Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen

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Ziel ist es, die einzelnen Speicherzellen eines Hausspeichers möglichst über den Tag hinweg mit überschüssiger PV-Leistung vollständig zu laden, um ihre gespeicherte Energiemenge dann nachts wieder für Hausverbraucher zur Verfügung stellen zu können. Klingt trivial, ist es aber nicht wirklich.

Dabei gibt es auf Batterieinverter-, BMS- und Balancer-Seite jede Menge Einstellungen vorzunehmen, um jede Zellen bestmöglich in ihrem spannungstechnischen Wohlfühlbereich zu betreiben und ihr ein möglichst langes Leben zu ermöglichen. Welche Einstellungen das im Detail sind und welche Auswirkungen das auf den täglichen Betrieb der eingesetzten LiFePo4-Batteriezellen hat, ist Inhalt des nachfolgenden Blogpost.

In diesem Beitrag möchte ich einmal einleitend zentrale Zusammenhänge erklären, zu denen ich mittlerweile laufend Fragen erhalte. Die Erklärungen sind möglichst kurz gehalten, um Neueinsteiger nicht unnötig zu verwirren. Wer Fragen dazu hat, gerne die Kommentarfunktion nutzen – und bitte keine E-Mails. Die Werte in den Screenshots sind oftmals nur Beispielwerte (teils auch aus vergangenen Tests), die jeder selbst sinnvollerweise anpassen muss – je nach Konfiguration eben.

An viele der hier genannten „Schwellwerte“ habe ich über die letzten Monate durch diverse Tests meines eigenen ESS-Systems herangetastet. Das heisst aber lange nicht, dass alle Werte perfekt sind. Versteht sie deshalb am ehesten als Diskussionsgrundlage – wer bessere Settings hat -> immer gerne her damit! Am besten natürlich inkl. Erlätuerung.

Spannungsbereich von LiFePo4-Zellen

Um eine LFP-Zelle nicht zu schädigen, sollte man sie im definierten Spezifikationsbereich des Herstellers betreiben. Bei meinen 280Ah EVE K-Zellen sind das – wie bei den meisten anderen Herstellern und Modellen auch – min. 2,5V und max 3,65V. Aber am besten natürlich vorher selbst prüfen!

Um die Zellen nicht so stark zu „stressen“ und ihre verfügbaren Zyklenanzahl zu maximieren, sollte man jedoch die maximalen Randbereiche nach unten und oben hin versuchen zu meiden. Insbesondere sollte man vermeiden, dass eine Zelle nach dem Aufladen auf 3,65V tagelang auf diesem Niveau verharrt – zumindest im Normalbetrieb abseits eine konventionellen Top-Balancings.

Der Wohlfühlbereich einer LFP-Zelle ist dabei etwa im Bereich 3,0V bis 3,4V (bzw. nach meinen neueren Tests 3,45V) – ein Spannungsdelta von weniger als 0,5V! Bewegt man sich in diesem Range (grüner Bereich in nachfolgender Skizze), kann man trotz des Einschmelzens der unten und oberen Grenze (roter Bereich) dennoch fast die max. mögliche Kapazität nutzen – mit einem Trick namens „Absorption“, zu dem ich später noch komme.

LFP-Zellen haben ein auf ihre Zellchemie gemünzt charakteristisches Spannungsverhalten und einen damit einhergehenden sehr schmalen Spannungsbereich. Während die Zellspannung im mittleren „SoC-Bereich“ kein großes Delta aufweist, „haut“ sie zu den Rändern hin jedoch sehr schnell ab. Das ist auf der einen Seite praktisch, da die Spannung bspw. auch bei relativ geringem SoC nicht gravierend abfällt, auf der anderen Seite ist es aber auch schwieriger eine abhauende Zelle wieder einzufangen – Stichwort Active Balancer. Auch ist es super schwierig bis unmöglich nur anhand des aktuellen Spannungsniveaus der Zelle auf den aktuellen SoC zu schließen.

Leerlaufspannung, Ladespannung, Entladespannung

Die Zellspannung ist also relativ ungeeignet, um auf den aktuellen Ladestand zu schließen. Aber warum genau?

Beim Ladevorgang etwa kann die Zellspannung je nach Ladestand sprunghaft ansteigen, wenn bspw. eine hohe Ladeleistung (größer 0,3c) anliegt. Umgekehrt kann beim Entladevorgang die Spannung bei höherer Last um 0,1V oder mehr „einbrechen“. Bei einem anvisierten Spannungsbereich von weniger als 0,5V zwischen „voll“ und „leer“ im Verhältnis ein enorm hoher Wert.

Deshalb verwenden bspw. BMS die Spannung quasi nur als groben Anhaltspunkt, um basierend auf bestimmten „Spannungsniveaus“ (z.B. voll oder leer) dann den korrekten SoC während der Nutzung weiter zu errechnen. So lässt sich einstellen, dass die Zellen bspw. bei einer Spannung von 3,45V (oder leicht darüber) als vollgeladen gelten (SoC 100%), oder aber bei 3,0V als entladen (SoC 0%).

Alles dazwischen wird dann über einen Shunt berechnet. Das bedeutet, dass laufend gemessen wird, welche Leistung über die Zeit (also die Arbeit) beim Laden in die Zelle geschaufelt oder aber beim Entladen entsprechend entnommen wurde. Gibt man dann an, wieviele Ah die Zellen insgesamt haben, berechnet das BMS den Rest ganz alleine. Das hat aber natürlich auch Grenzen, da viele Shunts – wie bei dem von mir eingesetzten JBD BMS – Ströme kleiner 2A gar nicht wahrnehmen und als 0A ausweisen. Das erschwert die Berechnung dann natürlich u.U. massiv. Angeblich lernt das JBD-BMS mit der Zeit auch dazu, um den SoC besser zu berechnen. Aber keine Ahnung ob das stimmt bzw. ob dieser etwaig vorhandene Algorithmus nach einem BMS-Neustart wieder von vorne anfängt zu lernen.

Wenn man sich die obige Grafik ansieht, fällt jedenfalls direkt ins Auge, dass es zwei Kurven gibt. Einmal die Lade- und dann noch die Entladekurve. Bei einem realen SoC von bspw. 50% hat die Zelle beim Ladevorgang um die 3,35V (kann durch unterschiedliche Ladeleistungen natürlich auch variieren), beim Entladevorgang hingegen eher 3,25V. Also ein Unterschied von 0,1V, was bei LFP-Zellen wirklich Welten sind.

Und dann ist da noch die Leerlaufspannung von LFP-Zellen. Werden die Zellen bspw. beim initialen Top-Balancing auf 3,65V geladen und die Ladespannung gekappt, verbleiben die Zellen nicht lange auf diesem Spannungsniveau, sondern sinken über die nächsten Minuten und Stunden wieder ab, sodass sie sich bei 3,4V oder noch weiter darunter einpendeln können. Das heisst dann nicht, dass sie an Kapazität verloren hätten, sondern lediglich, dass sich die Spannung verändert hat.

Zellspannung lediglich als Indikator verstehen

Das ist glaube ich auch der Knackpunkt, den man verstanden haben muss. Die Spannung ist quasi nur ein Indikator für den wahren SoC, im mittleren SoC-Bereich sagt die Spannung aber im Grunde NICHTS aus. Bestes Beispiel sind meine erst frisch gelieferten Zellen, die durchgehend mit 3,29V geliefert werden, wie im Blogpost 108 Stück EVE 280k LFP-Zellen trudeln ein – Alle Details und offene Fragen beschrieben.

Viele denken jetzt: Oho, selbe Spannung – deshalb sind die Zellen alle gleich voll geladen. Kann sein, muss es aber nicht und meistens sind die Zellen sogar stark unterschiedlich geladen zwischen etwa 30% und 50%.

Das merkt man spätestens dann, wenn man die Zellen direkt nach der Lieferung bspw. als 16s-Batteriepack zusammenbaut – wie im Blogpost Operation Hausspeicher – Batteriepack bestücken beschrieben – und auflädt. 16s bedeutet, dass 16 Zellen in Reihe (seriell) geschaltet werden, sodass sich die Zellspannungen addieren, was notwendig ist, damit man ein für den Batterieinverter nutzbares Spannungsniveau erreicht.

Die serielle Zusammenschaltung einzelner Zellen hat in diesem Kontext jedoch einen zentralen Nachteil: Während eine Zelle (die am vollsten geliefert wurde) bereits bei 3,65V (oder sogar 3,7V) angekommen ist und eigentlich keine weitere Energie mehr aufnehmen kann, bewegen sich die meisten anderen Zellen eher um 3,45V oder chillen sogar noch bei 3,4V (die am leersten gelieferten). Das Problem ist jetzt aber, dass die Spannung der vollgeladenen Zelle weiter sprunghaft ansteigt und die Zelle eher früher als später irreversibel schädigt.

Wozu kann man die Spannung dann sinnvoll nutzen, wenn sie nur bedingt für die Bestimmung des SoC herangezogen werden kann?

Vereinfacht gesagt, gibt die Spannung absolut relevante Informationen über die Vitalität der Zelle. Hat sie noch 2 Monaten Versandweg bei Lieferung noch 3,29V, ist das ein gutes Zeichen, was die chemischen Reaktionen und Bestandteile innerhalb der Zelle angeht. Wäre hier etwas faul, wäre die Zellspannung sicherlich geringer.

Auch lassen sich die oberen und unteren Spannungsgrenzen als Leitplanken nutzen, die man nicht über- bzw. unterschreiten sollte. Deshalb sollte man auch unbedingt ein BMS einsetzen, welches jede Zelle einzeln überwacht.

Hier einmal eines meiner neuen 18s-Packs mit JBD-BMS, bei dem die Zellunterschiede mit 0,006V im mittleren Spannungsbereich um die 3,3V quasi nicht existent sind:

Da das BMS alle Messwerte auch per RS485-USB-Adapter zur externen Verarbeitung bereitstellt, können angeschlagene Zellen ohne weiteren Aufwand ausfindig gemacht und ggf. getauscht werden, was nach einem mehrjährigen Dauerbetrieb ein sinnvolles Monitoringwerkzeug sein kann.

Konstantspannung und Absorptionszeit

Bei den „Ladegerät-„Settings gibt es beim Victron-System die sogenannte „Konstantspannung“ – im Englischen auch „Absorption Voltage“ genannt, was meiner Meinung nach sprachlich etwas nachvollziehbarer ist.

pro Zelle16s-Pack18s-Pack
3,45V55,2V62,1V
Ladegerät – Konstantspannung

Wird die Einstellung jetzt so gesetzt, dass bspw. ein 16s-Pack mit einer Kostantspannung von 55,2V geladen wird, wird entsprechend jede Zelle auf 1/16 davon geladen, also auf durchschnittlich 3,45V. Zumindest im besten Fall und wenn alle Zellen ordentlich „gebalanced“ sind bzw. über eine zusätzliche Balancing-Funktion (z.B. NEEY-Balancer) im oberen Bereich „zusammengehalten“ werden.

Erreichen die Zellen also 3,45V, ist der Pack im Grunde bereits zu gut 95% oder sogar noch etwas mehr geladen. Um die restliche jetzt noch freie Kapazität der Zellen nach oben hin abzugreifen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wird die Ladespannung auf bis zu 3,6V bzw. 3,65V pro Zelle hochgedreht, was aber gleich aus mehreren Gründen nicht sinnvoll wäre, oder aber man gönnt den Zellen jetzt noch eine gewisse Absorptionszeit, bei Victron entsprechend „Konstantspannungszeit“ genannt.

Sobald die Zellpackspannung der Konstantspannung (eingestellte Ladespannung) entspricht, läuft ein Timer („Konstantspannungszeit“), der bspw. auf 5h gesetzt werden kann. Innerhalb dieser Zeit hält der Laderegler die Konstantspannung, sodass die Zellspannungen nicht abfallen, sondern auf diesem Niveau gehalten werden.

Das bewirkt, dass die Zellen immer noch Leistung aufnehmen, ohne die Spannung weiter erhöhen zu müssen. Der Knackpunkt daran ist jedoch, dass die Leistungsaufnahme ab diesem Punkt rapide abnimmt, da das Spannungsdelta zwischen Ladegerät und Batteriepack sehr gering ist. Nach mehreren Stunden der Absorptionszeit sollten die Zellen aber dennoch voll gesättigt sein, was bedeutet, dass ein SoC von 100% erreicht wurde – auch ohne die Ladespannung auf das Maximum zu setzen. Praktisch an der verringerten Ladeleistung ist in diesem Kontext auch, dass ein vernünftiger Balancer hier mit nur wenigen Ampere Balancing-Leistungen ein „Abhauen“ der Zellen verhindern kann.

Beim Multiplus lässt sich jetzt bspw. noch einstellen, dass diese Konstantspannungsphase nach x Stunden wiederholt wird. Außerdem lässt sich jetzt noch definieren, wie lange jede nachfolgende Konstantspannungszeit dauert – also bspw. auf nur eine Stunde heruntergeschraubt wird. Das hat den Hintergrund, dass einer möglichen Selbstentladung der Zellen entgegengewirkt werden kann und man durch die Verringerung der Konstatnspannungszeit die Zellen nicht unnötig lange mit der dennoch eher hohen Ladespannung „stressen“ möchte.

Zu diesem Zweck lässt sich jetzt noch die „Erhaltungsspannung“ definieren. Quasi die anliegende Spannung, die nach der initialen Konstantspannungsphase bzw. vor der nächsten „wiederholten Konstantspannungsphase“ gesetzt wird.

pro Zelle16s-Pack18s-Pack
3,4V54,4V61,2V
Ladegerät – Erhaltungsspannung

Entladegrenze einstellen

Der Victron Multiplus (Bezugslinks hier) kann das Batteriepack nicht nur laden, sondern sinnvollerweise auch entladen, um die vorher gespeicherte Energie aus der Batterie wieder auf der AC-Seite zur Verfügung zu stellen.

Hier muss man erstmal nur wenige Leitplanken setzen, um zu verhindern, dass der Batteriepack zu tief entladen wird. Unter dem Menüpunkt „Wechselrichter“ gibt es hierzu die Einstellung „DC Eingang niedrig – abschalten“. Das ist also der definitiv unterste Schwellwert, den man setzen kann.

pro Zelle16s-Pack18s-Pack
2,7V43,2V48,6V
Wechselrichter – DC Eingang niedrig – abschalten

Bitte beachtet, dass die Werte im Screenshot davon abweichen! Also nicht einfach Copy&Paste, sondern selbst nachrechnen!

2,7V/Zelle ist dabei vermutlich sogar schon zu wenig. Leider konnte ich hierzu noch nicht viele Erfahrungen sammeln, da mein System diese Untergrenze bisher noch nicht real erreicht hat, da ich über meine externe Steuerung bereits bei einer minimalen Zellspannung von 2,9V (schwächste Zelle) ein weiteres Entladen verhindere.

Außerdem würde das BMS ohnehin früher eingreifen und das betroffenen Batteriepack per Relais hart vom Gesamtsystem trennen. Denn trotz „gematchter“ Zellen (alle haben etwa die selbe Kapazität) und gutem Topbalancing laufen die Zellen im unteren Bereich (unter 3,0V) schnell massiv auseinander. Jede kleine Zellabweichung hat hier massive Auswirkungen auf die jeweilige Zellspannung. Während die schwächste Zelle bereits auf unter 2,8V „leergelutscht“ ist, besitzt die stärkste Zelle vermutlich noch gut über 3,0V.

Aber das ist konzeptionell so vorgesehen, wenn man die Zellen nicht über den gesamten Spannungsbereich balancen möchte – was meiner Sicht auch überhaupt keinen Sinn macht.

Active Balancing der Zellen

Hier direkt ein Wort zum Balancing der Zellen im laufenden Betrieb. Viele BMS haben zwar einen Balancer verbaut, der sich darum kümmern soll, dass die Zellspannungen im oberen Bereich (gewöhnlich ab 3,4V bzw. 3,45V) bestmöglich zusammenbleiben. Meist ist diese Balancer-Leistung aber so gering (etwa 150mA/Zelle), dass der Batteriepack schon mehrere Tage auf einem hohen Spannungsniveau verbleiben muss, damit das etwas bringt. Normalerweise sollte das aber ausreichen, sofern die Zellen kapazitätstechnisch gut zusammenpassen.

Zusätzlich kann es aber nicht schaden einen weiteren Active Balancer hinzuzuschalten, der gezielt die Zelle mit der höchsten Spannung entlädt und diese Energie dann wieder in die Zelle mit der geringsten Spannung schiebt.

Infos zum von mir empfohlenen NEEY-Balancer gibt es in diesem Blogpost, der bspw. bis 4A Balancing-Current ermöglicht. Wobei er in der Realität eher weniger schafft, da er im Wechsel etwa eine Minute entlädt und dann wieder 1/2 Minute lädt (der Rest sind Wirkungsgradverluste). Also landen wir eher bei einem kontinuierlichen 2,6A Balancing-Current (auf Entladeleiste), was aber dennoch ein super Wert ist, da der NEEY-Balancer selbst bei geringsten Zellspannungsunterschieden die volle Leistung bereitstellt – im direkten Vergleich zu vielen Active-Balancern, deren Balancing-Leistung einbricht, sobald sich die Zellen angleichen.

Der Active Balancer sollte dann erst ab einer höheren Zellspannung zuschalten, in meinem Fall habe ich als „EqualizationVol“ einmal 3,4V eingestellt und eine „StartVol“ von 0,01V, was bedeutet, dass der Balancer loslegt, sobald Zellspannungsunterschiede von mind. 10mV erkannt werden. Fällt die Zellspannung unter 3,37V („SleepVol“), schläft der NEEY-Balancer wieder ein und verbraucht laut Datenblatt – wenn ich mich richtig erinnere – weniger als 1W im Idle, was ein vertretbarer Wert ist.

BMS-Einstellungen

Beim JBD-BMS – mehr Infos in diesem Blogpost – kann man jede Menge Einstellungen vornehmen, um jede einzelne Zelle sinnvoll zu monitoren. Abweichend zu den unteren Screenshots habe ich die „Zellenspannung voll geladen“, wie oben bereits angemerkt, mittlerweile auf 3,45V hochgesetzt.

Das insbesondere vor dem Hintergrund, dass das JBD-BMS sonst bei einer höheren Ladeleistung ab 3-4kW und höherem SoC des Batteriepacks sonst bereits zu früh einen SoC von 100% bescheinigt, was wiederum das Victron-System dazu bewegt die Ladeleistung stark zu drosseln. Und so wird der Speicher natürlich nie oder nur super langsam wirklich ganz voll.

Womit ich bisher überhaupt nicht klargekommen bin, sind die Settings zu „Spannung bei xx% Kapazität“. Denn hier wird – was ich bisher so beim Monitoring mitbekommen habe – kaum bis gar nicht die aktuelle Lade-/Entladeleistung berücksichtigt, welche ja einen massiven Einfluss auf die aktuelle Spannungssituation in den Zellen haben kann. Und das einen Teil weit unabhängig vom aktuellen reellen SoC. Insgesamt nicht stressig, sofern nur geringe Leistungen von 1-2kW anliegen, bei höheren Lade-/Entladeleistungen stimmen die angezeigten SoC-Werte jedoch schnell nicht mehr wirklich.

Evtl. weiss hier ja jemand bessere Settings oder kann mehr Informationen dazu geben…

Und wie man an obigem Screenshot erkennen kann, habe ich die Balancing-Funktion des BMS einmal komplett deaktiviert. Das liegt daran, dass der NEEY-Balancer aktuell parallel angeschlossen ist, der sich um das Balancing kümmert. Theoretisch könnte ich die BMS-Balancing-Funktion natürlich parallel eingeschaltet lassen, hier möchte ich aber mögliche „Side-Effects“ zwischen den Balancern vermeiden.

Da ich gerade dabei bin insgesamt sechs neue 18s-Batteriepacks zu bauen, kann ich hier mehrere A/B-Tests parallel durchführen. Also einmal ohne zusätzlichen NEEY-Balancer oder mit verschiedenen Settings. Jedenfalls würde ich im JBD die Option „Balancer aktiv“ aktivieren, hätte ich aktuell keinen weiteren Balancer angeschlossen.

Bei den BMS-„Sicherungen“ habe ich recht „normale“ Einstellungen gewählt. Beachtet bitte, dass die „Maximale Batteriespannung“ und „Minimale Batteriespannung“ in meinem Beispiel für ein 18s-Batteriepack eingestellt ist. Die meisten müssen die Werte entsprechend auf ein 16s-Pack zuschneiden.

Insgesamt wird aber vermutlich eh vorher eine einzelne Zelle die Sicherung auslösen, was das Batteriepack dann ohnehin komplett vom System abtrennt…

Tabellarische Spannungsübersicht

Nachfolgend nochmal alle relevanten (hoffe ich habe nichts vergessen) Spannungslagen im Zusammenhang. Wichtig ist zu beachten, dass sich viele Grenzwerte auf den gesamten Batteriepack (16s, 18s) beziehen, manche Grenzwerte jedoch auf Zellebene definiert werden müssen:

pro Zelle
(in V)
16s18s
3,6558,465,7Max. erlaubte Zellspannung – 3,65V (Zellebene)
Im Rahmen des initialen Topbalancing werden alle Zellen auf die maximale Ladeschlussspannung gebraucht, um eine maximale Sättigung (SoC 100%) zu erreichen. Im Normalbetrieb sollte man Zellspannung über 3,45V vermeiden.

JBD BMS – Sicherungen – Maximale Zellenspannung – 3,65V (Zellebene)
Erreicht eine Zelle diesen Wert, trennt das BMS das Batteriepack ab.
3,657,664,8
3,5556,863,9
3,55663JBD BMS – Sicherungen – maximale Batteriespannung – Auslösewert
Erreicht das gesamte Batteriepack diese Spannung, trennt das BMS das Batteriepack ab.
3,4555,262,1Multiplus Ladegerät – Konstantspannung – Absorption Voltage
Gewöhnliche Batterieladespannung

JBD BMS – Zellspannung voll geladen – 3,45V (Zellebene)
Erreicht eine Zelle diesen Wert, zeigt das BMS 100% SoC an.

JBD BMS – Balancer Konfiguration – Startspannung (JBD) – 3,45V (Zellebene)
NEEY Active-Balancer – EqualizationVol – 3,45V
Erreicht eine Zelle diese Zellspannung beginnt der Balancer zu arbeiten.
3,454,461,2Multiplus Ladegerät – Erhaltungsspannung – Float Voltage
Ladespannung wird gedrosselt, wenn Batteriespannung beim Laden die Konstantspannung erreicht hat und die Absorptionzeit gerade nicht aktiv ist.
3,37NEEY Active-Balancer – SleepVol – 3,37V (Zellebene)
Beim Unterschreiten dieser Zellspannung schaltet der Balancer wieder ab.
3,3553,660,3
3,352,859,4
3,255258,5
3,251,257,6
3,1550,456,7
3,149,655,8Multiplus Wechselrichter DC niedrig – Neustart // Voralarm – DC input low restart // pre-alarm
Multiplus schaltet wieder ein, wenn Batteriespannung dieses Niveau erreicht.
3,0548,854,9
3,04854Multiplus ESS Sustain – Aufrechterhaltung – Sustain voltage
Batteriespannung wird bei tiefentladenem Zustand durch geringen Ladestrom erhöht, um Schäden der Batterizellen zu vermeiden.
2,9547,253,1
2,946,452,2JBD BMS – Zellspannung entladen – 2,9V (Zellebene)
Unterschreitet eine Zelle diesen Wert, zeigt das BMS 0% SoC an
2,8754651,75bei 16s: Multiplus ESS Neustart-Offset (1,2V) -> Cutoff + 1,2V – Restart offset
bei 18s: Multiplus ESS Neustart-Offset (1,35V) -> Cutoff + 1,35V – Restart offset
Multiplus schaltet wieder ein (ESS-Assistent), wenn Batteriespannung diesen Wert erreicht.
2,8545,651,3
2,844,850,4Multiplus ESS Dynamic Cutoff – Dynamisches Abschalten + Voralarm – Dynamic cut-off
Multiplus schaltet ab (ESS-Assistent), wenn Batteriespannung auf dieses Niveau sinkt.
2,754449,5
2,743,248,6Multiplus Wechselrichter DC Abschaltspannung – DC input low shut-down
Multiplus schaltet ab, wenn Batteriespannung auf dieses Niveau sinkt. Der Wert muss geringer sein als „DC Eingang niederig – Neustart“.

JBD BMS – Sicherungen – Minimale Batteriespannung – Auslösewert
Unterschreitet das Batteriepack diese Spannung, trennt das BMS das Batteriepack ab.
2,6542,447,7
2,641,646,8
2,5540,845,9
2,54045Min. erlaubte Zellspannung – 2,5V (Zellebene)
Sollte höchstens mal kurz bei einem Kapazitätstest „angefahren“ werden. Danach sofort wieder auf mind. 3,0V (Zellebene) laden!

Aus meinem täglichen Leben

So viel erstmal zu den „Basics“, die sicher schon mal für einige Leser interessant sein können. Jedenfalls werde ich mittlerweile echt oft danach gefragt. Ich hoffe mit den obigen Inhalten etwas Transparenz schaffen zu können, was das Verhalten der Zellen und des Batteriepacks an sich angeht.

Nagelt mich bitte nicht auf einzelne Werte fest, da bin ich wie gesagt auch nach knapp einem Jahr Produktivbetrieb immer noch nicht 100%ig am Ziel angekommen. Wer sinnvolle Anpassungen hat, kann seinen Vorschlag – wie immer – gerne per Kommentar mitteilen.

Und zum Schluss noch etwas zum Thema parallele Batteriepacks: Solange die Batteriepacks spannungstechnisch identisch sind (also mehrere parallele 16s-Packs), ist das alles recht unkritisch.

Dann könnt ihr auch easy einen 200Ah mit einem 280Ah und einem 320Ah Batteriepack parallel betreiben. Denn alle Komponenten synchronisieren sich selbst über das gemeinsame Spannungsniveau, welches sich automatisch einstellt, sobald alle Komponenten zusammengeschaltet werden.

Beim Zusammenschalten sollte nur darauf geachtet werden, dass sich die Spannungsunterschiede zwischen den Batteriepacks in Grenzen halten, da sonst unnötig Ausgleichsströme zwischen den Batteriepacks fließen, die im schlimmsten Fall das BMS zu einem Auslösen bewegen. Also am besten keine erst randvoll geladenen Batteriepack mit 56V mit einem beinahe leeren Batteriepack mit 50V parallelschalten -> 6V Unterschied.

Pauschal würde ich sagen, dass alles bis 1-1,5V Unterschied auf Batteriepackebene ok ist. Mein Vorgehen ist dabei immer so, dass ich das BMS über einen zusätzlichen Schalter deaktiviere, sodass das Trennrelais keinen Strom durchleitet. Dann das neue Batteriepack per Andersonstecker ins Gesamtsystem einbinden und dann den Schalter aktivieren, sodass das BMS hochfährt und das Trennrelais durchschaltet. Dann fließen vielleicht mal kurz 20-30A an Ausgleichsströmen zwischen den Batteriepacks, aber das war es dann auch schon. Spätestens beim nächsten vollständigen Laden der Batteriepacks haben sich alle Batteriepacks „harmonnisiert“ und zueinander angeglichen.

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Jörg

hat meintechblog.de ins Leben gerufen, um seine Technikbegeisterung und Erkenntnisse zu teilen. Er veröffentlicht regelmäßig Howtos in den Bereichen Smart Home und Home Entertainment. Mehr Infos

69 Gedanken zu „Operation Hausspeicher – LiFePo4-Zellen und die richtigen Spannungseinstellungen“

  1. Tja. Um nach oben abhauende Zellspannungen zu verhindern, braucht man ein BMS, das das Limit für die Gesamtspannung dynamisch festlegt, damit genau das nicht passieren kann. 3.4V+15×3.35V. muss man nach oben nunmal auf eine niedrigere Ladespannung begrenzen als 16×3.4V.

    Das scheint abgesehen von meinem Entwurf (und der nächsten Version von diyBMS) anscheinend noch keines zu können …

    Meines gibt es wohl im März zu kaufen. Voraussichtlich. Mal sehen was die Chiplieferketten so sagen.

    1. Hi Matthias,
      d.h. du lädst dann statt mit 54,4V (3,4V/Zelle) „nur“ mit 54,35V (3,39V/Zelle), richtig?

      Verstehe nicht so ganz, was das für einen großen Unterschied macht. Ich brauche ein gewisses Spannungsdelta zwischen Lade- und Batteriespannung, damit ich Ladeleistung in die Batterie bekomme.

      Und sobald eine Zelle „abhaut“, kann ich entweder dieses Spannungsdelta komplett einstampfen und die Ladung stoppen/drosseln, wodurch die Zelle nicht weiter abhaut oder aber ich belasse ein gewisses Spannungsdelta, wobei es doch eigentlich recht egal sein sollte, ob das Spannungsdelta jetzt 0,05V (oder auch 0,1V etc.) geringer ist als vorher. Runtergerechnet pro Zelle ist das ja kein großer Unterschied und die vollgeladenste Zelle haut doch dann immer noch ab, evtl. etwas langsamer als vorher – sofern ich nicht per individuellem Balancing dagegensteuere.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Meine Erfahrung ist, dass man bei gut topgebalanctem Batteriepack keine großen Probleme bekommt mit nach oben weglaufenden Zellen. Neben der Ladespannung kommt es massiv auf die Ladeleistung an. Wenn man hier bei einem hohen SoC nahe 100% nach oben hin drosselt (ca. 1kW/Pack), haben die Zellen gleich mehr „Luft“ (geringere Zellspannung während des Ladevorgangs) und der Balancer kann parallel seine Arbeit machen – sofern überhaupt notwendig.

    2. Mein 100%-SoC-Ziel ist 3.5V×16. Solange alle Zellen hübsch gebalanct sind, lade ich meine Batterie also mit 56V und gut is‘.

      Wenn ich aber bei 3.4V+15×3.35V bin, dann muss ich davon ausgehen, dass diese 3.4V-Zelle irgendwann relativ abrupt auf 3.6 geht, während die anderen 15 währenddessen vielleicht auf 3.4 hochkommen, laut Ladekurve. Ich lade somit mit maximal 54.6V (3.4×15+3.6). Das reicht bei einer Ausgangsspannung von 53.65V immer noch aus, um Saft in die Batterie zu bekommen, während der Balancer die zu hohe Zelle auf 3.5V runterzieht. Und sobald das passiert, erlaubt das BMS ja auch wieder eine höhere Spannung.

      Ja, wenn man super gebalancte Zellen hat, passiert das nicht. Damit das so bleibt, hat Victron in seinem BatteryLife-Ladealgorithmus extra Regeln drin, die sagen, dass die Akkus alle x Tage rappelvoll sein müssen, damit das Balancing nicht zu sehr auseinanderläuft. Wenn das die Sonne nicht rechtzeitig schafft, wird es irgendwann aus dem Stromnetz nachladen, egal ob ich das will oder nicht und egal ob die Wettervorhersage in drei Tagen eh Sonne ohne Ende angesagt hat. Ich finde, das muss nicht sein.

      Das Verhindern von überschießenden Zellen via Strombegrenzung kann man übrigens getrost vergessen. Bei mir kommen im Sommer 200A vom Dach und werden vom Inverter wieder rausgeschaufelt. Schon bei 1% Messungenauigkeit sind das potenziell 4A, die in die Batterie fließen, obwohl das BMS eigentlich nur 1A sehen will, weil eine Zelle voll ist und der Balancer mehr nicht wegschafft.

    3. Ah ok,
      danke für die Erläuterung! Das macht konzeptionell schon alles Sinn.

      Insgesamt ist mein Plan da bzgl. Sommer aber bspw., dass ich die Batteriepacks hier eh nur zu max. 80% auflade, da ich hier ohnehin mehr als genug Kapazität zur Verfügung habe. Und dann ist auch noch genug Platz frei, um eine kurzfristig hohe Last vom Dach batterietechnisch „wegzupffern“, ohne dass einzelne Zellspannungen in die Höhe schießen.

      Aber mal sehen, evtl. bin ich bis dahin ja auch in der Direktvermarktung und will dann jede verfügbare kWh zwischenspeichern, um dann nachts komplett einspeisen zu können, wenn man den besten Marktpreis erhält. Ich werde sehen und bin jedenfalls schon mal gespannt, wie sich deine BMS bis dahin schlagen werden. Für eine Umrüstung ist es ja nie zu spät… :)

      Grüße
      Jörg

    4. Hallo Jörg, Matthias,
      zunächst viele Dank für diese ausführliche Beschreibung und vor allem freut es mich, dass Du Deine JBD-BMS Einstellungen zur Verfügung gestellt hast. Ich hatte mich aufgrund Deines Blogs ebenfalls für das JBD mit Relais entschieden. Ich bin gerade dabei mein BMS aufzusetzen und stelle fest, dass mir bei manchen Parameter nicht klar ist, welche Werte an den betreffenden Stellen sinnvoll sind. So werde ich als ersten „Wurf“ Deine Einstellung (reduziert auf eine 8S Konfiguration) übernehmen.
      Ich bin etwas irritiert über die Frage mit dem möglichen Weglaufen einer Zelle. Ich dachte, dass eigentlich, dass BMS dazu da ist, die Überwachung aller Zellen zu übernehmen und darauf zu achten, dass ein Über- bzw. Unterschreiten der zulässigen Zellenspannungen durch ein Abschalten verhindert wird. Habe ich hier irgend etwas falsch verstanden?
      Ich habe vor mein Initial-Balancing mit in Serie geschalteten 8 Zellen und angeschlossenem BMS durchzuführen. Ich würde mit 28V die Zellen laden bis der Strom merklich niedriger wird und dann die Zellen parallel auf 3.65V laden. Würdet ihr eher von so einer Vorgehensweise abraten? Ich habe erwartet, dass hier das BMS ein Weglaufen verhindern sollte.
      VG Christof

    5. Jein. Das BMS ist (abgesehen vom Balancing) dazu da, dem restlichen System zu sagen, was es nicht tun darf, wenn es nicht will dass das BMS das Relais kappt / die FETs ausschaltet.

      Wenn Batteriezellen einigermaßen lineare Ladekurven haben, ist dieser Job relativ einfach. LiFePo4 verhält sich aber ganz anders.

      Die BMSe, die ich kenne, sind nicht auf flache Ladekurven ausgelegt und können potenziell nach oben abhauende Zellen nicht dadurch abfangen, dass sie einfach dynamisch die Maximalspannung runtersetzen (und das deinem Inverter/PV-System mitteilen). (Dito beim Entladen.) Deswegen müssen wir uns ja überhaupt erst die Arbeit machen mit „Top-Balancen“, dafür ein extra Netzteil kaufen, Zellen erstmal parallel zusammenschalten, initial nur stufenweise und am Schluss mit max 2A laden (damit der Balancer den Überschuss wegschaffen kann) und Ähnliches. Alles Kram, der eigentlich sinnfreie Beschäftigungstherapie ist, weil das BMS dir diese Arbeit abnehmen könnte, wenn es dafür programmiert wäre. (Und wenn der Solarlader/Inverter ihm zuhört.)

      Wie gesagt: Dinge, die das besser machen, sind in Arbeit und werden folgen; irgendwann werden die Chinesen das wahrscheinlich auch verstehen und ihre BMSe entsprechend programmieren. Bis dahin müssen wir uns halt irgendwie behelfen.

    6. Hallo Matthias,
      danke für Deine Erläuterungen. Dann hätte ich wohl dem BMS vertaut und es wäre u.U. schief gegangen. Aus Deinen Andeutungen würde ich vermuten, dass Du an der Entwicklung eines BMS arbeitest. Gibt es schon ein paar Vorabkenngrößen? Ich bin auf die erste Präsentation gespannt!
      Gruß
      Christof

    7. Noch nicht. Das Problem sind die sattsam bekannten Chip-Lieferschwierigkeiten – und die verwegene Idee, dass das Teil auch dann einigermaßen erschwinglich sein soll, wenn es ausnahmsweise mal nicht in China gebaut wird.

      Programmieren muss den Kram dann auch noch jemand.

  2. Hallo Jörg,
    welche Software zur Konfiguration des BMS hast du verwendet.
    ich verwende ein Android Telefon.
    Ich hatte bei BMS Hersteller die xiaoxiang app als apk heruntergeladen.
    Hier kann man aber wesentlich weniger einstellen als in deinen Screenshots sichtbar.
    z.B. ist die das Raster für Kapazität / Spannung in 20 % Schritten und nicht in 10% Schritten wie bei dir.
    Gruß
    Walter

    1. Hi Walter,
      ich nutze bisher ausschließlich die iPhone-App namens XiaoxiangBMS.

      Alternativ kannst du das BMS aber auch per RS485- bzw. UART-Adapter per USB an den PC anschließen und mit der vom Hersteller bereitgestellten Software konfigurieren. Das hab ich zwar nur noch nicht getestet, könnte mir aber vorstellen, dass es hier weitere Einstellungen gibt.

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hi Jörg,

      das mit den Apps ist für mich trotz anderem BMS auch interessant und zwar was benutzt du als App für die NEEY-Konfiguration ? Da hab ich bislang nur was für Android gefunden, hab aber kein Android Handy. Oder brauche ich deiner Erfahrung nach eins dafür ?

      Gruß Siebo

    3. Hallo Jörg,

      meine Nachfrage hat sich erledigt. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die App GeeWe BMS gibt es im App Store und die funktioniert gut und sieht genauso aus, wie auf deinen Screenshots.

      Einzig die Zellgröße kann ich bis maximal 200Ah setzen (obwohl meine Zellen 280Ah haben). Ab 201Ah wird der Set-Knopf grau (ist aber in deinem Screenshot auch so). Genau genommen weiß ich auch nicht, wieso der Active Balancer zwingend wissen muss, wie groß die Zellen sind. Ich habe jetzt 140Ah eingestellt, dann hab ich im Zweifel einfach irgendwo mit Faktor 2 bzw. 0,5 zu rechnen, falls das irgendwo relevant wird.

      Gruß Siebo

  3. Hallo Jörg, super Bericht, sehr gute Basic-Information! Danke dafür. Ich habe 32 Zellen und will in naher Zukunft auf 48 erhöhen. Wie machst du das mit dem BMS? Hast du für jede „Kiste“ ein BMS und ja, wie sprechen die vielen BMS mit Victron? Bisher wollte ich JK-BMS einsetzen, und ein 16s2p verwenden, jedoch meine ich nun, dass dort auch eine ganze Menge Probleme kommen können, deshalb lieber einzelne 16s Reihen. Jens Energiewende hat Batrium, dort ist mir nicht klar, wie die Energiefluss gesteuert werden kann, hat das BMS selbst doch keine dicken Kabel

    1. Hi Uli,
      Ich habe pro Batteriepack (bisher 16s, jetzt komplett neuer Aufbau mit 18s) ein JBD-BMS weil ich das möglichst modular halten möchte, um je nach Lust und Laune mal ein Pack im laufenden Betrieb „ab- bzw. ankopplen“ zu können, ohne das Gesamtsystem in den Standby schalten zu müssen. Ich persönlich würde nie Zellen innerhalb eines Packs parallelschalten, also bspw. 16s2p machen, da ich jede Zelle einzeln monitoren möchte. Außerdem kann ich ein 16s1p-Pack auch noch alleine durch die Gegend schieben und zu Zweit kann man ein Pack (knapp 100kg bei 16x 280Ah-Zellen) auch noch relativ bequem tragen. Bei der doppelten Menge an Zellen in einem Pack -> unmöglich.

      Die JBD-BMS haben je einen RS485-USB-Adapter (ACHTUNG: Das JBD-BMS muss das unterstützen bzw. die korrekten Version sein) und senden ihre Daten fröhlich an Venus OS. Per Venus OS Large-Image kann ich alle Werte dann direkt per NodeRED auslesen und extern auswerten. In Venus OS selbst (über die UI) kann man leider nur ein BMS als „Battery Monitor“ auswählen, was mit einigen Einschränkungen einhergeht, zumindest aktuell. Ist aber ein Thema für sich. Jedenfalls kann man alle relevanten Infos aus allen BMS auslesen und dann entsprechend weiterverarbeiten.

      Jens nutzt Batrium, richtig. Das Konzept dabei ist aber ganz anders. Du hast ein zentrales „BMS-Hirn“ für alle Packs und kannst nicht so einfach ein Pack im laufenden Betrieb abkoppeln, da das BMS dann völlig austickt. Auch hat dabei nicht jedes Pack ein Trennrelais, da die reine BMS-Funktion quasi nur das Überwachung (und u.U. Balancing) der einzelnen Zellen ermöglicht. Ein zentrales Trennrelais für alle Packs kann man nachrüsten, alles andere wird schwierig. Insgesamt ist die Integration von Batrium innerhalb von Venus OS natürlich einfacher und hat auch den Vorteil, dass alle Packs als eine Einheit in Venus OS gehandelt werden. Aber dieser Vorteil wird durch Workarounds bei Multi-BMS-Systemen künftig vermutlich wegfallen. Dazu gibt es auch schon einige Überlegungen…

      Ich bin jedenfalls mit der JBD-BMS-Lösung auf Packebene mehr als glücklich. Nicht perfekt, aber in Anbetracht des Preises und der Funktion (u.A. auch aufgrund des physischen Trennrelais pro Pack) für mich zumindest aktuell die beste und bei modularste Lösung.

      Viele Grüße
      Jörg

  4. Hallo Jörg,
    ich hatte mich statt der Selbstbaulösung aus Holz für das EEL Gehäuse mit Seplos BMS Entschieden (16x280Ah K Zelle).
    Da ich von 0 an Starte habe ich auch z.B. kein Ladegerät dafür. Kann ich die erste und vermutlich einzige Batteriebox auch so an einen Multiplus II zum Laden hängen (Quasi Fertig montiert) und dann über das reguläre Laden und Aktive Balancen (NEEY) vernünftig betreiben? Sonst muss ich mich um ein Ladegerät kümmern. Dankeschön!

    1. Hi André,
      jep, technisch kannste auch so ein TopBalancing mit einem fertig konfigurierten 16s-Batteriepack, einem Multiplus und parallel geschaltetem NEEY durchführen, wenn du Ladespannung und Ladeleistung dynamisch regeln kannst – je nachdem, wie vollgeladen der Batteriepack ist bzw. ob bereits Zellen nach oben „abhauen“. Würde ich als Anfänger jetzt aber eher von absehen, da das vom „Start weg“ schon bissl tricky sein kann.

      Du kannst den Batteriepack schon erstmal mit dem Multiplus laden, solltest dann aber aufhören, wenn die erste Zelle 3,4-3,5V erreicht. Danach würde ich den Rest über ein 60V-Labornetzteil lösen, da man hier super easy die Ladespannung und auch die Stromstärke anpassen kann. Bis man am Ende eben pro Zelle knapp über 3,6-3,65V erreicht hat und der NEEY-Balancer parallel seiner Arbeit nachkommt, um alle Zellen spannungstechnisch zusammenzuhalten.

      Das Labornetzteil kann man dann auch für andere Dinge sinnvoll nutzen und der Kaufpreis ist ja auch nicht unendlich hoch. Manche behaupten sogar, dass Amazon so ein Labornetzteil auch einige Tage kostenfrei „leiht“. *hust* Kann ich aber natürlich nicht empfehlen!!!

      Viele Grüße
      Jörg

    2. Hallo,
      ich lese heute das erste mal hier mit und mich wundert immer das jemand das EEL Gehäuse kauft, warum kauft Ihr nicht das Original von Seplos? Kostet doch das selbe und als BMS ist doch in beiden Seplos verbaut. Ebenso ist der Support bei Seplos gut und wie funktioniert das bei EEL?
      Auch egal, die Seite ist gut gemacht, meinen Respekt dafür. Ich habe 2 x 280Ah Zellen und empfehle auf 3,5 V /Zelle zu laden. Und dann auf 3,45 V für ein paar Stunden zu halten.
      Weiter so mit der Seite ++
      Gruß Bernd

    1. Nochmal Jörg,
      dann bedeutet das, dass das BMS nicht zwangsläufig mit Venos OS zusammen geschaltet sein muss. Du steckst es nach Bedarf zusammen. Richtig?
      Und das Trennrelais, was trennt das? – Na ja, schon klar, wenn was nicht läuft, trennt es 16s ab. Dann hast du nicht diesen Lasttrenner, den Jens verwendet.
      Grüße und Danke

    2. Hi Uli,
      wenn du bspw. nur zwei oder maximal drei Batteriepacks betreiben willst, kann du als „Battery Monitor“ in Venus OS auch bspw. das erste erkannte BMS verwenden. Das passt eigentlich dann steuerungstechnisch schon ganz gut, wobei die im VenusOS-Interface angezeigte Lade-/Entladeleistung eben zu gering ausgewiesen wird (je nachdem Faktor 2 oder 3 zu gering). Aber ja, das BMS muss nicht zwangsläufig in VenusOS als Battery Monitor genutzt werden, man kann bspw. auch den Battery Monitor des/der Multiplus verwenden – hat aber wieder andere Vor-/Nachteile.

      Pro Batteriepack nutze ich ein eigenständiges JBD-BMS, welches jeweils ein Trennrelais besitzt, welches wiederum jedes Batteriepack individuell abkoppeln kann. Einen zentralen Lasttrenner habe ich nicht im Einsatz wie Jens – das brauche ich ja konzeptionell nicht, da jedes Batteriepack bereits durch das JBD-BMS sein eigenes Trennrelais besitzt.

      Viele Grüße
      Jörg

    3. Ich kenne Ingos Videos und habe alle Offgrid-Garage-Videos gefühlt schon zwei Mal gesehen. :D
      Ingo hat meintechblog.de sogar paar Mal als Quelle genannt. Juhu! Vielleicht liest er ja sogar hier mit..

      Batrium „sagt“ Venus OS, was es in bestimmten Situationen tun soll oder eben nicht. So kann es je nach SoC bspw. dynamisch die Lade- und Entladeleistung des Victron-Systems drosseln – wie ich es verstanden habe. Batrium gibt also quasi nur Anweisungen und kann im „Notfall“ selbst nur alle Packs über ein zentrales Relais kappen.

      Viele Grüße
      Jörg

  5. Hallo Jörg, danke für das perfekt getimete Update für meine Weihnachtsbaustelle :)

    Kleine Unklarheit bei mir im Falle DC Eingang Niedrig Abschaltspannung vom Multi:
    Oben im Text in der Tabelle stehen 50,4V (bei 18s).
    Unten in der großen Tabelle finden sich unter „DC input low shut-down“ 48,6V (wie im Screenshot).

    Ich vermute mal, dir ist da ein falscher Wert in die Tabelle gerutscht oder habe ich einen Denkfehler? Ich tendiere zu den sicheren 50,4V.

    1. Hi Jonas,
      danke für deine Nachricht! Hab es korrigiert. In der Tat hat der Wert unten in der großen Tabelle „gestimmt“ (2,7V/Zelle) – bzw. ist das eben aktuell bei mir so eingestellt aktuell. Aber sicher kein Fehler das auf 2,8V/Zelle zu stellen… Habe mit dieser Untergrenze – wie im Blogpost geschrieben – nicht so viel Erfahrung sammeln können bisher, deshalb kann ich hier keine klare Empfehlung geben, sondern nur nen Ca.-Range.

      Viele Grüße
      Jörg

  6. Danke für die Einblicke – ich bin immer wieder erstaunt, dass ich die Beiträge lese, obwohl ich weder plane einen Speicher zu bauen, noch von E-Technik Ahnung habe.

    Es macht mir einfach Freude die ganze Mühe und Arbeit zu sehen und habe große Hochachtung dafür.

    Danke und weiter gutes Gelingen.

  7. Moin Jens.
    Besten Dank für diesen Blogpost. Ich passe gerade meine Werte im JBD an. Bei den Sicherungen habe ich ein Problem. Irgendwie passen die maximalen und minimalen Zellspannungen mit den max. und min. Batteriespannungen nicht. Mein BMS nimmt die so nicht an. Kann es sein, dass hier die Werte nicht korrespondieren?
    LG Arndt

  8. Sorry Jörg 🙈

    Ja. Wenn ich deine Werte vergleiche, hast du eine max. Zellspannung 3650 und max. Batteriespannung 63000.
    63000 : 18 = 3500. Wenn ich nun bei der max. Zellspannung auf 16s umgerechnet 56000 eingebe und ins BMS schreibe, und dann wieder auslese, dann habe ich dort den Wert 58400 stehen…

    LG Arndt

    1. Ok komisch…
      hast du als „Freigabewert“ bei „Maximale Batteriespannung“ dann bspw. 55000 (also 1000mV weniger als der „Auslösewert“ von 56000) eingegeben? Evtl. verhindert ein falscher Freigabewert, dass der Auslösewert korrekt gespeichert wird…

      Viele Grüße
      Jörg

  9. Habe ich genau so gemacht. Die max. und min. Batteriespannung berechnet sich immer wieder auf die max. und min. Zellspannung welche eingegeben wird…

  10. Guten Morgen Jörg.
    Ich habe auch eine Merkwürdigkeit beim NEEY. Hier kann ich in den Einstellungen bei der Batterie-Kapazität keine 280Ah einstellen. Das Feld Set wird dann grau. In der Systeminfo wird als Hardwareversion HW-2.8.0 angegeben. Ist das überhaupt die 4. Generation vom NEEY?
    LG Arndt

    1. Hi Arndt,
      das selbe Problem habe ich auch mit der iPhone-App. Ich kann max. 200Ah eintragen. Dann hab ich einfach mal die Android-App versucht, die es direkt beim Hersteller zum Download gibt. Damit hat es dann ohne Probleme geklappt. Also Software-Bug…

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Ich weiss aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich, was der Balancer mit der Ah-Info überhaupt anfängt.

  11. Hallo,
    die angepassten Werte sind auf jeden Fall sehr hilfreich. Ich habe die Grenzen meines BMS in der Zwischenzeit auf die im Datenblatt gefundenen Werte eingestellt. Hier stand zum Beispiel 3.69V als Grenzwert drin an dem das BMS trennen soll. Auch den unteren Wert habe ich entsprechend angepasst. Generell möchte ich das erst das Multiplus das laden/entladen bremst und nur falls das nicht klappt das BMS „im Notfall“ eingreift. Beim Laden habe ich schon einen recht teuren Fehler gemacht:
    Ich hatte das BMS am Anfang auf 3,55V eingestellt und habe dann den Rest des Systems aufgebaut. Als ich dann die Anlage in Betrieb nehmen wollte merkte ich das die Zellen auseinander laufen (weil kein Top Balancing gemacht). Also habe ich dem Multiplus gesagt er soll das Pack doch bitte auf 3,6V pro Zelle aufladen. Das hat er auch gemacht… bis das Pack in die BMS Begrenzung reingelaufen ist. Der Multiplus schob zu der Zeit 60+ A in die Batterie. Durch das unerwartete Trennen der Last (bzw. der Batterie) gab es auf DC Seite eine Spannungsspitze welche mir zwei MPPT 250/100 gekillt hat.
    Danach habe ich das BMS so eingestellt das es wirklich nur noch „im Notfall“ eingreift und sonst alles per Software geregelt wird.

    1. Hi Julia,
      danke für deine Erfahrung! Echt dumm gelaufen… :/ – Welches BMS nutzt du? Hintergrund der Frage ist, ob dein BMS per Schaltrelais trennt oder per Mosfets.

      Viele Grüße
      Jörg

  12. Guten Morgen Jörg.
    Ich habe die Zellen (16s) nun zum Schluss mit 57,6V und 0,5A geladen. Irgendwann waren einige Zellen bei 3,644V und die anderen ca. 0,1V niedriger. Dann habe ich den Ladevorgang gestoppt. Den aktiven Balancer habe ich dran gelassen, bis die Zellen ausgeglichen waren. Nach einiger Zeit waren alle Zellen auf 3,38xV mit einem Delta von 0,004V. Jetzt, nach ein paar Tagen hat es sich auf 3,333-3,339V eingependelt… Ist das ok so? Oder müssten die mehr Volt haben? Woher weiß ich jetzt ob die voll sind?

    Gruß Arndt

    1. Hi Arndt,
      jein – mach es besser so: Ladespannung auf 56,8V (3,55V/Zelle) und warte bis der Balancer alle Zellunterschiede ausgebügelt hat. Währenddessen das Ladegerät mit der Ladespannung eingeschaltet lassen (mind. 1 Stunde), auch wenn weniger als 0,1A in die Zellen fließt. Hintergrund ist, dass nur so die Zellspannung „oben“ bleibt und der Balancer ordentlich die Unterschiede ausgleichen kann.

      Danach das selbe Spielchen nochmal mit 57,6V (3,6V/Zelle) und zum Schluss mit 58,4V (3,65/Zelle). Bei den letzten beiden Iterationen reicht es, wenn du das Netzteil auf 2A einstellst – dann sollte der NEEY-Balancer die minimalen Zellunterschiede auch easy „on-the-fly“ ausgleichen können. Da passiert kapazitätstechnisch eh so gut wie nichts mehr und das sollte auch super schnell gehen innerhalb einiger Minuten. Wichtig ist dann eben, dass der Balancer genug Zeit hat, um die Zelldifferenzen auf 0,000V zu shiften.

      Viele Grüße und Erfolg
      Jörg

      PS: Wenn die Zellspannungen durchgehend bei 3,65V sind und die Ladestromstärke auf unter 0,1A sinkt, sind definitiv alle Zellen zu 100% gefüllt – sprich komplett gesättigt, sodass keinerlei Ladeleistung mehr aufgenommen werden kann. Danach kannst du das Batteriepack direkt im ESS-System nutzen.

    1. So grundsätzlich geht man mit soviel Ampere ran, wie der aktive und passive Balancer zusammen wegschaufeln können. Zumindest, wenn das Teil unbeaufsichtigt vor sich hin laden+balancen soll.

      Nimm an, von deinen 16 Zellen sind sechs auf 3.6V während der Rest noch auf 3.4V rumdümpelt. Die Ladung == der Strom, der rein fließt, muss aus den „vollen“ Zellen vom Balancer wieder rausgeschaufelt werden. Ein aktiver Balancer kann das nur bei einer Zelle gleichzeitig – wenn aber sechs voll sind, ist der effektive Balancingstrom nur ein Sechstel. Der passive Balancer schafft vielleicht nur 1A oder so, aber halt bei vielen Zellen gleichzeitig.

      Ideal ist das nicht. Besser wäre, anhand der Ladekurven und der Zellspannungen auszurechnen (oder konservativ zu raten), bei welcher Spannung die erste Zelle auf 3.6V landen wird, und die Gesamt-Ladespannung entsprechend einzustellen. (Die muss man natürlich kontinuierlich nachjustieren! bzw. vom Computer nachjustieren lassen) Egal welcher Strom – der pegelt sich von selber ein.

      Mal sehen, wann es sowas zu kaufen gibt … ich bin dran.

  13. HILFE!-Stellung zum JDB-BMS AP21S002 erforderlich…

    Im Gegensatz zu den meisten Followern werde ich eine 24V Batterie bauen, bzw. zwei, die dann parallel angeschlossen werden. Ich stehe noch am Anfang, wollte aber schon mal probeweise mein BMS anschließen, um es auszutesten.

    Nun zu meinem Problem:

    Ich habe das BMS gemäß dem Herstellerschaltbild verdraht und dies jetzt bestimmt dreimal überprüft. Bei der letzten Überprüfung habe ich sogar die Spannungen direkt auf dem Board gemessen, um auch einen Fehler bei den Steckern auszuschließen.
    Bei den Einstellungen am BMS habe ich mich an den Werten von Jörg orientiert, wobei ich natürlich berücksichtigt habe, dass bei mir 8 und nicht 18 Zellen angeschlossen sind. Die App (iPhone) zeigt mir alle 8 Spannungen korrekt an, es liegt kein Alarm an und alle Fehlerzähler zeigen 0. Die Batteriespannung ist 26,37V, also ca. 3,297V (+/-1mV). Auch die Werte, die ich aus dem BMS zurückgelesen habe stimmen mit den Werten von Jörg überein bis auf die folgenden Eingaben:

    – Anzahl der Zellen : 8
    – Zusätzl.Schalter : ON (hier habe ich beide Möglichkeiten ausprobiert)
    – Last Erkennung : ON
    – Max Batt.Spannung : 29200 mV (ausl.)
    – Max Batt.Spannung : 28000 mV (frei.)
    – Min Batt.Spannung : 20800 mV (ausl.)
    – Min Batt.Spannung : 21600 mV (frei)
    – Max Ladestrom : 140000 mA
    – Max Entladestrom : 100000 mA

    In der App wird der Lade-Port als ON und der Entlade-Port als OFF angezeigt. Der Entlade-Port läßt sich nicht einschalten. Der Lade-Port reagiert auf die App und geht auf OFF und auch wieder auf ON. Ein Klacken beim Einschalten ist nicht zu hören und die Spannungen an den beiden Relaisanschlüssen bestätigen, dass die Kontakte des Relais nicht geschlossen sind. Die Spannung am internen Kontakt zeigt die Batteriespannung und am äußeren Kontakt die angelegte höhere Spannung des Netzteils beim Versuch zu Laden. Mit einer angelegten Spannung von 28V fließt nur ca. 100mA. Dies ist ziemlich genau der Strom den der interne „Überbrückungswiderstand“ am Relais zuläßt. Ein Entladen mit einer 24V/70W Halogenlampe war erfolglos.

    Das zweite BMS verhält sich an der Batterie genau gleich, so dass ich nicht von einem Defekt ausgehe, sondern, dass hier ein systematischer Fehler vorliegt, was mich optimistisch stimmt.

    Das zweite BMS, das nicht an der Batterie angeschlossen ist, habe ich an ein Netzteil angeschlossen. Minuspol an das blaue Kabel und die beiden roten Sense-Kabel an den Pluspol. Die restlichen Sense-Leitungen habe ich offen gelassen. In dieser Konstellation ertönt ein langer Piepton und das Relais schaltet sich nach ca. 1s mit einem deutlich hörbarem Geräusch ein. Die blaue LED am der Ansteuerleitung leuchtet auf, geht dann aber kurz darauf wieder aus. Das Abschalten des Relais erfolgt geräuschlos und läßt also akustisch nicht verifizieren. Ich gehe aber davon aus, dass es mit der LED ebenfalls abschaltet. D.h. die Ansteuerlogik und die Treiber zum Relais sind OK.

    Ich habe auch eine Support-Anfrage bei „Dongguan“ gestellt, aber bislang noch keine Antwort erhalten. Vielleicht hat aber jemand das gleiche Problem gehabt und lösen können, oder zumindest einen Tipp, was ich noch probieren könnte.

    VG
    Christof

    1. Hallo!
      Wie es aussieht gibt es keinen Leser des Blogs, der mir mit meinem Problem weiterhelfen kann. Leider hat mir „Dongguan“ bislang auch nicht geantwortet. Machen die ebenfalls Weihnachtspause..?

      Wie beschrieben habe die Absicht ein 24V System aufzubauen. Für einen Test habe ich jetzt eine Batterie mit 16 Zellen aufgebaut, also die 48V-Konfiguration, die hier hauptsächlich zum Einsatz kommt und diskutiert wird. Merkwürdigerweise funktioniert das BMS mit den 16 Zellen so wie es soll. Das Laden mit 58V (@3A) funktionierte einwandfrei und das Relais zog hörbar beim Anschluß des Ladegeräts an. Ein Entladen mit einer ohmschen Last funktionierte danach auch. Das Relais verbleit danach im angezogenen Zustand und zeigt dies mit einer LED an.

      Da ich mir sicher bin, meine 24V-Batterie korrekt für 8 Zellen an das BMS angeschlossen zu haben und die Einstellungen aus meiner Sicht alle sinnvolle Werte haben, kann ich nur davon ausgehen, dass die Funktion für diese Konfiguration trotz gegenteiliger Angaben nicht unterstützt wird. Sollte ich bis Mitte Januar keine Abhilfe seitens Dongguan erhalten habe, werde ich meine beiden BMS (200A/Relais) zum Verkauf anbieten. Sollte jemand Bedarf an „beiden“ BMS haben, kann er hier im Blog sein Interesse bekunden. Ich werde dann mein Glück mit Daly versuchen.
      VG
      Christof

    2. Hi,
      ich konnte heute das Problem lösen. Es hängt im Grunde damit zusammen, dass es bei der Relais-Version keine „wirklich“ getrennten Eingangs- und Ausgangs-Ports gibt. Das war mir zwar bewußt, aber mein Fehler lag darin, dass ich die Logik der beiden Schalter in der App aber auch im BMS nicht richtig verstanden hatte.
      Im abgeschalteten Zustand wird das Relais nicht eingeschaltet, wenn extern eine höhere als die Batteriespannung anliegt, obwohl beide Ports auf ON stehen. Das Relais zieht erst an, wenn dann eine Last anliegt bzw. ein Entladestrom fließt. Danach bleibt das Relais im ON-Zustand und die Batterie kann auch wieder geladen werden. D.h. wenn das Relais im OFF-Zustand ist, kann das BMS weder über die App, noch über die RS485-Schnittstelle in den ON-Zustand gebracht werden. Die App zeigt zwar an, dass der Ausgangs-Port ein- und ausschaltet, aber das Relais reagiert darauf nicht. Das finde ich leider enttäuschend. Man kann also über die App keine wirklich Rückmeldung über den Zustand des Relais erhalten. Erst wenn ein Stromfluß in der App angezeigt wird kann man davon ausgehen, dass das Relais aktiv ist. Wenn das Relais OFF ist, sollte die App weiterhin den OFF-Zustand anzeigen und auf das Einschalten nicht reagieren.
      Die Logik des BMS das Relais auf diese Art anzusteuern, finde ich nicht zufriedenstellend. Ich bin aber zunächst froh, dass ich mit dem BMS meine Batterie zu Ende bauen kann. – Also kein DALY und ich ziehe mein Verkaufsangebot zurück.

      VG
      Christof

    3. Eine potenziell blöde Frage:
      Hast du gewartet, nachdem du Entladen auf ON gestellt hast? Ich hatte das Problem, dass die App (Android) den Schalter kurz anschaltet, dann sofort wieder ausgemacht hat und ich dachte das Ding spinnt…aber nach 20-30 Sekunden geht er dann von alleine wieder auf an. Klickt man in der Zeit allerdings ungeduldig nochmal, bleibt er aus.

      Ansonsten zum Stochern:
      „– Zusätzl.Schalter : ON (hier habe ich beide Möglichkeiten ausprobiert)“
      Bei mir ist der OFF (auch wenn ich den Port habe)

      Die Lasterkennung würde ich mal abschalten testweise. ich habe den Schalter allerdings gar nicht.

      Das Anschalteverhalten ist in meiner Erinnerung korrekt (Piepen, klacken, leuchten.)

      Ganz sicher B- an Batterie und C- Richtung Verbraucher angeschlossen?

    4. Irgendwie wurden mir deine weiteren Kommentare erst angezeigt, nachdem ich meinen geschrieben habe…also einfach ignorieren :)

    5. Ich habe mich nochmals mit Schalten des Relais beim BMS beschäftigt. Hier meine Ergebnisse.

      TEST des AP21S002 an einer Batterie mit 8 Zellen:

      Für diesen Test habe ich in der BMS-App unter der Rubrik „Zusätzliche Funktionen“ den Punkt „Schalter“ auf ON gesetzt. Am Stecker „8-EJ4“ ist ein Schalter angeschlossen.

      1) Das Relais ist OFF – Es ist weder ein Verbraucher noch ein Laderegler/Netzteil an der Batterie angeschlossen und der Schalter ist OFF:

      – Über den Schalter lässt sich das Relais nicht einschalten.

      2) Das Relais ist ON – Es ist weder ein Verbraucher noch ein Laderegler/Netzteil angeschlossen und der Schalter ist ON:

      – Das Relais kann mit dem Schalter ausgeschaltet, aber nicht wieder eingeschaltet werden.

      3) Das Relais ist OFF – Es ist ein Verbraucher (24V/70W Leuchte) angeschlossen.

      – Das Relais kann mit dem Schalter beliebig oft ein- und auch wieder ausgeschaltet werden.

      4) Das Relais ist OFF – Es ist ein Netzteil angeschlossen (U=28,0V) und der Ausgang Netzteils aktiviert. Die aktuelle Batteriespannung liegt bei 26,7V.

      – Das Relais lässt sich mit dem Schalter nicht einschalten.

      5) Das Relais ist OFF – Es ist ein Netzteil angeschlossen (U=25,0V) und der Ausgang ist aktiviert. Die aktuelle Batteriespannung liegt bei 26,7V.

      – Das Relais lässt sich mit dem Schalter nicht einschalten.

      6) Das Relais ist OFF – Es ist ein Netzteil angeschlossen, aber der Ausgang des Netzteils ist deaktiviert. Am Ausgang des Netzteils messe ich 0V. Es lässt sich bei angeschlossener Batterie auch kein nennenswerter Strom messen. (Bei getrennter Batterie messe ich eine Spannung zwischen den Polen der Batterie eine Spannung von ca. 5V)

      – Das Relais lässt sich mit dem Schalter beliebig oft ein- und auch wieder ausschalten.

      7) Das Relais ist OFF – Es ist ein Netzteil angeschlossen (28.0V) und der Ausgang des Netzteils ist aktiviert.

      – Das Relais lässt sich mit dem Schalter nicht einschalten.
      – Bleibt der Schalter eingeschaltet und wird der Ausgang des Netzteils deaktiviert geht das Relais sofort in den ON Zustand.
      – Wird danach das Netzteil aktiviert, beginnt sofort das Laden der Batterie.

      8) Das Relais ist OFF – Es ist ein Netzteil angeschlossen (28.0V) und der Ausgang des Netzteils ist aktiviert.

      – Das Relais lässt sich mit dem Schalter nicht einschalten.
      – Bleibt der Schalter eingeschaltet und wird die Batterie vom Netzteil getrennt reagiert das Relais nicht, bleibt also im OFF Zustand.

      Das unterschiedlichen Verhalten der letzten beiden Tests, kann ich mir nur damit erklären, dass das BMS trotz nicht messbarem Strom feststellt, dass ein Spannungsunterschied bei angeschlossenem und deaktiviertem Netzteil besteht. – Vielleicht hat jemand andere Erkenntnisse,

      Ich hoffe also, dass es möglich sein wird, über einen elektronischen Schalter und der Möglichkeit den Laderegler (Victron) ein- und auszuschalten, das Relais kontrolliert schalten zu können.

      Was ich nicht ausprobiert habe, ist, wie sich das BMS hier verhält, wenn Unterspannung oder Überspannung der Batterie vorliegt. Das kann ich erst testen, wenn das Gesamtsystem in Betrieb ist.

      Gruß
      Christof

    6. Hi Christof,
      danke für das Teilen deiner Erketnnisse! Ich habe das nicht so detailliert ausprobiert, aber das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Am besten ist es, wenn im laufenden Betrieb das BMS nie abschaltet.. :D Insbesondere bei mehreren Packs parallelgeschaltet. Denn in diesem Fall muss ich das per Relais getrennte Pack einmal per Anderson abstecken, ein externes Netzteil kurz mit höherer Spannung als das Pack anschließen, damit das Relais wieder durchschaltet und dann das Pack wieder per Anderson mit dem Gesamtsystem verheiraten. Das war mit dem alten JBD-BMS-Design und externem Ein-/Ausschalter einfacher…

      Viele Grüße
      Jörg

  14. Hi Jörg,
    tolle Beschreibung und Hinweise, Du hast einen neuen Mitleser ;-).
    Bin gerade selber an einem Aufbau einer Solarbatterie mit 16s und JK-BMS.
    Die Einstellungen werde ich von Dir übernehmen. Das ganze wird dann mittels Node Red (Loxone habe ich nicht) und einem Multiplus (ESS Mode 3) Netzparallel angebunden. Besonderheit bei mir ist die Datenübertragung zwischen Node Red und dem JK BMS über Bluetooth (MQTT via ESP32), soll heißen das auf dem Raspi laufende Venus OS kennt die einzelnen Zellenspannungen nicht, ich muß also die ganzen Lade- / Entladekurven über Node Red realisieren habe dafür keine galvanischen Probleme über serielle Schnittstellen (Ja ich weiß, jede schlechte Kabellösung ist besser als eine gute Funklösung ;-).
    Jetzt zu meiner Frage ;-)
    Ich gebe dem MPII ja nur den GridPoint per MQTT über Node Red vor, kann also bei erreichen bestimmter Spannungswerte einer im 16s Pack befindlicher Zellen reagieren. Macht Du das genauso? Oder hast Du die Möglichkeit dem MPII sogar genau die Ladespannung bzw. den Ladestrom vorzugeben?
    Also z.B bei erreichen von 3.45V der höchsten Zelle die Ladespannung auf 55,2 V einfrieren.
    Gruß aus dem Ruhrgebiet
    Christian

    1. Hi Christian,
      Venus OS drosselt die Ladeleistung, sobald „DBUS-serialbattery“ mitteilt, dass die Batterie voll ist. Und diese Info kommt wiederum vom BMS, welches auf 100% SoC springt, sobald eine Zelle 3,45V erreicht – bzw. welcher Schwellwert eben eingestellt wurde bei „Spannung bei 100% Kapazität“ in den BMS-Settings.

      Viele Grüße
      Jörg

  15. Hallo Christian, hallo Jörg!
    Ich habe ein ähnliches Verhalten eines Relais, aber noch nicht ganz verstanden, wie man es wieder einschaltet. Hintergrund: Ich habe zwei Batteriepacks 16S nacheinander an die Anlage angeschlossen, Bat1 lief sofort und konnte laden und entladen. Dann habe ich den Anderson-Stecker getrennt und Bat2 angeschlossen. Auch die lief ohne Probleme. Als dann beide Batterien eine ähnliche Spannungslage hatten, und ich wieder Bat1 dazunehmen wollte, blieb aber das Relais von Bat1 getrennt. Was ist zu tun?

  16. Hallo Jörg, kannst du mal ein Systemschaltbild von deiner Anlage zeigen? Also welche Komponenten du alles verwendets… PV-Module, Multiplus, Mppts, …
    Grüße Martin

  17. Hallo Jörg,

    warum baust Du jetzt 18s statt 16s Batterie-Packs? Welche Vorteile/Nachteile hat das?

    Viele Grüße,
    Stefan
    PS: Frohes Neues und vielen Dank für diesen hervorragenden Blog!

    1. Hi Stefan,
      danke für dein Lob! Wünsche dir natürlich auch ein frohes neues Jahr!

      Zum Thema 18s gibt es bald auch einen eigenen Blogpost. Aber mal vorab…

      Vorteile 18s:
      -Pack hat 12,5% mehr Speicherkapazität
      -12,5% höhere Systemspannung -> theoretisch 12,5% mehr Leistung bei gleicher max. Stromstärke
      -Gehäuse muss nur knapp 8cm länger sein als bei 16s, alle anderen Komponenten können 1:1 genutzt werden
      -dadurch leicht gesunkene Kosten pro nutzbare Gesamtkapazität

      Nachteile 18s:
      -Pack wird knapp 10,5kg schwerer, bei stationärem Einsatz aber meist egal und man muss auch bereits einen 16s-Pack mit 280Ah-Zellen zu zweit tragen.

      Insgesamt ist 18s kein „Game Changer“, aber für mich ein logischer Schritt zur konsequenteren Ausnutzung der gegebenen Victron-Systemparameter.

      Hab gestern den dritten von insgesamt sechs 18s-Packs in Betrieb genommen. Läuft super bisher…

      Viele Grüße
      Jörg

  18. Es ist ein wundervolles Gefühl, wenn der kleine Victron das erste mal Batteriestrom ins Haus pumpt und der Zähler stehen bleibt :)

    Was sind denn realistische „Restwerte“ im Einkauf vom Netz bei euch? Ich komme an einem 100% Solar/Batterie-Tag jetzt im Winter auf etwa 300W gekauften Strom pro Tag. Ich vermute das ist „normal“, aufgrund der üblichen Schwankungen oder sollte der Wert tiefer liegen?

    1. Hi Jonas!

      Das Gefühl kenne ich – echt mega…

      Schwankungen und einhergehender Netzbezug sind ganz normal. 300Wh/Tag sind ganz normal. Je nach Regelungslogik kann man auch immer etwas Netzeinspeisung von z.B. 50W einstellen – quasi als Offset. Damit kann man den Bezug nochmal etwas verringern, aber das kostet dann eben auch unnötig Akkukapazität, die die meiste Zeit „blöd“ ins Netz einspeist.

      Viele Grüße
      Jörg

      PS: Bitte die Einheiten korrekt verwenden. 😘

    2. Zu den Einheiten: JA! Leider kann ich hier nicht editieren.
      Es war ein Patzer…mich nervt es selbst (also…falsche Einheiten).
      Offset werde ich nicht einstellen….die 300Wh/Tag sind zum Glück nicht so teuer, dass sich das lohnen würde, im Zweifelsfalle 1200Wh/Tag (oder mehr) aus der Batterie ins Netz zu schippen :)

      Und jetzt hätte ich gern mehr Sonne, die 17kW möchten gern gefüllt werden!

      Eine Ergänzung für deine Liste:
      Wer, wie ich, spontan einen Neey braucht: AliExpress „HankzorBMS Store“. Lager Polen, in 2 Tagen geliefert. 100 Euro inkl. Steuer und Porto. Das geht nur billiger bei Großmengenbestellung und Wartezeiten.
      Das Gerät sieht „echt“ aus und macht genau, was es soll.

      Falls jemand im Rhein-Main-Gebiet einen Balancer braucht, ich würde ihn verleihen.

  19. Hallo zusammen,

    hätte ne Frage zum Thema „Ladestrombegrenzung“.
    Standardmäßig ist ja in utils.py 50A hinterlegt – was ist denn das vernünftige Maximum?
    Kommt natürlich auf das Drumherum, die Zellen etc. an….aber mal von den EVE280K-Zellen..

    Danke & Grüße

    Vjeko

    1. 50A sind bei EVE280-Zellen Unfug. Das Datenblatt spezifiziert ½C (= 140A) als Standard, d.h. wer nicht schneller lädt riskiert keine verkürzte Lebensdauer, und 1C (280A) als Maximum.

  20. Hallo Jörg,
    kann es sein, dass sich die Parameter in VE Confige im Reiter Wechselrichter – DC Eingang niedrig – abschalten mit den Parameters im Multiplus ESS Dynamic Cutoff überscheiden.
    Ein Deiner Spannungstabelle finden sich ja die Spannungseinstellungen für den Reiter Wechselrichter und die Parameter im ESS.
    Ist es nicht so, dass wenn das Multiplus ESS Dynamic Cutoff aktiv ist, die Werte aus dem Reiter Wechselrichter ignoriert werden?

  21. Hallo Jörg,
    wirklich sehr gute Infos, die du hier bietest. Danke dafür. Ein paar Fragen zur Ladestrategie. Bei 3,45V bist du ja schon im „roten Bereich“ von den Zellen (EVE Unterlagen). Wenn man die Zellen jetzt für bis zu 5 Stunden in diesem Bereich weiterlädt (Konstantspannung), wird die Zelle dann nicht unnötig gequält? Der rote Bereich fängt bei 3,37V schon an. Jetzt die Frage, gibt es Untersuchungen auf Zellchemieebene, die das untersucht haben? Oder Langzeiterfahrungen? Es ist halt so, dass es Leute gibt, die das so sehen oder eben anders. Vielen Dank für deine Antwort. Mach weiter so!

    1. Hi Andreas,
      also bei diesen Zyklentests der Hersteller werden die Zellen ja immer rauf auf 3,65V und wieder runter auf 2,5V gefahren. Und dennoch halten die dabei ewig. Ich gehe aktuell nicht davon aus, dass das von mir eingesetzte Ladeverhalten bis 3,45V schädlich für die Zellen wäre, auch nicht, wenn man diese hohe Spannung etwas länger hält. Hintergrund ist eben, dass ich die Zellen beim Vollladen jedes Mal quasi mit topbalancen möchte – und das geht schwierig unter 3,4V und besser ist dabei 3,45V. Ich werden vermutlich auch nicht jedes Mal bis auf volle 100% laden. Ich habe da einen Regler, mit dem ich bspw. einstellen kann, dass die Packs nur auf 90% geladen werden sollen, wofür ich die SoC-Informationen der BMS hernehme. Dann sind die Zellen noch knapp unter 3,4V/Zelle.

      Wenn du konservativer unterwegs sein möchtest, stelle alles auf 3,4V ein – sicher auch nicht verkehrt und kostet auch nicht die Welt an Gesamtkapazität. Aber ich möchte das schon etwas austesten – sonst wäre es ja langweilig. Langzeiterfahrungen kann ich nicht geben…

      Viele Grüße
      Jörg

    1. Hi Thorsten,
      die App fürs JBD-BMS heisst „XiaoxiangBMS“ und die App für den NEEY-Balancer „GeeWe BMS“ – beides ioS-Apps.

      Viele Grüße
      Jörg

  22. Hi Jörg,

    Dein toller Blog schafft es bei mir alte Fragen supi zu klären > vielen Dank dafür!
    Leider ist der Preis des Wissens hoch: Dein transferiertes Wissen fördert meine neuen Ideen (nicht alle gut).
    Nachdem ich es jetzt geschafft habe den Victron mit meinem SMA HomeManager zu verbinden, steht jetzt das Balancing an. Mein Plan ist, einen „dummen“ 5A-Balancer mittels Victron-Relais an- und auszuschalten. Dafür schaltet das Relais in Abhängigkeit der DC-Spannung (26,2V bzw. 26V) den Balancer ein bzw. aus (100s Schwelle).
    Was haltet Ihr von der Idee? Sind die Werte o.k.?

    Danke & BG Thomas

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