PV-Grundlagen – Im Gespräch mit Matthias von haus-automatisierung.com

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Die Nachfrage an PV-Anlagen geht aktuell durch die Decke. Neben Matthias kenne ich mindestens ein Dutzend Interessenten aus meinem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis, die anfangen sich mit der Materie zu beschäftigen und oftmals sogar bereits erste Angebote eingeholt haben.

Oftmals mangelt es jedoch an Hintergrundwissen, wodurch eine ziemliche Unsicherheit besteht, was bereits die „Basics“ betrifft. Um etwas Licht ins Dunkle zu bringen, hat mich Matthias einmal etwas gelöchert und wir haben daraus ein YouTube-Video erstellt. Viel Spaß damit!

Zu den im Video angesprochenen Themen gibt es mittlerweile auch eine Menge Posts hier im Blog. Einen Teil davon habe ich unten nach dem Video verlinkt.

YouTube-Direktlink

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

12 Gedanken zu „PV-Grundlagen – Im Gespräch mit Matthias von haus-automatisierung.com“

  1. Interessantes und lehrreiches Video. Eine Frage hätte ich noch zur Verteilung der Leistung über ein Jahr, d.h. wieviel von der Jahresleistung fällt verteilt nach Monaten über das Jahr an? Gibt es da für verschiedene Regionen schon Statistiken, mit denen die Leistung der eigenen Anlage verglichen werden könnte?

    1. Hi Peter,
      recht verlässliche Werte liefert das sogenannte PVGIS. Hier kannst du deinen Standort samt Parameter (Ausrichtung, Winkel, etc.) eingeben und erhältst eine recht valide Vorschau -> https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html
      In meinem Fall liegt zwischen dem bestem und schlechtesten Monat (Juli vs Dezember) der Faktor 6. Die konkreten Monatswerte kannst du dir im Blogpost Operation Solar-Terrassenüberdachung – Hilfe, ich brauche einen Standsicherheitsnachweis! in der gezeigten Grafik anschauen.

      Viele Grüße
      Jörg

  2. Vielen Dank für das informative Video!
    Mich würde noch interessieren wie das Zusammenspiel der Komponenten aussieht, wenn man mit der PV-Anlage (samt Speicher) neben dem Haushaltsstrom auch noch eine Wärmepumpe versorgen möchte. Diese hängt üblicherweise an einem separatem Zähler. Benötigt man dafür einen speziellen Wechselrichter mit mehreren Ausgängen, oder wie wird das realisiert?
    Bei Thema Speicher würden mich die Unterschiede sowie Vor-/Nachteile einer AC- bzw. DC-Kopplung interessieren.

    Dankeschön und viele Grüße,
    Oliver

    1. Hi Oliver,
      rein technisch braucht man da meist nichts Großartiges beachten. Die Wärmepumpe ist quasi ein „normaler“ Verbraucher, wie alles andere im Haus auch – eben nur mit höherer Leistung. Meist hat man eine kaskadierte Zählersituation. D.h. der Wärmepumpenzähler hängt hinter dem zentralen Hauszähler, sodass man den Wärmepumpenverbrauch einzeln ermitteln und vom Gesamtverbrauch subtrahieren kann, um Haus und Wärmepumpe mit unterschiedlichen Tarifen versorgen zu können. Konfiguriert man das Victron-System dann so, dass der Gesamtverbrauch vom Hauptzähler als Referenz herangezogen wird, versucht das Victron-System alles inkl. Wärmepumpe zu versorgen – soweit die Multiplus-Leistung aureicht.

      Den größten Vorteil der AC-gekoppelten Lösung – wie ich sie einsetze – sehe ich darin, dass PV-Anlage und Batterie-Speichersystem komplett unabhängig voneinander laufen und entsprechend auch dimensioniert werden können. So kann ich meinen SolarEdge PV-Inverter mit max 30kw Leistung easy weiterverwenden, egal ob ich jetzt einen 3000er Multiplus an einem Batteriepack betreiben möchte oder 3x 5000er Multiplis im Dreiphasenverbund mit fünf (oder wieviel auch immer) Batteriepacks. So lässt sich der Batteriespeicher im jeden Fall auch bei einer bestehenden PV-Anlage nachrüsten.

      Nachteil ist eben, dass man im direkten Vergleich zu DC-gekoppelt einige Prozent an Wirkungsgrad beim Laden des Akkus verliert. In meinen Fall denke ich, dass ich das aber locker wieder raushole durch die höhere Effizienz meiner auf Einzeloptimierern basierten SolarEdge-PV-Installation, bei der jedes PV-Panel die maximale Leistung abgeben kann.

      Viele Grüße
      Jörg

  3. Hallo Jörg,
    bezüglich der Solarpanels und dem Thema Verschattung habe ich folgende Frage:
    Vor 20 Jahren haben wir uns für ein Friesenhaus mit 4 Giebeln entschieden. Es käme für die Solarpanels nur die eine zur Sonnenseite zugewandte Dachhälfte in Frage mit maximal 4 Flächen, die von morgens bis Abends unterschiedlich viel Sonnenstrahlen abbekommen bzw. morgens und Abends bedingt durch den Friesengiebel jeweils teilverschattet sind und somit bei einer sequentiellen Verknüpfung aller Panels eine optimale Auslastung nicht sinnvoll möglich erscheint. Die von Dir verwendeten Leistungsoptimierer sind pro Panel einzusetzen, korrekt ? Hätte ich eine Möglichkeit das Hausdach in 4 Felder mit Leistungsoptimieren aufzuteilen, also 4 Solarzellengruppen zu bilden, um die Fläche über den Tag verteilt optimal nutzen zu können ?
    Gruß Axel

    1. Hi Axel,
      gewöhnlich nutzt man bei SolarEdge einen Leistungsoptimierer pro Panel, korrekt. In meinem Fall (wie im Video erläutert) habe ich aber auch teils zwei kleinere Panels in Reihe geschaltet und diese dann mit nur einem Leistungsoptimierer in den String eingebunden – damit es dennoch alles zusammenspielt.

      Wenn du diese Leistungsoptimierer nutzt, brauchst du dir im Grunde über gar nichts groß Gedanken zu machen. Einfach die Panels mit je einem Optimierer so anbringen, wie es räumlich am besten aufs Dach passt und dann ab damit per String-Kabel zum SolarEdge Wechselrichter. Bis 10kWp-Leistung reicht dir normalerweise ein String locker aus, wenn es mehr wird kann/sollte man das je nach Konzeption auf zwei Strings aufteilen, wobei die größeren SolarEdge Wechselrichter dann auch dafür ausgelegt sind. Jedes Panel erzeugt dann eben je nach Verschattungssituation sein Maximum, ohne dass es die Leistung anderer Panels „runterzieht“. Du brauchst dir also keine Gedanken über Solarzellengruppen oder Ähnliches zu machen – sofern du SolarEdge einsetzt…

      Viele Grüße
      Jörg

  4. Hi Jörg,
    vielen Dank für das top Video :).
    Wir haben leider sehr komplexe Dachverhältnisse und gefühlt ist irgendwo immer eine Fläche verschattet:

    – Hauptdach mit Satteldach dessen Giebel in einem rechten Winkel verläuft. Dazu gibt es noch Gauben.
    – Terrasse: Ost/Süd-Richtung, die mit Glas-Modulen teilweise bedeckt werden soll. Zusätzlich kann die Terrasse mit Modulen quasi verlängert werden, da der Terrassenboden sich in 3,50m Höhe befindet und es könnten am Geländer senkrecht Module befestigt werden.

    Schon alleine wegen hoher Bäume rund um wird man um MPP-Optimierer pro Modul nicht rum kommen. Es können max. 45 Module platziert werden, die unterschiedlich geneigt (mind. 15°, max. 90°) wären und in unterschiedliche Himmelsrichtungen zeigen. Die meisten (36/45) würden sich um die Terrasse in Süd/Ost-Ausrichtung befinden.

    Würde da ein Wechselrichter mit 2 Stringeingängen reichen. Wenn ja, würde das ja bedeuten, dass man Module unabhängig ihrer Neigung und Ausrichtung auf einen String verschalten kann, sofern MPP-Optimierer verbaut sind … ?
    Nochmals vielen Dank und Grüße
    Thomas

    1. Hi Thomas,
      deine Ausrichtungssituation ist ja im Grunde ähnlich „komplex“ wie meine… Meine Empfehlung: SolarEdge SE17K Wechselrichter (kann bis 17kW verarbeiten) und dann je PV-Panel einen passenden SolarEdge Leistumgsoptimierer -> fertig. Die Panels dabei insgesamt in zwei leistungstechnisch ähnliche Strings aufteilen und am Wechselrichter anschließen – das lässt sich mit dem SolarEdge-Planungstool im Vorfeld perfekt ermitteln. Dann kann jedes Modul sein jeweiliges Potenzial voll ausnutzen.

      Viele Grüße
      Jörg

  5. Hallo Jörg und Matthias,

    mega Einblick den ihr beiden hier gebt. Vielen Dank!
    Habt ihr Erfahrungen mit Solarzäunen? Kann man diese Module auch senkrecht verbauen? Da ich nicht so viel Platz auf dem Dach habe könnte das eine spannende Alternative sein…

    Beste Grüße
    Marcel

    1. Hi Marcel,
      gerne! :)

      Klar, du kannst die Panels auch senkrecht als Zaun installieren. Nimm einfach Glas-Glas-Module mit entsprechenden Halterungen und dann funktioniert das ohne Probleme. Am besten dann sogenannte Bifacial-Module, die beidseitig Strom erzeugen können – das ist bei der Ausrichtung total sinnvoll…

      Viele Grüße
      Jörg

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