen – wenn Null, dann potenzielles Problem).

    2. Hi Michael,
      ich hab mich explizit für das hier schon zig mal erwähnte JiaBaiDa-BMS entschieden, welches ein massives Relais nutzt, um den Batteriepack im Fehlerfall zu trennen. Deshalb kann ich zum JK-BMS mit Mosfets auch keine Erfahrungen teilen bzw. eine Empfehlung geben – dazu fehlt mir auch das Fachwissen, was man es in einem solchen Fall beachten sollte, um 100%ig safe zu sein. Ansonsten das beachten, was Matthias bereits geschrieben hat…

      Viele Grüße
      Jörg

  82. Hallo Jörg,
    hast Du ein Precharge verbaut oder wie hast Du das gelöst?
    Ich frage, weil ich mein Batteriepack auch mit einem BMS von JiaBaiDa bauen werde.

    Viele Grüße
    Ingo

    1. Hi Ingo,
      ich löse das über einen separaten Ein-Aus-Schalter an der +Leitung (vom Balancing-Lead) des BMS. Dazu gibt es bald noch eine genaue Beschreibung. Also Schalter auf Aus -> BMS samt BMS-Hauptrelais sind aus. Dann den Anderson-Stecker anklemmen und danach den Schalter auf Ein. Das JiaBaiDa-BMS hat glaub sogar einen Precharge-Widerstand auf dem Board, der zusätzlich unterstützt. Wer hier mehr Infos hat, gerne her damit!

      Viele Grüße
      Jörg

  83. Hi Jörg,

    sorry, JiaBaiDa-BMS und JK-BMS habe ich durcheinandergewürfelt. Hast Du oben auf dem Bild die +-Seite ans BMS angeschlossen? Dann wäre laut Victron aber die Sicherung auf der falschen Seite (Minus). Oder eben umgekhert :-) Oder?

    BTW: Irgendetwas stimmt hier mit der Blogsoftware nicht. Ich kann leider gar keine Artikel abonnieren. Er sagt mir immer, dass die mir zugesandten Links veraltet seien.

    1. Hi Michael,
      hatte mich im Kommentar verschrieben. Habe es jetzt ausgebessert. Der Trennschalter ist auf der -Seite verbaut, wie du richtig anmerkst…

      Habe deine E-Mail jetzt mal manuell eingetragen, damit du über Updates bei den Kommentaren dieses Blogposts informiert wirst.

      Viele Grüße
      Jörg

  84. Hallo Jörg,
    ich habe gerade ‚zufällig‘ herausgefunden, dass man die meisten LiFePO4 Zellen (auch die von Basen) nicht „auf dem Bauch liegend“ betreiben darf. Ich bin wahrscheinlich der Einzige, der dies getan hat :)
    Jetzt baue ich halt um…
    Der Zufall wollte, dass ich beim Bau der 2. Batterie eine Flüssigkeit in der Zelle gluckern hörte. Liegt die Zelle, dann erreicht diese Flüssigkeit nicht die obersten Platten. Stehend oder auf der Schmalseite liegend (stabile Seitenlage) ist ok. Nachfrage bei Gloria hat diese Einschätzung bestätigt.

    1. Hi Reinhard,
      danke fürs Teilen deiner Erkenntnisse! Damit hatte ich mich noch überhaupt nicht auseinandergesetzt. Ich war schon semi schockiert, dass die Kartons bei der Lieferung quasi alle irgendwie anders gedreht ausgerichtet waren – inkl. komplett auf dem „Kopf“ stehend. Zumindest das scheint den Zellen nichts auszumachen…

      Viele Grüße
      Jörg

  85. Hi Jörg,
    Transport: solange das Überdruckventil nicht ausgelöst hat, kann der Elektrolyt ja nicht raus.

    Unter dem Aspekt des Überdruckventils sollte man die Zellen aber wirklich nur aufrecht betreiben, dann kommt hoffentlich wenig Elektrolyt mit – falls das Ventil mal auslöst.

    Viele Grüße
    Reinhard

  86. Hallo Jörg,
    Respekt vor deiner Arbeit.
    Ich bin gerade dabei zu meiner bestehenden Solaredge 18.5 kwp Anlage deinen Speicher zunächst einphasig an einem 5000 er Mp2 nachzubauen.
    Ich hätte zwei Fragen: du hast ja bei dir einen 17 kw Wechselrichter an einer dreiphasig angeschlossen 3xMP2 Anlage. Wie hast du das mit der 1:1 Regel im Inselbetrieb( Blackout-Szenario) sichergestellt? Und wie regelt sich der WR im Inselbetrieb bei vollen Akkus runter, habe gelesen, dass über die Frequenzerhöhung nur Fronius- WR ansprechen?
    Vielen Dank erstmal und mach weiter so😁 LG Benedikt

    1. Hi Benedikt,
      du bist nicht mehr „up-to-date“. :D

      Hab einen 30kW PV-Wechselrichter von SolarEdge, der aktuell aber noch nicht „hinter“ den MP (am AC-Out1) hängt, sondern „netzparallel“. Der PV-WR würde im Falle eines Netzausfalls also einfach ausgehen. Damit ich den PV-WR künftig am AC-Out1 betreiben kann (dann auch bei Netzausfall), hab ich kürzlich auf 3x MP10000 aufgerüstet, insb. auch um die 1:1 Factor-Rule berücksichtigen zu können. Der SolarEdge-WR lässt sich dabei so konfigurieren, dass er auch über die Frequenzanpassung vom Victron-System gesteuert/gedrosselt werden kann. Nennt sich bei SolarEdge „Alternative Power Source mode“. Damit dieser Modus greift, muss ein Multiplus so konfiguriert werden, dass bei Netzausfall ein Relais geschaltet wird, welches wiederum an einen potenialfreien Eingang des SolarEdge WR angeschlossen werden muss. So wird dieser in den „Alternative Power Source mode“ geschaltet und reagiert auf die Frequenzanpassung der Multiplus. Sobald ich das umgesetzt habe (dauert noch etwas, da ich auf einen a-voll EVE-Zellen warte), kommt sicher auch eine Schritt-für-Schritt-Erklärung hier im Blog.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Hier noch der Link zur Victron-Seite, in der die Ingetration mit SolarEdge beschrieben wird: https://www.victronenergy.com/live/venus-os:gx_solaredge

  87. Hallo Jörg,

    mich würden mal deine Betriebstemperaturen der JBD BMS Platinen bei ca. 100A Belastung interessieren. Bei mir geht das trotz aktiver Belüftung gegen 36Grad.

    Viele Grüße

    1. Hi Marvin,
      der Platine sollte das relativ egal sein, wieviel Ampere da durch BMS flutschen, da die Last eh nur über den verbauten Shunt + Trennschalter geht… Meine BMS-Temperatur im Batteriepack-Inneren ist immer zwischen 30-35 Grad – komplett ohne aktive Kühlung…

      Viele Grüße
      Jörg

  88. Hallo Jörg,
    ich beabsichtige meine PV-Anlage mit einem ESS nach deinen Anleitungen, die wirklich hervorragend sind, zu erweitern.
    Eine Frage dazu: In dem Schema unter „ESS-Einbindung“ ist der Batterie-Inverter (Victron-Multiplus II) in L1 eingebunden. Nun meine Frage: In dem dargestellten Fall werden nur die Verbraucher an L1 durch das ESS gesteuert; die Verbraucher an L2 und L3 werden direkt über das Netz, ohne Beeinflussung durch das ESS, versorgt? Richtig?
    Viele Grüße,
    Frank.

    1. Hallo Frank,

      wenn ich dich richtig verstehe möchtest du folgendes Wissen:
      In diesem von Jörg eingesetzten Mode der externen Steuerung, werden alle 3 Phasen saldierend gemessen und 1 oder mehrer Victrons kriegen die Summe der zu erzeugenden Energie von der Loxone mitgeteilt, um quasi den Zähler „auf 0“ zu halten.
      Da unsere Stromzähler saldierend arbeiten, ist es für ESS unrelevant auf welcher Phase Wechselrichter bzw. Verbraucher hängen.
      VG Martin.

    2. Hi Frank,
      genau wie Martin es schreibt…

      Oder nochmal anders:
      Du kannst einen MP5000 auf einer beliebigen Phase netzparallel anschließen und dieser gleicht dann – sofern korrekt softwareseitig konfiguriert – alle drei Phasen im Haus bis knapp 4,3kW aus. Voraussetzung ist, dass das Stromnetz anliegt. Im Inselbetrieb funktioniert das natürlich nicht.

      Viele Grüße
      Jörg

  89. Guten Morgen Jörg,
    Vielen Dank für deinen Block!!!! Genau davon braucht die Welt einfach mal viel viel mehr, dann hätten wir so einige Energieprobleme weniger.
    Ich lese mich seit geraumer Zeit auch in die Thematik ein und drehe mich ebenso im Kreis wie viele andere auch. Alles immer nur herstellerbezogene Werbe- oder Verkaufstexte, ohne vernünftige technische Information.
    Ich betreibe zur Zeit eine 15,58 kWp Anlage mit einem KTL17 WR von Huawei. Da dieser nicht hybridfähig ist, kommt für mich auch nur eine AC Speicherlösung in Frage.
    Dank dir habe ich jetzt endlich alle Information gebündelt und vernünftig zusammen um starten zu können.
    Im August kommt auch noch der Ioniq 5 für meine Frau, den ich dann per BiDi Ladesäule auch mit als Speicher einbinde.
    Dank dieser kostengünstigen Varianten die du beschreibst wird die Anlage im Sommer nächstes Jahr um 14,76kWp auf dann insgesamt 30,34kWp erweitert.
    Also nochmal vielen Dank für deinen tollen Block, weiter so!
    Sonnige Grüße und allzeit einen vollen Speicher,
    Ingo

    1. Hi Ingo,
      freut mich total, dass dir die Infos weiterhelfen! Viele kleine „Details“ fehlen aber immer noch – die folgen aber nach und nach im Blog…

      Viele Grüße und hoffe du bleibst am Ball
      Jörg

      PS: Viel Spaß mit deinem Ioniq 5! Echt cool, dass man diesen V2L bzw. V2X einbinden kann…

    2. Hoffe es wird bis nächstes Jahr auch eine BiDi Ladesäule verfügbar sein…. qed! 🤔
      So, Komponenten sind bestellt….
      48 X 3,2V LiFePo4 320Ah
      3 X Victron MultiPlus II GX 48/5000/70-50
      3(+1) X JBD Smart bms rs485 com Module
      3(+1) X JiaBaiDa Smart bms 7-20s 300A LiFePo4
      1 X YR1030+ Messgerät
      Siebdruckplatten und Kleinmaterial wird noch zusammengestellt…

      Bin mal gespannt, wie leicht oder schwer ich mich tuen werde alles zu installieren…
      Denke werde da bestimmt noch auf dich zurückkommen. 😉
      Viele Grüße,
      Ingo

    3. Hi Ingo,

      Du brauchst nur einen MP2 GX, die Steuerung ist zentral über einen einzigen. Es reichen daher zwei „normale“ und ein GX für die Anlage.

      Viele Grüsse, Uli

    4. Hallo Uli, stimmt, gar nicht drüber nachgedacht! Vielen vielen Dank für den Hinweis. Konnte die Bestellung zum Glück noch ändern, sind nun 1 Multi II GX und 2 Multi II!
      Spart auf jeden Fall zusätzlich ein paar Euronen.
      👍

    5. Hi Ingo,
      fette Bestellung!!! :D

      Bei Fragen einfach melden. Mein UPS-Tracking-Link ist gestern auch „aktiviert“ worden und erhalte wohl morgen und übermorgen bereits meine 108x 280Ah-Zellen, aufgeteilt in 27! Kartons a 23kg. Ich freue mich schon ultra – nur die vor Ewigkeiten bereits bestellten JBD-BMS „schimmeln“ immer noch irgendwo in Polen rum und warten laut Tracking schon seit ner Woche auf den Weitertransport… Hätte nicht gedacht, dass die Zellen früher kommen – da wesentlich später bestellt.

      Viele Grüße
      Jörg

    6. Oh Jörg, na DEINE nenne ich ne fette Bestellung! :)
      Frage….
      Macht es Sinn für den Anfang nur 2 der MPII (1XGX, 1Xnormal) mit je einer 16X3,2V/320Ah Batteriebank anzubinden?
      Also quasi 2 Phasiger Aufbau.
      Ich habe noch ein paralles Projekt laufen, wo ich einen MPII und die verbleibenden 16 Zellen dringend für bräuchte…
      Spricht da was gegen? Also außer der Thematik, dass ich eventuell später keinen MPII gleicher Revision bekomme?
      Für diesen Fall würde ich die MPII´s tauschen, sprich den aus dem zweiten Projekt in meine eigene Anlage bauen und einen neuen für das externe Vorhaben…

    7. Ein GX kann nur genau ein ein- oder dreiphasiges System mit genau einer Batteriebank steuern. Wenn du das aufteilen willst und zwei eniphasige Systeme unabhängig voneinander an verschiedenen Phasen betreiben willst, dann musst du den zweiten Multi mit einem Raspberry Pi o.Ä. steuern.

  90. Hallo Ingo,
    kannst du meines Wissens genau so machen mit den Multis. Achte das die “ Belastung „passt und gut.
    Batteriebänke später einfach als parallele Systeme nachrüsten ist ja wegen der einzelnen BMSe wohl auch kein Thema – Siehe Jens von Meine Energiewende, er baut als noch ann100kwh Speicher, Mudul für Modul.

    Und Jörg…108Zellen, das gibt aber auch ein paar Module, was hast du vor??
    Viel interessanter finde ich, dass du „die Eier“ hast, solch einen stolzen Betrag als Vorkasse nach „Fernost“ schiebst.
    Scheinst aber ein gutes Gefühl dabei zu haben und bestätigt, dass ich nach meiner jetzigen Bestellung, weitere Anstoßen könnte, wobei ganz wohl ist mir gerade, bei irgendwo rumschippernden 32 Zellen immer noch nicht.
    Shenzen Basen machte aber nen Super JOB und teilte mir vor Wochen eine DPD Tracking mit, die noch ziemlich „dünn mit Auftrag erhalten“ gefüttert ist. Wenn ich jetzt was frage, kriege ich dirket Antwort, sind wohl in Richtung Zollabfertigung.

    Toll das wir uns hier ein wenig austauschen können. Macht alle weiter an den Tollen Projekten!!

    Viele Grüße Martin

    1. Hi Martin,
      ja werde 6 Packs a 18 Zellen bauen. Der erste Pack ist bereits in Arbeit, 100 Zellen sind heute/gestern bereits geliefert worden, die restlichen laut Tracking dann morgen per UPS. Details dazu im Blogpost von gestern.

      In Summe wird es sogar exakt ein 100kWh Hausspeicher, ähnlich groß wie der von Jens.

      Bei meiner ersten Bestellung von 16 EVE 280Ah Zellen bei Shenzen Basen letztes Jahr hatte ich schon auch etwas Bammel. Das war aber jetzt bereirs meine vierte Bestellung, im Vergleich dazu natürlich mega fett, aber hatte ehrlich gesagt keine Sekunde Angst, dass etwas schiefgeht. Und jetzt ist ja auch der Großteil der Bestellung bereits eingetroffen und ich bin von der Qualität echt begeistert…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Wieso 18 Zellen und nicht 16 Zellen? Theoretisch würden für 48V Ja auch 15 Zellen reichen.

      beste Grüße
      Jan

  91. Hallo zusammen,

    noch eine Info, wollte ich hier Teilen (hatte es ausführlich Jörg berichtet).
    Bei meinem EVU war die Anmeldung des Victron 5000er (einphasig) ein klacks und jetzt auch mit passendem Zertifikat gibts ja eigentlich nix mehr zu Meckern.
    Jedenfalls haben wir 4-5Wochen auf Bestätigung gewartet, bis nach wiederholter Anfrage auf eine Rückmeldung nur plump eine Antwort vom EVU zurück kam… Also Antwort der Anmeldung macht die „Nachbarabteilung“ wird aber vermutlich keine RM kommen, da Speicher bis 12kva nur Anmeldepflichtig aber nicht Genehmigungspflichtig sind, Auszug der TAB und einen Schönem Tag.
    Beng, das wars. Ob jetzt die TAB allegmein gilt oder nur mein EVU das so führt, kann ich nicht beantworten.
    Fakt ist wohl, der Ellektriker, der Anmeldet hält die Verantwortung, das so alles passt, was da gemacht ist. Zur Batterie wollte ich erwähnen, das ich bei der Anmeldung mich in dem Punkt einfach relativ bedeckt gehalten habe und einfach den Speicher mit 48V Batterie und 11kWh Kapazität angegben habe, mehr nicht wirklich. Bislang hat auch keiner auch mur irgendwas hinterfragt oder nachgefordert.

    Ich vermute dass ich irgendwann schon einmal Post vom EVU bekomme, ja schön, Speicher ist angemeldet… ansonsten werde ich mir vermutlich irgendetwas schriftliches wo mir besorgen wollen, für den Fall der Fälle, wenns dann doch mal jemand Wissen will :)

    Viele Grüße Martin

  92. Hallo Jörg,
    danke für deine Infos zu den Akkus.
    Dann bin ich ja guter Dinge das bei meiner ersten 32Zellen Bestellung auch alles passt, schaue schon ganz „Erwartend“ wann nach 5Wochen endlich der DPD Tracker endlich was anzeigt.
    Und ja, ich möchte es gar nicht so laut herraus posaunen, aber was Chelsea von Shenzen Basen, da einen Service und eine Freundlichkeit an den Tag legt… es könnte sich so mancher hiesige Händler ne Scheibe von abschneiden. Daran erkennt man auch Mal wieder, dass es auch andere gibt, die genau Wissen wie man Geschäfte macht ;)
    Bekomme EvVE und CALB etwas kleinere Kaliber und werde berichten.

    VG Martin

    1. Hallo Martin, ich habe bei EEL Batterie bestellt und erwarte auch 16 Zellen, die ich mit den jetzigen Zellen auf 32 zusammenschließen will. Ich wollte ein 16s2p daraus machen, Jens mit s16 p“x“ schließt die Blöcke parallel an, ich wollte 2 Zellen jeweils parallel schalten. Wie wolltest du das machen.
      Hab ein JK-BMS.
      Viele Grüße Uli (2)

    2. Hi Martin,
      hoffe bei dir klappt auch alles ohne Probleme. Bei mir hat es jetzt ziemlich genau 6 Wochen gedauert von der Zahlung der Bestellung bis Zustellung. Aber kann auch mal 1-2 Wochen in beide Richtungen variieren.

      @Ulrich: Ich würde lieber zwei getrennte Batteriepacks mit je 16s1p bauen mit jeweils einem BMS und die Packs dann parallel ins System hängen. Denn dann kann man die Teile (je knapp 100kg bei 280Ah Zellen) auch mal zu zweit transportieren. Bei einem 16s2p-Pack ist das quasi unmöglich. Außerdem verliert man dabei den zentralen Vorteil jede Zelle einzelen überwachen zu können.

      Viele Grüße
      Jörg

  93. Hallo Ulli,
    danke für dein Interesse – das würde mich auch interessieren!
    Ich habe pro Analge nur ein 16s1p geplant.

    Jörg und Jens, wie ist das, wenn ihr Zellen nach und nach hinzufügt, diese ggf auch mit unterschiedlichen Kapazitäten.
    Von der Spannungslage wäre es halt sehr interssant, wie ihr das anstellt?
    Ich denke mir, dass man 16S immer einfach parallelschalten kann, die Spanungensdiverenzen pro Akkublock werden durch Hersteller, Zellenalter unterschiede eher gering sein.
    Wie aber geht das mit 16s zu 18s??
    Ich denke da muss jeder alte 16s Akku mit 2 „neuen“ Zellen erweitert werden und auch das ist spannend ob das BMS da viel auszugleichen bekommt?

    VG Martin

    1. Hi Martin,
      mehrere Batteriepacks mit unterschiedlichen Kapazitäten parallel schalten, ist normalerweise kein großes Problem. Da sich die Packs über die Systemspannung automatisch „synchronisieren“, muss man eben darauf achten, dass bspw. ausschließlich 16s-Packs mit gleicher „Spannungslage“ (Nominalspannung der Zellen – bei LFP 3,2V/Zelle) parallelgeschaltet werden. Also ein 16s LFP-Pack mit 280Ah lässt sich easy mit einem 16s LFP-Pack mit 200Ah parallel betreiben. Zur Not kannst du auch ein 16s LFP-Pack mit 50Ah dranklemmen – ob das sinnvoll ist, ist aber natürlich wieder eine andere Sache.

      Ein 16s-Pack mit einem 18s-Pack parallelschalten, kann nicht funktionieren. Ein 16s-Pack würde ich nachträglich auch vermutlich eher nicht auf 18s erweitern, es sei denn, du bekommst exakt die selben Zellen (Kapazität und Innenwiderstand) nochmal her. Wenn die bestehenden Zellen bereits gealtert sind, können die neuen Zellen auch nicht so gut performen, wie es mit ausschließlich neuen Zellen in einem Pack möglich wäre. Die schwächste Zelle im Pack definiert quasi auch die nutzbare Kapazität des gesamten Packs. Falls das alles funktioniert, eben ein Top-Balancing durchführen und die Kiste rennt. U.u. laufen die Zellspannungen dann bei fast entladenem Zustand auseinander, aber das ist dann auch ok. Das BMS braucht da normalerweise nichts großartig ausgleichen…

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Wenn dein 16s-System gut funktioniert, würde ich da keine Anstrengung unternehmen das auf 18s „umzubiegen“. Ich baue jetzt nur 18s, da ich für meine bestehenden 16s-Packs Abnehmer gefunden habe und jetzt quasi alle neu aufbauen kann – und dabei einfach bissl „tune“. Sollte man auch insgesamt nicht überbewerten. Vorteile von 18s sind schon da aber auch nicht „überragend“ im Vergleich zu 16s.

  94. Hallo Jörg,

    prima, also gelöst und wie Gedacht.
    Hätte ich mir auch bei dir nicht vorstellen können, dass du da wo was „ranbastellst“ :)
    Und der Glückliche hat schon toll von dir gebaute Packs.

    VG Martin

  95. Hallo Jörg,
    ich versuche seit Tagen zu verstehen, wie die Angaben des Victron Dashboards zustande kommen, weil diese manchmal einfach falsch sind.
    Welche Energieflüsse misst das Victron System selbst direkt und welche errechnet es?
    Victron hat ja nun 4 „Anschlüsse“: ACin, ACout1, ACout2, DC
    Für alle diese liefert es „Messwerte“, aber auf Grund diverser Fehlangaben glaube ich nicht, dass diese alle wirklich gemessen werden, sondern teilweise errechnet werden.
    Hast Du da Erkenntnisse?
    VG Reinhard

    1. Hi Reinhard,
      meine Erfahrung damit ist, dass je größer das MP-Modell ist, desto ungenauer werden die Messwerte, insb. bei kleinen Werten. Wenn du bspw. keinen Verbraucher an AC-Out angeschlossen hat, solltest du diesen Ausgang „messtechnisch“ auch deaktivieren. Dazu gibt es eine Option im Venus-OS-Interface (Settings -> ESS -> Inverter AC Output in use -> Ausschalten). Anderenfalls schwankt die gemessene Leistung dauernd um mehrere dutzende Watt hoch und runter – ohne, dass etwas an AC-Out dranhängt.

      Insgesamt habe ich mit der Victron-Energieflussvisu aber nicht viel Erfahrung, mache das ja regeltechnisch alles extern über Loxone und nutze quasi nur einige Messwerte aus der „Victron-Welt“.

      Viele Grüße
      Jörg

  96. Hallo Jörg,
    ich habe mit einen Freund den Speicher umgesetzt. Wir beide habe eine Identische Konfiguration.
    Vielen Dank für den Blog.
    Ohne deine Arbeit hätten wir das nicht umsetzen können.

    Zunächst die Konfig:
    3 x Multipluss II 48/5000/70-50
    2 x Batteriepack mit EVE 280Ah wie im Blog beschrieben
    2x JBD-AP20S006 mit RS485 Schnittstellen an den PI
    1 x RASPI mit Venus OS large Image

    Alle Lasten sind am AC-Out 1
    Keine Steuerung wie über Loxon. Es wird nur der ESS-Modus von VenusOS verwendet.
    Meine PV
    1 x Solaredge 9,9 KW Peak ( durch Ost/West Ausrichtung kommt maximal an den tollsten Tagen 6kw vom Dach)
    PV des Freundes
    9,8 + 6,9 wkp mit Solaredge 9k und 7k im Master/Slave Betrieb
    Anmeldung wird noch vom Elektriker vorgenommen.

    1. Offene Punkte/Unklarheiten
      Es ist 2 x JBD-AP20S006 als BMS verbaut und angeschossen.
      Diese werden im Venus-OS in der Übersicht auch als zwei Geräte angezeigt.
      Im Batteriemonitor wird aber nur eines der BMS angezeigt /dev/ttyACM0. Das zweite BMS an /dev/ttyACM1 taucht hier nicht auf.
      Man kann im Battriemonitor Automatik , kein Monitor, VE BUS und ein BMS ( /dev/ttyACM0) auswählen

      Wählt man Autmatik aus wird /dev/ttyACM0 ausgewählt.
      Somit werden in der Übersicht nur die Ströme / Ladestatus des einen Battriepacks angezeigt.

      Wählt man VE-Bus aus dann werden in der Übersicht Ströme/Leitung von beiden Packs kumuliert angezeigt.
      Allerding wird immer der Ladestatus des Battriepacks /dev/ttyACM0 angezeigt.
      Somit ist ein Batteriepack führend sollte diese von einander Abweichen ?

      Wie ist das bei euch ?

      Oder muss man in dbus-serial noch Parameter anpassen. Hier habe ich keine ausführliche Doku-Quelle außer den Kurzkommentar gefunden.

      Aktuell habe ich in dbus-Seriell wie du in deinen Blog zur Installation des PI geschrieben hast die Zellspannungen angepasst.
      Zusätzlich habe ich noch
      MAX_BATTERY_CURRENT = 140.0
      MAX_BATTERY_DISCHARGE_CURRENT auf 140.0
      gesetzt.

      Im Victron Portal wird dann bei einen Ladezustand von > 30 Prozent ein Chargelimit CCL von 70 A und ein Discharge Limit von 90A angezeigt.
      Das ist bei dem Chargelimit die Hälfte des eingetragenen Wertes.

      Kann mir hier jemand helfen ?
      Welche Werte sind hier Sinnvoll ?

      Gruß
      Walter

    2. Hi Walter,
      das Thema bzgl. „Multi-BMS-Nutzung“ hatten wir schon paar Mal in den Kommentaren. Hier mehr Infos: https://github.com/Louisvdw/dbus-serialbattery/issues/8

      Bei Venus OS ist bei aktueller Softwarelogik immer nur ein BMS „führend“. Hoffe da legt Victron nach, sodass dann die Werte aller angeschlossenen BMS aggregiert werden – analog zu mehreren parall angeschlossenen MPPTs. Hab mir tatsächlich auch schon überlegt dazu ein „Feature Request“ Video zu machen und in Richtung Victron Software Development Team abzusetzen. Wenn das Video – sagen wir – tausend Likes bekommen sollte, setzt es Victron ja evtl. auf die Todo-Liste… Denn mir fehlt diese Funktion auch – Ich löse das aktuell über Workarounds per NodeRed aber das ist keine „Mainstream“-Lösung.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Zu den ganzen Spannungseinstellungen plane ich schon länger ein Video mit allen Infos und Erfahrungen, die ich bisher gesammelt habe. Bitte noch um etwas Geduld.

    3. Hi Walter,
      freut mich sehr, dass dir und deinem Freund die Infos hier im Blog weitergeholfen haben! Und schön zu hören, dass alles klappt.
      Hoffe beim wichtigen Schritt – der Anmeldung – läuft es auch rund…

      Viele Grüße
      Jörg

  97. Hallo zusammen:
    Was ich noch gelehrt habe und vielleicht anderen nützt:
    Abruf des Bezugsleistung über TCP-MODBUS von Solaredge.
    Das funktioniert offenbar nur einen Solaredge Smartmeter.
    Bei mir ist ein S0 Smartmeter verbaut.

    Walter

  98. Hat sonst noch jemand Mode „Optimized (with BatteryLife)“ aktiv?
    Lädt gerade wieder mal die Batterie langsam mit 150 Watt um auf das „Active SOC Limit“ hochzukommen.
    Dieses hat sich heute wegen wenig Ertrags von 75% auf 80% erhöht.
    Es scheint keine Möglichkeit zu geben, diese Ladung zu unterdrücken.
    VG Reinhard

    1. Ich denke du willst keinen Strom beziehen der nicht vom Dach kommt.
      Du kannst ja sehen wo das aktive SOC steht
      unter
      Einstellungen \ ESS
      Mit BatteryLife wird versucht abhängig von deiner Last den SOC so weit wie möglich nach oben zu schieben.

      Wenn du das nicht willst dann musst du auf Optimiert ohne BatteryLife umstellen und den SOC manuell einstellen.
      Du kannst ja prüfen ob du über Nacht auf ohne BatteryLife gehst und morgen wenn Sonne sein sollte wieder BatteryLife einschaltest. Aber wieder aktuellen mindest SOC auf den Wert von jetzt setzt.
      Gruß Walter

    2. Also ich finde diese ganzen Ladealgorithmen intransparent bis fragwürdig. Außerdem tun sie nicht das was ich will, nämlich mit der Batterie möglichst viel Geld sparen.

      Daher: Modus auf 3 stellen und selber machen.

      Code dafür gibt’s demnächst …

    3. Hallo Matthias,
      ja, zu dieser Erkenntnis bin ich jetzt auch gekommen. Ist der gewünschte Minimum SOC höher als der aktuelle SOC, dann lädt es mit ca. 200 Watt aus dem Netz, ist er niedriger als der aktuelle SOC, dann entlädt es mit ca. 200 Watt…

      Hallo Martin,
      das weiss ich noch nicht. Ich experimentiere jetzt schon seit Tagen mit dem „eingebauten“ ESS-Assistenten, aber das scheint nie in meinem Sinne zu funktionieren. Ich weiss jetzt nicht, ob ich den Assistenten wieder rausschmeissen muss, um eine saubere Fremdkontrolle zu bekommen, und mir scheint nicht sicher, ob die Node-Red Bibliothek für Victron (die blauen Komponenten) alles steuern können. Mit Node-Red ‚an sich‘ habe ich schon das ganze Haus automatisiert und auch die Überschussladung in den Tesla, damit komme ich klar.

      Meine Lösung wird noch dadurch besonders, dass ich den Notstromgenerator (19kVA) am ‚ACin‘ habe (Bestandsmäßig kommen dort eben Netz- oder Notstrom an – externe, automatische Umschaltung), und das dann das ESS entsprechend anders reagieren muss – im Prinzip Generator nur bei niedrigem SOC starten und dann aber ‚volle Kanne‘ laden bis das SOC hoch genug ist und dann den Generator wieder stoppen. Scheint dann gleichzeitig die Sonne, wird es extra spannend…
      VG Reinhard

  99. Dann ist es aber einfacher, den Minimum SOC stets selbst abzuschätzen. Eine Formel dafür wird man wohl hinbekommen und dies dann in Node-Red auch realisieren…
    Schön wäre es halt BatteryLife ohne diesen Netz-Ladevorgang zu haben. Muss mal schauen, was beim ESS-Assistenten selbst konfigurierbar ist.
    VG Reinhard

    1. Hallo Matthias, Reinhard,
      interessantes Thema und wie machst dundas mit Code bzw welchen Ansatz hast du?
      Interessant wäre wie andere und Jörg das machen.
      Übern Winter den Speicher auch 10%SOC oder gar weniger „hängen zu lassen“ ist bestimmt nixht songeschickt. Meine bestellten Zellen, sagt EVE dazu, dass die LiFePo4 mit 30-50SOC ihre beste Lagerkapazität haben und es müsste alle 6 Monate ein Vollzyklus geladen werden… das sollte doch easy sei noder?

      Ich wollte es in der Loxone einfach so machen, dass ich übers Jahr sowieso einen min SOC fahre der Vermutlich einfach etwas variert, jenachdem wieviel Kapazität ich so in der Entsprechenden Jahreszeit benötige.
      Mein Speicher ist mit 10kw aktuell überdimensioniert, käme mit 6-7kw meist aus, also Schaffe ich im Sommer auch mal 2 Schlechte Tage hintereinander mit trotzdem SOC 10-90%, in der Übergangszeit würde ich Ihn dann versuchen zu Maximieren und somit auch Tage mit schlechten erträgen weitestgehend zu überbücken.
      Wenn es Richtung Winter geht erkennt man relativ schnell, dass der Akku irgendwann gar nicht mehr Vollgeladen werden kann.
      Dann würde ich andangen jeden Tag den Min SOC um ein paar % (wird sich dann zeigen wieviel Sinn macht) erhöhe , bis ich wahrscheinlich so 30% habe. Vermutlich nutzt man den Speicher dann überhaupt Tsge nur zwischen 30-80%SOC.
      Erst wenn 1/2Volladungen erfolgt sind, senke ich den minimalen SOC wieder ab um x% pro Volladung oder gleich woeder auf den Wert der Übergangsjahrzeit muss ich sehen was am sinnvollsten ist.

      Mich würde sehr interessieren, wie hier Andere ihre Regelung zu haben.
      VG Martin

    2. Hallo zusammen,
      Battery Life schön und gut, das Ganze aber mit Netzstrom zu laden, ist für mich steuerungstechnich ein NoGo und
      ich löse es daher mit einfachen Mitteln in der Lxone selbst.
      In einem Punkt muss man ja denn konventionellen Stromspeichern überlegen sein, von denen ich über sowas natürlich auch schon gehört habe.

      Ich sehe kein Problem aus PV Strom den SOC binnen weniger Tage auf Bsp 30% anzuheben und damit dann die Batterie – Notfalls auch mit minimalen Nutzen 30-50%SOC über die Wintermonate zu fahren, bis wieder Vollladungen möglich sind.
      Ich wüsste jetzt nicht weshalb das über Bsp. 60 Tage (DEZ/JAN) ein Problem sein sollte.
      Einzig man schaut da zusätzlich „genauar“ auf den Zellendrift und muss hier notfalls mal langsamme Volladungen fahren bzw. den Akku mal eine Zeit x länger Vollhalten, dass der Balance genug Zeit für sein ausgleich bekommt. Notfalls würd ich mit aktive Balancing gegensteuern.
      VG Martin

    3. Ohne Battery Life ist das Verhalten besser und man kann Minimum SoC frei bestimmen. ABER:
      Ist Minimum SoC > Aktuelles SoC, dann wird gnadenlos und volle Kanne aus dem Netz geladen…
      Ist Minimum SoC < Aktuelles SoC, dann wird ebenso entladen, allerdings nicht zum Netz hin (immerhin…)
      Ist PV Überschuss da, dann wird natürlich immer geladen (bis Maximum SoC). Während dieser Phase könnte man Minimum SoC an Aktuelles SoC angleichen, ohne eine Netzladung auszulösen. Dies z.B., um die Batterie wieder in den mittleren Bereich zu bringen.
      VG Reinhard

  100. Hallo Reinhard,
    danke für deine Infos, ich dachte mir so was und zum Glück gibt’s ja Loxone oder Andere…
    Ich werde Option 3 über Loxone nutzen und die SOC Anhebung über Loxone umsetzten.
    VG Martin

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