Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren

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Heute geht es direkt weiter mit den notwendigen Konfigurationsschritten des Victron Batterieinverters, um ihn künftig als Energie-Speicher-System (ESS) nutzen zu können. Dazu gehören auch einige Batterieeinstellungen, die in meinem Fall für einen 16s LiFePo4-Batteriepack mit 280Ah passen.

Bitte entschuldigt, dass ich an dieser Stelle noch nicht auf alle Details eingehe, da es sonst viel zu lange gedauert hätte. Dies werde ich in einem späteren Blogpost nachholen.

YouTube-Direktlink

Genutzte Hardware

Batterieinverter: MultiPlus II Wechselrichter-Ladegerät 48/3000/35-32 (Affiliate-Link)

Schnittstelle zum PC/Raspberry Pi: Victron Energy Interface MK3-USB (VE.Bus zu USB) (Affiliate-Link)

Verbindungskabel MultiPlus II <-> MK3-USB-Interface: RJ45 Netzwerkkabel (Affiliate-Link) – Länge ist im Grunde nicht limitiert

UPDATE VOM 13.09.2022: Da sich die Produktlinks – insbesondere bei Alibaba für Batteriezellen, BMS und RS485-Adapter – gefühlt ständig ändern, werde ich diese künftig zentral im Blogpost Operation Hausspeicher – Stückliste und Bezugsquellen pflegen – inklusive meiner bisherigen Erfahrungen zum Kauf. UPDATE ENDE

Links

01:03 Victron Energy Downloads (externer Link)

Downloads

Victron Multiplus 3000 ESS 1Phasenbetrieb.vsc (5257 Downloads)

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

89 Gedanken zu „Victron MultiPlus II als ESS konfigurieren“

  1. Hallo Jörg

    Super Erklärung für die Einstellungen, kannst du mir einen Tipp geben was ich einstellen soll wenn
    ich 8 Bleiakkus habe mit je 6 Volt habe.Die sind aus einer USV Anlage es hat einer 128AH.
    Gruß
    Harald

    1. Hi Harald,
      mit Bleiakkus kenne ich mich überhaupt nicht aus, sorry. Am besten mal im Victron-Forum nachfragen…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Ich habe streng nach eurem Video meine 3 MP2 über den MK3 konfiguriert. Laufen alle drei erst mal auf „durchleiten“ wenn ich nun den VE Bus verbinden will, steigen alle sofort aus. Was ist das Problem? Mein Ziel ist, das die MP2 ein 3 phasiges ESS regeln sollen und nur im e Fall Strom aus dem Netz ziehen

    3. Hi Thomas,
      um die MP dreiphasig zu konfigurieren, musst du das „übergeordnete“ Programm „VE.Bus System Configurator“ starten – das wird im Rahmen des Victron-Software-Pakets für Windows mitinstalliert. Dort wählst du dann aus, dass du ein Dreiphasensystem aufbauen möchtest. Dabei müssen alle drei MP „seriell“ (also hintereinandergeschaltet) per MK3-Adapter am Rechner angeschlossen sein. Dann wählt man nacheinander jeden MP in der Software an, wodurch sich jeweils das „normale“ VConfigure öffnet und man nacheinander jeden MP identisch konfiguriert (jeweils inkl. ESS-Assistent). Ist alles bissl uneingängig, aber so wird es gemacht.

      Viele Grüße und Erfolg dabei
      Jörg

      PS: Werde das hoffentlich demnächst auch nochmal per Video zeigen können, auf YT gibt es jedoch bereits einige Howtos, die das auch zeigen.

    1. Hi Hermann,
      hier handelt es sich um 16s-Packs, also 16 Zellen in Reihe (s für seriell), sodass sich die Spannungen der Zellen addieren. Bei einer Nominalspannung von 3,2V pro Zelle (LiFePo4-Zellchemie) sind das dann 51,2V (eben 16*3,2V).

      Gemeinhin spricht man aber dennoch von einem 48V-System. Das hat vermutlich historische Gründe, als die Batteriechemien noch andere waren – und damit auch die Nominalspannung(en).

      Viele Grüße
      Jörg

  2. Hallo Jörg,

    danke für die schöne Erklärung zur Programmierung des ESS System. Ich habe das fast 1:1 für mein System übernommen. Der Unterschied ist in meinem System, dass ich den PV Wechselrichter im Ausgang habe. Da es sich um die Erweiterung zu einem Balkonkraftwerk handelt, kann der Envertech Wechselrichter nicht mit dem restlichen System (Cerbo GX) kommunizieren. Alles erstmal kein Problem. Der Multi hebt ja die Frequenz im Ausgang an und der Envertech steigt dann aus, wenn die Batterie voll ist. Gezählt wird die PV Leistung nicht, was mich auch nicht so stört. Was allerdings stört, ist, dass der Multi zum Laden der Batterie offensichtlich nicht den Solarstrom nutzt, sondern das Netz. Zumindest zeigt der WLAN Stecker, den ich im System belassen habe, für die Aufnahme der PV Leistung, Stromfluss entsprechend der PV Leistung im AC IN an. Im Moment nutze ich das System einfach Off Grid. Was langsam schwierig wird, wenn die Batterie doch mal leer ist..
    Ist der interne Stromsensor für eine solche Anordnung nicht geeignet? Bzw. muss ich einen ET112 für das 1-Phasen System nachrüsten, dass der Multi das Netz ignoriert, bis der Akku leer ist und keine Sonne scheint?

    Vielen Dank für die Unterstützung

    Sebastian

    1. Hi Sebastian,
      ich weiss nicht, ob das der richtige Hinweis ist, aber man kann im Venus OS (und ich glaube auch bei der Konfiguration des Multiplus über diese oldschool Windows VE-Configre Software) einen Haken setzen, dass ein Wechselrichter am AC-Out-1 genutzt wird. Evtl. ist das schon der ganze Trick… Ich habe deine Anfrage auch mal an Jens von „Meine Energiewende“ weitergeleitet, evtl. fällt ihm dazu auch noch etwas ein.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Baller doch einfach mal einen Shelly 1 PM (Affiliate-Link) hinter deine Balkon-PV-Anlage (natürlich von deinem Elektriker installiert). Dann kannst du dessen Leistung easy mittracken – bspw. über HTTP-Requests. Werde ich vermutlich auch bald mal drüber bloggen…

  3. Hallo Sebastian,
    da fehlen derzeit noch ein paar Informationen. Warum brauchst Du ein Messgerät um AC-IN und AC-OUT zu sehen ? Das sollte Dir Dein GX Gerät anzeigen (Remote Console). Hast Du den ESS Assistenten konfiguriert ? Falls ja solltest Du entsprechend auch die Leistung des Balkon Solar Systems angegeben haben.

    Wenn Du alles richtig konfiguriert hast, dann solltest Du auch ohne zusätzlichen ET112 auskommen. Frage dazu: Warum nur einphasig ? Und warum vom Netz trennen ? Ohne passende Konfiguration wird der MP2 immer mit dem Netz verbunden bleiben. Dann ist aber wieder ein ESS Betrieb nur kurzzeitig erlaubt.

    Mir ist hier nicht ganz klar, was Du erreichen möchtest.

    Viele Grüße

    Jens

    1. Hallo Jens,

      Kurz zu den beiden „Messgeräten“: Das eine war mein Tracker für die Leistung aus dem Balkonkraftwerk und sollte einfach im System mit dem MP2 die Leistung mal aufnehmen. Das bekommt der MP2 ohne externen Zähler wohl nicht hin.
      Der andere ist im Moment einfach nur dazu da die Leistung zu messen, die als Überschuss ins Netz geht. Ich wollte nur mal gegenchecken, was tatsächlich intern verbraucht wird und was „ungenutzt“ raus geht.
      Das ESS-System habe ich konfiguriert und auch angegeben, dass ein PV-Wechselrichter mit entsprechender Leistung im AC OUT hängt. Nur kann der MP2 die erzeugte Leistung trotzdem nicht zuordnen. Wenn ausreichend PV-Leistung vorhanden ist wird AC-Lasten mit „0 Watt“ angezeigt und der Akku wird geladen /ins Netz eingespeist. Der „richtige“ Wert der AC-Lasten wird nur angezeigt, wenn aus dem Akku entnommen wird.
      Im Victron Portal ist auch nur „aus dem Netz“ und „von der Batterie“ in der Statistik zu sehen.
      Der Envertech PV Wechselrichter hat kein BUS-System und kann vom MP2 nur durch die Ausgangsfrequenz „gesteuert“ werden. Daher war ich länger im Off Grid Modus. Das sich was im AC IN tut habe ich erst jetzt festgestellt. Hintergrund ist die neuerliche Verbindung zum Netz, dass der Akku doch mal leer ist und der Kühlschrank dann ohne Strom wäre zum Beispiel.
      Die Anlage ist parallel zum Hausnetz. Alle Leitungen die da rein und raus gehen habe ich separat in Kanälen gelegt (wie gesagt Mietwohnung). Das Ganze ist lediglich für das Abfangen der Grundlast (Kühlschrank, Router, Aquarien) ausgelegt und alles ist auf ca. 900 Watt max. Dauerlast berechnet.
      Sämtliche Stromkreise sind mit 10A abgesichert, der MP2 auf max. 3,5A in AC IN eingestellt und so weiter.
      Ziel ist Nulleinspeisung trotz Verbindung zum Netz, anzeigen der Solarleistung und Netzbezug, wenn der Akku zu dieser Jahreszeit doch mal „leerläuft“.
      Falls es weiterhilft kann ich auch mal die Konfigurationsdatei des MP2 schicken oder was im Cerbo eingestellt ist für das ESS-System oder wir schauen mal gemeinsam via Teams o.Ä. drauf.
      Ach noch kurz zum Abschluss, ich bin gelernter Mechatroniker und Techniker. Die Grundlagen für die Auslegung von den Leitungen etc. ist kein Halbwissen aus dem Internet.
      Ich hoffe die Infos helfen weiter bei der Fehlersuche und vielen Dank.

      Viele Grüße
      Sebastian

      PS. Die Idee mit dem Shelly 1 PM klingt auch super, so ein Teil bestelle ich mir mal. Ich hatte auch schon überlegt ob ich mit einer meiner LOGO Steuerungen was dazu programmiere. 😊

  4. Hallo Jörg, hallo Jens,

    ein kleines Update zum ESS System am MP2:
    Ich habe diesen WLAN Zwischenstecker gegen einen Shelly Plus 1 PM getauscht und oh Wunder, der zeigt das Gleiche an wie der MP2 am AC IN.
    Ich gehe davon aus, dass es am Messprinzip dieser WLAN Stecker liegt. Wie auch immer das aussieht, ist es an dieser Stelle nicht geeignet. Ob es an der Marke, die ich verwende im Einzelnen liegt oder ein allgemeines Problem ist kann ich allerdings nicht sagen. Am Ende hätte ich das Ding vielleicht einfach nur drehen müssen..
    Seis drum, der Shelly macht wesentlich mehr Spaß und mir fallen schon x weitere Projekte ein, die ich damit angehen werde.
    Vielen Dank auf jeden Fall für die Unterstützung und Denkanstöße.
    Wenn ich jetzt noch den Shelly mit dem Cerbo verbunden bekomme, wäre ich noch glücklicher :D

    Vielen Grüße

    Sebastian

    1. Ja, brauchst du. Zur Installation auf jeden Fall, im Betrieb nur wenn du einen externen Pi nimmst anstelle eines Multi-mit-GX.

    2. Hi Heiko,

      wenn du den MP2 am Raspberry Pi betreiben möchtest, dann zwingend ja.

      Wenn du den MP2 bspw. an einem Cerbo GX anschließst, kannst du ihn theoretisch auch über das Victron Onlineportal konfigurieren bzw. eben eine vorgefertigte Konfigurationsdatei aufspielen. Davon bin ich aber ehrlich gesagt kein wirklicher Fan und würde das immer „händlich“ direkt über den angeschlossenen Rechner mit MK3-Interface und der Victron Configure Software machen, da das einfach immer funktioniert.

      Außerdem kommst du um den MK3-Adapter nicht herum, wenn du manuell mal eine Firmware über den Rechner auf den MP2 aufspielen willst bzw. musst – wie es bei mir der Fall war, um drei MP2 mit exakt der selben Firmware zu versorgen, um sie in einen Dreiphasenverbund zu bekommen. Ist zwar nicht günstig der MK3-Adapter, aber ich würde den Kauf dringend empfehlen…

      Viele Grüße
      Jörg

  5. Hallo Jörg, toller Blog.
    Wie kann man den Multiplus II selbst konfigurieren? Der Zugang soll durch ein Passwort geschützt sein, wie ich gerade in einer Anleitung gelesen habe.
    Gruß Andreas.

    1. Hi Andreas,
      zum Konfigurieren benötigst du erstmal gar kein Passwort – auch nicht für die initiale Konfiguration des „Grid Code“. Nur für eine spätere Änderung des „Grid Code“ wird das Passwort aus dem von Matthias verlinkten Dokument benötigt.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Normalerweise bekommt man das Passwort eigentlich nur im Rahmen einer Victron-Schulung. Spannend, dass das Dokument so offen in der Victron-Community geteilt wird.

  6. Hi Jörg, ich habe gerade gesehen, dass Victron nen neues Update auf Ver. 4.98 für die MPII 3000 rausgehauen hat.

    Weißt du ob es irgendwo nen Chancelog zur Einsicht gibt? Im Professionell Bereich gibt’s so weit ich gefunden hatte leider nur die Firmware. VG Matze

  7. Hi Jörg
    In deinem Blog Hausspeicher 28 kW beschreibst du das sich die BMS Messwerte mit dem JBD Adapter in Echtzeit mit dem Inverter teilen lassen.Dazu kann man das BMS per USB direkt amVenus-OS-Controler anschließen in deinemfall RaspberryPi3.

    Meine Frage ist , kann ich denn Adapter auch direkt mit meinem Viktron 3000 verbinden Sodas die zwei sich verstehen. Brauche ich dafür ein normales LAN Kabel oder das Umgecrimpte von Viktron das die beim Anschluss der Pylontech verwenden.

    1. Hi Thomas,
      der normale Multiplus ist erstmal „dumm“ wie Stroh – damit kannst du gar nichts steuern oder per USB anstöpseln. Du brauchst immer einen Venus-OS-Controller, der alle Systemgeräte überwacht und steuert. Du kannst bspw. den Multiplus mit „GX“ im Titel nehmen, denn dort ist der Venus-OS-Controller quasi huckepack verbaut. Dort kannst du dann dein BMS per USB anschließen. Ich finde das Konzept des eingebauten Controllers im Mulitplus aber so semi gut gelöst und würde das zentrale Steuerelement aka Venus-OS-Controller besser hardwareseitig „unabhängig“ einbinden. Aber das ist – wie so oft – Geschmacksache.

      Viele Grüße
      Jörg

  8. Hi zusammen,

    Mein VE configure erkennt einfach den multi II nicht.
    Keine „com ports“ gefunden.

    Win10 Laptop
    Cerbo GX abgeklemmt
    Nur reine Verbindung von Pc -> Multi II via MK3 Interface

    Hat jmd eine Idee, warum er den Multi nicht findet?

    Danke vorab für jeden Tipp.

  9. Hallo zusammen
    Wenn ich das Handbuch vom Venus OS richtig verstanden habe übergibt das BMS nur 3 Werte.
    Mir stellt sich jetzt die Frage „brauche ich einen Datenaustausch zwischen meinem Multiplus GX und dem BMS .
    Ich könnte mir vorstellen das die Spannung an + und-
    Dem Victron Multiplus reicht um seine Ladung und Entladung des Akku zu steuern.
    Das BMS schützt den Akku.

    Oder hab ich jetzt was ganze wichtiges übersehen?

    Vielen Dank im Voraus für eure Kommentare die helfen mir als Anfänger ungemein.
    Lg Thomas

    1. Hi Thomas,

      eine Minimallösung ist immer möglich, aber in diesem Fall meiner Meinung nach nicht wirklich erstrebenswert…

      Um nur mal einen Vorteil zu nennen, der alleine schon für mich reichen würde: Venus OS kann basierend auf dem aktuellen SoC der Batterie die Ladeleistung dynamisch drosseln. Nennt sich CCCM (Charge current control management). Mehr Infos hier: https://github.com/Louisvdw/dbus-serialbattery/wiki/Features

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Vielen Dank für die tollen Erklärungen.
      Hat mir bei der Inbetriebnahme meines MP2 als ESS sehr geholfen !

  10. Jörg,
    super blog und Video. Ich habe mal eine Frage bzgl ESS. Mein System besteht aus 1120 Ah LiFePo (12V), Multiplus 3000, 1kVp Solar Cerbo (auf Wohnmobil). Ich würde gerne dann wenn wir nicht fahren überschuss zurück einspeisen. Theoretisch nach meinem Verständnis sollte das funktionieren aber in der ppt stand das es nicht empfohlen wird. Frage warum ist das so?

    Gruß
    Thomas

  11. Hallo Experten!
    Vielen dank für die Mühe und das Video. Hat mir auch sehr geholfen! Wirklich toll!

    Ich habe nun einen MP2 GX netzparallel auf L1 installiert.
    Daran angeschlossen 1x Pylontech US3000C 48V.
    Der MP2 hängt AC In seitig auf dem FI Kreis 1 in der Hausverteilung hinter einem eigenen B16 LS.
    Eine Ost-West Kleinsolaranlage (600VA AC Leistung max) ist an einem anderen Stromkreis mit B13 LS, aber ebenfalls im FI 1 Kreis und ebenfalls auf L1 angeschlossen.

    Soweit, sogut, funktioniert alles, das ESS, mit EM24, arbeitet wie es soll und Akku wird mit Überschuss geladen.

    Mein Problem beginnt nun mit der nächsten Ausbaustufe, AC Out 1, der USV Ausgang für kritische Lasten.

    Direkt am Ausgang habe ist ein B16 RCBO (FILS) montiert.
    Wenn ich jetzt den Stromkreis der Kleinsolaranlage, an dem auch das Treppenhauslicht und Bad hängt, in der Hauptverteilung abtrennen (L und N) und an dem AC Out RCBO anschließe, so löst dieser sofort aus.
    Manchmal löst zusätzlich der FI in der Hausverteilung vor dem MP2, also AC in seitig, ebenfalls aus.
    Wie kann das sein?
    L und N sind sauber aufgetrennt und hängen nur am AC Out 1 ohne Verbindung zum N auf der AC In Seite.
    Lediglich der PE ist mit dem Rest der Anlage verbunden über die gemeinsame PE Sammelschiene in der Verteilung.

    Hänge ich an den RCBO nur eine Klühbirne (L und N ohne PE), funktioniert dies.
    Kann es am durch verbundenen PE liegen?
    Aber der PE ist im MP2 selbst ja auch zwischen AC In und Out sowie mit der Erdungsschraube des Gehäuses dauerhaft durchverbunden.
    Also klingt das eher nicht logisch.
    Der Stromkreis selbst ist ja auch in Ordnung, da der FI nicht auslöst, wenn normal angeschlossen.

    Hab keine Idee mehr, falls jemand eine Idee hat :)

    1. Diese Frage ist ohne ein brauchbares Messgerät, mit dem man Isolation und Gleichstromanteil und so weiter unter Last prüfen kann, nicht ohne Weiteres beantwortbar.

      Löst das Ding auch aus, wenn die Sonne nicht scheint?

      Löst das Ding auch aus, wenn der MP2 im Inselbetrieb ist?

    2. Hallo Matthias,

      Danke für die Antwort.
      Fehler gefunden.
      An dem LS hängt noch ein zweiter N, der irgendwo abgezweigt wird, d.h. der Stromkreis ist irgendwo im Haus aufgeteilt und kommt eben mit 2 N zurück.

      Beide N auf den AC Out 1 und es funzt!

      Danke und Gruß

    3. Weia. Wer kommt denn auf sowas?

      Diese „irgendwo im Haus aufgeteilt“-Stelle solltest du dringend finden und beheben. Sowas gehört sich nicht.

      Schleifen in stromführenden Leitungen sind grundsätzlich eine bescheuerte Idee. Unter Anderem dienen sie bei Gewitter als Induktionsspulen und können dadurch interessante Effekte auslösen, die du … äh … eher vermeiden willst..

  12. Hallo Jörg
    Ich habe heute nach deiner Anleitung die Einstallungen gemacht. Leider schalten die MPPTs sofort ab mit der Meldung. Batterie Spannung zu hoch. Die Batterie hat aktuell 52,6V.
    LG

  13. Hi Jörg,

    ich habe mir einen Batteriespeicher 48 Volt gebaut und mit einem Victron Multiplus II GX gekoppelt.
    Im Zählerschrank hängt der ET340. Die Anlage läuft AC zeitig prima und die Verbräuche sind VRM Portal
    alle da.
    Nur der Multi erkennt meine Batterie nicht wirklich und macht Alarm “ Battrie low “ und gleichzeitig
    Batterie 100 %. Die Folge ist das die Batterie nicht geladen wird. Wie kann man dieses Problem lösen.
    LG Björn

    1. Hi Björn,
      fernanalysetechnisch bissl schwierig. Teilt das BMS den SoC der Batterie an Venus OS mit und ist dieses als „Battery Monitor“ konfiguriert? Insgesamt scheinen die Spannungseinstellungen des Multiplus-Ladegeräts nicht korrekt zu sein. Das würde ich als Erstes mal kontrollieren…

      Grüße
      Jörg

  14. Hallo Jörg.
    Vielen Dank für Deinen Blog. Sind sehr gute Infos.
    Habe allerdings ein ähnliches Problem wie Björn.
    Der SoC am Multiplus zeigt 100%, bei 51.4Volt an.
    Das DalyBMS und das Fluke zeigen mir dieselbe Spannung an, jedoch ist der SoC am BMS geringer. Dieser liegt bei 22%. Das BMS kommunziert in meinem Fall noch nicht mit dem Multiplus.
    Die Einstellungen im Configure habe ich nach den Werten aus Deinem Video vorgenommen. Diese mittlerweile 800x überprüft ob ich nicht irgendwo nen häckchen vergessen habe….
    Wie kann ich den SoC am MP einstellen/anpassen.?
    Kommuniziert wird über Cerbo…
    Vielen Dank für Eure Mühe.
    Gruß, Andre

    1. Hi Andre,
      das JBD-BMS muss auch korrekt konfiguriert werden, damit es passt. Ausserdem sollte man laut Anleitung auch erstmal komplett vollladen, dann komplett entladen und dann stimmt der SoC des BMS erst einigermaßen. Ich werde dazu bald Inhalte liefern, welche Settings man vornehmen sollte und wie sich die Zellen verhalten wahrend des Betriebs im Kontext des Spannungsverlaufs. Ist teilweise nicht so trivial. Also bitte noch etwas Geduld, da meine neuen BMS erst kommende Woche (hoffe ich zumindest) eintrudeln und ich es damit erläutern möchte.

      Viele Grüße
      Jörg

    1. Du hast die Wahl zwischen „genug Spannung um notfalls auch mal ein 16er-Pack zu bespielen“, „genug Strom um in nichttrivialer Zeit 16 parallele Zellen auf 3.6V zu laden“, „Spannungs- und Strombegrenzung genau genug einstellbar“ (also auch was zwischen 3.5 und 3.6V), „lässt sich via USB oder Modbus steuern“, und „kostet weniger als deine gesamte restliche Solaranlage“. Ach ja, „hat separate Spannungsmessanschlüsse“ wäre auch nett, und zwar für Plus *und* Minus, manche denken dass es auf der Masseleitung keinen Spannungsabfall gibt. 🤣
      (Alternativ kann man sich ein busfähiges Multimeter anschaffen, damit die Zellspannung messen, und anhand dessen die des Netzteils nachregeln.)

      Je nachdem geht man dann zu den üblichen Verdächtigen, d.h. eher Farnell als Reichelt (und garantiert nicht Amazon), und sucht aus dem Angebot ein passendes Gerät aus.

      Ich hab diesen Job auch noch vor mir … gibt aktuell zu viele andere Baustellen.

  15. Hallo Jörg,
    vielen Dank für deine Antwort. Vielleicht hab ich das Problem nicht richtig beschrieben. Ich stelle aktuell nicht die Soc vom DalyBMS in Frage, sonder die vom MP. Dieser zeigt ein Soc von 100% bei 51,2V an und lädt da auch nicht weiter. Das ist das Problem. Die Werte, welche ich im configure bei „charger“ eingestellt habe sind
    Konstantspannung 56,8V
    Erhaltungsspannung 54V
    Ladestrom 35A
    Dementsprechende grenzen und Werte hab ich auch im BMS eingestellt.
    Lege aktuell noch keinen Wert darauf dass Soc vom BMS und MP genau gleiche % anzeigen. Wäre erstmal zufrieden wenn der MP die komplette Kapazität das Akkus nutzt.
    Bin für jeden Vorschlag dankbar.
    Grüße, Andre

    1. Hallo
      Ich habe das gleiche Problem
      Seit heute Morgen hab ich eine Zwangsladung laufen
      Der Akku lädt sich auf, Spannung steigt aber die % Anzeige beibt stehen

  16. Der Multi errechnet die Prozentangaben aufgrund der eingegebenen Werte über Ve.Configure, sprich Kapazität, Ladeschlussspannungen, Cut Off Voltage, Substain Voltage , Ladekurve usw.

    1. Hallo Thomas,
      Bei meinem System bleibt leider beides stehen. Die Soc am MP steht bei 100% und die Spannung des Akkus bleibt bei 51,2V stehen. MP und BMS zeigen die gleiche Spannung an. Habe die Anlage auf lose Verbindungen usw. überprüft, die Spannung vor\ nach dem BMS und am MP gemessen. Überall stehen die 51,2V an. Er lädt halt nur nicht weiter. Ansonsten macht die Anlage was sie soll.Entlädt den Akku, wie eingestellt, auf 46,4 Volt. Ohne Pv Leistung greift dann auch irgendwann der sustain Wert von aktuell 48Volt und lädt den akku mit geringer leistung bis dahin auf. Nur nach oben hin passiert nichts.
      Gruß, Andre

  17. Gude zusammen
    Ich habe gelesen das derMP2GXan seinem
    USB Eingang mit einem USB Hub mein BMS mit dem 485 Bus auf USB Adapter das SOC erkennen kann

    Lg Thomas

  18. Hi Jörg,
    vielen Dank für das Video, hat mir sehr geholfen das erste Setup meines Multiplus fertig zu stellen.
    Da ich ebenfalls eine 16S Konfiguration mit EVE Zellen fahre konnte ich zumindest die Batterieeinstellungen
    1:1 übernehmen.
    An AC Out1 hängen bei mir einige „wichtige“ Verbraucher, zusätzlich habe ich da auch 2 PV Wechselrichter hängen (hier weicht meine Konfiguration von Deiner ab).
    Dazu eine Frage, in der Konsole sollte eigentlich neben AC Loads auch AC Critical Loads angezeigt werden. Bei mir ist das leider nicht der Fall. Ich sehe lediglich AC Loads. Im VRM Portal wiedrum sehe ich korrekterweise Beides getrennt (wie ich es auch für die Konsole erwarten würde). AC Loads in der Konsole ist die korrekte Summe aus „Critical Loads“ und „AC Loads“ aus dem Portal.
    Habe ich da irgendwo ein Einstellung übersehen die mir das korrekt in der Konsole aufteilt bzw. anzeigt?

    Gruß
    Udo

  19. Guten Tag,

    ich hätte eine Frage bezüglich dem Victron MPPT 250/70 MC4 VE.Can.
    Evtl kann mir hier ja jemand meine Frage beantworten.
    Ich betreibe zwei SMA STP8.0 mit insgesamt 19kWp Leistung.
    Im Aufbau ist gerade ein ESS bestehend aus drei Multiplus 48/5000 mit zwei EVE 280Ah 18s Akkus.
    Um auch Schwarzstartfähig zu sein plane ich für 2023 noch eine 4,8kWp Anlage die an einen MPPT 250/70 angeschlossen werden soll.
    Wenn ich richtig informiert bin, benötige ich bei einem 18s Akku eine Konstantladespanung von 63,9V (3,55V pro Zelle).
    Der Multiplus 2 kann diese Spannung liefern. Jedoch finde ich keine Info ob der MPPT das auch kann.
    Weiß hierzu jemand mehr oder kann das mal testen?

    Gruß

    Tobi

    1. Hallo zusammen
      Meine Anlage läuft 😃, jetzt möchte ich gerne 3 Phasen haben also noch zwei multipluss kaufen .
      Meine Frage dazu ist brauche ich auch noch 2×16 Akkus oder läuft das erst mal mit einem?
      Vielen Dank im Voraus für eure Antworten
      Lg Thomas

    2. Hi Thomas,
      gute Entscheidung! Kenne ich irgendwo her… 🙈

      Temporär reicht erstmal auch ein Batteriepack, wobei du dann je nach eingesetzten Multipluss-Modellen nicht die komplette Lade-/Entladeleistung nutzen kannst. Denn einen Batteriepack würde ich persönlich nur bis max. 5-6kW belasten, um unter 0,5c zu bleiben und die Zellen zu schonen. Außerdem springen sonst die Zellspannungen u.U. zu sehr bei einem SoC über 80% und unter 20%, was bis zum Abkoppeln des Battereiepacks durch das BMS führen kann. Deshalb langfristig mindestens zwei Batteriepacks, sofern es drei MP5000 werden.

      Viele Grüße und Erfolg beim Upgrade
      Jörg

  20. Guten Abend,

    Ich bin schon weile auf der Suche habe aber noch keine Antwort gefunden:

    Ich habe ein 48v System mit Smartsolar Mppt, Lifepo4 Akku, Multiplus2 und Cerbo.

    Wie kann ich es als ESS mit folgender Einschränkung konfigurieren.
    Die Batterie soll nur über der MPPT geladen werden + der Multiplus soll nur Strom liefern solange der Akku größer 50V hat und Netz vorhanden, wenn kein Netz vorhanden soll die Abschaltspannung bei 44V liegen.

    Ist das möglich?

    Gruß Jeffrey

  21. Es werden 3 3000er
    Hast du Erfahrung mit 3 Phasiger Generatorladung über die 3 Multipluss
    Wenn ja würde ich mich über einen Blogeintrag sehr freuen
    Lg Thomas

    1. Hi Thomas,
      du meinst einen Notstromgenerator am Multiplus? Keinerlei Erfahrung auf meiner Seite, sorry. Für mich persönlich auch gänzlich uninteressant, zumindest aktuell…

      Viele Grüße
      Jörg

  22. Hallo Jörg,
    gebe ich im Multiplus nur die Batterie Kapazität von einem Pack an oder die gesamt installierte Kapazität (4×280=1120Ah)?
    Viele Grüße
    Thorsten

  23. Hallo zusammen
    Gude Jörg
    Gestern habe ich meinen MP2 zu einem 3Pasen System erweitert
    Leider kann ich jetzt keine zwangsladung über die Remote Console
    Hast du vielleicht einen Tipp

    Lg Thomas

  24. Alles erledigt funktioniert

    Aber jetzt vertragen sich die zwei bms nicht .Ich habe die gleichen gekauft wie du,wenn ich jetzt in die App gehe kann ich immer eins einschalten aber das zweite lässt sich nicht einschalten natürlich hab ich das auch umgekehrt probiert
    Vielleicht hat einer von euch einen guten Rat für mich
    Lg Thomas

  25. Hallo zusammen
    Kann man die JBD BMS mit einem Taster oder Schalter einschalten oder nur über die Xiaoxiang App
    Im Voraus vielen Dank Thomas

  26. Hallo Jörg,

    ich weiß nciht ob die Frage schon gestellt wurde.. Habe meine Multiplus an einer US 3000 c.
    Habe ohne Battery Life eingestellt. Anlage lädt das Akku voll… dann entlädt es das Akku auf 45 %… aber dann so bei 41-42% fängt er ab und zu an das Akku wieder zu laden durch Netztstrom.. was ich aber nciht will.. nur bei Überschuß am Tag soll er die Akkus laden… habe ich eine Einstellung falsch gemacht?
    Dazu möchte ich eine zweite 3000c einbauen. Muss per MK3 Kabel dem Multi die neuen Werte sagen oder reicht ein Neustart und er findet die zusätzliche Batterie automatisch und ändert z.B. Die Akkukapazität von 75Ah auf 150Ah ?
    Lieben Gruß
    Tilo

  27. Hallo Jörg,

    hast Du (oder jemand anders hier im Blog) Erfahrung mit der Einbindung eines SMA home manager 2.0? Ich würde gerne meinen im Bestand nutzen. Dr. google hat mich nicht weitergebracht.

    Danke Euch, Thomas

    1. Hi Thomas,
      das klingt ja spannend. Kannte ich bisher noch nicht. Muss ich mal auf meine ToDo packen…

      Hast du das selbst im Einsatz? Falls ja, würden mich Erfahrungswerte sehr interessieren.

      Viele Grüße
      Jörg

  28. Hallo zusammen,
    brauche Hilfe. Ich hab einen Multiplus 2 und eine Venus installtion. Ich hab jetzt alle Geräte verbinden können, nur erscheint keines im Übersichtsbild, alle Werte sind leer und der MP 2 erscheint als unbekannt, wie bei einer leeren Installation? Was mache ich falsch?

    VG
    Günter

    1. Fehler gefunden, mit Wlan alleine geht das nicht mit dem anmelden. Verkabelt und schon gehts.

      Danke!

      VG
      Günter

  29. Hallo!

    Ich habe hier ein Verständnisproblem bei den Einstellungen, genauer bei dem Zusammenspiel des JBD-BMS mit dem Multiplus. Vielleicht übersehe ich etwas, ich fand aber diesbezüglich keine Infos in deinen Beiträgen bzw. Videos. Ich habe das Gefühl, hier ist ein „Informationsloch“ zwischen VenusOS aufsetzen und System ist Einsatzbereit ;) Ich könnte mir vorstellen, es liegt daran, weil du Loxone verwendest…

    Der JBD-BMS wird vom VenusOS (am Pi) erkannt. In der Geräteliste erscheint „Serial Battery (LLT/JBD)“, alles ist OK.

    Jetzt zu den konkreten Fragen:
    1. In der Remoteconsole muss jetzt unter „Systemsetup -> Batteriewächter“ der JBD eingetragen werden („Serial Battery (LLT/JBD)“, korrekt?
    2. In der Console: Geräteliste -> Serial Battery (LLT/JBD) -> Parameter habe ich aktuell die Standardeinstellungen:
    Ladespannungsbegrenzung 51,75V
    Ladestrombegrenzung 5A
    Entladestrombegrenzung 60A
    Interessieren diese Werte? Ich sehe hier eine Redundanz mit den Einstellungen in „VE Configure“ (z.B: Ladegerät -> Ladestrom).
    Unter ESS kann dann zusätzlich die Ladeleistung und max. Wechselrichterleistung begrenzt werden.
    Schliesslich in der App vom JBD-BMS kann der max. Ladestrom sowie die Max. und Min. Spannung eingestellt werden.
    Es sind also teilweise 3-4 Stellen, an denen in meinen Augen der gleiche Parameter bestimmt wird. Was gilt nun?

    1. In der Zwischenzeit selber etwas nachgeforscht.. Es klemmt wohl was in der utils.py.
      Geräteliste -> Serial Battery (LLT/JBD) -> Parameter ->
      Ladespannungsbegrenzung 51,75V <- dieser Wert geht, wieso auch immer, von 15 Zellen aus (15×3.45V)
      Ladestrombegrenzung 5A <- in der utils.py steht MAX_BATTERY_CURRENT = 50.0. Das wird nicht übernommen..
      Entladestrombegrenzung 60A <- das passt.

      Ich muss es mir morgen in Ruhe noch mal anschauen..

    2. Ja bekommst du sicher hin…

      Es ist eben so, dass man mehrere Grenzwerte definiert und die von dir angesprochene Redundanz ist explizit erwünscht. Wenn eine „Sicherung“ – warum auch immer – versagt, greift zur Not eben noch eine andere.

      Alle zu konfigurierenden Werte dürfen aber auch nicht identisch sein… Das BMS sollte dabei erst in letzter Instanz greifen, da es den Batteriepack komplett abkoppelt. Und dann ist erstmal Schicht im Schacht.

      Zu den Spannungsniveaus bzw. Einstellungen habe ich ja erst einen Blogpost veröffentlich. Evtl. kennst du diesen ja noch nicht: Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen

      Vielleicht hilft dir das ja schon ein Stück weiter…

      Viele Grüße
      Jörg

  30. Hallo Jörg,

    Danke für dein tolles Video. Ich habe jetzt noch ein Problem. Ich habe 2 x 16S1P-Akkupacks verbaut. Beide Packs werden von je einem JK-BMS überwacht. Die beiden BMS sind nicht mit meinem Raspi/VenusOS verbunden. Soweit ich weiß, geht das bei JK nur mit einem BMS. Der SOC kommt bei mir vom Victron Samrt-Shunt. In den Einstellungen des Smart-Shunt kann ich nur die Obere Ladespannung (100%) eingeben. Die untere kommt aus den Einstellungen des ESS-Assistenten. Da habe ich gemäß deinen Empfehlungen 44,8 V als untere Entladespannung für alle C-Werte eingestellt und als Sustain-Spannung 48 Volt.

    Jetzt ergibt sich bei mir folgendes Bild: Beim Entladen zieht der MP2 die Akkus mit voller Leistung bis 44,8 Volt leer. Dann stoppt die Entladung und der MP2 lädt die Packs wieder bis zur Sustain-Spannung von 48V auf. Das kann doch so nicht im Sinne des Erfinders sein. Ich vermute mal, dass bei dir das BMS da beim Entladen früher eingreift. Hast du eine Empfehlung für mich ? Soll ich die Entladespannung im ESS-Assistenten auf 48V (2C) anheben und für die kleinere C’s vielleicht sogar noch ein bisschen höher?

    1. Hi Markus,
      binde deine BMS per USB-Adapter an Venus-OS an. Dazu die Erweiterung „serial battery“ nutzen und zusätzlich das Tool „aggregate batteries“ (Links dazu im Blogpost Operation Hausspeicher – 100kWh mit neuem 18s-Batteriepackdesign).

      Damit werden alle erkannten BMS als ein zentrales BMS zusammengefasst und in den Settings von „aggregate batteries“ kannst du viele wichtige Dinge (Spannungen, Drosselung der Ladung/Entladung bei bestimmten Zuständen) definieren. Das halte ich insgesamt für für den sinnvollsten Ansatz, da das BMS einfach die vollumfänglichsten Infos bis runter zur Zellebene liefern kann…

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Das stimmt so nicht.
      Habe auch 16S an Smart shunt.Der MP2 entlädt bis zur eingestellten SoC Rate,unterbindet dann die Entladung und startet mit laden.Bei mir sind es genau 3% Hysterese!
      44,8V für alle C Werte halte ich auch für falsch.44,8V.
      48/47/46V habe ich eingestellt und fahre gut damit.Welchen Sinn macht eine Lastabhängige Abschaltung wenn der untere Abschalwert bei allen Belastungen 44,8V beträgt ?

    3. Bei mir läuft die primäre Regelungslogik eben über die Erweiterung „serial battery“ bzw. „aggregate batteries“ – also über die BMS-Informationen. Die Werte im Multiplus sind lediglich als zusätzliche Sicherung gedacht, die im Normalfall eh nicht greifen bzw. keinen weiteren Einfluss auf irgendwas haben.

      Wenn die gesamte Regelung hingegen über den Multiplus läuft, macht das sicherlich Sinn, wie du es erläutert hast. Was du genau mit „44,8V. 48/47/46V habe ich eingestellt und fahre gut damit.“ meinst, kann ich jedoch nicht nachvollziehen.

      Die lastabhängige Abschaltung mit mehreren Schwellwerten (insbesondere hohe C-Raten) macht bei Hausspeichern meiner Meinung eh nur bedingt Sinn. Die Konzeption sollte hier vorsehen, dass der Speicher ohnehin relativ groß dimensioniert ist und damit nicht allzu stark belastet wird – primär um die Lebensdauer zu erhöhen. Mehr als knapp 0,2C „fahre“ ich bspw. nie, um die Zellen zu schonen.

      Viele Grüße
      Jörg

  31. Die 44,8V war von mir falsch reingeschrieben.
    Ich habe als Abschaltwert bei der geringsten Last 48V hinterlegt und bei der höchsten Last 46V. 47V dann bei der mittleren Last.
    Als Sustain habe ich 50V eingestellt.
    Belaste meinen 16S 180Ah ca. 9,6 kwh Akku auch nur mit max.0,3C ! was dann ungefähr 13A Ac entspricht !

  32. Also ich bin mir nicht sicher, ob ich die Angaben richtig verstanden habe. Im ESS-Assistenten kann die Abschaltspannung für 0,005C – 0,25C – 0,7C – 2C eingestellt werden. Ich habe deine Angaben von geringster bis höchster Last jetzt wie folgt verstanden:

    0,005C => 48V
    0,25C => 47V
    0,7C => 47V
    2 C => 46 V

    Das bedeutet doch, dass ich mit einem sehr hohen Entladestrom tiefer entladen darf, als mit einem geringen Entladestrom. Wäre das nicht genau falsch herum, oder habe ich da einen Verständnisfehler. Dann leuchtet mit auch nicht ein, warum die Sustain-Spannung auf 50V eingestellt ist. Bedeutet das nicht, dass dann nach der tiefsten Entladung, wie bei mir, jedes mal mit Netzstrom wieder bis 50V aufgeladen wird?

    1. Die Spannung bricht doch unter hoher Last tiefer ein als ohne Last.
      Wenn ich mit 2C entlade was ja schon fast 20kw wären bricht die Spannung stärker ein als wenn ich mit 0,05C entlade was grademal 50W oder 1A wären.Entlade ich mit 0,05C bis auf 48V ist der Akku nahezu leer und sollte dann schleunigst wieder auf die Sustainspannung 50V gepusht werden.

  33. Nächste Frage, die die ganzen obigen Werte für mich vielleicht ad absurdum führt: Ich habe 2 x 16S mit EVE LF280K. Das heißt doch, dass 1C bei mir gleich 2×280=560 ist, richtig? Dann habe ich einen MP2/5000, der soweit ich weiß, einen maximalen Entladestrom von 70A hat. Dann ist doch der maximale C-Wert bei mir 70/560=0,125, richtig? Dann rechne ich nochmal weiter:
    560 x 0,005C = 2,8 A
    560 x 0,25 C = 140A
    560 x 0,7 C = 392 A
    560 x 2 C = 1120 A
    und das bedeutet doch, dass diese Grenzwerte für mein System sowieso Käse sind. Auf 0,7C oder 2C werde ich nie kommen. 98% der Zeit wird in der 2ten Stufe mit 2,8A-70A entladen und der Rest in der ersten Stufe mit 0A-2,8A.

    Bittet schaut euch meine Überlegungen genau an. Ich habe nur ein fundiertes Halbwissen und würde gerne wissen, ob ich das richtig erfasst habe.

  34. Mein letzter Kommentar kam viel zu spät. War zwischendurch draußen und als ich gepostet habe, war dein Kommentar ungelesen schon dazwischen. So langsam kapier ich’s. Dann geht es also darum die tiefsten Ladespannungen je nach Entladestrom so zu wählen, dass die Spannung bei Beendigung der Ladung, wenn die Spannung von alleine wieder steigt so zu wählen, das nach Möglichkeit die Sustain-Spannung erreicht wird, ohne überhaupt von außen nachladen zu müssen?

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