Operation Hausspeicher – Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt mit Nachdruck doch noch!

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Ein absolut essenzielles Thema, welches bei meinem DIY-Energiespeichersystem bisher noch offen war, betrifft die Anmeldung beim lokalen Netzbetreiber. In diesem Kontext bekomme ich mittlerweile t√§glich Leserfragen und m√∂chte deshalb meine Erfahrungen teilen, um als Art „Referenz“ herzuhalten und aufzuzeigen, auf welcher Diskussionsgrundlage die offizielle Anmeldung beim zweiten Anlauf mit etwas „Nachdruck“ trotz fehlender Batteriezertifikate doch noch geklappt hat.

In diesem Kontext hoffe ich etwas Klarheit ins Dunkle bringen und anderen DIY-Enthusiasten netzparalleler Energiespeichersysteme eine zentrale Hilfestellung geben zu k√∂nnen. Denn die ESS-Anlage nicht anzumelden und einfach „schwarz“ zu betreiben, wie es vermutlich bereits andere „Bastler“ praktizieren, ist meiner Ansicht nach sicherlich nicht zielf√ľhrend. Aus vielen Gr√ľnden…

WICHTIG! LESEN!

Falls ihr vor der Anmeldung eurer eigenen ESS-Anlage steht, nutzt gerne meine nachfolgend zusammengetragenen Erkenntnisse als „Futter“ gegen√ľber eurem Netzbetreiber, aber tut mir bitte bitte den Gefallen und kontaktiert die genannten „Referenzen“ auf keinen Fall pers√∂nlich – ich bekomme sonst echt √Ąrger mit meinen Kontakten und m√ľsste diese dann aus dem Blogpost streichen… Ich bekomme so schon mittlerweile t√§glich Anfragen per E-Mail, ob ich nicht bspw. mal meinen Elektriker vorbeischicken k√∂nnte, um eine DIY-Speicherl√∂sung abzunehmen. Mein Eli ist √ľber ein Jahr komplett ausgebucht und hat daf√ľr schlicht keine Zeit und insgesamt vermutlich auch Nerven. Mehr Infos bzgl. konkreter Hilfestellung in Sachen ESS dann am Ende des Blogpost…

Darum ist eine Anmeldung des ESS beim VNB so wichtig

Wie bereits im letzten Blogpost Operation Direktvermarktung ‚Äď Die eigene PV-Anlage als Goldesel? kurz angesprochen, ist der Verteilnetzbetreiber (VNB) schlussendlich daf√ľr verantwortlich, dass seine Infrastruktur ordnungsgem√§√ü funktioniert und muss deshalb auch dar√ľber Bescheid wissen, welche Anlagen an welchem Einspeisepunkt betrieben werden. Insbesondere nat√ľrlich Anlagen, die verh√§ltnism√§√üig viel Strom konsumieren, wie Lades√§ulen f√ľr E-Autos, die das Netz mal locker mit 11kW oder mehr „belasten“ k√∂nnen.

Deshalb m√ľssen bspw. alleine schon aus diesem Grund neue PV-Anlagen angemeldet werden, damit der Netzbetreiber pr√ľfen kann, ob gen√ľgend Netzkapazit√§ten daf√ľr vorhanden sind und ggf. Kapazit√§ten (Transformatoren, Stromleitungen, Verteiler, etc.) ausbauen kann.

Aber auch beim Hausspeicher, der sich – bis auf den Inselbetrieb – quasi immer im netzparallelen Betrieb und damit im „Hoheitsgebiet“ des Netzbetreibers befindet, muss durch den Anlagenbetreiber die Ber√ľcksichtigung entsprechender regulatorische Vorgaben nachgewiesen werden.

Denn nur so kann der Netzbetreiber sicherstellen, dass sein Stromnetz, auf das sich alle seine angeschlossenen Vertragspartner (u.A. auch private Stromkunden) verlassen, auch ordungsgem√§√ü funktioniert. Und das insbesondere auch in einem Fehlerfall, bspw. einem Netzausfall. Im Kontext des ESS-Speichers muss dann bspw. sichergestellt werden, dass der Batterieinverter alleine schon aus Sicherheitsgr√ľnden keinen Strom ins Verteilnetz r√ľckspeist. Im konkreten Fall der von mir eingesetzten Victron Multiplus Inverter wird die Netzstabilit√§t permanent gepr√ľft und sobald ein Ausfall in einem Bruchteil einer Sekunde erkannt wird (1/50s), k√ľmmern sich zwei in Reihe geschaltete Sch√ľtze um eine netzseitige Abkopplung.

Aber genug zu den technischen Grundlagen, jetzt geht es an die Anmeldung! Oder doch noch nicht?

E-Check durch einen eingetragenen Elektriker

Die offizielle Anmeldung beim Netzbetreiber muss in jedem Fall durch einen eingetragenen Elektriker erfolgen, was alleine schon aus Sicherheitsgr√ľnden gut so ist. Ich w√ľrde empfehlen schon von Beginn an einen Elektriker mit „ins Boot“ zu nehmen, um mit ihm vorab bspw. anhand eures angedachten Anlagenschemas abzusprechen, ob das aus seiner Sicht technisch in Ordnung ist. Denn am Ende sollte er die Anlage ja im besten Fall nicht nur pr√ľfen, sondern auch abnehmen. Mehr Infos zum E-Check auf www.elektrohandwerk.de.

Mein Anlagenschema sieht dabei bspw. so aus:

Einen „fremden“ Elektriker zu finden, der eine fertige DIY-Anlage ohne vorherige Absprache abnimmt, gestaltet sich vermutlich als recht schwierig – wenn auch nicht unm√∂glich. Aber verst√§ndlicherweise m√ľsste sich ein „normaler“ Elektriker erstmal mit allen technischen Details der Anlage auseinandersetzen, die regeltechnischen Zusammenh√§nge durchdenken und schlussendlich auch noch eine elektrotechnische Pr√ľfung durchf√ľhren. Verst√§ndlich, dass darauf nicht jeder Elektriker, der vermutlich ohnehin bereits zu 100% ausgebucht ist, darauf Bock hat – schon alleine weil er sich in die Thematik einarbeiten muss. Ich w√ľrde es in diesem Kontext als Fortbildung und „Investition in die Zukunft“ sehen, die meisten aber vermutlich leider erstmal nur als unbezahlten Aufwand.

Aber „Long Story Short“: K√ľmmert euch darum, dass ihr einen eingetragenen Elektriker findet, der euch auf dem Weg begleitet und der einen sogenannten E-Check durchf√ľhren kann. Dabei geht es dann insbesondere darum, dass alles ordnungsgem√§√ü verkabelt wurde und das Ausl√∂severhalten der Sicherungsma√ünahmen (LSS, RCD, etc.) korrekt funktioniert. Aber genug dazu an dieser Stelle, da das sonst den Rahmen sprengen w√ľrde.

Wichtig: Auch die DC-Seite pr√ľfen lassen!

Zum Abschluss jedoch noch ein wichtiger Hinweis in diesem Kontext: Relevant f√ľr die sp√§tere Anmeldung beim Netzbetreiber ist prim√§r, dass die 230V-Seite eurer ESS-Anlage, also auf Seiten des NS-Netzes „safe“ ist. Die 48V-DC-Seite – und darauf gehe ich sp√§ter nochmal genauer ein – ist am Ende „euer Bier“. So oder so w√ľrde ich jedoch dringend empfehlen, dass sich der Fachmann aka Elektriker auch diese Seite konzeptionell ansieht und praktisch √ľberpr√ľft – auch wenn dies mit Mehraufwand und einhergehend Kosten verbunden ist. Denn insbesondere auch diese Seite ist, wie bereits im ersten Blogpost zum diesem Thema (Operation Hausspeicher ‚Äď 28kWh f√ľr unter 7.000‚ā¨ – Kapitel „Ernstzunehmende Sicherheitshinweise ‚ÄĒ> LESEN!„) angesprochen, muss zu 100% „ordentlich“ gemacht werden, da aufgrund der geringen Spannung enorme Str√∂me flie√üen. Wer hier bspw. keinen Wert auf vern√ľnftige Kontaktierungen legt, wird nicht lange Spa√ü an der Anlage haben.

Anmeldung beim Netzbetreiber – die Erste

Soweit die Anlage also auf technischer Seite √ľberpr√ľft wurde, kann es an das Ausf√ľllen der Anmeldeformulare gehen, die der Netzbetreiber gew√∂hnlich online bereitstellt – bei mir sind das die Stadtwerke Schw√§bisch Hall und die ganzen Formulare werden hier (externer Link) bereitgestellt. Diese Formulare sollen – wie ich es verstanden habe – ab 2023 irgendwann mal „standardisiert“ sein und es auch eine Onlineplattform geben (m√ľssen), damit nicht jeder Netzbetreiber eigene individuelle Formulare verwendet. Ich habe jetzt mittlerweile schon einige unterschiedliche Dokumente gesehen und diese unterscheiden sich teilweise schon sehr stark darin, welche Detailangaben (Leistung, Speicherkapazit√§t) anzugeben sind.

Formular Anmeldung / Inbetriebsetzung

Ich hatte vorab einfach mal beim Netzbetreiber nachgefragt und da hiess es, dass ich vorab keine „Vorabanmeldung“ (vermutlich nicht der korrekte Begriff) einreichen muss, da es sich quasi nur um eine Erweiterung der bestehenden und bereits angemeldeten PV-Anlage handelt. Deshalb reichte in meinem Fall also die normale „Anmeldung / Inbetriebsetzung“ (pdf-Formular).

Zur besseren Veranschaulichung und da ich hier eine konkrete Hilfestellung geben m√∂chte, habe ich das oben verlinkte Formular einmal an den relevanten Stellen mit Beispielwerten gef√ľttert:

Formular Speicherschema

Im Formular ist vom sogenannten „Messkonzept“ die Rede. Das entsprechend korrekt angehakte „Speicherschema“ pdf-Formular (externe Link) muss der Anmeldung beigelegt werden:

Formular Nachweis √ľber Eigenverbrauch

Im Speicherschema ist die Rede davon, dass ein zus√§tzlicher „Z√§hler f√ľr Erzeugung mit R√ľcklaufsperre“ notwendig ist. Wie ich es verstanden habe, ist dies aber nur dann relevant, solange der Eigenverbrauch gr√∂√üer 30MWh/Jahr ist, da hier zumindest noch im Jahr 2022 EEG-Umlagen darauf entrichtet werden m√ľssen. Deshalb habe ich nochmal das bereits zur damaligen PV-Anlagenerweiterung √ľbermittelte Formular „Nachweis √ľber Eigenverbrauch“ (pdf-Formular – externer Link) erneut mitgesendet, mit dem man best√§tigt, dass man unterhalb dieses Wertes bleibt – was aber ohnehin bei einer PV-Anlage kleiner 30kWp aufgrund der √ľberschauberen Erzeugung eigentlich nicht zur Debatte stehen d√ľrfte.

Ich denke, dass es beim Formular keine gro√üen Interpretationsspielr√§ume geben sollte – deshalb nachfolgend nur das „blanke“ Formular, welches jedoch ab 2023 ohnehin gegenstandslos sein sollte:

√úbersichtsschaltplan

Ich glaube es wurde zwar nicht explizit danach gefragt, aber ich dachte es ist vermutlich sinnvoll den mit meinem Elektriker abgestimmten √úbersichtsschaltplan mit zu √ľbermitteln, der alleine schon aus Dokumentationszwecken f√ľr mich essentiell wichtig ist. Bei der gesendeten „Version“ des Plans habe ich jedoch die konkreten Produktbezeichnungen (insb. bei den Hager-LSS/RCD) weggelassen. Aber hier mal der Vollst√§ndigkeit halber mit allen Infos:

ESS-Anlagen-Zertifikate

Die „paar Formulare“ waren jetzt aber erst die halbe Miete bzw. im Grunde nur „Vorgepl√§nkel“. Denn spannend wird es jetzt insbesondere bei den Zertifikaten der ESS-Anlage. Ohne etwas vorweg nehmen zu wollen, hier erstmal die Formulare, die ich eingereicht habe und die in jedem Fall zwingend sind.

Victron Einheitenzertifikat

Mit diesem Zertifikat (externer pdf-Link) wird best√§tigt, dass gewisse Multiplus-Inverter von Victron (3000er und 5000er) nach VDE-AR-N 4105:2018-11 (externer Link) im deutschen Niederspannungsnetz betrieben werden d√ľrfen. Also einfach herunterladen und der Anmeldung beif√ľgen.

Victron Einheitenzertifikat

externer Link

Ich hoffe mal, dass Victron dieses Zertifikat auch endlich mal auf die gr√∂√üeren und konzeptionell identisch aufgebauten Multiplus 8000/10000/15000 erweitert, da ich bald auch ein Upgrade vorhabe. Die gr√∂√üeren „Quattro“-Br√ľder scheinen diese Zertifikate anscheinend schon zu haben…

Victron Zertifikat NA-Schutz

Ein weiteres benötigtes Zertifikat betrifft den NA-Schutz. Da dieses auch einfach hier (externer pdf-Link) zum Download bereitgestellt wird und damit einfach eingereicht werden kann, vertiefe ich dieses Thema an dieser Stelle nicht weiter.

Victron Zertifikat NA-Schutz

externer Link

Spannend ist in diesem Kontext nur das laute „Klackern“ der Relais der Multiplus, was viele kennen m√ľssten, aber evtl. nicht genau wissen, warum die Teile so einen L√§rm machen. Denn hierbei handelt es sich um eine Art Schaltkaskade mit jeweils zwei in Reihe geschaltete Trennrelais (normally open) pro Mulitplus, die daf√ľr zust√§ndig sind das externe Stromnetz im „Fehler“-Fall automatisch abzukoppeln, damit die Verbraucher im Inselbetrieb weiterversorgt werden k√∂nnen. Im Fall der Victron-Inverter sogar verz√∂gerungsfrei in nur 20ms -> gro√ües Kino!

Victron Herstellererklärung

Keine Ahnung, ob man diesen Konformit√§tsnachweis auch beibringen muss, ich habe es einfach mal getan, da es ja nicht wehtut und vermutlich auch im Kontext der sp√§ter erl√§uterten „Anmeldeprobleme“ relevant sein k√∂nnte. -> Herstellererkl√§rung (externer pdf-Link) bzgl. „Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsetz“ (FNN).

Victron Herstellererklärung

externer Link

Victron Datenblatt Multiplus

Relevant war jedenfalls auch der Nachweis der Inverter-Leistungswerte, weshalb das Datenblatt der Multiplus (externer pdf-Link) notwendigerweise √ľbermittelt werden musste.

Victron Datenblatt Multiplus

externer Link

EVE LiFePo4 Speicherzellen

Naiv, wie ich zu diesem Zeitpunkt noch war, dachte ich, dass ich „einfach“ noch ein paar Informationen zu den verwendeten Batteriezellen und BMS mitsende – Details dazu im Blogpost Operation Hausspeicher ‚Äď Batteriepack best√ľcken -, da ich diese ja auch im √úbersichtsschaltplan erw√§hnt hatte. Auch wenn sich dieser DC-seitige Anlagenteil (aus Netzseite betrachtet) hinter den zertifizierten Multiplus-Invertern befindet und damit ausserhalb des Zust√§ndigkeitsbereichs des Netzbetreibers. Konkret also das Datenblatt aka Product Specification EVE LF280N (235 Downloads) der Batteriezellen und „Product Confirmation“ der JiaBaida BMS JiaBaiDa LiFePo4 200a 8-20s (2282 Downloads) .

Anmeldeversuch – Die Erste

Vollgestopft mit allen oben angegebenen Formularen, Zertifikaten, Datenbl√§ttern und sonstigen Referenzen habe ich dann eine E-Mail an meinen Netzbetreiber gesendet. Dabei hatte ich mit meinem Elektriker abgemacht, dass ich mich komplett und diesen „Anmeldekram“ k√ľmmere, was im Nachhinein betrachtet wohl auch nicht anders gegangen w√§re…

Guten Tag Herr xxx,

wie vor einigen Wochen bereits kurz telefonisch abgesprochen, sende ich Ihnen heute die Fertigmeldung meines nachger√ľsteten Hausspeichers als Erweiterung meiner bereits vorletztes Jahr in Betrieb genommenen PV-Anlage.

Sofern Sie noch weitere Informationen benötigen, kontaktieren Sie mich bitte am besten telefonisch unter der Nummer xxx.

Viele Gr√ľ√üe..

Kurze Zeit sp√§ter erhielt ich dann bereits tats√§chlich einen R√ľckruf im Kontext, dass einige Formulare fehlen (oben im Blogpost bereits korrekt gepflegt), insbesondere jedoch das notwendige Batteriezertifikat aka „Passierschein A38“ fehlt.

Urgs… An dieser ist mein sch√∂n aufgebautes Kartenhaus erstmal komplett eingest√ľrzt, da ich bis auf obige l√§ppische asiatische Produktdatenbl√§tter nat√ľrlich adhoc nichts VDE-konformes bzgl. der EVE-Batteriezellen liefern konnte, was bei normalen kommerziellen Fertigl√∂sungen ala E3DC, Senec und Co. sonst √ľblich ist. Wir sind dann so verblieben, dass ich mich auf Recherche begebe und mich wieder zur√ľckmelde, sobald ich zu einer Erkenntnis gekommen bin.

Anmeldeversuch – Die Zweite

Jetzt war klar, dass ich um eine stichhaltige Argumentation nicht mehr herumkomme, weshalb gerade ich mit meiner popeligen DIY-Speicherl√∂sung dennoch am Netzbetrieb teilnehmen und das ESS insgesamt auch ohne separate Batteriezertifikate „regelkonform“ betrieben werden kann/darf.

In diesem Kontext erstmal tausend Dank an alle, die mich inhaltlich und formuliertechnisch bei nachfolgender „Darlegung“ supportet haben (Jens, Ralf, Simon, Stefan, Matthias, nochmal Stefan und meine bessere H√§lfte, die am Ende noch einige Punkte sprachlich „entsch√§rft“ hat). Ohne euch h√§tte ich das nicht so gut hinbekommen!

Guten Tag Herr xxx,

wie besprochen, sende ich Ihnen im Anhang das noch fehlende Datenblatt der Victron Batterie-Inverter sowie das Zertifikat zum NA-Schutz nach VDE-AR-N 4105. Weiterhin die „Herstellererkl√§rung“ von Victron Energy B.V. zwecks „Konformit√§tsnachweises entsprechend FNN Dokument zum ‚Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz“. Das Einheitenzertifikat nach VDE-AR-N 4105 hatte ich ja bereits gesendet. Frau xxx hat in ihrer E-Mail angemerkt, dass die technischen Datenbl√§tter des Speichers fehlen. Diese hatte ich bereits zugeschickt: „EVE Energy Co., Ltd Product Specification“. Ich denke, damit alle notwendigen Dokumente mitgeteilt zu haben bzgl. installierter Hardware – auf den Batteriespeicher gehe ich weiter unten nochmal detailliert ein. Sofern zus√§tzlich noch etwas fehlt, bitte ich um kurze R√ľckmeldung.

Das weiterhin noch fehlende „Speicherschema“ befindet sich ebenso im Anhang. Da bereits in 2021 im Rahmen der Anlagenerweiterung auf 24,63 kWp kein zus√§tzlicher Erzeugungsz√§hler ben√∂tigt wurde, gehe ich davon aus, dass der jetzt nachger√ľstete Batteriespeicher nichts an dieser Situation √§ndert. Den „Nachweis f√ľr Eigenverbrauch“, den ich in diesem Zusammenhang bereits vergangenes Jahr zur damaligen Anlagenerweiterung √ľbermittelt hatte, sende ich der Vollst√§ndigkeit halber nochmal zu. Daran √§ndert sich durch die jetzt durchgef√ľhrte Erweiterung durch den Batteriespeicher ja nichts, da die PV-Anlage weiterhin weniger als 30MWh/a erzeugen kann und damit auch der Eigenverbrauch technisch zwangsl√§ufig unter dieser abrechnungsrelevanten Schwelle bleibt.

Ich habe in der Zwischenzeit versucht Zertifikate bzw. Konformit√§tserkl√§rungen f√ľr die verbaute LiFePo4-Batterie zu bekommen, was aber nicht so einfach ist.

Ich konnte bisher Quellen (Screnshots bzw. pdf-Dokumente anbei) ausfindig gemacht, die zeigen, dass Victron Anlagen mit LiFePo4-Batterien grunds√§tzlich „kompatibel“ sind. Ich stelle mir dabei insgesamt die Frage, warum man dies in diesem Kontext √ľberhaupt belegen muss, da es hier prim√§r auf die technischen Eigenschaften der Zellen ankommt, welche bereits durch das eingereichte Dokument „EVE Energy Co., Ltd Product Specification“ ausreichend dargelegt werden. Oder sehe ich hier was falsch?

Quelle 1:

https://www.victronenergy.com/media/pg/MultiPlus_2kVA_230V/de/configuration.html

Quelle 2:
https://www.victronenergy.com/upload/documents/MultiPlus-II_230V/MultiPlus-II___Quattro-II_120V-230V-de.pdf?_ga=2.38642794.836198462.1662366709-481538233.1661765347

Quelle 3:
Herstellererklärung-ESS-120919
https://www.victronenergy.de/upload/documents/Herstellererklärung-ESS-120919.pdf

Quelle 4:
Declaration of Conformity UN38.3
https://www.victronenergy.de/upload/documents/UN-38.3-Transportation-Certificate-12.8V-60Ah-battery-Smart-121219.pdf

Als weiteren Gesichtspunkt m√∂chte ich noch mit einbringen, dass die von mir eingesetzte LiFePo4-Batterien von „EVE Energy“ prim√§r in der Automobilindustrie Verwendung finden und hier enorme regulatorische Anforderungen erf√ľllen m√ľssen. Selbst BMW kauft diese Batterien von „EVE Energy“ bereits f√ľr seine neuen E-Fahrzeuge:
-https://www.heise.de/news/Elektroauto-Liefervertrag-zwischen-EVE-Energy-und-BMW-ueber-Zellen-unterzeichnet-7222843.html
-https://fundscene.com/bmw-kauft-zylindrische-batterien-auch-von-eve/

Mir ist klar, dass f√ľr den Netzbetreiber auf AC-Seite (Niederspannungsnetz) der Batterie-Wechselrichter netzkonform arbeiten muss und alle regulatorischen Anforderungen erf√ľllen muss, was er laut den √ľbermittelten Victron-Zertifikaten auch tut. Das ist unstrittig und da stimme ich 100% zu.

Gleichwohl stelle ich mir die Frage, aus welchen Gr√ľnden es f√ľr den Netzbetreiber relevant ist, welche Batteriezellen auf der DC-Seite und damit hinter den zertifizierten Batterie-Invertern arbeiten. Solange diese die technischen Voraussetzungen des Herstellers erf√ľllen und dies durch einen eingetragenen Elektriker gepr√ľft und in der Anlagenanmeldung best√§tigt wurde, scheint mir das f√ľr den Netzbetreiber nicht relevant zu sein.

Technisch gesehen sind die Batterien galvanisch getrennt √ľber die Multiplus Batterie-Inverter und nehmen damit nicht an der AC-Seite (am NS-Netz) teil. Das Hoheitsgebiet des Netzbetreibers, in das nicht eingegriffen wird, d√ľrfte sich lediglich auf das NS-Netz beziehen und endet damit am Eingang des Batteriewechselrichters.

D.h. nach meinem Verständnis befindet sich der Gleichspannungsteil nicht im Hoheitsgebiet des Netzbetreibers, sondern des Anlagenbetreibers.

Von meinem Kontakt xxx (Teamleiter EEG- und KWK-Anlagen) von der xxx GmbH ist mir bekannt, dass „Do-It-Yourself“ Speicherl√∂sungen zul√§ssig sind und nach individueller Pr√ľfung entsprechend angemeldet werden konnten. Dies unter der Voraussetzung, dass die netzparallel installierte Speicherl√∂sung von einem eingetragenen Elektriker technisch gepr√ľfte und AC-seitig konform betrieben wird. Hierbei werden von der xxx GmbH konzeptionell identische L√∂sungen ohne ausgewiesene Batteriezertifikate akzeptiert. Sofern Sie den Kontakt herstellen m√∂chten, kann ich Ihnen gerne dessen Telefonnummer mitteilen.

Wenn es hilft, k√∂nnte ich zus√§tzlich auch eine weitere Referenz herstellen zu einem Bekannten, der seine nahezu baugleiche ESS-Anlage mit LiFePo4-Batterien √ľber seinen eingetragenen Elektriker gerade beim bayerischen Netzbetreiber „n-ergie N√ľrnberg“ anmeldet.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Sachlage nochmals verifizieren können, um die Anlage zeitnah anzumelden.

Zudem bitte ich um R√ľckmeldung zum weiteren Vorgehen, gerne auch telefonisch.

Viele Gr√ľ√üe…

Update: Ich habe die Referenzen jetzt doch nicht – wie anfangs √ľberlegt – namentlich genannt, da die Telefone sonst sicher nicht mehr still stehen d√ľrften. Evtl. ist das auch √ľbertrieben, aber da m√∂chte ich lieber erstmal abwarten, was so passiert. Evtl. entferne ich die „Schw√§rzung“ auch wieder…

Die Antwort des Netzbetreibers

Vorab noch als Info: Einige inhaltliche Punkte im Schreiben sind diskussionsw√ľrdig, das ist mir v√∂llig klar. Ich dachte jedoch, dass ich mit diesem „Aufschlag“ erstmal eine brauchbare Grundlage f√ľr eine weitere Diskussion schaffen kann, ohne gleich eine (zweite) Doktorarbeit zu schreiben…

Naja, jedenfalls kam einen Tag später bereits die Antwort:

Hallo Herr Hofmann,

danke f√ľr die fehlenden Dokumente, wir haben alles in unserem System aufgenommen.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen…

Ich dachte mir in dem Moment dann nur so: „WTF!?“ :DDD #likeaboss

…und habe dann sicherheitshalber doch nochmal nachgehakt, ob damit alles passt und ich ggf. noch eine schriftliche Best√§tigung per Post erhalte. Antwort war -> alles passt, kein Schreiben per Post.

Ist jede DIY-Lösung anmeldefähig?

Mit absoluter Sicherheit: NEIN! <rant on> Welche abenteuerlichen L√∂sungen ich alleine die letzten Wochen auf YouTube mitansehen durfte/musste – da wird einem echt schlecht. Sowas sollte NIEMALS netzparallel oder geschweige denn nur im Inselbetrieb angeschlossen werden (d√ľrfen). Wer da als Zuseher technisch nicht so tief dringesteckt, verteufelt DIY-Anlagen aufgrund solcher „Vorlagen“ vielleicht erstmal grunds√§tzlich und h√§lt das alles generell f√ľr „unsicher. <rant off>

Aber: Mein Beispiel zeigt glaube ich ganz gut, dass man mit den Leuten „nur“ sprechen muss – wie so oft im Leben. Im Rahmen einer Individualpr√ľfung ist es also durchaus m√∂glich auch eine DIY-Speicherl√∂sung unter bestimmten Voraussetzungen und Beachtung geltender Bestimmungen offiziell beim Netzbetreiber angemeldet zu bekommen.

Next Steps und Tech-Talk

Puh, Thema „Netzanmeldung“ erledigt. Als n√§chstes geht es dann an die Anmeldung bei der Hausratversicherung.

Dazu gibt es am 05.10.2022 ab 20:00 Uhr auch einen „Live Techtalk“ auf YouTube zusammen mit dem Victron-Experten Jens von „Meine Energiewende“ und Ralf – meinem EEG-Profi, der als Moderator einspringt. Mehr Infos dazu auf dem Channel von „Meine Energiewende“ (YouTube-Link).

Individuelle Hilfestellung gew√ľnscht?

Und noch ganz zum Schluss, da vermehrt Fragen in die Richtung gestellt werden:

Sofern ihr generell Hilfestellung zum Thema Victron-ESS sucht, könnt ihr euch direkt an mich wenden Рich supporte im Rahmen meiner IT-Dienstleistungen hierbei gerne.

Ich habe bereits mehrere Anlagen in diesem Kontext beratend begleitet und bspw. auch das Konzept im Rahmen eines √úbersichtsschaltplans (wie oben gezeigt) erstellt, welches dann nat√ľrlich sp√§ter bei der Realisierung von einem eingetragenen Elektriker gepr√ľft, abgesegnet, umgesetzt und final abgenommen werden muss. Aber ein passend erarbeitetes und durchdachtes Anlagenkonzept hilft hier meist im Vorfeld bereits enorm…

Eure Erfahrungswerte zur Anmeldung

Vielleicht hat ja auch bereits ein anderer Leser seine Victron-ESS-Anlage mit DIY-Speicher erfolgreich bei seinem Netzbetreiber angemeldet bekommen und ich bin aktuell nicht der Einzige/Erste – denn sonst w√§ren wir fast sofort wieder beim Gliederungspunkt „Darum ist eine Anmeldung des ESS beim VNB so wichtig„.

Ich freue mich jedenfalls auf eine rege Diskussion zu diesem insgesamt doch recht komplexen und vermutlich diskussionsbed√ľrftigen Thema. Insbesondere nat√ľrlich auch auf den Austausch mit Lesern, die kurz vor bzw. w√§hrend der Anmeldung stecken.

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

21 Gedanken zu „Operation Hausspeicher – Netzanmeldung scheitert erstmal und klappt mit Nachdruck doch noch!“

  1. Hallo Jörg,
    super Artikel! Ich bin gerade auch beim Anmelden und habe Vorab-Gespr√§che mit dem VNB gef√ľhrt; Dort war auch die Rede von VDE-AR-E 2510/2; In der Fussnote des Anmeldeformulars ist hierf√ľr folgendes hinterlegt:

    ####
    Wenn der Speicher im Inselbetrieb betrieben wird, sind die Vorgaben der VDE-AE-E 2510-2 einzuhalten. Unter anderem wird in der VDE-AR-E während des Inselbetriebs eine allpolige Trennung vom öffentlichen Netz gefordert. Bitte zeichnen Sie im Übersichtsschaltplan die allpolige Trennung mit ein
    ####

    Nun ist die VDE-AE-E 2510-2 jedoch weitreichender („…sollen die Sicherheit des Speichers w√§hrend seines kompletten Lebenszyklus gew√§hrleisten…“) als nur die allpolige Trennung. Frage: War das bei dir auch ein Thema?

    Gr√ľ√üe
    Holger

    1. Hi Holger,
      um die allpolige Trennung k√ľmmert sich ja der Multiplus selbstst√§ndig – hat ja ein eigenes Zertifikat daf√ľr.

      F√ľr die Sicherheit des Speichers ist – w√ľrde ich mal sagen – das BMS und die Schmelzsicherung zust√§ndig. Dieses spezielle Sicherheitsthema bzgl. Batterie war in meinem Fall aber kein Thema. Es wurde akzeptiert, dass es meim „Bier“ ist, da √ľber die zertifizierten Multiplus „abgetrennt“ und damit netzseitig unkritisch. Es gibt ja auch andere „Fertigbatteriel√∂sungen“, wie bspw. Pylontech, die viele beim ESS nutzen. W√§re mal interessant, ob es hier entsprechende Zertifikate o.√Ą. gibt…

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  2. Hallo Jörg,
    wieder mal ein super Beitrag, danke! Insbesondere die Auflistung der benötigten Dokumente.
    Und den Satz: „Mein Beispiel zeigt glaube ich ganz gut, dass man mit den Leuten ‚Äěnur‚Äú sprechen muss ‚Äď wie so oft im Leben.“ unterschreibe ich mit Nachdruck.

    Eine Frage zu dem √úbersichtsplan, bitte:
    Im Falle eines Stromausfalls erzeugt der Victron ein Inselnetz und der NA-Schutz trennt.
    Damit nun das Haus versorgt wird muss der HIM408 manuell umgeschaltet werden. Soweit klar.

    In dem Moment ist der SolarEdge-WR nicht mehr mit der Anlage verbunden und es wird im Ersatzstromfall keine Leistung mehr aus der PV bezogen.
    Oder gibt es noch einen weiteren PV-Eingang auf der 48 V-Seite, der nicht dargestellt ist und der von anderen Panels (umsteckbar/umschaltbar?) gespeist wird und somit auch im Ersatzstromfall der Akku geladen wird?
    Ist mein Verständnis soweit korrekt?
    Wenn ja, ist es gewollt, dass die PV im Ersatzstromfall getrennt ist und warum?
    Wenn nein, wo liegt mein Denkfehler?

    Danke und Gr√ľ√üe,
    Thomas

    1. Hi Thomas,
      komplett richtig. Derzeitig ist der AC-seitig angeschlossene PV-Wechselrichter lediglich „netzparallel“ installiert. Beim Blackout-Fall bleibt dieser schlicht aus, da ihm die Netzfrequenz etc. fehlt. Mein Plan ist es den PV-Wechselrichter mit an die AC-Out-1 der Multiplus zu klemmen, damit man in einem solchen Fall auch noch die PV-Leistung nutzen kann. Hier ist aber – wie schon oft erw√§hnt – die „1:1 Factor Rule“ (Victron-Link) wichtig. Mein PV-Wechselrichter ballert in der Spitze bis zu 30kW raus. Das m√ľssen die Multiplus – wenn auch nur kurzfristig – verarbeiten k√∂nnen, wenn die Grid wegf√§llt. Drei der MP5000 schaffen eben nur max. 15kW und keine 30kW. Deshalb m√ľsste ich drei weitere MP5000 nachr√ľsten (parallel schalten zu den bestehenden drei) oder aber auf drei MP10000 upgraden, die jedoch zumindest aktuell noch keine Zertifizierung f√ľr Deutschland haben.

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. Hallo Jörg,

      genau das ist derzeit auch mein Thema, da ich PV-seitig einen vergleichbaren Aufbau (19,8kWp an einem SE17K) habe und die MultiPlusse daher ‚Äězu klein‚Äú f√ľr die Faktor 1 Regel w√§ren. Und 6 St√ľck sind Overkill. 3 schon eigentlich ;-).

      Wäre es aus deiner Sicht möglich, das zu umgehen, in dem der Inverter grundsätzlich netzparallel läuft, im (länger andauernden) Blackout-Fall aber manuell mittels Lastumschalter auf AC-Out-1 umgeschaltet wird ?

      In dem Fall w√ľrde der WR ja im vom MP erzeugten Inselnetz hochfahren und, sollte zu dem Zeitpunkt die Sonne massiv scheinen, k√∂nnte von diesem via Netzfrequenzanpassung reguliert werden, ohne dass es einen spontanen Peak g√§be. Wenn der Strom aus dem Netz wieder da ist, wird zur√ľckgeschaltet auf netzparallel.

      Risiko w√§re aus meiner Sicht nur, dass man das zur√ľckschalten ‚Äěvergisst‚Äú und der WR bis zum n√§chsten Stromausfall weiter auf AC-Out-1 l√§uft mit den bekannten Auslegungs-Risiken.

      Ich hab mir da bzgl. m√∂glicher Komponenten noch keine genauen Gedanken gemacht, auch nicht bzgl. m√∂glicher Automatisierung/Absicherung dieser Umschaltung, aber so rein logisch m√ľsste das doch passen, oder ?

      Gruß Siebo

    3. Hi Siebo,
      mit dem Gedanken der Umschaltung habe ich auch bereits des √Ėfteren gespielt. Rein logisch sollte das so schon funktionieren, wie du es vorhast. Evtl. k√∂nnte man im „Inselfall“ auch einfach noch einen PV-String „kappen“, damit man sicher nicht √ľber die Grenze kommt. Einen passenden „Schalter“, der die hohen Stringspannungen mitmacht, habe ich jedoch noch nicht wirklich gefunden.

      Insgesamt k√∂nnte man jedenfalls eine Umschaltung des AC-seitigen PV-Inverters zwischen „netzparallel“ und „AC-Out-1“ √ľber einen Hager HIM 408 (Affiliate-Link) realisieren. Dann eben h√§ndisch. Ein „automatischer“ Umschalter in dieser Gr√∂√üenklasse kostet knapp 1k Euro…

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

      PS: Da sich bei mir vermutlich die Gelegenheit ergibt recht „g√ľnstig“ auf die 10000er MP aufzur√ľsten, werde ich pers√∂nlich eher diesen Weg einschlagen und eben hoffen, dass Victron daf√ľr auch endlich mal die notwendigen Zertifikate an den Start f√§hrt. Damit das alles dann zusammenspielt, muss ich die Batteriekapazit√§t nochmal erh√∂hen, aber das hatte ich ohnehin vor. Wird irgendwann ein Ultra-Monster-Setup – so hatte ich mir das ganz am Anfang eigentlich nicht vorgestellt… :DDD

    4. Also ganz ehrlich, der Quatsch der inzwischen bei Amazon steht wenn man irgendwas Technisches kauft ist nicht mehr auszuhalten. Deren Pseudo-KI schustert sowas von Bl√∂dsinn zusammen ‚Ķ 24V? Bipolartransistor? 1-Weg-Schalter? Ich w√ľrde ja lachen, wenn es nicht so schrecklich w√§re.

      Affiliate-Links in allen Ehren und ich gönne Jörg auch die Einnahmen, aber: kauft euren Elektrokram bitte im Fachversand.

    5. @Matthias: Hahaha, das ist echt lustig. Aber du liest ernsthaft die „Produktinformationen“ bei Amazonien? Brauchst nur Schuhe bestellen – manchmal stimmen nichtmal da die Eigenschaften – inkl. der Gr√∂√üe… :DDD

    6. Es hat schon seinen Grund, dass ich wenn irgend m√∂glich nicht bei Amazon bestelle. Die „richtigen“ Shops geben sich M√ľhe mit Produktbeschreibungen und so, damit der Kunde das Teil findet das er braucht ‚Ķ nur um es dann bei Amazon f√ľr 5% billiger zu bestellen und den Shopbetreiber auf seinen Kosten sitzen zu lassen.

      Das ist nicht nachhaltig.

    1. Habe f√ľr Mac OS noch keine vern√ľnftige Software gefunden, deshalb habe ich einfach Keynote (Apple-Pendant zu Powerpoint) genutzt und die Grafiken eben „h√§ndisch“ gebaut…

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  3. Hallo Jörg,
    √ľber Jens bin ich nun auch bei dir gelandet. Ich stecke mitten in der Planung meines ESS-Systemes. Erste Komponenten sind auch schon bestellt. Aktuell macht mir die Anmeldung die meisten Kopfschmerzen. Die Victrontechnik glaube ich verstanden zu haben.
    Da ich in meinem System auf die 8000der gehen muss, habe ich nicht die Zertifikate, die du beschreibst. Aktuell plane ich das NA-Schutzrelay von Ziehl (UFR1001E) einzusetzen und wie im Kapitel 8.6 des Handbuches beschrieben die internen Eingangsrelays der Multiplusse im Fehlerfalle auszul√∂sen. Weiss aber nicht ob das so Zulassungsf√§hig ist. Hast du da Informationen f√ľr mich?
    Sch√∂ne Gr√ľ√üe
    Hermann

  4. Habe mein ESS auch selbst angemeldet, Elektriker Unterschrift etc lag vor.
    2 Victron PDFs. Spezifikation FNN Hinweis 2020 , Batteriehersteller : „MeinNachname LifePO4“ und dann kam vom VNB: Bitte schicken Sie uns noch die Registrierungsbestaetigung vom Marktstammdatenregister – dann fuegen wir Ihr ESS zum Vertrag hinzu.
    Der groesste Dank geht an meinen Elektriker.

    1. Wo findet man so einen Elektriker, der sich das ganze antut? Machen das die ganz normalen Elektriker betriebe?
      Und was kostet so eine Anmeldung beim Elektriker?

    2. Hi Hindafinga,

      Gl√ľckwunsch und danke f√ľr dein Feedback! So einfach kann es gehen – wenn der Netzbetreiber mitspielt… Vielleicht magst du ja noch die Info mitteilen, bei welchem VNB du angemeldet hast.

      @Skillerpro:
      Einen passenden Elektriker zu finden, der so ein Projekt begleitet, ist vermutlich das Schwierigste am ganzen Projekt. Sofern Elektriker hier mitlesen und ihre Dienst anbieten möchten, kann ich gerne auch nach und nach eine Liste zusammenstellen und veröffentlichen Рvielleicht nach Region gegliedert.

      Kosten lassen sich sicherlich nicht pauschalisieren. Kommt auf die Anzahl der Komponenten an (ein- vs. dreiphasiges Setup, Anzahl der Batterien, etc.) und dar√ľber hinaus auch auf die bestehende Infrastruktur. Muss der Schaltschrank bspw. angepasst/erweitert werden und/oder neue Kabel/Sicherungen installiert und √ľberpr√ľft werden etc.

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  5. Hallo Jörg!

    Klasse was Ihr da macht. Bin √ľber den Film auf youtube ‚ÄěMeintechblog.de live im Talk‚Äú auf Euch gestossen. Eine PV Anlage ist schon lange geplant, der Film war jetzt der Anstoss es auch zu versuchen.

    Mein erstes Problem war den geeigneten Elektriker mit den erforderlichen Konzessionen zu finden. Ich bin f√ľndig geworden und hatte auch das erste nette Gespr√§ch. Leider kennt er wohl nur die klassischen PV Wechselrichter die sich abschalten wenn das Licht ausgeht :-(
    Es ist ihm wohl noch nicht klar, dass Victron ein eigenes Netz hinter dem eigentlichen Netz aufbaut. Es findet eine galvanische Trennung von Eingang und Ausgang statt. Dieser Umstand ist hier Victron typisch und muss erst kommuniziert werden. Ich weiss nicht ob sich hier alle Leser √ľber diese Besonderheit im Klaren sind.

    Ich bin gelernter Energieanlagenelektroniker, allerdings ohne Berufserfahrung. Ich bin dann schlussendlich nach der Ausbildung in die IT gegangen.

    Darf ich dich kurz was zu deiner Anlage fragen, dies ist wohl essentiell damit ich mit ‚Äěmeinem‚Äú Elektroinstallateur die Zulassung auf den Weg bringen kann:

    Wo in deinem Hauptanschlusskasten hast du deine Victrons angeschlossen? Hinter den Vorsicherungen, hinter dem FI oder direkt hinter dem Z√§hler, mit entsprechenden Sicherungen nat√ľrlich? Wie geht es dann bei dir weiter? Die Ausg√§nge der Victrons haben jeweils einen FI bekommen und dann hast du die Ausg√§nge in deine Hauptverteilung zur√ľckgelegt?

    Daf√ľr ist ja eine Unterbrechung in deinem Hauptverteilerkasten notwendig. Oder laufen die parallel?

    Gibt es da einen genauen Schaltplan, ich meine nicht den schematischen Plan den du zur Abnahme eingereicht hast, ich meine einen detaillierten Anlagenplan?

    Vielleicht hast du dir auch einen komplett neuen Verteilerschrank gebaut? Ich muss allerdings meinen Verteilerkasten direkt verwenden und mit auskommen was da ist.

    Freue mich schon auf deine Antworten!
    Viele Gr√ľ√üe
    Marc

    1. Hi Marc,
      im Blogpost wird ein √úbersichtsschaltplan gezeigt, da solltest du eigentlich automatisch „dr√ľberstolpern“ beim Lesen des Artikels – hier siehst du exakt, wie was angeschlossen ist – inkl. Sicherungen. Einzig die „netzseitige“ dreiphasige 63A-Sicherung ist dort nicht vermerkt, was ich gerade sehe. Diese ist quasi direkt nach dem „HAK“ und vor dem „Kombiableiter“ verbaut…

      Bei mir laufen „alle F√§den“ im Verteilerschrank zusammen, denn dort habe ich genug Platz. Habe beim Hausbau vor einigen Jahren extra den gr√∂√üten Hagerschrank mit knapp 2×1,4m verbaut. :D

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

  6. Danke J√∂rg f√ľr die schnelle Antwort!

    Deinen √úbersichtsplan habe ich nat√ľrlich gesehen. Der ist leider nur schematisch.

    Auf folgenden Punkt hat mein Elektroinstallateur hingewiesen:
    F√ľr die Leitungsschutzschalter (LS) gelten andere Bedingungen, da der Kurzschlussstrom hinter dem Victron
    geringer ist. Also kann man keine Standard LS verbauen, bzw. die alten m√ľssen ausgetauscht werden.
    Kannst du das bestätigen?

    Weisst du ob man auch einen Victron Quattro II anschließen darf wenn ein separater NA-Schutz davor geschaltet ist, z.B. eine Victron Anti-Islanding Box? Dem Quattro II fehlt ja die Zertifizierung nach VDE-AR-N 4105.

    Vieile Gr√ľ√üe
    Marc

    1. Hi Marc,
      wenn du dein Haus an die AC-Out1 der Multiplus h√§ngst, ist ein zentral vorgeschalteter LS – also direkt nach den AC-Out1 der MP – sinnvoll, der eben unter Ber√ľcksichtigung der MP-Leistung (je nach Modell) noch ausl√∂sen kann. Alle Haussicherungen zu tauschen, halte ich f√ľr wenig sinnvoll, da du ja sicherlich mehrere parallel Sicherungen f√ľr dein Haus hast und sich die Leistung dort aufteilt. Wie klein soll dann jede Sicherung sinnvollerweise werden? Es ist auch so, dass die MP im Kurzschlussfall stromlos schalten, sodass die technischen Anforderungen erf√ľllt sind. Dazu hat Jens von „Meine Energiewende“ hier im Kommentar auch schon mal ausf√ľhrlicher geschrieben. In den Kommentaren davor wird auch dar√ľber diskutiert…

      Zum separaten NA-Schutz beim Quattro kann ich leider nichts zu sagen, sorry. Im Zweifelsfall schauen, welche Zertifikate Victron f√ľr den NA-Schutz anbietet und dann vom Elektriker entscheiden lassen, ob das reicht.

      Viele Gr√ľ√üe
      Jörg

    2. Der Kurzschlussstrom hinter den Multis (im netzbetrieb) ist nat√ľrlich geringer, einfach weil der Weg vom Schaltschrank zum Multi, durch dessen Relais und zur√ľck (noch dazu mit eher d√ľnnen Kabeln) einen gewissen Widerstand hat.

      Er sollte aber zum (magnetischen) Auslösen einer stinknormalen B16 auf jeden Fall ausreichen.

      Somit stellt sich die Frage, welche Charakteristik deine Sicherungen haben. Eine B-Sicherung l√∂st beim 4fachen des Nennstroms magnetisch aus (so ungef√§hr), bei einer C-Sicherung ist es eher das 8fache ‚Äď also ~130A bei einer C16. Da wird’s dann schon sportlich, bzw. ich h√§tte Bedenken, ob die Relaiskontakte im Multi das aushalten.

      Insofern ist es schon sinnvoll, bestehende C16-Sicherungen durch B-Typen zu ersetzen. Oder zB eine B16 durch C6, wenn dahinter Ger√§te mit niedrigem Dauer- aber hohem Einschaltstrom h√§ngen (Hutschienen-Netzteile sind daf√ľr ber√ľchtigt).

      Falls bei dir Licht separat abgesichert ist: LEDs brauchen heutzutage vergleichsweise keinen Strom. Da w√ľrde ich schon dar√ľber nachdenken, die Sicherungen kleiner zu dimensionieren. Auch ein durchgehendes LED-Netzteil kann problemlos ein Haus abfackeln ‚Ķ

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