Operation Direktvermarktung – 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?!

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Nachdem ich bereits vor einigen Monaten die Basics zur Direktvermarktung zusammengeschrieben habe, möchte ich heute darauf aufbauend im Talk mit Ralf – meinem EEG-Profi – der Frage nachgehen, welchen Ertrag meine PV-Anlage tatsächlich erwirtschaften kann. Denn laut der aktuellen Entscheidung vom 15.12.2022 ist die „Abschöpfung von Zufallsgewinnen“ bei kleineren PV-Anlagen vom Tisch, was die Sache bei den weiterhin zu erwartenden hohen Börsenstrompreisen extrem wirtschaftlich gestalten kann – insbesondere auch vor der Hintergrund der Hausspeichernutzung im Hinblick auf die zeitliche Einspeiseverschiebung, um die höchsten Börsenpreise abgreifen zu können. Sind bei meiner Anlage also sogar bis zu verrückten 10.000€ pro Jahr realistisch oder ist das völlig unrealistisch?

Spannende Inhalte also, die es in dieser Form nirgendwo sonst gibt und die hoffentlich jedem ein Stück weiterhelfen, der ebenfalls mit der Überlegung spielt, mit der eigenen PV-Anlage in die Direktvermarktung zu wechseln.

Apropos weiterhelfen – Umgekehrt könnt auch ihr meinen YT-Channel meintechblog.de (YouTube-Link) supporten, den ich in 2023 massiv ausbauen möchte. Einfach „Daumen hoch“ drücken und meinen Kanal abonnieren – inkl. Glocke. Kostet euch nichts und hilft mir wirklich sehr weiter. Vielen Dank im Voraus!

Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an Ralf, der – wie immer – wertvolle Inhalte beisteuern konnte. Und vielen Dank an Paul, der mich im Vorfeld mit zig Infos zu Lumenaza und zur Direkteinspeisung insgesamt versorgt hat.

Links aus dem Video

00:37 Operation Direktvermarktung – Die eigene PV-Anlage als Goldesel?

01:32 Bundesamt für Wirtschaft und Klimaschutz – FAQ Liste: Abschöpfung von Zufallsgewinnen

05:00 meintechblog.de -> Photovoltaik

11:24 Lumenaza

18:12 VDE FFN Hinweis -> Anschluss und Betrieb von Speichern am Niederspannungsnetz – Praxisnahe Definition verschiedener Anschlussvarianten

21:50 Awattar API – Preis Datenfeed

22:04 Node-RED -> Preise von aWATTar abfragen

31:55 Lumenaza

31:55 Lumenaza -> https://lumenaza.community/de/direktvermarktung/

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

11 Gedanken zu „Operation Direktvermarktung – 10.000€ PV-Ertrag pro Jahr möglich?!“

    1. Das Dokument ist übrigens bez. Victron-Wechselrichtern durchaus relevant:

      > Auf eine Abweichung auf Grund einer Sprungantwort muss das Gesamtsystem so schnell bzw. genau
      reagieren, dass der durch den Sprung verursachte Fehler unterhalb der Grenzlinie in Abbildung 1 bleibt
      und innerhalb von 3 Sekunden unterhalb von 10 % unterhalb des Ausgangswertes liegt.

      (Seite 16 Mitte).

      > Abtastzyklus: Die Messwerterfassung und -übermittlung sollte mindestens einmal pro 500 Millisekunden
      erfolgen.

      (Seite 17)

      So. Das heißt im Klartext: wenn man nach EEG einspeist *und* den Speicher potenziell aus dem Netz lädt *und* Verbraucher „neben“ statt „hinter“ dem Multi betreibt, dann hat man hier ein Problem. Bis ein Mutliplus auf externe Nutzungsschwankungen reagiert, gehen minimal fünf Sekunden oder so ins Land – und aktualisiert wird nur alle ein bis vier Sekunden, je nachdem welche Daten gefragt sind. Uppsi.

      Abhilfe: alle relevanten Verbraucher hinter den Multiplus hängen, denn dann reagiert er schnell genug und richtlinienkonform.

      Alternative: hoffen, dass das keiner nachprüft.

  1. Hallo Jörg,

    sehr Interessant. Ich baue mir grade mein Victron System auf und meine PV geht Anfang nächsten Jahres in Betrieb.

    Ich habe zum ersten mal mit Nodered zu tun und ich kann den Flow nicht Importieren auf dem Venus OS Nodered, da diverse Objekte nicht Sauber erkannt werden. Kannst du mir bitte deinen funktionierenden Flow zur Verfügung stellen?

    Im Prinzip könntest du ja deine Verbräuche in die Mittagszeit legen, Speicher auch erst MIttags laden, damit du morgens und Nachmittags einspeist. Diverse Regeln wann der Speicher Be- oder Entladen wird. Interessante Möglichkeit. Habe mich auch mal bei dem Direktvermarkter für das Webinar im Januar angemeldet.. klingt Interessant. Danke!!

    1. Liegt am Venus OS Nodered. Muss es wohl seperat Installieren und dann beide Instanzen miteinander verknüpfen. Bin totaler Anfänger was Nodered angeht. 🙈

  2. Hallo Jörg,

    vielen Dank für das sehr Informative Video.
    Das man „braunen“ Strom im heimischen ESS nicht zu „grünen“ Strom „waschen“ war mir schon bekannt.
    Wie sieht das denn aus wenn man z.B. zwischen
    V1. laden aus dem Netz (jedoch ohne Rückspeisen ins Netz und
    V2. ausschließlich laden aus der PV-Anlage und einspeisen ins Netz wechseln würde?
    Wäre das erlaubt?
    Ich könnte mir vorstellen von März bis Oktober V2 anzuwenden und in den dunklen Monaten V1 anzuwenden.
    In Verbindung mit einem vom Börsenpreis abhängigen Strompreis (z.B. aWATTar) könnte man in den dunklen Monaten günstig den Akku für den eigenen Verbrauch laden. Was die PV produziert könnte man zusätzlich in den Akku laden oder wenn der Börsenpreis passt 1:1 einspeisen. In V1 und V2 wird so jeweils kein Strom „gewaschen“. :-D

    Gruß

    Tobias

    1. Hallo Tobias,

      das ist jeweils eine Änderung des Messkonzepts beim zuständigen Netzbetreiber. Grundsätzlich lässt sich das Messkonzept natürlich auch ändern, aber ich denke nicht das es zielführend ist, das Messkonzept beim Netzbetreiber alle paar Monate zu ändern. Mit einem EnFluRi (Energieflussrichtungssensor) muss eigentlich V1 oder V2 sichergestellt werden. Ob das dein jeweiliger Netzbetreiber so konsequent macht, kann ich dir nicht sagen. Aber im Prinzip müsste es dann ein Elektriker alle paar Monate in Absprache mit dem Netzbetreiber ändern. So viel mal zur reinen Theorie. Meine persönliche Tendenz wäre aber dauerhaft V2 anzuwenden.

      Viele Grüße
      Ralf

    2. Hallo Tobias,

      Theoretisch sollte das möglich sein! Allerdings gibt es hierzu Hinweise im Paper der Bundesnetzagentur, dass dies nicht klar abgrenzbar wäre. Sprich wie ist es genau an den Tagen zu handhaben, wenn von V1 zu V2 und umgekehrt gewechselt wird?
      Praktisch müsste bei jedem Wechsel der Speicher beim VNB mit der neuen FNN Schemata angemeldet werden. Ich frage mich ohnehin, warum hier die FNN als Interessensverband der VNB quasi über die VDE Formulare (VDE – Normen anerkannter Technik Gesetzesähnlicher Charakter via EEG) so weitreichende Deutungshoheit bekommen hat. Bei einem Wechselrichter für PV ist genau diese FNN Richtlinien egal.

    3. Vielen Dank Ralf und Paul für die schnellen und ausführlichen Antworten.
      Welche Variante sich bei mir eher lohnt muss ich mal auf längere Zeit loggen.
      Habe mir dazu ein paar Grafana-Kurven erstellt, die den Bezug und die Einspeisung zu meinen festen Bezug und Abgabe Preisen mit den dynamischen Preisen vergleichen.

    4. So prinzipiell ist der Kram ja dafür da, zu verhindern, dass billig eingekaufter Strom subventioniert wieder eingespeist wird. Somit gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich
      (a) Direktvermarktung statt EEG (lohnt sich nur mit dicker fetter Batterie dahinter)
      (b) technische Mittel zur Verhinderung.

      (b) bedingt ein Messkonzept. Als Normalverbraucher unterschiedet man da drei Zustände, nämlich (a) aus dem Stromnetz und/oder aus der PV/Batterie-Anlage kommt Energie, (b) Energie geht ins Netz, (c) Energie geht in die PV-Anlage. Fall A ist logischerweise unkritisch. Zwischen „B ist erlaubt“ und „C ist erlaubt“ will ich umschalten können, aber bitte EEG-konform. Es leuchtet (zumindest mir) unmittelbar ein, dass man das mit einer Regel „Umschalten geht nur, wenn die Batterie exakt XX% SoC hat“ erreichen kann.

      Wenn man das entsprechend umsetzt und auch dokumentiert (d.h. ein langfristig vorgehaltenes Protokoll mit SoC und Energieflüssen laut Zählerständen, jeweils separat für rein und raus versteht sich), müsste man das eigentlich genehmigt bekommen.

      Wäre einen Versuch wert.

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